Forum Politik und Gesellschaft andere gesellschaftliche Themen Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter

andere gesellschaftliche Themen Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter

RE: Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 23.03.2020, 18:47:59

Du kapierst es einfach nicht. Wer plädiert denn dafür, dass den Alten das Auto weggenommen wird? Niemand!
Übrigens habe ich gar kein Auto und muss alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln machen. Und stell dir vor, sogar das geht. Auch im Alter!

RE: Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 23.03.2020, 19:02:14

Du verstehst wohl nur Bahnhof, dabei ist es nicht so schwierig. In dieser Straße soll ja wohl nur noch Radverkehr zulässig sein - also "Fahrverbot für KfZ".
Dann dürfen die Anwohner, die Angehörigen und selbst die Pflegedienste nur noch in der Frühe für 2 Stunde in die Straße rein. Ansonsten herrscht Fahrverbot.

Wenn Du noch den ÖPNV nutzen kannst ist es schön für Dich, für all jene die es nicht mehr können aber nicht.
Versuche es mal mit Empathie...

RE: Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 23.03.2020, 19:11:34

Mein Gott, diese Maßnahme ist doch sowieso längst vom Tisch. Versuch du es mal mit Verstand, denn selbst wenn nicht - kein Alter muss leiden, wenn er mal einen Umweg fahren muss.
Wir haben weiß Gott im Moment andere Probleme als solche Kinkerlitzchen, die du hier künstlich hochspielst. Pass lieber auf, dass du gesund bleibst, das ist wichtiger. Und hier wäre Empathie angebracht, nicht mit uneinsichtigen Autofahrern, die auf ihr geliebtes Vehikel nicht verzichten wollen oder ein Theater machen, weil ihnen mal ein Umweg zugemutet wird.

So, und jetzt schreib, was du willst, du darfst gern das letzte Wort haben. Ich bin hier raus, mir wird es langsam zu blöd.


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olga64
olga64
Mitglied

RE: Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter
geschrieben von olga64
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 23.03.2020, 19:19:56

Richtig, Marina. Ich verstehe es nicht ,dass jetzt so eine Aufregung sich entzündet und zwar in unserer Altersgruppe, die gerade aktuell erkennen müsste, wie privilegiert sie die letzten Jahrzehnte leben durfte (sich aber trotzdem in Dauer-Jammern zu was auch immer permanent erschöpfte) und dass wir derzeit wirklich viel grössere Probleme haben.
Verstehen kann ich es beim Thema Auto und Senioren: es ist wohl die berechtigte Angst in unserer Altersgruppe, dass Autofahren ein natürliches Ende finden wird: sei es durch immer schlechtere Sehfertigkeiten, Schwerhörigkeit oder auch Gelenkprobleme, wenn man z.B. den Kopf nicht mehr umdrehen kann, um einen rechts heranbrausenden Radfahrer noch rechtzeitig zu erkennen.
Ich fahre ja selbst seit mehr als 50 Jahren Auto, habe immer ein eigenes besessen und finde daran schon lange nichts Erstrebenswertes mehr. ABer wenn man in einer infrastrukturschwachen, oberbayerischen Gegend lebt, wo jeder Haushalt mehrere Autos und Motorräder besitzt und im Gegenzug kein Bus, wenig Bahn verfügbar ist, geht es nicht anders. ABer mehr als ca 3000 km im Jahr kommen bei mir schon lange nicht mehr zusammen; gut, dass ich es mir leisten kann, trotzdem dafür die Autokosten zu bezahlen, die ja in jedem Falle anfallen. Olga

RE: Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 23.03.2020, 19:57:56

Wie schön für dich,Olga.

Ich verstehe allerdings und weiß,dass in sehr,sehr vielen Gebieten die öffentlichen Verkehrsmittel unzulänglich sind,das Fahrradfahren aus verschiedenen Gründen unmöglich ist, für das Zufußgehen die Strecke zu lang,zu steil oder die Arthrose zu schmerzhaft ist und deshalb das Auto ein Garant für Selbstständigkeit ist.

In dem betreffenden Fall "Palmer" könnte mit dem Auto ein kleinerer Umweg gefahren werden. Somit wäre sowohl den Radfahrern als auch den Autofahrern gedient....ich bin mir sehr sicher,dass eine Lösung gefunden wird,wenn nicht beide Seiten strikt auf ihren Standpunkt verharren. 

aixois
aixois
Mitglied

RE: Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter
geschrieben von aixois
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 23.03.2020, 13:42:58

Für die Statistiker(innen):

"Sollten mehr Alte daran beteiligt gewesen sein als Junge" 
-
das war nicht der Fall. Beteiligung entsprach grob normaler demographischer Verteilung : 61-75 J. 16,8 % (3250) 75 3,8 % (736) von 79.000 Wahlberechtigten bzw. von 19.373 Wählern .
Dieser Anteil der > 60 Jährigen von 20,6 %  hat zu knapp 25 % für nein oder eher nein gestimmt. Darauf bezog sich der Mathematiker Palmer mit seiner Aussage. Sie ist faktisch richtig.

Sein Fazit aber falsch, zumindest seltsam und eigenwillig. Denn selbst wenn die "Alten" nur ihrem Alters-Anteil gemäß,  zu 20 % dagegen gestimmt hätten, hätte das nicht gereicht, ein zustimmendes Ergebnis zu bekommen.

Fazit 1:  "kann hier keine Altersdiskriminierung erkennen"
Wie geht es weiter  ? - aus der Stellungnahme des Tübinger Stadtseniorenrats (offener Brief vom 10.03):

"... Ja, auch wir Älteren wollen eine klimafreundliche Stadt – dafür haben Sie ja auch viel getan, ja, wir wollen den Fahrrad- und Fußgängerverkehr stärken und miteinander in Einklang bringen und ja, wir wollen eine Verringerung des Autoverkehrs, wo immer es möglich ist. Und deshalb geht es jetzt darum, im Gemeinderat eine Entscheidung herbeizuführen, die dem Klimaschutz dient, dem Verkehr nützlich ist und der Stadtgesellschaft nicht schadet. Dazu wünschen wir Ihnen eine gute Hand! "

Fazit 2: damit ist " das Ganze ist ja eh vom Tisch 😏". 

 


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RE: Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf aixois vom 24.03.2020, 11:32:07

Danke, aixois.
"Fazit 1:  "kann hier keine Altersdiskriminierung erkennen".
Ich weiß nicht, ob das nun dein Fazit oder ein Zitat von Palmer ist, auf jeden Fall stimme ich damit überein.

Wie auch immer - da das Ganze sowieso Schnee von gestern ist, sollte man es getrost ad acta legen. Auch wenn man sich mal nach anderen Themen als Corona sehnt. 😉

aixois
aixois
Mitglied

RE: Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter
geschrieben von aixois
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 24.03.2020, 12:18:48

@marina, hast recht mi dem Schnee  oder dem "water under the bridge" wie der Brite sagen würde.
Nicht recht hat du mit der Fazit-Zuordnung: es war ein Zitat aus deinem Beitrag  ... aber dass du damit übereinstimmst ist ja auch nicht falsch .... 😉

RE: Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf aixois vom 24.03.2020, 18:31:39

Oh, danke für die Aufklärung. 😉
Muss einem ja alles gesagt werden. Gut, dass ich jetzt weiß, was ich geschrieben habe. 😊
Und gut, dass ich selber damit übereinstimme. 😅
 

olga64
olga64
Mitglied

RE: Altersdiskriminierung, ein Interview mit Waldemar Futter
geschrieben von olga64
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 23.03.2020, 22:15:23
Wie schön für dich,Olga.

Ich verstehe allerdings und weiß,dass in sehr,sehr vielen Gebieten die öffentlichen Verkehrsmittel unzulänglich sind,das Fahrradfahren aus verschiedenen Gründen unmöglich ist, für das Zufußgehen die Strecke zu lang,zu steil oder die Arthrose zu schmerzhaft ist und deshalb das Auto ein Garant für Selbstständigkeit ist.

 
Ich weiss jetzt zwar nicht, was so schön für mich sein soll - ist aber auch wurscht.

Ich benütze mittlerweile viele öffentliche Verkehrsmittel, auch wenn Sie diese "als unzulänglich beschreiben" (meinen Sie damit eigentlich Österreich, wo Sie m.W. leben?).
Wenn ich nach München fahre, steuere ich einen P+R-Parkplatz an und fahre von dort mit der S-Bahn. Und von dort dann weiter mit Tram, U-BAhn, auch mal mit dem Bus oder was es sonst noch gibt für meine Tageskarte.
Wenn ich in die nächste, kleine Kreisstadt  fahre, benütze ich ein gemütliches Bähnlein.
Die haben zwar alle feste Abfahrtzeiten, sind auch manchmal etwas unpünktlich und brauchen ein wenig länger - aber Zeit ist ja nicht mein Problem.
Und meine Knie-Athrose meldet sich übrigens auch, wenn ich im Auto sitze und Kupplung, Gas oder Bremse betätigen muss - aber die SChmerzen sind sowohl hier als auch Spaziergängen erträglich.
Radfahren absolviere ich übrigens nur im Fitness-Studio, mehrmals wöchentlich, weil es gut für das Herz ist laut Aussage meiner Ärztin meines Vertrauens. Olga

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