Forum Allgemeine Themen Aktuelle Themen PKW, laut EU soll der CO 2 - Ausstoß limitiert werden

Aktuelle Themen PKW, laut EU soll der CO 2 - Ausstoß limitiert werden

heinzdieter
heinzdieter
Mitglied

PKW, laut EU soll der CO 2 - Ausstoß limitiert werden
geschrieben von heinzdieter
Ein Aufschrei geht durch die deutsche Autoindustrie:
Herr BM Gabriel spricht schon von einer Verschwörung gegen die die Firmen.

Etwas sagt er nicht:
Die Autoindustrie hat den Anschluss verpasst, denn mit Benzin- und Diesel-Motortechnik sind die vorgegebenen Werte 120 g / km CO 2 bei Mittelklassewagen (Golf, Focus Astra) nicht einhaltbar.

Die Entwicklung der Hybrittechnik wurde vernachlässigt.
Der Einsatz der Brennstoffzelle steckt noch in den Kinderschuhen.
Der Elektromotorantrieb wurde schlechtgeredet und belächelt. Aber trotzdem benutzte unserer BM das Solartaxi.

Eine verbindliche Stellungsnahme unserer Regierung und der Autoindustrie fehlt noch.


--
heinzdieter
mackie
mackie
Mitglied

Re: PKW, laut EU soll der CO 2 - Ausstoß limitiert werden
geschrieben von mackie
als Antwort auf heinzdieter vom 19.12.2007, 17:33:07
ja lieber heinzdieter, unsere hightech autoindustrie hat schon öfter den anschluss verpasst.

-vor vielen jahren wollte sie den bleigehalt im benzin nicht
senken und dann gings sogar bleifrei.
-als die katalysatoren aufkamen, wollte man mir unbedingt ein auto
mit magermixmotor aufschwatzen. ein glück für mich, dass ich
damals die ohren steif gehalten habe.
-jetzt sind die dieselrußfilter dran mit den bekannten ärger.

was bedenklich ist, die autoindustrie versucht immer, ihre antiquierten vorstellungen mit hilfe der politik durchzusetzen. wenn der markt es erzwingt, ist auf einmal alles kein problem mehr.
--
mackie
carlos1
carlos1
Mitglied

Re: PKW, laut EU soll der CO 2 - Ausstoß limitiert werden
geschrieben von carlos1
als Antwort auf heinzdieter vom 19.12.2007, 17:33:07
Unter dem Thema Wirtschaft hier im Forum läuft zur Zeit die gleiche Diskussion. Es geht um den Widerspruch zwischen der offiziell verkündeten Klimaschutzpolitik, einer entschiedenen Reduktion des Ausstoßes des Treibhausgases CO2 und der harten Kritik deutscher Politiker an den Beschlüssen der EU-Kommission zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Autos. Die schönen Versprechungen von Bali sind kaum verklungen. Deutschland stellte sich als treibende Kraft dar im weltweiten Ringen um den Klimaschutz. Die Kanzlerin hatte noch beim Gipfeltreffen der 27 Regierungschefs der EU im Sommer dieses Jahres durchgesetzt, dass die CO2-Emission bis 2020 um 20 bis 30% reduziert werden muss. Und nun das. Der ADAC wirft der Autoindustrie Versäumnisse vor, ebenso viele Wirtschaftsforscher. Das DIW erklärt, dass die Lage der deutschen Autoindustrie mit den nun möglichen Wettbewerbsverzerrungen ein hausgemachtes Problem sei. Zehn Jahre habe man Zeit gehabt sich auf diese Situation einzustellen.

Trotzdem sollte kein Grund vorliegen nun Trübsal zu blasen. In den Autowerken gibt es Ingenieure, die gerne die Ärmel aufkrempeln und die Probleme angehen. Eine echte Herausforderung. Es gibt Hinweise, dass in den kommenden Jahren die ehrgeizigen Sparziele erreicht werden können. Weniger durch neue Antriebe (Wasserstoffmotor oder Brennstoffzelle, die zwar entwickelt ist, aber zu unwirtschaftlich arbeitet). Durch die Weiterentwicklung der bestehenden und noch zu entwickelnder Technik wird viel erreicht werden können. Dabei ist nicht nur an die Hybridtechnik zu denken, die von den deutschen Firmen vernachlässigt wurde. Dafür entwickelt aber ein deutscher Konzern ein Konzept, das Hybridtechnik und einen neuen Motor mit Dieselcharakteristik (Diesotto- Benzineinspritzung) kombiniert. Ein anderer Konzern (VW) stellte auf der IAA einen Motor vor, der bei 105 PS 115 Gramm CO2 pro km ausstößt. Ökoautos wohin man schaut.Das Problem ist nur: Diese Fahrzeuge werden mehr kosten. Klimaschutz ist nicht zum Nulltarif zu haben. VDiese Debatte ist notwendig, um klarzumachen (sofern es die Preise an den Tankstellen noch nicht schafften), dass die Zeiten knapper Energien angebrochen iat. Und nicht nur Motoren werden sparsamer. Bessere Reifen, tiefer gelegte Karosserien, ein aerodynamisch gestalteter Unterboden bringen wichtige Detailverbessrungen und senken den Luftwiderstand. Bessere Getriebeüberstzungen, Start-Stopp-Automnatik, geringeres Gewicht durch weniger Türen: Es gibt viele Möglichkeiten des Feinschliffs. Bei größeren Fahrzeugen wird das aber nicht reichen, um die Zielvorgaben der Eu zu efüllen. Neue Techniken müssen her. Als Übergangslösung kann die Hybridtechnik dienen. Hier glaubt man bereits den Durchbruch erzielt zu haben für schwere Wagen. Das wird auch sehr viel sparsamere Kleinwagen ermöglichen. So wie dem VW Lupo wird es diesen Produkten hoffentlich nicht ergehen. Der kam zu früh. Er war ein echtes Dreiliter-Auto, aber gekauft wurde er nicht. Er war dem Publikum zu klein, zu teuer und nicht komfortabel genug.

Die Technik allein ist nicht das Problem, sondern der Käufer und seine Wünsche. Sein Lebensstil. Der UN-Generalsekretär sagte es deutlich bei der Vorstellung des Klimaberichtes des IPPC: Wir müssen unseren Lebensstil ändern. Dazu gehört auch, dass Ökotechnik einen hohen Preis hat.

Anzeige

schorsch
schorsch
Mitglied

Re: PKW, laut EU soll der CO 2 - Ausstoß limitiert werden
geschrieben von schorsch
als Antwort auf carlos1 vom 21.12.2007, 23:09:18
Ein Problem darf nicht vergessen werden: Je weniger ein Mensch im Leben zu sagen hat, mit desto mehr Kubikinhalt im Motor muss er dies kompensieren! Und so lange die Automobilindustrie solche Kunden zuhauf hat, wird sie keinen Grund sehen, diese Protzwagen nicht mehr zu fabrizieren.

--
schorsch
rolf †
rolf †
Mitglied

Flottendurchschnitt - Produktlinie
geschrieben von rolf †
als Antwort auf heinzdieter vom 19.12.2007, 17:33:07
Aus den paar Berichten zur CO2-Verordnung habe ich entnommen, daß es um den Flottendurchschnitt geht.
Da ist ein Hersteller, der (fast) ausschließlich Oberklassewagen herstellt natürlich gegenüber einem Hersteller mit überwiegend Kleinwagen benachteiligt.
Da die deutschen Autoindustrie wegen der exportabhängigen Produktion hier vor allem im oberen Bereich angesiedelt ist, ist sie natürlich bei einheitlicher Bewertung benachteiligt.
Mercedes könnte dies durch Eingliederung des Smart in die Mercedes-Linie etwas mildern.
--
rolf
hugo
hugo
Mitglied

Re: Flottendurchschnitt - Produktlinie
geschrieben von hugo
als Antwort auf rolf † vom 22.12.2007, 10:54:03
hallo rolf,,wenn das ein völlig naiver unbelekter unbedarfter Leser so sieht, Deinen folgenden Satz: "Mercedes könnte dies durch Eingliederung des Smart in die Mercedes-Linie etwas mildern."

Was soll der davon halten ? Also mit einem Federstrich, einer Unterschrift unter einen Vertrag, einer Behördenaktion, soll der Umwelt auf die Sprünge geholfen werden ??

Ob der Smart nun von Dingsda ode Dadings gebaut und vertrieben wird, am Gesamtausstoß der Mercedesflottillie (vorher, nachher) ändert das doch nix.

Ich bin nicht für solche Milchmädchenrechnungen -auch wenn sie von der Merkelregierung derzeit favorisiert werden (siehe Handel mit Verschmutzungsrechten ) da werden nur Zahlen hin und hergeschoben und einseitig Kasse gemacht,,also ein rein finanztechnisches Herangehen.
Besser wäre ein ganz enges steuerrechtliches Anschieben der Produktion sauberer Motoren und Antriebe ,,,,und ich bin sicher, die Ingenieure meistern auch dieses Problem,,

Aber derzeit wird auf die Hauptbuchhalter gesetzt und nicht auf die Forschungsabteilungen,, ist schon eine verkehrte Welt,, *g*


--
hugo

Anzeige

heinzdieter
heinzdieter
Mitglied

Re: Flottendurchschnitt - Produktlinie
geschrieben von heinzdieter
als Antwort auf hugo vom 22.12.2007, 17:23:17
Wir müsssen uns doch bewusst sein,dass durch Antriebstechniken aus dem neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert das jetzige Problem der CO 2- Reduzierung nicht zu lösen ist.

Bei Einsatz von Treibstoff in Form von Benzin- oder Diesel-kraftstoffen entsteht nun einmal CO 2; und das soll ja vermieden oder auf ein Minimum reduziert werden.

Also weg vom Öl und hin zum E-Motor.
Dieser hat sich bereits bestens bewährt nur nicht in Deutschland und USA ausser Kalifornien.


--
heinzdieter
rolf †
rolf †
Mitglied

Re: Flottendurchschnitt - Produktlinie
geschrieben von rolf †
als Antwort auf hugo vom 22.12.2007, 17:23:17
Natürlich ändert das nichts an der Umweltbilanz, für Mercedes aber verringert es die evtl. Strafe, da der Flottendurchschnitt durch die Aufnahme des Kleinwagens gesenkt wird.

Es wird doch von der deutschen Seite vor allem kritisiert, daß die Fahrzeuggrößen nicht berücksichtigt werden. Da aber der Markt für die großen Fahrzeuge vorhanden ist, werden die Hersteller versuchen, ihre Produktpalette durch Aufnahme von Kleinwagen zu erweitern.
Da hierfür der Markt kaum zu vergrößern ist, werden wohl Hersteller dieser Wagen übernommen werden.
Besonders einfach, daher auch von mir als Beispiel genommen, ist dies natürlich, wenn man schon einen Kleinwagen hat, der nur zur Imagepflege nicht unter der eigenen Marke hergestellt wurde.
--
rolf
Re: PKW, laut EU soll der CO 2 - Ausstoß limitiert werden
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf schorsch vom 22.12.2007, 09:17:42

--Der erste Satz deines Kommentars ist völliger Quatsch.
Je mehr ein Mensch zu sagen hat, desto erfolgreicher - und auch reicher - wird er wohl sein. Dementsprechend wird er sich wohl auch ein höherwertiges Auto leisten können und wollen. Dieses Klientel wird nieeeee aussterben, davon kannst du mal ausgehen.
Ob es einigen nun passt oder nicht.


karin2
Re: PKW, laut EU soll der CO 2 - Ausstoß limitiert werden
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf vom 23.12.2007, 11:50:33

--Und zunächst ist es ja auch nur ein Vorschlag, da kann man sicher erstmal zur Gelassenheit raten.
Vom Vorschlag bis zur Realisierung ist bekanntlich ein langer Weg zu beschreiten, wie die Erfahrung in allen Bereichen gezeigt hat.


karin2

Anzeige