Forum Allgemeine Themen Aktuelle Themen Alice Schwarzer beichtet.

Aktuelle Themen Alice Schwarzer beichtet.

Mitglied_ce7893b
Mitglied_ce7893b
Mitglied

Re: Alice Schwarzer beichtet.
geschrieben von ehemaliges Mitglied
Zunächst zu der Selbstanzeige.

Hat das Finanzamt bereits Kenntnis von einem Steuervergehen, nützt eine Selbstanzeige nichts mehr. Ist also mit einem Fehler behaftet.
Frau Schwarzer muss also die Selbstanzeige vor dieser Kenntnis des Finanzamtes gemacht haben und konnte ein Finanzstrafverfahren aus eigener Vorsorge abwenden.

Dieser Vorgang entspricht etwa dem Irrtum. Also dem Eintragen eines Betrages (falschen Betrages) in die falsche Spalte (in die richtige Spalte) eines Formulars und ähnl. mehr.
Auch hier gibt es eine Regelung wann etwas ein Irrtum ist, - und wann List.

Zur Veröffentlichung hätte ich eine Frage.
Wie lange darf eine gesühnte Straftat nicht öffentlich diskutiert werden. Hier interessiert mich die Meinung mehr als der tatsächliche/vermeintliche Gesetzestext?

robin
Mareike
Mareike
Mitglied

Re: FrauenMediaTurm Köln
geschrieben von Mareike
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 07.02.2014, 09:09:03
"Der weg des geltenden Rechts."

Wenn immer mehr der Eindruck entsteht, dass die Mehrheit sich nicht an geltendes Recht hält, dass es eher die Frage ist, wie "klug" man betrügt und/oder geltendes "Recht" schamlos ausnutzt, entsteht ein großer ideeller Schaden: Orientierungslosigkeit oder eben Verlust von Rechtsempfinden.

Mareike
Re: Alice Schwarzer beichtet.
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 07.02.2014, 10:07:21
Wie lange darf eine gesühnte Straftat nicht öffentlich diskutiert werden.


Nun, in jedem Fall so lange, wie eine Schweigepflicht (egal, ob Behörde, Arzt, Krankenpflege, Pfarrer etc.) über den Vorgang besteht.
Alles andere ist eine grobe Verletzung von geltendem Recht.

Meli

Anzeige

Re: FrauenMediaTurm Köln
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Mareike vom 07.02.2014, 10:24:46
"Der weg des geltenden Rechts."

Wenn immer mehr der Eindruck entsteht, dass die Mehrheit sich nicht an geltendes Recht hält, dass es eher die Frage ist, wie "klug" man betrügt und/oder geltendes "Recht" schamlos ausnutzt, entsteht ein großer ideeller Schaden:


Das heißt also für mich übersetzt auf meine Belange.
Zahle keine Steuern.
Arbeite schwarz.
Halte die Hand auf.

Weißt Du, wenn man wie ich in meiner Einkommensklasse malocht hat und als Abgabenzahler knapp zehn Prozent (Differenz von etwa 45 % zu etwa 54 %) statistisch berechnet seit 1990 mehr abgeben musste als niedrigere und höhere Einkommen, sieht man es alles anders.
Ich bin keineswegs reich, aber werde heute von denen so angesehen, die ihre freie Zeit genossen und nur das Notwendigste getan haben. Da wo ich das verfolgen und vergleichen konnte.

Ich bin dafür, jeden mit Arbeit verdienten Euro mit dem gleichen Abgabensatz zu besteuern.
Den ersten Euro und den hunderttausendsten Euro.
Jede Stunde im Doppelboden ist nämlich gleich schwer und krümmt den Rücken.
Das weiß aber nur einer, der dort arbeitete.
Ich habe ziemlich viele dort nicht gesehen.

Über andere Einkunftsarten außer mit "der Hand am Arm" können wir reden.
Auch über die Relation der Einkommen, was ist ehrlich verdient, wo wird überzogen bezahlt.
Auch über, wer verweigert sich, wer lebt auf Anderer Kosten.
Auch über, wem müssen wir helfen, wer braucht unsere Hilfe.

Und von welchen Voraussetzungen hängt es eigentlich ab, über wen wir herziehen dürfen und wem wir die Würde des Menschen belassen.

Ein Nachsatz: Als jungscher Spund, mangels Berechtigung zu einer sozialen Wohnung mit Schulden im selbst sanierten Altbau hausend, war die Progression damals in der Steuer so stark, dass mein Mädel praktisch fast umsonst gearbeitet hat.
Will sagen, die progressive Steuer unserer beider Einkünfte fraß den Nettoverdienst gehörig auf.
Beigaben waren: Zeitliche Hetze zum Wochenende wegen Einkauf. Urlaubsprobleme wegen kinderlos, ein Arbeitgeber machte in den Ferien den Laden zu.
Ergebnis: Sie hörte auf, wir hatten wieder mehr Netto vom Brutto und der Haushalt wurde schon erledigt, wenn ich arbeitete.
Also im Neusprech: Ich hielt mir ein Hausmütterchen.

So nutzte man junge Paare aus.
Trotzdem bin ich auf der ehrlichen Seite geblieben.
Ja, so blöde ist man in seiner Jugend gewesen.

nordstern
Mareike
Mareike
Mitglied

Re: FrauenMediaTurm Köln
geschrieben von Mareike
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 07.02.2014, 10:47:29
Wir sind gleich alt - somit weiß ich wovon Du sprichst.

Und ich kann mich erinnern, wie mein Mann sich ereifern konnte über "überzeugte Arbeitslosen".

Ja die gab es und die gibt es auch heute noch, dennoch sind die Zeiten anders.

In unseren jungen Jahren gab es Arbeit in Fülle.

Das hat sich drastisch geändert.

Ja, auch heute könnte man Arbeitsplätze schaffen. Vorwiegend in der "Sorge", Dienstleistung.
Nur, die, welche die Dienstleistung benötigen: Alte, Kranke, Kinder, können die Kosten nicht aufbringen und der "Rechtsstaat" kürzt ausgerechnet in diesen Bereichen.

Eine Schieflage ist nicht zu leugnen.

(Ironie) Dann wollen wir mal hoffen, dass Alices Stiftung neue Zeichen setzt. (Ironie)

Mareike
Re: FrauenMediaTurm Köln
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Mareike vom 07.02.2014, 11:06:03

Ja, auch heute könnte man Arbeitsplätze schaffen. Vorwiegend in der "Sorge", Dienstleistung.
Nur, die, welche die Dienstleistung benötigen: Alte, Kranke, Kinder, können die Kosten nicht aufbringen und der "Rechtsstaat" kürzt ausgerechnet in diesen Bereichen.


Du berührst einen wunden Punkt.
Wir kommen aber weg vom Thema.

Erster Fall. Gleichaltrig.
Alte Kranke betreuen.
Jawohl, in der Freizeit.
Naturalien und Geld entgegennehmen.
Schwarz natürlich.
Und gleichzeitig H4, weil man es in den jüngeren Jahren nicht nötig hatte.
Servus.

Zweiter Fall.
Diesmal ganz jung.
Warum arbeiten.
Ich gehe "harzen".

Merkst Du jetzt, warum ich so "sozialgeschädigt" reagiere ?
Es ist aber ein ganz anderes Thema.
Und ich stehe damit auch allein, weil ich zuviel zuhöre und zuviel beobachte.
Aber ich kenne auch arme Menschen und da helfe ich.

nordstern

Anzeige

Edita
Edita
Mitglied

Re: FrauenMediaTurm Köln
geschrieben von Edita
als Antwort auf Mareike vom 07.02.2014, 11:06:03

(Ironie) Dann wollen wir mal hoffen, dass Alices Stiftung neue Zeichen setzt. (Ironie)
Mareike


Und da ist für mich der Knackpunkt, nämlich die Verlogenheit, warum diese Stiftung ins Leben gerufen wurde, der Zeitpunkt wann sie angeblich schon geplant wurde, und warum das nun veröffentlicht wird ! Frau Schwarzer hat sich nämlch keineswegs " reumütig und aus vollem Herzen " selbst angezeigt, sondern weil sie von ihrer Schweizer Bunkerbank dazu gezwungen wurde, ihr Konto " weis " zu machen, wenn sie es nicht machen würde, macht es die Bank selbst! Diese Aufforderung haben alle deutschen Kontoinhaber dieser Bank in der Schweiz bekommen, und wie das nun aussieht, wurde die Stiftung dann ziemlich zeitnah nach dieser Aufforderung " geplant ", im Falle, daß doch mal was an die Öffentlichkeit kommt, so kann man das begangene Unrecht mit einer " guten Tat " wenigstens abmildern!
Also liebe Mareike, es ist nichts mit " Zeichen setzen ", sondern reine " Notwehr " um im Geschäft bleiben zu können, nicht mehr, nicht weniger!

Edita
Mareike
Mareike
Mitglied

Re: FrauenMediaTurm Köln
geschrieben von Mareike
als Antwort auf Edita vom 07.02.2014, 11:28:47
Ich befürchte, Du hast recht.

Mareike
Dieter2
Dieter2
Mitglied

Re: Alice Schwarzer beichtet.
geschrieben von Dieter2
als Antwort auf ehemaligesMitglied23 vom 06.02.2014, 14:03:32
Ich kann nicht beurteilen, ob das, was Frau Schwarzer in dem Vorwort schreibt, der Wahrheit entspricht, aber ich habe sie einmal bei einer Podiumsdiskussion erlebt und ich habe selten eine derart arrogante und besserwisserische Frau gesehen.

Sie hat die Frauen , wenn sie sie überhaupt mal zu Wort kommen ließ, nicht nur ständig mit "Schwester" angeredet, sondern versuchte ihnen einzureden, sie würden nur durch " Selbstverwirklichung im Beruf " jemals glückliche Frauen.
Als eine der Frauen wagte zu sagen, dies sei vielleicht bei Journalistinnen und anderen Akademikerinnen so, bei Frauen die 10 Stunden am Fließband oder im Frisiersalon ständen, wäre es sicher nicht das große Glück, bepöbelte sie die junge Frau.

Genau so tritt sie jetzt auch auf.
Alle sind böse und haben keine Ahnung.
geschrieben von stellamaris


Stellamaris, Du sprichst mir aus dem Herzen, habe sie auch nur als Besserwisserin und arrogante Persönlichkeit erlebt.
lupus
lupus
Mitglied

Re: FrauenMediaTurm Köln
geschrieben von lupus
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 07.02.2014, 10:47:29
Die Berechnung glaube ich dir nicht.

Die anderen Annehmlichkeiten waren es, die dein Haumütterchen schufen.

Ein prozentual gleicher Steursatz? Wer hätte das denn gern?

lupus

Anzeige