Aktuelle Themen Regierung Merkel

eko †
eko †
Mitglied

Re: Regierung Merkel
geschrieben von eko †
als Antwort auf astrid vom 28.01.2008, 14:25:47
Zitat astrid:

"Hallo Eko ,
ist nur umgekehrt,die Wirtschaft hat die Regierung in der Hand.
Wenn Sie nicht parieren in der Regierung,dann wanderen Sie eben
ab in andere Länder,so sieht es doch aus"


Sag ich doch! Wenn auch mit anderen Worten. Lies mal bitte richtig, was ich schreibe, ja?
--
eko
eko †
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Re: Regierung Merkel
geschrieben von eko †
als Antwort auf astrid vom 28.01.2008, 14:25:47
"Vor längerer Zeit,es ist wirklich schon lange her,
da bekamen die Rentner Ihr Brutto-Gehalt als Rente.
Da konnte man leben,...."


Das ist auch wieder so eine Aussage, über die man nur verständnislos den Kopf schütteln kann. Da wird so getan, als ob "die" Regierung (wer immer es auch sei) den Rentnern Geld vorenthalten wollte. Wer so etwas behauptet, muss auch mal sagen, woher denn das Geld schlussendlich kommen soll für die Renten. Die Renteneinnahmen sid seit Jahren infolge der hohen Arbeitslosigkeit so sehr zurück gegangen, dass einfach nichts mehr da ist. Daran kann auch eine Frau Merkel nichts ändern.

--
eko
poldi
poldi
Mitglied

Re: Regierung Merkel
geschrieben von poldi
als Antwort auf astrid vom 28.01.2008, 14:25:47
Hallo, Astrid! Wann erhielten Rentner ein Bruttogehalt als Rente? Bei welcher Regierung? Ich kenne nur eine Bevölkerungsgruppe -außer Politikern- wo dem so ist oder war! Das sind Angestellte im Öffentlichen Dienst! Die erhalten zusätzlich zur Sozialversicherungsrente aus einer Zusatzversicherung -deren Beiträge allein der Arbeitgeber bezahlt- eine Rente, mit der zusammen sie etwa den letzten Bruttoverdienst erreichen. Ich weiß das von einem Jugendfreund, der zuletzt angestellter Direktor der Stadtwerke einer mittlelgroßen Stadt war. Sogar Beamte werden da neidisch! Ich allerdings auch!
Gruß Poldi

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hafel
hafel
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Re: Regierung Merkel
geschrieben von hafel
als Antwort auf poldi vom 28.01.2008, 15:49:54
Deine Bemerkung ist korrekt. Die sogenannte "VbL" zahlt den Bundes- und Landesangestellten den Ausgleich zwischen Brutto und Netto. Die Einzahlungen dazu machten bis in die 90er Jahre der Bund/die Länder. Ursprünglich sollte hier eine Angleichung der Angestellten an die Beamten erfolgen. In den 90er Jahren wurde das geändert und jeder Angestellter muss für diese Zusatzrente (nennt sich heute Betriebsrente) einen Obulus "abdrücken".
--
hafel
Re: Regierung Merkel
geschrieben von klaus
als Antwort auf vom 28.01.2008, 12:55:23
@aballa,
"wie lange wollen wir uns von dieser Regierung verarschen lassen?"

Rücken wir doch mal ein wenig das mit "dieser Regierung" gerade.

Du versuchst hier den Eindruck zu erwecken dass DIESE REGIERUNG- und du sprichst ja die Regierung Merkel speziell an- Schuld an der heutigen Rentenmisere ist.
Die Rentenanpassungen der letzten Jahre zeigt ein etwas anderes Bild und es sollte auch dir bekannt sein, dass die Höhe der Rentenanpassungen abhängig von den durchschnittlichen Lohn - und Gehaltsanpassungen sind.
Die Renten werden ja nicht bezahlt von den Einzahlungen, die die heutigen Rentenempfanger in den letzten 40 Jahren geleistet haben( quasi aus den eigenen "Ersparnissen" im Schuhkarton der Rentenversicherung).
Genauer:Die Höhe der Rentenanpassung richtet sich nach der Lohnentwicklung im vorangegangenen Kalenderjahr. Hierbei werden auch Veränderungen beim Beitragssatz der Rentenversicherung berücksichtigt. Zusätzlich wird bis zum Jahre 2009 ein ansteigender Altersvorsorgeanteil die Rentenanpassung mitbestimmen und sie dadurch niedriger ausfallen lassen.
In den 10 Jahren von 1991-2000 betrug die durchschnittliche jährliche Rentenanpassung(= Erhöhung)1,8% ( zw. dem Maximum 4,7% und Minimum 0,5%). Sie entsprachen etwa den Teuerungsraten. Im Osten fand in diesem Zeitraum eine höhere Anpassung bis auf heute etwa 87% Westniveau statt.
Den Einbruch gab es zwischen 2003 und 2005. Hier war die "Anpassung" jeweils 0%. Im Gegenteil- durch die Gesetzesveränderungen in diesem Zeitraum wurden die Rentner stärker belastet. Dadurch kam eine Anpassung von - 0,8% zustande. Der damaligen Regierung die Schuld für diesen Einbruch zu geben wäre allerdings genauso falsch.
Die Höhe der Renten ist und wird immer abhängig bleiben von der Höhe der Einzahlungen über die Rentenversicherung und die ist abhängig von der Anzahl der Einzahler- also auch von der Arbeitslosenquote.
In den folgenden Jahren wird sich schlimmer, als in den vergangenen Jahren, die Altersstruktur der Bevölkerung auswirken.

Es ist also ziemlich sinnlos dieser aktuellen Regierung die Schuld an der Rentenmisere zuzuschreiben, zumal seit mehreren Jahren wieder eine pos. Anpassung erfolgen wird.

Über deine "wertvollen" Vorschläge zum Konsumboykott kann man eigentlich nur lachen.

Die Probleme, die in den folgenden Jahren auftreten , werden gelöst werden müssen.
Sicher nicht mit sinnlosen Beschuldigungen und noch weniger mit sinnlosen Forderungen.
--
klaus
seewolf
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Re: Regierung Merkel
geschrieben von seewolf
als Antwort auf hafel vom 28.01.2008, 12:59:25
Dann - lieber Hafel - übernimmt "aballa" die Führung von beidem...


--
seewolf

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seewolf
seewolf
Mitglied

Re: Regierung Merkel
geschrieben von seewolf
als Antwort auf astrid vom 28.01.2008, 14:25:47
Brutto-Gehalt als Rente??? Wann? Wo? Wie lange?
--
seewolf
hugo
hugo
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Re: Regierung Merkel
geschrieben von hugo
als Antwort auf hafel vom 28.01.2008, 16:05:02
hafel, die deutsche Rentenpolitik - wie ich finde eine durchaus interessante Thematik- hat die Bürger schon seit Gründung der beiden deutschen Staaten tüchtig bewegt.

Dabei hat es in der BRD sage und schreibe 50 Rentenreformen gegeben. Ein Zeichen das es hierbei keine breite Einigung, keine dauerhaft haltbaren Vorstellungen und Vorschläge, aber eine sich ständig ändernde Basis gibt.

Also wird es auch in Zukunft darauf hinauslaufen das die Politiker immer den zukünftigen Anforderungen und jetzigen Möglichkeiten hinterherlaufen müssen.

Nur die DDR konnte es sich leisten ihre einmal eingeschlagene Variante der hauptsächlich vom Staat getragenen Kapitaldeckung bis 1990 durchzuhalten.
(zumal die staatlich verordnete Rente auf einem stabil niedrigem Niveau angesiedelt und den allgemeinem Maßstäben angepasst war)

In der Wendezeit kam es durch die kohlsche Rentenanpassungspolitik tatsächlich so wie astrid schreibt, die Leute bekamen mehr Rente als sie vorher jemals Bruttogehalt oder Lohn hatten.

Ich kann mich gut daran erinnern weil meine Mutter zu DDR Zeiten vorher niemals über 600 Mark Brutto verdient hatte ( ansonsten hätte sie ein Anrecht auf freiwillige Zusatzrentenzahlung gehabt, hatte sie aber nicht) aber kurz nach 1991/92 bekam sie mehr als 600 DM Westgeld das steigerte sich noch durch einen Anpassungsfaktor der dann über viele Jahre hinweg wieder abgeschmolzen wurde, so das es danach kaum noch zu nennenswerten Rentenerhöhungen kam.


--
hugo
hafel
hafel
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Re: Regierung Merkel
geschrieben von hafel
als Antwort auf hugo vom 28.01.2008, 17:40:59
Hugo, vermischt Du hier nicht in Deinen Beispiel die verschiedenen Währungen Ost und West?
--
hafel
Re: Regierung Merkel
geschrieben von klaus
als Antwort auf hugo vom 28.01.2008, 17:40:59
@hugo,
kenne ich von meiner Schwiegermutter- aber ob Astrid das gemeint hat, wage ich zu bezweifeln.
Meine Schwiegermutter ging 1986 in Rente - nach 40 angerechneten Arbeitsjahren. Ihre Rente setzte sich aus dem Festbetrag von 210 Mark und dem Steigerungsbetrag zusammen.
Der berechnete sich aus den 40 Arbeitsjahren = Faktor 40 % und dem Durchschnittsverdienst von 500 M Brutto.
Sie bekam also 210 M + 40% von 500 M ---- Rentensumme also 410 M.
Nach der Wende bekam sie dann 833,60 DM. Das ist fast das Doppelte, was sie jemals verdiente. Hat sie nie gebraucht.

--
klaus

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