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Innenpolitik Der tadellose Rainer Wendt?

olga64
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Der tadellose Rainer Wendt?
geschrieben von olga64
Gefühlt wöchentlich taucht der Gewerkschaftschef der Deutschen Polizeigewerkschaft in irgendeiner Talkshow auf und will uns die 'Verfehlungen des "Staates", der Politiker im Allgemeinen und seine persönliche Cleverness darstellen, auch wenn er versucht, sich mit juristischen Experten anzulegen, was dann in einer ziemlich peinlichen Vorführung seiner Person endet.
Auch Bücher schreibt der gute Mann und nun dürfen wir erfahren, dass er trotz seiner exponierten Position in einer deutschen Gewerkschaft vom "Gegenspieler" dem Land NRW klaglos Beamtensold einstrich, obwohl er dort schon lange nicht mehr aktiv tätig ist.
Zwei Reporter suchten ihn auf, um ihn nach dem Vorfall zu befragen. Im ersten Durchgang leugnete er alles ab und erklärte mehrfach, dies würde nicht stimmen. Als die Reporter abzogen, rief er sie zurück und gab zu, beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste eine 28-Stunden-Stelle zu haben, für die er einen Sold bezieht.
Auch Herr Weselsky, der Chef der Lokomotivführer wurde nach seinen Modalitäten befragt. Er erklärte,dass sein Arbeitsverhältnis bei der Bahn ruhe und er sein Gehalt von den Mitgliedern der Bahngewerkschaft beziehe.

Das kann sich die Polizeigewerkschaft im Fall Wendt sparen; verliert dabei aber auch einen grossen Teil der Unabhängigkeit, die Gewerkschaften haben müssen.
Herr Wendt erhält nach eigener Aussage von der Gewerkschaft eine Aufwandsentschädigung. Er wird jetzt Frührentner; sicher hat ihm die jahrelange Bezahlung seines Soldes noch geholfen, dass seine Pension höher sein wird als wenn er korrekt gewesen wäre.

Man sieht mal wieder ,dass es nicht immer die "Manager" sind, bei denen der Grundsatz gilt: Gier frisst Hirn. Einen Vorteil hat das alles. Ich gehe fest davon aus, dass Herr Wendt vorläufig in keiner Talkshow mehr auftauchen wird. Auch seine begeisterten Fans dürften erkennen, dass Weisheiten eines solchen Law and Order-Mannes verzichtbar sind. Olga
werderanerin
werderanerin
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Re: Der tadellose Rainer Wendt?
geschrieben von werderanerin
als Antwort auf olga64 vom 07.03.2017, 16:25:28
Da zeigt sich auf schändliche Weise wieder einmal, dass Jeder sich der Nächste ist...,man kann ja Wasser predigen aber Wein saufen...

Alles geht nur um "das liebe Geld" und selbst Gewerkschaftler erliegen der Gier..., wenn man ihnen nur genug vor die Nase hält und es als "gut und richtig" verkauft.

Was für ein mieses Verhalten von einem sogenannten "Gewerkschaftler", man müsste alles gnadenlos zurückfordern aber man weiß ja, wie soetwas endet...alles wird im Sande verlaufen.

So verlieren auch Gewerkschaften massiv "das Gesicht" aber wundern tut mich garnichts mehr..., weiß warum ich nie in diesem Verein war... !

Kristine
Dickmann
Dickmann
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Re: Der tadellose Rainer Wendt?
geschrieben von Dickmann
als Antwort auf werderanerin vom 08.03.2017, 10:29:55
Das kann sich die Polizeigewerkschaft im Fall Wendt sparen; verliert dabei aber auch einen grossen Teil der Unabhängigkeit, die Gewerkschaften haben müssen.
Gewerkschaften sind nicht unabhängig, sie vertreten Arbeitnehmer.
So verlieren auch Gewerkschaften massiv "das Gesicht" aber wundern tut mich garnichts mehr..., weiß warum ich nie in diesem Verein war... !


Beides halte ich jetzt für eine unzulässige Verallgemeinerung, weil selbst Gewerkschaften keine Garantie abgeben können, dass jedes Mitglied über alle Zweifel erhaben ist.
Das hat Jesus schon erkannt, als er fragte und auffforderte: "Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein".

Und was mich ungemein wundert, dass die Damen nicht erwähnen, dass der gute Herr Wendt ja auch Mitglied der CDU ist. Wundert mich deshalb, weil er ja in unzähligen Talkshows sehr aktiv war und konservativ deren Politik vertreten hat.

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freddy-2015
freddy-2015
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Re: Der tadellose Rainer Wendt?
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf werderanerin vom 08.03.2017, 10:29:55
So verlieren auch Gewerkschaften massiv "das Gesicht" aber wundern tut mich garnichts mehr..., weiß warum ich nie in diesem Verein war... ! Kristine


Die Gewerkschaften haben schon vor Jahrzehnten ihren guten Ruf verloren als Berichte die Runde machten über Vermögen der Top Gewerkschaftsführer etc. etc.

Strohmänner, Scharlatane und Spekulanten
Vor 25 Jahren: der Skandal um den Gewerkschaftskonzern Neue Heimat

Die Neue Heimat war Europas größter Wohnungsbau-Konzern. Bis zum 8. Februar 1982: An diesem Tag stürzt der gewerkschaftseigene Bauriese wie ein Kartenhaus zusammen. John Siegfried Mehnert - ehemaliger Pressesprecher - ist der Mann, der das Imperium zu Fall bringt. Nach seiner Entlassung geht er Gerüchten über private Machenschaften der Manager nach - und wird fündig.
geschrieben von http://www.deutschlandfunk.de/strohmaenner-scharlatane-und-spekulanten.724.de.html?dram:article_id=98695


Es ist schlicht der Mensch der sich als einzigartig sieht.

Daraus erwächst diese Einstellung : ich habe das verdient :
: ich bin der Leistungsträger :
Das fängt ganz unten an. Zieh einem ganz einfachen Mann einen Kittel an und setze ihn als Hausmeister oder ähnliches ein....
Da kann man zusehen wie aus einem normalen Menschen ein kleiner Tyrann wird.

Der Spruch die da oben ist so falsch weil viele von da unten viel schlimmer sind wenn sie denn mal ran kommen.
olga64
olga64
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Re: Der tadellose Rainer Wendt?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Dickmann vom 08.03.2017, 11:28:20
xxxx Und was mich ungemein wundert, dass die Damen nicht erwähnen, dass der gute Herr Wendt ja auch Mitglied der CDU ist. Wundert mich deshalb, weil er ja in unzähligen Talkshows sehr aktiv war und konservativ deren Politik vertreten hat.


WArum halten Sie es für wichtig, die Parteizugehörigkeit des Herrn Wendt zu erwähnen? Soll dies Vorurteile befördern ("die Schwarzen sind alle geldgeil o.ä.?")
Ich vermute, dass er sich durch seine unermüdlichen Auftritte in Talkshows zu Höherem berufen fühlte und nichts dagegen gehabt hätte, ein politisches Amt über CDU-Parteibuch zu erlangen (so auf der Schiene Bosbach, der ja ebenfalls Talkshow-Auftritte oft mit operativer Politik verwechselte).

Aber wenn schon Parteibuch: der VW-Aufsichtsrat und dessen Gewerkschaftler sind SPD-dominiert und genehmigen in neuen Vorstandsverträgen nun verschlankte Bezüge in Höhe von 10 Mio Euro jährlich.
Eine gekündigte Vorständin lässt sich die noch 12 Mio ausstehende Vergütung ausbezahlen - auch diese Dame hat ein SPD-Parteibuch.

WAs sagt uns das? Ich weiss es nicht.... Olga
freddy-2015
freddy-2015
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Re: Der tadellose Rainer Wendt?
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf olga64 vom 08.03.2017, 15:49:49

Aber wenn schon Parteibuch: der VW-Aufsichtsrat und dessen Gewerkschaftler sind SPD-dominiert und genehmigen in neuen Vorstandsverträgen nun verschlankte Bezüge in Höhe von 10 Mio Euro jährlich.
Eine gekündigte Vorständin lässt sich die noch 12 Mio ausstehende Vergütung ausbezahlen - auch diese Dame hat ein SPD-Parteibuch.

WAs sagt uns das? Ich weiss es nicht.... Olga


Was uns das sagt ?

Sozial sind diese Bezüge nicht, halt kapitalistisch.

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Dickmann
Dickmann
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Re: Der tadellose Rainer Wendt?
geschrieben von Dickmann
als Antwort auf olga64 vom 08.03.2017, 15:49:49
WArum halten Sie es für wichtig, die Parteizugehörigkeit des Herrn Wendt zu erwähnen?

ber wenn schon Parteibuch: der VW-Aufsichtsrat und dessen Gewerkschaftler sind SPD-dominiert und genehmigen in neuen Vorstandsverträgen nun verschlankte Bezüge in Höhe von 10 Mio Euro jährlich.
Eine gekündigte Vorständin lässt sich die noch 12 Mio ausstehende Vergütung ausbezahlen - auch diese Dame hat ein SPD-Parteibuch.

Ja Olga Sie haben es getroffen, denn genau deshalb habe ich darauf hingewiesen, weil gerade für Sie die Parteizuhörigkeit ein besonderes Thema ist, aber nur wenn es die betrifft, denen Sie nicht so zugeneigt sind. Das nennt man auf einem Auge blind.
SZ
Zeit online
Olgo einfach lesen, dann wirst du feststellen, dass Vertrag halt Vertrag ist und der Aufsichtsrat bereits reagiert hat.
HInzu kommt dass die SPD das grundsätzlich anders regeln will, abe das ist ja in Ihren Augen schon wieder nicht machbar, soweit ich gelesen habe.
olga64
olga64
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Re: Der tadellose Rainer Wendt?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Dickmann vom 09.03.2017, 12:06:10
Der tadellose Herr Wendt kassierte in NRW als BEzügen füreine Tätigkeit ,die er schon längst nicht mehr ausübt, monatlich ca 3.600.- Euro.
Von der AXA Lebensversicherung erhielt oder erhält er für sein Aufsichtsratsmandat jährlich 50.000.-- Euro. Dies ist normals allerdings nicht ,dass der tadellose Herr Wendt es versäumte,diese Nebentätigkeit anzugeben. In weiteren Gremien erhielt er dann nochmals ca 28.000.- Euro jährlich. Wenn man alles addiert, kommt man hier leicht auf ein Jahreseinkommen von ca 128.000.- Euro. Clever gemacht, Herr Wendt. WAs weniger clever ist, bis zum Schluss zu lügen, bzw. darauf zu hoffen,dass nichts davon ans Tageslicht kommen wird und somit der persönliche Ruf mit nachfolgenden Einladungen zu Talkshows gewahrt bleiben wird. Olga
kolli
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Re: Der tadellose Rainer Wendt?
geschrieben von kolli
Hier mal klicken, zweifellos
mit Kopf nicken:
Zweifel los.
Gruß
kolli

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