Forum Tierschutz etc. Haustiere Wie verhalte ich mich gegenüber einem fremden Hund

Haustiere Wie verhalte ich mich gegenüber einem fremden Hund

Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem fremden Hund
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Medea vom 14.12.2012, 15:51:42
Lustig , Medea,

wenn ich mal 'ner Katze miauen beibringen muss,
mache ich das nur mit 'nem Frosch oder 'ner Maus im Mund .

@Nerida, meinem 3.Hund wollte ich auch das Bellen beibringen.
Jedesmal, wenn es klingelte, rannten wir zu Zweit an die Tür
und nur ich alleine bellte.

Die Gesichter der Leute, die geklingelt hatten,
könnt ihr euch sicher vorstellen ???

Margarit
Medea
Medea
Mitglied

Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem fremden Hund
geschrieben von Medea
als Antwort auf vom 14.12.2012, 16:20:59
Ja Margarit,
das kann ich mir lebhaft vorstellen.

Mein Jettchen, allerliebste französische Bulldogge,
hatte eine schöne tiefe Stimme, die klang so voll
wie von einem großen Hund.

So mancher, der an der Tür klingelte, ist schnell
wieder weitergezogen, weil er in der Wohnung einen
Schäferhund vermutete.



Medea.
adam
adam
Mitglied

Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem fremden Hund
geschrieben von adam
als Antwort auf navallo vom 13.12.2012, 19:38:03
Hallo adam,
Kleiner Geheimtipp: Wenn du problemlos selbst entscheiden möchtest, ob und wann „streunende Menschen“ deine Hunde mit Streicheleinheiten beglücken dürfen, kannst du die Hunde zum rechtzeitigen Bellen veranlassen.


Hallo navallo,

danke für den Tipp, den ich aber nicht realisieren werde, weil er zu meinem Verständnis für das Zusammenleben mit einem Hund nur am Rand passen würde.

Vielleicht gibst Du mir recht, wenn ich sage, daß das Wichtigste im Zusammenleben zwischen Hund und Mensch ist, daß die Rolle, die ein Hund im Menschenleben einnehmen soll, erkannt und verwirklich werden muß. Schafft man das, ist es gleichgültig, ob der Hund beruflich nötig ist, das Grundstück bewachen soll oder einen Blinden führt. Mensch und Hund treffen sich bei der Bestimmung und beide sind zufrieden.

Die Bestimmung meiner Hunde war, ein Familienhund zu sein und dazu war es natürlich nötig, sie in diese Gemeinschaft zu integrieren, mit Rechten und Pflichten. Eine Dressur auf bestimmte Aufgaben war nicht nötig. Sie mußten gehorchen, wenn es nötig war und taten das auch. Warum überhaupt ein Hund? Weil ich Hunde nicht nur mag oder "liebe". Ich fühle mich wohl mit Hund, wohler als ohne und habe schon immer einen Draht zu Hunden gehabt.

Seit Sommer 2007 habe ich keinen eigenen Hund mehr, weil es einfach nicht paßt, aber ich habe seit gut 3 Jahren öfter einen Gasthund, auch mal länger, für 10 oder 14 Tage. Es ist ein, jetzt 5 jähriges, Parson-Russel Mädchen, ein Familienhund. Mit diesem Hundemädchen verbindet mich etwas ganz besonderes, was zu erklären hier aber zu weit führen würde. Dieses Hundemädchen gehört zu den Hunden, die eigentlich das große Los gezogen haben. Sie ist behütet, wird geliebt, bekommt das richtige Futter in richtigen Mengen, kein Gift wie Schokolade oder dergleichen, wird regelmäßig vom Tierarzt durchgecheckt, kurzum: Es geht ihr richtig gut, sie ist ein schlankes Kraftpaketchen.

Und sie hat zu tun. Sie muß das Haus bewachen, ihr Frauchen, einen riesigen Garten, Besuch, muß mit den Nachbarkindern spielen und Vieles mehr. Dabei wird sie als Sonnenschein betitelt, weil sie jeden freundlich begrüßt, jeden von oben bis unten ableckt, ohne aufzuhören und nie schlechte Laune hat.

Als sie dann öfter bei mir war, benahm sie sich genauso. Bellte draußen ein Hund, raste sie auf den Balkon und widersprach energisch, klingelte es an der Tür, raste sie zum Eingang und wenn ich dann öffnete, versuchte sie auszubüchsen und das Haus zu erkunden. Sie sprang mir auf den Schoß, wann immer es ihr passte, fing an, mich abzulecken, wo sie an Haut ran kam und wenn sie aufhörte zu lecken, blieb sie auf dem Schoß, allerdings mit dem Rücken zu mir und spitzte die Ohren. "Ach wie süß!" wurde das oft kommentiert, aber weil ich ja ein bißchen Erfahrung mit Hunden hatte, wurde mir schnell klar: Der Hund hat Stress ohne Ende, weil ihr noch niemand ihre Rolle gezeigt hat und die konnte unmöglich in der Verantwortung für alles liegen. Typisch und logisch für einen Hund: Wenn mir keiner sagt, daß es mich nichts angeht, muß ich eben die Oberaufsicht übernehmen.

Also stellte ich als erstes die Leckerei ab, die ein regelrecht hilfloser Versuch war, den Menschen ihre Dominanz zu zeigen und ich ließ mich auch nicht mehr als Aussichtsplattform benützen, von wegen mit dem Rücken zu mir auf mir zu thronen. Beim "Spielen" mit dem Ball, Tuch oder sonstwas, wurde gekämpft und sie zum Schluß auf den Rücken gebracht und dann bot sie schon mal den Hals. Danach niesen, schütteln, alles roger. Die Sprints auf den Balkon und zur Tür wurden verhindert oder negiert. Ab zurück ins Wohnzimmer usw, etc. Ich war so konsequent wie ich es bei meinen Hunden nie geschafft habe. Natürlich hat das gedauert, es ging in kleinen Schritten voran, in leisen Tönen, ohne Gebrüll ohne Geschrei und inzwischen habe ich es geschafft, dem Hundchen klar zu machen, daß es in meiner Wohnung nur einen Hund gibt, der etwas zu bestimmen hat und das bin ich. Was so mancher nicht glauben mag, weil aus menschlicher Sicht bewertet: Die Hündin wurde mir gegenüber immer anhänglicher, je mehr sie sich an mir ausrichtete und wir beide unsere Rollen fanden.

Jetzt ist die Ankunft in meiner Wohnung ein Ritual, bei dem ich schon mal lachen muß. Da waren wir schon im Eller Forst, den Hund entleeren und auswringen und das Russel-Mädchen kann es kaum erwarten und kratzt an der Wohnungstür. Wenn nötig Pfötchen sauber machen und dann hin zu dem Platz, wo immer ein neuer Kauknochen liegt, ab in die Küche und wenn dort der Napf mit Trinken steht, weiß sie, daß sie Urlaub bei mir macht, ab geht es zu meinem Bett, Kringel machen und schlafen. Nicht unter zwei Stunden, so fertig ist sie von den Pflichten zu Hause. Sie rennt nicht mehr auf den Balkon oder zur Tür, wenn es klingelt. Sie hebt nur den Kopf und schickt mich. Kein hektisches Ablecken mehr, sondern genüßliches Schmusen, auch mal an die Ohren. Und wenn ich am Schreibtisch sitze und mich gerade mit Karl im ST fetze, sie aber unbedingt auf meinem Schoß will, um ein bißchen zu schlafen, ziehe ich den Computer aus seinem Fach, lege die Beine drauf, hab dann den schlafenden Hund auf dem Schoß, fetze mich weiter und bleibe sitzen, auch wenn mir nach einer Stunde fast die Beine abfaulen. Das gehört dann zu meiner Rolle, die ich ja so liebe und, da ja auch der Hund seine Rolle eingenommen hat und zufrieden ist, ist das perfekt.

Nebenbei bemerkt kann ich noch sagen, daß ihr Frauchen sich ein bißchen verwundert geäußert hat. Ihr Hund sei etwas "träge", wenn sie von mir kommt. Sie würde auch nicht mehr unbedingt im Garten bleiben, sondern mitten am Tag plötzlich im Haus auf ein Bett verschwinden und ein paar Stunden schlafen. Ich habe nichts erklärt, weil es zu schnell falsch verstanden werden kann. Aber mir gfällt das, bin für mich sogar stolz darauf.. Das Russel-Mädchen hat auch zu Hause die Verantwortung abgelegt, die sie sowieso nicht tragen kann.

Ui, ist aber lang geworden. Hundethema eben.

Gruß

adam

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dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem fremden Hund
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf adam vom 14.12.2012, 16:55:19
baltus
baltus
Mitglied

Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem fremden Hund
geschrieben von baltus
als Antwort auf dutchweepee vom 15.12.2012, 01:21:08
du bist sooooo langweilig!

und es ist kopiert!!!! also nicht auf DEINEM MIST gewachsen...mach dich nicht sooo wichtig

wie geht es Jazz?
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

[off topic]
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf baltus vom 15.12.2012, 01:36:10
Natürlich habe ich das Banner von facebook kopiert und es ist offensichtlich nicht ernst gemeint und schon gar nicht wichtig. Verzeih mir bitte, lieber Baltus, dass ich Dich nächtens langweilte.

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Re: [off topic]
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf dutchweepee vom 15.12.2012, 03:12:54
Wie leicht und locker der ST damals (2005) noch war,
und Herrchen, Frauchen und Hundchen noch nicht so schrecklich verbissen.

Jazz (Tipp von Baltus s.o.)

Überraschter Gruss,
Margarit
adam
adam
Mitglied

Re: [off topic]
geschrieben von adam
als Antwort auf vom 15.12.2012, 07:10:32
Naja, Jazz wußte eben genau, von wo aus er sein Revier im Griff hatte, sodaß er nachts auch unverhoffte Besucher an der Terrassentür hätte entsprechend begrüßen können. Und so ein gemütliches Stündchen, völlig ungestört, auf der Terrasse und dabei die Fernbedienungen kontrollieren, würde ich mir auch nicht nehmen lassen.

--

adam
pucki
pucki
Mitglied

Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem fremden Hund
geschrieben von pucki
als Antwort auf adam vom 14.12.2012, 16:55:19
Hallo, Adam, mein Name ist Shadow. Mein Frauchen hat mit Interesse Deinen Beitrag
gelesen und festgestellt, daß vieles auch für mich zutrifft.



Diesen Platz liebe ich am meisten und mag ihn überhaupt nicht gern verlassen.



Grüße

Shadow (Angeblich soll ich diesen Namen zu recht tragen. Dabei paß ich nur auf, daß
meinem Frauchen nichts passiert, deswegen bin ich ständig in ihrer Nähe)
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem fremden Hund
geschrieben von dutchweepee
hallo hallo ...heute möchte ich Euch ein tolles Filmchen zeigen, dass ich soooooo süß finde. Meiner Meinung nach sagt diese eine Minute Spielzeit genug über den Hund und vor allem den Charakter des Kameramann/Vater/Hundehalters aus - einfach wunderbar!


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