Internationale Politik warum nicht westerwelle

pippa
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Re: warum nicht westerwelle
geschrieben von pippa
als Antwort auf JuergenS vom 22.07.2013, 20:46:51
es geht aber um Westerwelle,
natürlich redet er inzwischen im staatstragenden sound, aber er ist dabei nicht authentisch.

Bei konkreten Ergebnissen sehe ich bei ihm keine Substanz.

Autor: heigl
Beiträge 2018


Ich gebe Dir Recht.

Sehe ich WW, muss ich grundsätzlich lachen.
Tut mir leid, ich kann ihn nicht ernst nehmen, gerade weil er so ein staatstragendes und wichtiges Gesicht aufsetzt.

Pippa
nerida
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Re: warum nicht westerwelle
geschrieben von nerida
als Antwort auf pippa vom 23.07.2013, 16:21:04
[quote=heigl]
Sehe ich WW, muss ich grundsätzlich lachen.
Tut mir leid, ich kann ihn nicht ernst nehmen, gerade weil er so ein staatstragendes und wichtiges Gesicht aufsetzt.



als Westerwelle seinen Job als Außenminister antrat, da dachte ich mir auch, "Ob das wohl gut geht"?

Meine Befürchtung, dass für ihn sein Schwulsein z.B. in arabischen Ländern oder eben sehr konservativen internationalen Politikerkreisen zum Problem wird.
Aber er macht eine gute Figur und kommt scheinbar sehr gut an. Das liegt zwar auch an der excellenten Diplomatenriege die unser Land vertritt und den erfahrenen Leuten im Außenministerium.

In unserem Land ist man noch nicht soweit, dass man einen Schwulen in so einer Position akzeptieren kann, trotz aller Lippenbekenntnissen.
Man wird es nie zugeben, aber um Schwulsein zu akzeptieren, dazu sind wir noch lange nicht bereit.

Ich bin mir aber auch sicher, dass man meiner Meinung hier keinesfalls zustimmen wird.
dutchweepee
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Re: warum nicht westerwelle
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf nerida vom 23.07.2013, 21:46:45
Oh doch nerida ...ich teile Deine Bedenken und nicht nur in Bezug auf die arabischen Staaten. Wie wird man wohl im erzkatholischen Polen oder Spanien oder im ultrakonservativen Jesus-Belt der USA über einen bekennenden, schwulen, deutschen Außenminister denken?

Auf der anderen Seite finde ich es toll, dass "wir Deutschen" uns nen ollen Lull um diese mittelalterlichen Vorbehalte scheren. Dieser schwule Außenminister ist das einzig Positive und Fortschrittliche, was ich der schwarzgelben Legislatur abgewinnen kann.

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dutchweepee
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Re: warum nicht westerwelle
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf dutchweepee vom 23.07.2013, 23:04:48
p.s.: ...hinzufügen möchte ich, dass ich Westerwelle nicht wegen seiner außenpolitischen Großtaten schätze, sondern ganz allein die Tatsache gut finde, dass in einer deutschen Regierung ein bekennender Schwuler arbeitet, während deutsche Bundesliga-Fußballvereine noch darüber diskutieren, ob man separate Duschen braucht, wenn sich Spieler outen würden.
JuergenS
JuergenS
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Re: warum nicht westerwelle
geschrieben von JuergenS
wow, dutch, bin gespannt wieviele Verbündete du hier hast.

Großtaten? war wohl eher ein Schmunzler.

Den Rest deiner Meinung nehme ich zur Kenntnis, hat ja wohl mit Aussenpolitik nichts zu tun.

Servus, auch ich betrachte mich als liberal, toleriere manches ohne es gut zu finden.
olga64
olga64
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Re: warum nicht westerwelle
geschrieben von olga64
als Antwort auf JuergenS vom 22.07.2013, 20:46:51
[quote=heigl]natürlich redet er inzwischen im staatstragenden sound, aber er ist dabei nicht authentisch.

Bei konkreten Ergebnissen sehe ich bei ihm keine Substanz.[/quote


Ah ja - das Wörtchen "authentisch" erlebt seit einigen Zeit eine hohe Inflation. Ist es nicht so,dass man die Authenzität eines Menschen erst feststellen kann, wenn man ihn persönlich kennt und eingruppieren kann?
DAss Politiker "staatstragend" sprechen ist genau so verständlich wie bei Managern der "Business-Sound", bei Ärzten der Mediziner-Sound, bei Theologen der kirchliche, bei Juristen - ein solcher ist WW der juristische usw.usw. Der Beruf prägt den Menschen.
Von welch fehlender Substanz bei konkreten Ergebnissen schreiben Sie? Olga

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JuergenS
JuergenS
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Re: warum nicht westerwelle
geschrieben von JuergenS
Natürlich kann man der Meinung sein, Kerry habe eine andere POwer hinter sich, als WW.
Der hängt sich aber auch nicht tagelang rein, um in einer Pendeldiplomatie zu agieren, wie es Kerry tut. Merkel würde dies sicher unterstützen.
Muß ein Aussenminister nur eine Stippvistite nach der anderen machen, in allen möglichen Regionen der Welt? Kann er sich davon nicht auch mal eine Auszeit nehmen und ein konkretes Projekt durchzuziehen versuchen.
Oder will er sowas gar nicht versuchen, weil ein Scheitern ihm angelastet werden würde?

Es wäre Deutschland gut angestanden, anstelle von Kerry das Zweistaaten-Projekt im heiligen Land mehr als mit Worten zu unterstützen. Gerade Deutschland.
nerida
nerida
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Re: warum nicht westerwelle
geschrieben von nerida
als Antwort auf JuergenS vom 30.07.2013, 10:32:09


Es wäre Deutschland gut angestanden, anstelle von Kerry das Zweistaaten-Projekt im heiligen Land mehr als mit Worten zu unterstützen. Gerade Deutschland.

Hauptsächlich zählt hier doch der Wille der Verhandlungspartner und die haben sich auch in der Vergangenheit für die Moderation derAmerikaner entschieden.
pippa
pippa
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Re: warum nicht westerwelle
geschrieben von pippa
als Antwort auf nerida vom 23.07.2013, 21:46:45
[quote=heigl]
Sehe ich WW, muss ich grundsätzlich lachen.
Tut mir leid, ich kann ihn nicht ernst nehmen, gerade weil er so ein staatstragendes und wichtiges Gesicht aufsetzt.



als Westerwelle seinen Job als Außenminister antrat, da dachte ich mir auch, "Ob das wohl gut geht"?

Meine Befürchtung, dass für ihn sein Schwulsein z.B. in arabischen Ländern oder eben sehr konservativen internationalen Politikerkreisen zum Problem wird.
Aber er macht eine gute Figur und kommt scheinbar sehr gut an. Das liegt zwar auch an der excellenten Diplomatenriege die unser Land vertritt und den erfahrenen Leuten im Außenministerium.

In unserem Land ist man noch nicht soweit, dass man einen Schwulen in so einer Position akzeptieren kann, trotz aller Lippenbekenntnissen.
Man wird es nie zugeben, aber um Schwulsein zu akzeptieren, dazu sind wir noch lange nicht bereit.

Ich bin mir aber auch sicher, dass man meiner Meinung hier keinesfalls zustimmen wird.


Himmel nochmal, an sein Schwulsein habe ich doch überhaupt nicht gedacht!!!

Nein, wenn ich ihn so staatstragend reden höre, sehe ich immer die großen Schuhsohlen und das Guidomobil vor mir. Darum und auch wegen seiner früheren Großmäuligkeit muss ich lachen, ob ich will oder nicht.

Pippa
olga64
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Re: warum nicht westerwelle
geschrieben von olga64
als Antwort auf nerida vom 23.07.2013, 21:46:45
In unserem Land ist man noch nicht soweit, dass man einen Schwulen in so einer Position akzeptieren kann, trotz aller Lippenbekenntnissen.
Man wird es nie zugeben, aber um Schwulsein zu akzeptieren, dazu sind wir noch lange nicht bereit.


Von welchem Land schreiben Sie? Doch nicht von Deutschland, oder? Gehen Sie doch mal in die Grossstädte Köln, Berlin, auch München - dort sind Sie fast schon eine Minderheit, wenn Sie heterosexuell sind. Ich denke, diejenigen, die selbst Probleme mit dem Schwulsein bei Männern haben, erklären dann, die Gesellschaft hätte diese. Unsere Gesellschaft ist viel liberaler als Sie denken - auch wenn es nach wie vor Hardliner gibt, die an verkrusteten Adenauer-Systemen festhalten wollen.
Sogar der neue Papst äussert sich schon positiver über Homosexualität - werfen Sie also alte Denkmuster über Bord, versuchen Sie mal mit Schwulen in Kontakt zu kommen - sie werden sehen, dies kann richtig Spass machen.
Und Herrn Westerwelle, der sich zum guten Aussenminister gemacht hat, schadet sein Schwulsein genau so wenig wie früher die vielen Ehen des Herrn Joschka Fischer. Olga

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