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Innenpolitik Pressefreiheit in Gefahr

hinterwaeldler
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Pressefreiheit in Gefahr
geschrieben von hinterwaeldler
Die neue statistische Erhebung der Organisation Reporter ohne Grenzen zeigt, das die viel gerühmte Pressfreiheit in Deutschland zum Vergleich mit anderen Ländern der Welt nur auf Platz 17 ist. Gefühlt ist der Platz noch weiter unten angesiedelt.

Damit keiner von euch sagen kann, das ich mich auf eine besonderes Blatt berufe, verlinke ich nur zu Google-News und jeder kann sich sein Extra-Blatt selbst raussuchen: https://news.google.de/news/story?ncl=d07S4FfwCxd1S_MEFxBDsV4ogk2oM&ned=de&topic=h Toll finde ich die Erkenntnis einiger gleich geschalteter Blättle, das einige arabische Länder noch hinter uns sind. Das lässt uns noch hoffen.

Immerhin war zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht bekannt, dass das RTL-Dschungelcamp eine Nominierung für den Grimme-Preis erhält. Der Tuntenspruch: "Meine Klitoris ist so groß wie eine Bratwurst" wird zum Kunstobjekt gekürt. Ich bin nicht prüde, aber das ist absolut unterste Schublade, tiefer gehts nimmer.
nerida
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Re: Pressefreiheit in Gefahr
geschrieben von nerida
als Antwort auf hinterwaeldler vom 30.01.2013, 10:22:07


Damit keiner von euch sagen kann, das ich mich auf eine besonderes Blatt berufe, verlinke ich nur zu Google-News und jeder kann sich sein Extra-Blatt selbst raussuchen:

ja...und je nach Gusto kann ich mir dann die Erklärungen raussuchen. Von der Bedrohung durch Extremisten bis zu Sparmassnahmen im Pressewesen.
Als Vielleserin querbeet sehe ich sehr wohl, dass durch das Internet nur noch die angepassten oder eine politische Richtung bedienenden Journalisten (im Zweifel links) überleben können.

Immerhin war zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht bekannt, dass das RTL-Dschungelcamp eine Nominierung für den Grimme-Preis erhält. Der Tuntenspruch: "Meine Klitoris ist so groß wie eine Bratwurst" wird zum Kunstobjekt gekürt. Ich bin nicht prüde, aber das ist absolut unterste Schublade, tiefer gehts nimmer.

das ist das was gewünscht und eingeschaltet wird.
Man hätte ja die breite Auswahl und könnte solche Sendungen leicht ignorieren - aber die Zeiten der Scham, sich zu so einen Schund zu bekennen, die sind schon lange vorbei.
hafel
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Re: Pressefreiheit in Gefahr
geschrieben von hafel
Wie war das mit den Aufmischthemen? Wieder mal am Mischpult?

Die eigentliche Bedrohung der Printmedien ist das Internet. Ca. 80% der jungen Leute nutzen heute weder Zeitungen noch Rundfunk als Infoquelle, sondern das Internet. Worauf die Internetentwickler abzielen, hat mit Pressefreiheit und Qualität im Journalismus wenig bis gar nichts zu tun. Sie gehen davon aus, dass der Internetuser schnell, billig und komfortabel genau die auf ihn passende Information bekommt – nichts anderes. Infotainment statt Hintergrund. Nachrichtenhäppchen statt Zusammenhang und dabei so Werbung und PR mit einfließen lassen.

Die Pressefreiheit genießt unter den Bürgern in Deutschland immer noch einen hohen Stellenwert. Nicht umsonst verbuchen die Boulevardzeitungen mit den Schlagzeilen die beste Auflage (und das TV die besten Quoten), wenn sie direkt auf die Anliegen der Bürger eingehen: das laufende Chaos bei der Schweinegrippen-Impfung, die Debatte über die Rente mit 67, die öffentliche Gewalt in Stadien und U-Bahnhöfen. Dann sind sie ganz Anwalt der Bürger – und führen die Debatte in ihrem Sinn. Ob die Pressefreiheit aber eine Zukunft hat, hängt unmittelbar davon ab, wie sie in der Zivilgesellschaft angesehen ist. Nur wenn die Bürger dieses Gut auch kennen und schätzen, wird die freie Presse auch eine Zukunft haben.

Wer liest denn hier im ST noch täglich eine Tageszeitung?

hafel

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nerida
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Re: Pressefreiheit in Gefahr
geschrieben von nerida
als Antwort auf hafel vom 30.01.2013, 11:39:56


Wer liest denn hier im ST noch täglich eine Tageszeitung?


ich gehöre dazu und es ist ein Stück meiner Lebensqualität ich möcht sie nicht missen.

Lieber Hafel,
Du hast so recht
hinterwaeldler
hinterwaeldler
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Re: Pressefreiheit in Gefahr
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf nerida vom 30.01.2013, 10:54:20
ja...und je nach Gusto kann ich mir dann die Erklärungen raussuchen. Von der Bedrohung durch Extremisten bis zu Sparmassnahmen im Pressewesen.
Als Vielleserin querbeet sehe ich sehr wohl, dass durch das Internet nur noch die angepassten oder eine politische Richtung bedienenden Journalisten (im Zweifel links) überleben können.

Das Erste ist richtig und war so gedacht, das zweite wohl eher Falsch. Im Internet gibt es sehr gute Publikationen, die am Kiosk nicht zu erhalten sind. Das tolle am Internet ist, das ich auch mal die ausländische Presse lesen kann. Der österreichische Der Standard ist bsw. kein Printerzeugnis und informiert mich zum Entsetzen deutscher Verlage umfassend und pünktlich auch über die Geschehnisse in Deutschland. Ein Beispiel ist das hier.

Anderseits gibt es in Deutschland den News-Aggregator http://rivva.de/, der hauptsächlich Meldungen und Berichte von freien Journalisten in seinen RSS-Feeds auflistet. Das Schwarz/Gelb nicht so präsent wie Linke, Grüne und die Piraten sind, ist wohl eher ihnen selbst zuzuschreiben.

@Havel: Ich weiß nicht was für eine Rente du bekommst. Ich bekomme eine Ostrente und kann mir kein Abo einer Tageszeitung leisten. Für den dafür aufzubringenden monatlichen Betrag finanziere ich mir mein TV, Radio und Internet und das mir wichtiger. So wie mir geht es übrigens vielen Menschen im Rentenalter. Natürlich außer dir.

Jetzt könntest du noch auf die Bild verweisen, die möglicherweise etwas günstiger ist.....

Wer meine RSS-Feed-Liste als XML-Datei haben möchte, schreibt mir eine PN. Es macht mir keine Mühe
hafel
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Re: Pressefreiheit in Gefahr
geschrieben von hafel
als Antwort auf hinterwaeldler vom 30.01.2013, 14:59:04
Zunächst Hafel mit „F“, denn dieser Nick ist ein Akronym und kein Hinweis auf einen Fluss.

Aber zu Deiner Anmerkung. Ich kann mir zumindest die Euro 28,40 im Monat leisten. Und ich lese eine regionale Tageszeitung seit meiner Hochzeit 1961. Über die Höhe der Rente, ob gerecht oder ungerecht, will ich hier nicht diskutieren. Vielleicht ist die Verteilung der Rente auch eine Frage der Prioritäten. Meine liegen da eben bei einer seriösen (was man darunter auch immer verstehen will) Tageszeitung.

Nein, dem widerspreche ich. Es geht sehr vielen Menschen so wie mir. In meinem „Renten-Bekanntenkreis“ halten sich alle eine Tageszeitung, darüber hinaus sogar noch den „Spiegel“ oder die „Zeit“. Deine Pauschalaussage kann zumindest ich nicht nachvollziehen.

Nein, auf die Bild verweise ich niemals. Ich habe in meinem ganzen Leben keine einzige Bildausgabe gekauft. Oft musste ich in Zügen oder der Straßenbahn mitlesen, denn die „Letter“ waren so groß, dass sie auch für den Banknachbarn gut lesbar waren.

Hafel

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hinterwaeldler
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Re: Pressefreiheit in Gefahr
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf hafel vom 30.01.2013, 15:42:46
Und was hat deine Anmache mit dem Thema des Threads zu tun? Es ist nun mal so wie auch in den Links bei Google-News festgestellt wird.
Re: Pressefreiheit in Gefahr
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf hinterwaeldler vom 01.02.2013, 13:25:01
Die Pressefreiheit in Deutschland ist nicht in Gefahr, weil es eine boese Regierung gibt, die der Presse vorschreibt, was sie berichten darf.
Sie ist in Gefahr, weil es offensichtlich immer mehr schlecht und einseitig berichtende Journalisten gibt, die bestechlicher sind, als jeder griechische Kommunalpolitiker.

30% ist Werbung, dann kommt viel Dschungelcamp Niveau und ein grosser Teil ist Wahlhilfe fuer Links.
Wenn man das alles bedienen will bleibt nicht viel Freiheit um seinem eigentlichen Auftrag nachzukommen,
die Buerger in Deutschland wahrheitsgemaess und umfassend ueber das Wichtigste zu informieren.
hafel
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Re: Pressefreiheit in Gefahr
geschrieben von hafel
als Antwort auf vom 01.02.2013, 14:45:05
@ Schnarchzapfen:

In diesem Punkt sind wir uns einig. Das sehe ich auch so.

Hafel
nerida
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Re: Pressefreiheit in Gefahr
geschrieben von nerida
als Antwort auf vom 01.02.2013, 14:45:05

30% ist Werbung, dann kommt viel Dschungelcamp Niveau und ein grosser Teil ist Wahlhilfe fuer Links.
geschrieben von Schnarchzapfen


ich frage mich inzwischen schon, wie Deine politsche Orientierung so aussieht, denn...
die Linken sind Dir offensichtlich mehr als suspekt, gefolgt von der Regierungspartei, der FDP, den Grünen und natürlich der SPD.
Die USA und Israel verfolgst Du mit geradezu patologischen Hass ... ganz ehrlich, da kann ich mir nur noch eine einzige Richtung vorstellen, die Dir genehm ist.

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