Forum Gesundheit und Fitness Gesundheit Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere

Gesundheit Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere

nasti
nasti
Mitglied

Re: Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere
geschrieben von nasti
als Antwort auf eko vom 23.08.2010, 11:59:44
Hi Eko

mein Man lag damals in Krankenhaus in Krebsabteilung. Alle Patienten mit Lungenkrebs waren nie einmal Raucher. Alle Nichtraucher.

Aber egal.

Wie lange sollen wir ältere unsere Gesellschaft noch belästigen mit Rentenauszahlungen? Wir sind ein Last.....und diese neue Situation, wo die ältere so lange leben wie wir jetzt, ist etwas neues, ungewöhnliches, für die jugendliche höchst belastendes Komponente.
Es ist ein Problem....
...das 60+ Partnersuche ist in Augen den jugendlichen abartig.
Und jetzt stecke ich eine Zigarette ein....ich bin auch betroffen damit-----das Leben noch genießen, dazu gehört auch die Zigarette.

Nasti



eko
eko
Mitglied

Re: Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere
geschrieben von eko
als Antwort auf nasti vom 23.08.2010, 12:35:19
Zitat nasti:

"mein Man lag damals in Krankenhaus in Krebsabteilung. Alle Patienten mit Lungenkrebs waren nie einmal Raucher. Alle Nichtraucher"



Ach nasti, Du bist einfach köstlich

Bringst hier solche ausgelutschten Argumente, damit kannst Du mich nicht beeindrucken. Diese Ausreden habe ich schon zigtausendmal gehört, kann ich nur drüber lachen.

Aber Du darfst versichert sein, mein Mitleid mit Dir hielte sich in engen Grenzen, sollte es Dir mal so ergehen wie nelke und loretta, was ich Dir absolut nicht wünsche!

Jeder ist seiner Glückes Schmied!

Gruß vom e k o
lalelu
lalelu
Mitglied

Re: Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere
geschrieben von lalelu
als Antwort auf eko vom 20.08.2010, 23:59:52
Hallo eko,

da ich weiß, wie schwer es den meisten Rauchern fällt, vom Zigarettenqualm wegzukommen, liegt es mir fern, hier etwas zu verharmlosen.

Ich möchte aber auf die Vermutung eingehen, die man immer wieder hört, die Zigarettenindustrie mische den Glimmstängeln Substanzen bei, die süchtig machen.

Aus eigener Erfahrung glaube ich das nicht! Ich habe über 40 Jahre lang täglich rund fünf Zigaretten geraucht. Dann habe ich mich von einem Tag auf den anderen dazu entschlossen, mit der Qualmerei aufzuhören und habe seither niemals mehr eine Zigarette angerührt, ohne dass ich dem Rauchen nachgetrauert habe. Es ist also keine großartige Leistung meinerseits nötig gewesen; Lob habe ich dafür nicht verdient.

Meine Tochter ist das, was man gelegentlich als Genussraucherin bezeichnet. In einer geselligen Runde raucht sie manchmal zwei, drei Zigaretten, dann wieder monatelang keine einzige, um irgendwann erneut einige wenige zu qualmen. In der Zwischenzeit hat sie keinerlei Verlangen danach. Dieses Verhalten praktiziert sie nun schon jahrelang und verqualmt wahrscheinlich weniger als eine Schachtel pro Jahr.

Wenn es ein "Suchtgift" im Tabak gäbe, müssten meine Tochter und ich längst süchtig geworden sein. Egal, wovon das unbezähmbare Verlangen nach einer Zigarette ausgelöst wird: an ein Suchtgift glaube ich nicht – oder meine Tochter und ich sind immun dagegen.

Deshalb kann ich uns auch nicht als leuchtendes Beispiel hervorheben, wünsche aber allen, denen es nicht so leicht fällt, die es aber trotzdem schaffen wollen, dass es ihnen gelingt!


Lalelu

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Der-Waldler
Der-Waldler
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Re: Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere
geschrieben von Der-Waldler
Ich habe von meinem 13. bis zu meinem 28. Lebensjahr geraucht. Am 16.8.1980 habe ich aufgehört, nachdem mein Zigarettenkonsum seit Jahren bei 4-5 Schachteln (filterlose Schwarze) lag. Ich ekelte mich plötzlich vor dem Geruch, vor den gelben Fingern, vor meinem morgendlichen Atem, vor dem Geruch in den Kleidern und vor meinem minutenlangen würgenden Raucherhusten, der mich jeden Morgen weckte.

Seitdem habe ich nie wieder eine Zigarette geraucht. Dennoch bin ich (hoffe ich) kein militanter Nichtraucher geworden, denn ich weiss aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, a) sich einzugestehen, dass man SÜCHTIG ist, und b) von dieser Sucht loszukommen. Ich habe es auch viele Jahre lang nicht geschafft. Das halte ich mir immer vor Augen, wenn Raucher mich allzusehr nerven.

DW


eko
eko
Mitglied

Re: Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere
geschrieben von eko
als Antwort auf lalelu vom 23.08.2010, 13:38:13
@ lalelu:

Wenn ich Deinen Beitrag so lese, dann stelle ich fest, dass man Dich nicht zu der Gruppe der extensiven Raucher dazurechnen kann/darf.

Ich frage mich schon auch, was einen Menschen dazu bringt, seinen Rauchgenuss derart in die Höhe zu treiben, dass er das Gefühl hat, nicht mehr davon loszukommen.

Was ist denn daran überhaupt erstrebenswert?

Und was bringt es einem für Vorteile?

Ich würds ja gerne mal erfahren. Mir persönlich erging es wie digizar: Ein paar mal versucht, jedes Mal dieses unangenehme Brennen auf der Zunge verspürt.......und einfach sein gelassen.

Warum fängt man/frau überhaupt damit an? Was ist die Triebfeder?

fragt der e k o
Der-Waldler
Der-Waldler
Mitglied

Re: Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere
geschrieben von Der-Waldler
als Antwort auf lalelu vom 23.08.2010, 13:38:13
Hallo, Lalelu,

ich denke, es kommt auf die Dosis an. Hin und wieder ein Glas Wein zum Abendessen, ist sicherlich keine Sucht. Bei täglich einer halben Flasche Wodka dürfte das was anderes sein.

An eine Beimischung von speziellen süchtig machenden Giften glaube ich eher auch nicht. Aber Nikotin an sich ist ja ein Nervengift, das süchtig machen kann. Und wenn man das in ausreichend hoher Dosis zuführt, macht das selbstverständlich auch süchtig. Meine Frau hat viele Jahre lang so ähnlich geraucht wie Deine Tochter, mal 3 Zigaretten am Abend, mal auch 5 Zigaretten, wenn man in geselliger Runde war, dann wieder wochenlang nix. Sie hat irgendwann von gleich auf jetzt aufgehört (wie ich auch) und keinerlei Probleme gehabt. Ich dagegen hatte ziemlich harte Tage zu durchleben, als ich aufhörte, aber ich muss sagen: So richtig schlimm war es nur 4 Tage lang, danach war der körperliche Suchtdruck weg. Der seelische Druck, zur Kippe zu greifen, hielt aber (milde!) noch Jahre an, war aber problemlos auszuhalten.

Gruss

DW

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pippa
pippa
Mitglied

Re: Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere
geschrieben von pippa
als Antwort auf lalelu vom 23.08.2010, 13:38:13
Wie immer, gibt es bestimmt Ausnahmen. Es werden ja auch nicht alle Menschen vom Alkohol abhängig oder von Medikamenten.

Ich z. B. trinke fast jeden Abend meinen Schoppen Rotwein, wenn es mir allerdings n i c h t gut geht, rühre ich keinen Alkohol an, was bei einem Alkoholkranken sicher umgekehrt ist.

Krankheitsbedingt musste ich bereits ein paar Mal Morphium schlucken und hatte überhaupt keine Schwierigkeit, dieses wieder abzusetzen.

Ganz anders verhielt es sich mit dem Nikotin. Nachdem es mir in jungen Jahren tatsächlich mal einige Jahre gelungen war, auf den Glimmstängel zu verzichten, fing ich ausgerechnet nach einem schweren Verkehrsunfall im Krankenhaus liegend, wieder damit an. Also in einer Krisensituation.

Mir scheint, dies kann man, vereinfacht natürlich, als Faustregel betrachten: Konsumiert man eine Droge, gleichgültig welche, wenn es einem gut geht und man auch keinerlei Probleme hat, dann ist man sicher nicht abhängig. Wenn es einem jedoch schlecht geht, egal ob psychisch oder physisch, und man greift nach einem Suchtmittel, dann sollten sämtliche Alarmglocken läuten.

Pippa
Der-Waldler
Der-Waldler
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Re: Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere
geschrieben von Der-Waldler
als Antwort auf eko vom 23.08.2010, 14:08:53

Warum fängt man/frau überhaupt damit an? Was ist die Triebfeder?
geschrieben von eko


Hallo, eko,

bei mir war es sicherlich der dämliche Gruppendruck, dem man sich als Jugendlicher kaum entziehen kann. Jedenfalls ging es mir so. "Alle" haben geraucht, auch meine Eltern, Verwandten, meine Freunde, da wäre ich ja ein Aussenseiter gewesen als Nichtraucher... Ist zwar blöd, aber so war es bei mir als Jugendlicher, und sicherlich bei vielen anderen auch.

Bereits mit ca. 22, 23 war mir klar, wie bescheuert das alles ist, und wie gerne ich aufhören würde. Aber da war ich schon süchtig. Zahllose Versuche á la "Langsam reduzieren" scheiterten kläglich, und erst, als ich diesen oben beschriebenen Ekel empfunden habe, klappte es, allerdings nicht langsam reduzierend, sondern von jetzt auf nun.

Gruss

DW
eko
eko
Mitglied

Re: Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere
geschrieben von eko
als Antwort auf Der-Waldler vom 23.08.2010, 14:13:13
Zitat Waldler:

"bei mir war es sicherlich der dämliche Gruppendruck, dem man sich als Jugendlicher kaum entziehen kann."


Hi waldler, jetzt habe ich erst einmal nachgeschaut, wie alt Du bist und festgestellt, dass Du mein Sohn sein könntest. Das bedeutet, dass ich einer anderen Generation angehöre. Als ich so jung war wie Du, als Du mit dem Rauchen begonnen hast, da gab es diesen Druck seitens der Gruppe noch nicht, da waren wir alle noch viel zu sehr damit beschäftigt, uns tägliches Essen zu beschaffen. Ich glaube, das hat mich auch mit davor bewahrt. Auch mein Bruder (6 Jahre jünger) hatte mit dem Rauchen keine Probleme.
nelke1
nelke1
Mitglied

Re: Das Ende meiner Raucherinnen-Karriere
geschrieben von nelke1
Hallo,
ich möchte noch mal etwas nachschieben.
wie man hier wieder teilweise lesen kann sind wie immer erfahrungen nicht übertragbar.
mir haben ärzte, psychologen und therapeuten immer erklärt, der nikotinentzug dauert höchstens 3 tage . was die schwerraucher immer wieder zur zigarette greifen lässt ist die konditionierung, die zu ändern mit einer verhaltenstherapie dauert monate, wenn nicht sogar das ganze leben.
aufgegeben habe ich in dem sinne, das ich mir keine verhaltenstherapie mehr zumuten möchte.
mit freundlichen grüßen
nelke1

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