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Plaudereien Club der Nightwriter und Nightreader

johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Monja wenn du dem audio-guide aufmerksam zugehört hast, dort wird das gesagt. Deswegen habe ich auch das Museum nicht im Sturmschritt durcheilt......es gab zu viele interessante Informationen. Danke für die Bilder. Und ja, schon der Raum in welchem der Kopf der Nofretete steht hat mich beeindruckt.

Monja_moin
Monja_moin
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Monja_moin
als Antwort auf johanna vom 01.03.2018, 08:41:05

Gebe zu, benutze keinen Audioguide.
Lese in meinen Fachbüchern nach. 

Da hast Du etwas verwechselt.

Jedenfalls schön, daß es Dich interessiert.

Monika.

Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
hieroglyphics-686671_960_720.jpgEin Morgengruss ins Eulennest. Tine

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Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf Biri49 vom 01.03.2018, 02:17:47

drei Tage war die Eule krank...
Jetzt s..., nein steht sie wieder gottseidank
Sie ruft nach der Gründerin vom Thread
Und, Buny, es wäre wirklich nett
für ein paar Zeilen von dir
denn wir warten alle hier. 

Johanna hat für Leben gesorgt
und sich das Nest für ihre Berichte geborgt.
Doch so schön es auch ist,
Danke, Johanna, es wär spannnend und nich trist,
doch die anderen Eulen hier wiederzusehn,
Wär doch alluzu 'scheen'

Ich danke aber Biri für das Mäuschen,
schön kamst du in unser Eulenhäuschen
und komm immer wieder weiter,
denn wir haben es hier oft sehr heiter.

Drauf hofft, auch wenn das Nest manchmal leer,
die Tine wirklich des Nachts doch sehr.

Euletine.jpg





 

 

johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna
als Antwort auf Tine1948 vom 02.03.2018, 23:54:49

Liebe Tine - es wäre schön, wenn die anderen Eulen auch wieder ihr Gefieder schütteln und hierher kommen würden. ich könnte ja wieder meinen heutigen Ausflug hier in Berichtform einsetzen, aber ich denke die anderen Eulen haben auch etwas zu erzählen......

Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf johanna vom 04.03.2018, 00:11:12

Och Johanna, bitte lass uns weiter teilhaben. Ich wollte ja nur die anderen anfeuern und keinesfalls dich vertreiben. Platz ist doch hier genug. Liebe Grüsse, Tine


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johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna

Samstag 03.03.

Kindergeburtstag ist möglich…


Heute vormittag fuhren wir nach Kassel zu einer Messeausstellung. Der erste Messetag und vormittags war noch kein grosser Andrang zu erwarten.
Messeneuheiten bei Küchenutensilien, Haushaltswaren und nicht nur das, auch Gartengeräte, Gewürze, Lebensmittel, Wohnmobile Autos und was wir uns besonders erhofften: die reale Sicht auf und in ein Tinyhouse.
Eigentlich hatte ich bei Haushaltsgeräten kein grosses Interesse – wenn man alles von einer wirklich großen Familie auf einen Ein-Personen-Haushalt reduziert hat, braucht man nichts mehr. Im Gegenteil – man kann immer noch „abgeben“.
Doch manches reizte mich, nachfragen lohnt sich immer. Um dann fest zu stellen, dass auch Repräsentanten grosser bekannter Firmen nicht gut auf geäusserte Wünsche und gezielte Fragen von Kunden zuhören. Doch zuerst wollte ich mir eine neue schwarze Handtasche zulegen. Auch hier meine gezielte Ansage an den Standbetreiber. Meine Vorstellungen vom Innenleben einer Handtasche sind an meinen Platzbedarf angepasst. Nach Präsentation einiger Handtaschen fand die Dame dann doch noch ein Modell, welches voll meinen Platzvorstellungen – aber nicht meinen Preisvorstellungen entsprach. Waren wir die ersten Kunden? Keine Ahnung – aber wir erhielten einen Sonderpreis, auch für das zusammenklappbare Eßbesteck, welches uns ins Auge stach.
Wir haben ein Besteck á lá Bundeswehr, welches wir benutzen wenn wir unterwegs „aus der Hand“ etwas essen wollen, aber dieses hier war stabiler und kleiner zusammenfaltbar. Viel praktischer für eine Handtasche.
Besteck und schweizer Messer – mehr braucht man nicht um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.
Der nächste Magnet war – wie kann es anders sein – Profi-Fadenkopf – für Motorsensen und/oder Freischneider. Für Uwe sehr interessant und zum Abschluss kaufte er sich so ein Modell um sich einen Teil seiner Arbeit zu erleichtern.
Matratzen – das neuste Modell – ich dachte ich kippe aus den Latschen – eine Matratze sollte 1.200,--€ kosten. Nein danke, nicht mit mir, obwohl ich dringend neue Unterlagen brauche. Aber für diesen Preis? Da reicht mein Budget nicht aus. Und dann sah ich einen Topfdeckel – praktisch für Schnellkochtöpfe von der Firma AMC. Da ich bereits seit den 70-er Jahren Kunde bei AMC bin und mir auch ab und an in den vergangenen Jahren Neuheiten angeschafft habe, interessierte mich der Preis dieses Schnellkochtopfdeckels. Und nur der Preis. Der Repräsentant den ich danach gezielt fragte, wollte mir doch glatt einen kleinen Satz Töpfe aufschwatzen – ich liess ihn reden. Er rechnete hin und her, sagte dass er mir zwei meiner alten Töpfe abnimmt und ich einen satten Altkundenbonus kriegen würde und rechnete einen Preis aus. Für etwas was ich nicht wollte. Ganz zum Schluss des Gesprächs – er schaute mich schon ganz erwartungsvoll an – so ein großzügiges Angebot könnte ich doch wirklich nicht ausschlagen, sagte ich ihm dass ich eigentlich nur den Preis von diesem Deckel erfahren möchte und sonst nichts! Uwe lächelte nur still vor sich hin. Ein Werbegeschenk wurde uns zwar präsentiert, aber dann gleich wieder weggestellt. Wir wurden auch nach einem Getränkewunsch gefragt – Wasser – nur ein Glas Wasser wollten wir haben – es wurde auch gebracht – ein Glas für zwei Personen…...
Das Gespräch endete dann ganz schnell – so eine Schleimerei und ein nicht-zuhören und bequatschen kann man mit anderen Leuten machen, mit mir nicht!
Wir sahen einen wirklich wunderschönen Briefkasten in Form von einem Schulranzen. Nostalgisch aus Zink oder Kupfer – alles handgearbeitet. Wir schauten dem Meister über die Schulter als er einen Schmetterlingsflügel bearbeitete. Das empfand ich als Kunst – diese Fertigkeit – das Resultat.
Auch das kleine Faltblatt von dieser Firma versprach ausgefallene Kundenwünsche oder Sonderanfertigungen für Jedermann.
Wir verkosteten diverse Brotaufstriche – liessen Wurst und Käsetheken unbeachtet und auch die übrigen Haushaltswaren oder Dekorationsartikel waren nicht so interessant. Aber dann kamen wir in die Halle in der das einzige kleine Tinyhouse bei dieser Messeausstellung stand. Das Dach schloss mit der Wand ab – ohne Regenablauf – oder Regenrinne – ein Unding, da dieses Tinyhouse mit Holz verblendet war. Das Wasser läuft direkt an der Wand herunter bei Regen wann bitte soll das Holz abtrocknen, denn die Fugen waren alles andere als dicht.…..auch die Innenausstattung und Anordnung war nicht gerade das, was wir erwartet haben. Hühnerleiter zum Schlafloft? Für ganz junge Leute sicher ein Spass – aber was ist, wenn man mal mit Grippe im Bett bleiben muss…….Ein Ofen – klar – er sah toll aus. Klein, Gußeisen – aber nicht fest verschraubt, bei einer Fahrt schlingert der Ofen durch den ganzen Raum! Kein Hitzeschutz hinter dem Ofen an der Wand – geschweige denn eine Andeutung wie man das Abluftrohr durch die Holzwand legt ohne Hitzeschutz…..kein Tisch vorhanden….die Sitzbank ein Kasten, der mit einer Schaumstoffpolsterung „aufgepeppt“ ist. Hübscher Stoff macht noch keine Bequemlichkeit aus.
Die Dusche ohne Spritzschutzvorrichtung oder Duschvorhang – mit Holzwänden! Einziger Lichtblick in diesem Raum war die Trockentoilette. Die Schnappverschlüsse an den Schränken waren in Ordnung. Die Ecke für Zubereiten der Mahlzeiten sehr klein, aber praktisch. Von innen konnte man bei der Holzverblendung genau sehen, wo der Zusammenbau nicht passte, es war meistens nur getackert und nichts verschraubt. Als wir den Preis hörten, schluckten wir erst einmal und stellten für uns fest – viel zu teuer und nicht gut verarbeitet. Denn auch bei den Fensterrahmen war Silikon so verarbeitet, dass man dies auch nicht mit Farbe überstreichen kann. Es gab so einige Mängel. Diese Firma bietet Tage der offenen Tür an, die ich leider aus anderweitigen Termingründen nicht wahrnehmen kann.
Im Nachhinein schauten wir uns noch Wohnmobile an und ich versuchte mir vorzustellen in so einem Auto 9 Wochen lang zu leben. Im Wohnwagen war das kein Problem – da hatten wir Platz, konnten mit dem Auto auch mal allein unterwegs sein. Bei einem Wohnmobil geht so etwas nicht – da ist Auto und Wohnzimmer/Schlafzimmer/Küche immer mit dabei, egal welche Wege man fährt. Aber die Anordnungen in diesen Womo‘s konnten sehr gut als Informationen für ein Tinyhouse dienen. Leider gab es keinerlei technische Informationen über diese Wohnmobile – nur der Preis stand festgeschrieben auf dem jeweiligen Hinweisschild und da konnte man sich doch fast zwei solcher Ungetüme anstelle des einen Tinyhauses zulegen.
Nach einem guten Mittagessen bei dem Stand des Hausfrauenverbandes Kassel machten wir uns auf den Weg zu einem Museum.
Sepulkralkultur…..was für ein Wort! Ich habe das vorher noch niemals gelesen oder gehört. Also liessen wir das Grimmsmuseum links liegen und entschieden uns für das Museum, welches als zentrales Thema Sterben und Tod, Trauern und Gedenken hat.
1992 entstand dieses Museum welches aus einem alten, renovierten Teil und um einem neuen, modernen Flügel aus Beton und Glas erweitert wurde.
Es gibt in diesem Gebäude Dauerpräsentationen und Sonderausstellungen. Im Keller fingen wir an und arbeiteten uns kontinuierlich nach oben. Diverse Traditionen, Bestattungs- und Trauerriten werden hier behandelt. Im Keller in einer Ecke reich bemalte Särge, Trauerkleidung und – was uns sehr erstaunte in der Mitte des grossen Raumes ein langer Tisch. Eingedeckt mit lustig bunten Tassen und Tellern, einer Stoffschlange auf dem Tisch und auf unsere Frage kam die Antwort: Ja, Kindergeburtstag feiern ist hier auch möglich!
Ein Schaukasten mit kleinen bunt bemalten Figuren. Bei jeder Darstellung die Figur des Todes mit einer anderen Person – Tod und Bettler, Tod und Königin, Tod und Pabst, Tod und Kranker usw. usw. In einem anderen Raum Köpfe von Toten – geformt aus altem, verschimmeltem Brot, wie der Künstler vermerkte, um die Vergänglichkeit auch dadurch zu dokumentieren.
In einem anderen grossen Raum Grabsteine von schmiedeeisernen, schön gearbeiteten Kreuzen bis zu Steinernen Denkmälern. Lange Holzbretter mit geschnitzten Namen und Daten – sehr ungewöhnlich. In einer Ecke eine Figur aus Metall – eine wunderschöne junge Frau die vor einer Tafel steht und mit einem Stift etwas auf diese Tafel zu schreiben scheint. Ein Denkmal der aussergewöhnlichen Art.
Als wir den Treppenaufgang zum oberen Stockwerk benutzten, sahen wir die ersten Kinder beladen mit einem Geschenk im Eingangsbereich – begleitet von den jeweiligen Müttern.
Ein Stockwerk höher waren dann unter anderem auch alte Blechschilder, auf denen die Firma steht: I.Concessionierte Leichenbestattungs-Aufbahrungs und Verfahrungs-Anstalt für Friedrichswald und Umgebung des Franz Katrawek.
Oder ein anderes Schild welches als Werbung anzusehen ist: Katholiken aller Stände werdet beizeiten Mitglied bei uns!
Katholischer Begräbnisverein München. Gegründet 1871. Prinz Ludwigstraße 4
Eine andere junge Dame, bekleidet mit einem langen Gewand, den Kopf nachdenklich aufgestützt auf einer Gedenktafel. Dann wieder ein Schild von einem Lehrfriedhof der Handwerkskammer für München und Oberbayern und Landesfachverband des Bestattungsgewerbes Bayern e.V.

Wir wurden auch darüber aufgeklärt, dass es Themenfriedhöfe gibt. Der Hamburger Fussballverein wurde als Beispiel mit einer blauen glänzenden Urne genannt/gezeigt. Es gibt Themenfriedhöfe bei denen man sich auch unter „seinesgleichen“ bestatten lassen kann . In Hamburg Ohlsdorf gibt es z.B. Pastorengräber, Gräber für Polizisten oder Feuerwehrgräber.
Kutschen die nur für die Fahrt zum Friedhof – zur Begräbnisstätte benutzt wurden.
Eine prächtige Kutsche und eine Kutsche für den „Normalverbraucher“.

In diesem Saal wurde ein Video gezeigt – Kremierung damals und heute. Uwe sagte: die wahren Ferkeleien passieren immer im Hinterzimmer – denn oben bei der Vorbereitung für die Trauerfeier sind die Mitarbeiter immer in schwarzen Anzügen mit weissem Hemd zu sehen, aber „unter Tage“ ist dann Arbeitskleidung angesagt. Und diese Arbeiten die dann auszuführen sind, waren nichts für schwache Nerven. Verbrennen und schreddern, damit alles dann wirklich ganz klein zermahlen ist und in eine kleine Urne hineinpasst – das anzusehen ist nicht Jedermanns/-fraus Geschmack.

In einer anderen Abteilung wurde ein ehemaliger Militärapotheker und Chemiker erwähnt der 1823 erste Versuche zur Konservierung von organischen Körpern durchführte.
Dabei hatten die Ägypter diese Konservierung bereits Jahrtausende vor ihm durchgeführt……
In Glaskörpern eingearbeitete Andenken an die verblichenen waren auch ausgestellt.

Und dann kamen wir zur Abteilung der Rituale und diversen Bestattungen anderer Völker. Uns fiel zu allererst ein ganz besonderes Stück aus Ghana auf. Eine bunte Henne – der Körper war die letzte Ruhestätte des/der Verstorbenen. Aus Holz, wunderschön bemalt und wirklich einzigartig! Wir stellten uns vor, dass hier dann als Abschiedsmusik das Gackern der Henne ertönen könnte……

Die Bestattungsrituale von Zoroastrier, dieser Minderheit, die überwiegend in Indien und im Iran leben. Ihr Glaube ist monotheistisch – sie sprechen eine eigene Sprache und bedienen sich einer sehr alten Schrift.
Das mexikanische Totenfest wiederum wird ganz anders gefeiert – Farbenprächtig! Dieser Totenkult wurde 2003 von der UNESCO in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.
In Indien ist der Bestattungsritus des Hinduismus wieder anders wie gewohnt – die öffentliche Verbrennung der Verstorbenen. Das Verstreuen der Asche in einem Fluss oder in der Luft….

Im Buddhismus sieht man farbenprächtige Kostüme. Der Verbrennungsritus soll es dem Geist des Verstorbenen möglich machen sich von der Knechtschaft seines Leibes zu lösen. Denn im Sinne der Geburt ist der Geist nun auf Suche nach einem neuen Leben in einer anderen Gestalt.
Sinti und Roma leben verstreut und bestatten ihre Toten nach dem christlichen Ritus. Denn auch diese Bestattungsriten waren erwähnt und durch plastische Beispiele gezeigt.
Leider war die Bibliothek geschlossen.
Ein sehr ungewöhnliches Museum, welches wir heute besuchten – aber ich finde sehr lehrreich.
Zum Abschluss gönnten wir uns einen Besuch im Café/Restaurant der Orangerie in Kassel
 
Tine1948
Tine1948
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von Tine1948
als Antwort auf johanna vom 04.03.2018, 18:40:49

Liebe Johanne, ich danke dir für diesen spannenden Bericht. Was so alles in einen Tag reinpasst...- ich beneide dich um deine Kondition. Neben dem interessanten Totenkult-Museum hat mich die Tiny-House-Sache interessiert. Das Beispiel, das du gesehen hast, ist nicht gerade anfeuernd. Aber ich kannte auch den Begriff nicht und hab mal bei Google geschaut. Den Link hier stelle ich mal rein für andere, die auch wissen wollen, was ein Tiny House ist: http://tiny-houses.de/
Mich erinnert das an das winzige Ferienhäuschen, in dem ich jedes Jahr meine Mittelmeerferien verbringe. Auf kleinstem Raum gibt es darin alles, was ich brauche: ein gutes breites Bett (ohne Hühnerleiter) eine winzige Duschecke, eine Miniküche, eine Sitzecke, einen Schreibtisch und eine überdachte Terrasse mit Blick auf die Dünen. Alles ist so gut durchdacht, dass ich schon oft, wenn ich dort war, dachte: Das würde mir auch für den Alltag reichen. Viel Plunder brauche ich ja nicht, und Bücher lese ich inzwischen ja auf dem E-Reader. Ich würde es mir in den Garten stellen und im Haus, das ich noch bewohne, könnten andere leben, die mehr Platz brauchen. Das Ganze auf Rädern, damit man auch den Ort wechseln kann, wäre ideal. Was weisst du noch über Tiny Houses und willst du es uns hier erzählen? Liebe Grüsse, Tine

johanna
johanna
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von johanna
als Antwort auf Tine1948 vom 04.03.2018, 19:53:26

Tine ein Tinyhaus ist eigentlich ein "Haus auf Rädern". Ein Mittelding zwischen Wohnwagen und Mini-Haus - es darf die Masse von 4 m Höhe nicht überschreiten, die Breite auch nicht mehr wie 2,50 m sein. So viel zu den Abmessungen. Es gibt verschiedene Trailer auf die so ein Tinyhouse aufgebaut wird. Dementsprechend ist auch die Grösse dann angepasst. Von 4 m bis knapp 9 m kann das gehen. (1 - 3-Achser) Das wichtigste im Tinyhouse ist für genügend Stauraum zu sorgen. Trockentoilette allemal besser wie eine normale Toilette und auch die Möglichkeiten für Heizung oder sagen wir Energie müssen gut durchdacht sein, wenn man damit unterwegs sein will. Das größte Augenmerkt wird auf das Gewicht gelegt, die Isolierung spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Es sind so viele Dinge dabei zu beachten, man benötigt die örtliche Genehmigung, wenn man darin ständig leben will. Auf Campingplätzen ist das z.B. nicht überall erlaubt, aber in Campingparks sieht die Sache wieder anders aus. In NRW ist es generell nicht gestattet. Leider gibt es hier in Deutschland für alles und jedes so viele Vorschriften und Regeln, dass man gar nicht in der Lage ist, alles aufzuzählen. Am kommenden Wochenende haben wir eine Werksbesichtigung in Schleswig Holstein. Diese Firma stellt auch Tinyhäuser her und ich bin gespannt was ich dort für interessante Neuigkeiten erfahren werde. Auf jeden Fall will ich mich wegen der Fensterverglasung erkundigen - es muss Sicherheitsglas sein, aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten um sich vor Glasbruch während einer Fahrt zu schützen. Ich glaube dass der Aufbau in dieser Firma um einiges professioneller und besser sein wird, und ich lasse mich gerne überraschen. Denn auch die Inneneinteilung ist ja von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich.
Ich glaube mein Freizeitpartner und Reisebegleiter Uwe könnte sehr viel mehr darüber erzählen, denn er ist es ja, der sich so ein Ding bauen will. Er hat sich darüber bereits weitaus mehr Wissen angeeignet und Informationen eingeholt. Ich bin hier nur der "stille" Beobachter und gebe meine ganz persönliche Meinung ab, wenn ich gefragt werde.

Johanna_1.gif
 

pippa
pippa
Mitglied

RE: Club der Nightwriter und Nightreader
geschrieben von pippa
als Antwort auf johanna vom 04.03.2018, 23:09:51

Moin, liebe Johanna,

Deine Berichte sind so gut geschrieben, dass ich sie  i m m e r   lese, obwohl ich keine Nachteule bin.

Ganz herzlichen Dank - und da wir ja wieder ein Lächeln verschenken können, hier nun eines von mir.

Herzlichst Pippa


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