Aktuelle Themen Lokführerstreik...

gerry
gerry
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Lokführerstreik...
geschrieben von gerry
Wie komme ich zur Arbeit? Diese Frage stellt sich für Millionen Pendler jeden Werktag neu, seit die Lokführer streiken.
Manch verärgerter Fahrgast sucht die Schuld bei der Gewerkschaft. Dabei sollte er sie besser bei den Chemnitzer Arbeitsrichtern suchen. Denn diese haben Streiks im Nahverkehr erlaubt und zugleich im Fern- und Güterverkehr verboten.
Doch wieso hat der Bundestagsabgeordnete im ICE ein Recht auf freie Fahrt, die Krankenschwester in der Regionalbahn aber nicht?
Und warum muß der kleine Angestellte vergeblich am Bahnsteig warten, während Güterzüge mit neuen Autos an ihm vorbei rollen?

Was tut der Bund als Eigentümer der Bahn? Nichts! Der Bundesverkehrsminister versteckt sich hinter der Tarif-Autonomie und weigert sich, den Bahnvorstand zur Ordnung zu rufen.
Man stelle sich mal vor, die deutschen Autowerke müßten mangels Material ihre Produktion drosseln. Vermutlich würde die Bundeskanzlerin schnell einen "Krisengipfel" einberufen und so lange beraten, bis der Konflikt gelöst wäre.
Leider haben Pendler keine Lobby.
--
Gerry
pharaox
pharaox
Mitglied

Re: Lokführerstreik...
geschrieben von pharaox
als Antwort auf gerry vom 21.10.2007, 10:16:23
Genauso sehe ich das Gerry,

es läuft vieles nicht so wie es sollte in unserer Republik! Nicht nur die kleinen Leute haben keine Lobby, auch die Autofahrer nicht, denn kaum wird von den Lokführern ein weiterer Streiktag angekündigt, schon greifen uns die Ölmultis wieder in die Tasche, denn so einfach kann man doch schnell ein paar Milliönchen dazuverdienen! Und ob unsere ach so hochgelobte Kanzlerin gegen die Stromkonzerne was ausrichten kann, wage ich auch zu bezweifeln. Aber man will ja die kommende Wahl gewinnen, da muss man schon mal so tun als ob! Ganz abgesehen davon, dass gemessen an den Werten die die Lokführer durch die Gegend kutschieren, die Bezahlung sehr zu wünschen übrig läßt, würde sich der Herr Verkehrsminister sofort bewegen, wenn die Lokführer auch auf den Fernstrecken streiken dürften!!! Denn, da gebe ich Dir absolut recht, wenn´s gegen die Wirtschaft geht, wäre eine Einigung sofort da, da könnte auch der Herr Mehdorn nichts machen! Und so stellt sich die SPD in der Öffentlichkeit dar, schwach sage ich da nur!

pharaox
arno
arno
Mitglied

Re: Lokführerstreik...
geschrieben von arno
als Antwort auf gerry vom 21.10.2007, 10:16:23
Hallo, gerry,


leider können die Lokführer nicht, -
wie vor kurzem die Ärzte - ,
Personalagenturen beauftragen,
Demonstrationen mit bezahlten
Studenten, Arbeitslosen usw.
durchzuführen, bzw. zu organisieren.

Wie wichtig die Gewerkschaften sind,
damit Ungerechtigkeiten am Arbeitsplatz
öffentlich gemacht und beseitigt
werden, wird jedem aktiv Tätigen jetzt
bewußt.
In vielen Betrieben und Verwaltungen
sind die Betriebs- und Personalräte
gemäß dem Mitbestimmungsgesetz zwar
installiert, aber nur als Alibi von der
Firmenleitung geduldet.
Ungerechtigkeiten schaukeln sich in
sollen Fällen leicht auf.
Alle Pendeler sollten aus Solidarität
die kurzfristige Unpäßlichkeit
akzeptieren.

Viele Grüße
--
arno

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heinzdieter
heinzdieter
Mitglied

Re: Lokführerstreik...
geschrieben von heinzdieter
als Antwort auf gerry vom 21.10.2007, 10:16:23
Soviel wie mir bekannt ist es einmalig, dass Arbeitsgerichte sich in die Streiksituation einschalten und Streikmaßmahmen vorgeben.

Die DB versucht alle Register zu ziehen, um den Streik
im Sand verlaufen zu lassen.

Trotzdem der Schaden pro Streiktag ca 25 Millionen Euro beträgt, kann die DB diesen Streik über längere Zeit verkraften. Je länger der Streik dauert, desto unbeliebter und unerkärbarer wird er.

Wer weiß denn noch , warum die Lokführer ca 30 % Lohnerhöhung verlangen? 10% reichen doch auch aus vertreten die Leidtragenden.

Meiner Meinung sind die Foderungen gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass ein Lokführer bei Berufsaufnahme ca 1700.-- und max 2150.-- Euro pro Monat verdient.

Ein schnelles Ende des Streiks kann nur erfolgen, wenn er auch der Güterverkhr davon betroffen ist.

--
heinzdieter
Re: Lokführerstreik...
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf heinzdieter vom 25.10.2007, 17:08:21
ein grossteil der lokführer haben inkl. zulagen etc. ein netto-gehalt von ca. 1400 euro monatlich. damit kann man ja wohl keine großen sprünge machen. die herren vorstände haben sich im letzten jahr eine erhöhung von 60% gegönnt. alleine herr mehdorn schleppt jährlich ca. 3,4 mio. nach hause. auch wenn es derzeit beschwerlich ist zur arbeit zu kommen, finde ich die forderung gerechtfertigt und alle die meckern sollten sich mal überlegen ob sie ihren job für dieses gehalt ausführen würden.
--
plumpudding
heinzdieter
heinzdieter
Mitglied

Re: Lokführerstreik...
geschrieben von heinzdieter
als Antwort auf vom 26.10.2007, 12:17:50
Leider werden die Gehaltsangaben in keiner Nachrichensendung genannt.

Daher wird kurzeitig dieser Streik von den Betroffenen
abgelehnt. Sie haben dann kein Verständnis.

Daher ist es sehr wichtig, dass der Streik auch auf den Güterverkehr ausgedehnt wird. In fdiesem Fall sind die Industriebetriebe die Leidtragenden.

--
heinzdieter

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Re: Lokführerstreik...
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf heinzdieter vom 26.10.2007, 16:46:34
doch heinzdieter, das gehalt von herrn mehdorn und das seiner mitarbeiter wurde in den letzten tagen mehrfach im fernsehen genannt. ich hoffe, dass das auch viel vernommen haben.
--
plumpudding
hafel
hafel
Mitglied

Re: Lokführerstreik...
geschrieben von hafel
als Antwort auf heinzdieter vom 26.10.2007, 16:46:34
@ heinzdieter: das stimmt schlicht nicht. In jeder Talkshow wo Medorn eingeladen war, wurde er mit seiner "eigenen Gehaltsfrage" konfrontiert, die er sich und seinem Restvorstand auf locker 60% aufgebessert hat.
Selber Chapagner saufen und den anderen das Wasser nicht gönnen.
--
hafel
walter4
walter4
Mitglied

Re: Lokführerstreik...
geschrieben von walter4
als Antwort auf hafel vom 26.10.2007, 17:17:15
Mehdorn hat durch seine eigene unmäßige Gehaltserhöhung von 60% ja letztlich die ebenfalls etwas unmäßige Forderung der Lokführer von 30% provoziert. Durch Steigerung der Bahngewinne auf Kosten der Vernachlässigung des Schienennetzes hat er zusätzliche Begehrlichkeiten geweckt.

Zu Verhandlungen ist er häufig zu feige und schickt seine Subalternen als Unterhändler.

Ich finde, der erste Schritt zur Beilegung des Konflikts sollte die Entlassung von Mehdorn sein !
--
walter4
heinzdieter
heinzdieter
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Re: Lokführerstreik... Urteil vom Landgerichtr
geschrieben von heinzdieter
als Antwort auf gerry vom 21.10.2007, 10:16:23
Die Urteilfindung scheint doch recht schwierig zu sein, wenn man bedenkt, dass der Urteilsruch um 16 Uhr erfolgen sollte. Wir wollen mal sehen, was da herauskommt

--
heinzdieter

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