Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?

Innenpolitik Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?

freddy-2015
freddy-2015
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Re: Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf olga64 vom 07.03.2016, 16:53:07


Ich habe zwar keine Ahnung, was eine "vernünftige" Flatrate sein soll, zumal sich bei dem starken Wettbewerb fast alle Anbieter im gleichen Rahmen bewegen. Ich bin Telekom-Kundin und bezahle für Internet, Festnetz-Flatrate und Handy sowie meinen geleasten Router monatalich 40.-- Euro. Olga


Erstens, ist die Telekom die vernünftige Flatrate und zweitens must Du noch an Dir arbeiten, denn das mit der Armut kannst Du garnicht verstehen.
Das habe ich Dir schon vor einiger Zeit beschrieben, deine Sichtweise.

Du rechnechst zuviel und vergisst die Bedürftigen.
olga64
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Re: Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?
geschrieben von olga64
als Antwort auf freddy-2015 vom 08.03.2016, 23:57:17
Ah ja - bitte sagen Sie mir doch, was Sie persönlich tun, um die Bedürftigen nicht zu vergessen? KOmmentare schreiben? HOffentlich nicht nur - ?

Um einen Staatshaushalt und die Steuerzahler nicht übermässig und auch ungerecht zu belasten, bietet sich hier immer eine Umschichtung an. "Der kleine Mann und die kleine Frau" kennen das ja: benötigt man Geld für Extraausgaben, muss überlegt werden, wie und wo dies eingespart werden kann.

Im Staatshaushalt wäre dies recht schnell möglich:

1.) Auf Kapitalerträge bezahlen Millionäre lachhafte 25% Abgeltungssteuer. Es sollte schnellstens zu den individuellen Steuersätzen dieser Menschen abgerechnet werden -.
2.) Die Erbschaftssteuer schnellstens ändern und zwar so, dass die immer reicher werdende Erbengeneration ihren Anteil wirklich spürbar bezahlt.
3.) Das 20 Mrd Euro teure Ehegattensplitting abschaffen. Es ist nicht vermittelbar, warum eine alleinerziehende Mutter (oder Vater) mehr Steuern bezahlen soll als ein gutverdienender Zahnarzt mit nicht berufstätiger Ehefrau, die zu Hause bleibt und sich langweilt.
4.) Jeder deutsche Staatsbürger zahlt Steuern an sein Heimatland und zwar in der individuellen Höhe, wie sie auch beim Erwerb im Inland anfallen würde. Damit würden sich Steuerfluchten nach Österreich, die Schweiz oder in andere exostische Gebiete erübrigen und Typen wie Beckenbauer, Schumacher, Vettel, Rosbach und wie sie alle heissen hätten das Nachsehen und die Staatskasse aufgrund der immensen Einnahmen dieser Leute ein grosses Plus.
Effizient ist ein Staat nur dann, wenn er seine knappen Mittel denjenigen gibt, die sie wirklich benötigen. DAmit könnte die soziale Schieflage spürbar verbessert werden - in jedem Fall besser als nur darüber "zu labern". Olga
freddy-2015
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Re: Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf olga64 vom 10.03.2016, 15:46:56

Effizient ist ein Staat nur dann, wenn er seine knappen Mittel denjenigen gibt, die sie wirklich benötigen. Damit könnte die soziale Schieflage spürbar verbessert werden - in jedem Fall besser als nur darüber "zu labern". Olga


Um nicht zu viel zu labern, habe ich das Wesentliche stehen gelassen, damit bin ich der gleichen Meinung wie Du, es geht doch.

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freddy-2015
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Re: Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf freddy-2015 vom 15.03.2016, 18:39:02
Ministerin Frau Nahles macht sich stark für die Minirentenbezieher.
Sie möchte ihnen eine Mindestrente zukommen lassen um (wie von mir bereits schon erwähnt) die lästigen und oft demoralisierenden Gänge zu allen notwendigen Einrichtungen zu ersparen (viele schämen sich zur Tafel und ähnlichen Organisationen zu gehen) die es gibt in Deutschland um nicht zu verhungern oder zu erfrieren.
Denn Wohnungen, Strom, Heizung,Kleidung, ärztliche Versorgung, Lebensmittel und Kleidung sind Grundleistungen ohne die wir Rentner nicht überleben können.
Nach der überschäumenden Kritik aus dem Bereich CDU/CSU macht sich ein Ex-Wirtschaftsweiser für diese Mindestrente stark.
Da dieses mehr an Geld ja nicht auf die Sparbücher verschwindet, sondern dem Wirtschaftskreislauf zu gute kommt, sehen ich diese Steuergelder als gut angelegt an.
Wenn sparen, dann bei den Steuerverschwendungen die jedes Jahr aufgedeckt werden, siehe Bundesrechnungshof.

Die aufkommenden Diskussionen über gerechte Verteilung von Milliarden, könnten in diesem Fall auch den Parteien CDU/CSU SPD Grüne FDP zugute kommen.
Das wollen doch alle Demokraten, den Armen helfen egal ob Rentner oder Zuwanderer.



Der Experte hält die koalitionsintern umstrittenen Pläne für die Einführung einer Lebensleistungsrente für richtig.

Das im Koalitionsvertrag vereinbarte Vorhaben von Nahles sei "ein sinnvolles Mittel, um zu verhindern, dass selbst langjährig Beschäftigte im Alter auf die Fürsorge angewiesen sind, auf die alle dann bezogenen Einkommen angerechnet werden", sagte er der "Passauer Neue Presse". Noch sei dieses Problem in Deutschland nicht sehr groß: "Aber das Risiko steigt."

Keine Verletzung des geltenden Prinzips

Rürup erklärte weiter, "die Pläne von Frau Nahles für die Lebensleistungsrente verletzen das geltende Prinzip, dass die Rentenhöhe von der Höhe des Lohnes und der Beschäftigungsdauer bestimmt wird, nicht explizit".
geschrieben von http://www.t-online.de/wirtschaft/altersvorsorge/id_77434786/ruerup-ex-wirtschaftsweiser-verteidigt-mindestrente.html
lupus
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Re: Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?
geschrieben von lupus
Interessante Umverteilung!
Sozialhilfe bisher für zu kleine Renten aus dem Staatshaushalt,
dann Mindestrente aus der Rentenkasse, die nur von einem Teil der Bevölkerung gefüllt wird.
lupus
freddy-2015
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Re: Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf lupus vom 02.04.2016, 11:10:45
Lupos, es geht letztendlich um die Würde des Menschen.

Ich war noch nie auf dem Sozialamt/Arge noch nie arbeitslos oder habe irgendwelche staatlichen Hilfen beansprucht und was es noch alles gibt, wie die Tafel.
Ich stelle es mir nicht schön vor als Bittsteller irgendwelche Leistungen zu beantragen, weil die Rente nicht reicht.
Es kommt doch eh (ausser Tafel) alles von den Steuergeldern.
Auch die Rente mit 63 kommt nicht vom Himmel.

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lupus
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Re: Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?
geschrieben von lupus
als Antwort auf freddy-2015 vom 02.04.2016, 11:32:09
Ob du dir etwas schön oder nicht vorstellst, darauf kommt es sicher nicht an.
Die Meinung " egal wo das Geld herkommt und auf wessen Kosten es geht" teile ich nicht.

lupus
Edita
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Re: Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?
geschrieben von Edita
als Antwort auf lupus vom 02.04.2016, 13:11:37
Die Kriterien der Menschenwürde sind als erste unumstößliche Norm im Grundgesetz verankert und total unabhängig vom Geld zu sehen, ob das jemand passt oder nicht!
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.


Das Grundgesetz geht davon aus, daß die Menschenwürde alleine durch die nackte Existenz des Menschen, dem Menschen zur Verfügung stehen muß und somit hat der Staat auch die Verpflichtung übernommen, ein Existenzminimum zu gewährleisten oder zu garantieren, das ein menschenwürdiges Dasein überhaupt erst ausmacht!
Und ...ist durch die sogenannte Ewigkeitsgarantie vor dem Zugriff von verfassungsändernden ( die haben damals vielleicht schon eine Frauke Petry oder einen Herrn Höcke im Hinterstübchen gehabt ) Gesetzgebern geschützt!

Edita
Klaro
Klaro
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Re: Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?
geschrieben von Klaro
als Antwort auf freddy-2015 vom 02.04.2016, 11:32:09
Lupos, es geht letztendlich um die Würde des Menschen.

Ich war noch nie auf dem Sozialamt/Arge noch nie arbeitslos oder habe irgendwelche staatlichen Hilfen beansprucht und was es noch alles gibt, wie die Tafel.
Ich stelle es mir nicht schön vor als Bittsteller irgendwelche Leistungen zu beantragen, weil die Rente nicht reicht.
Es kommt doch eh (ausser Tafel) alles von den Steuergeldern.
Auch die Rente mit 63 kommt nicht vom Himmel.


Unabhängig davon wie eine Mindestrente finanziert werden kann, ist es trotzdem unerläßlich, dass Rentner die Anspruch aufgrund der Höhe ihrer gesetzlichen Rente auf Grundsicherung etc. hätten, ihr Einkommen offenbaren müssten. Sonst könnte es sein, dass jemand mit z.B.
200 000 Euro auf dem Konto oder mit Zusatzrenten z.B.über 2000 Euro ungerechtfertigt einen sozialen "Obolus" bekommt.

Klaro
lupus
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Re: Armut in Deutschland, ein Fremdwort ?
geschrieben von lupus
als Antwort auf Edita vom 02.04.2016, 13:54:41
Könntest du mal etwas weniger grundsätzlich den Bezug zu meiner Bemerkung herstellen?
Dein " total unabhängig vom Geld zu sehen" erschließt sich mir in dieser Diskussion nicht.
lupus

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