Religionen-Weltanschauungen Buddhistische Populisten

Buddhistische Populisten
geschrieben von mausschubser

Das Feature des Deutschlandfunk ist eine gute Ergänzung zum gestrigen Artikel. Hinter vorgehaltener Hand wurde schon seit vielen Jahren über das fragwürdige Gebaren und Gedankengut von Ole Nydal gesprochen. Nur sprach es niemand laut aus, weil ... ja, warum eigentlich? Müssen seine teilweise rechtsradikalen Äußerungen und sein Mißbrauch von Anhängerinnen unter den Teppich gekehrt werden, damit nach außen so etwas wie die Einigkeit aller Buddhisten besteht und das schöne Bauchgefühl beim ewig lächelnden Dalai Lama keine Schrammen bekommt? An die immer nur guten Buddhisten, die von Versuchungen und Fehlern frei sind, glauben doch eh nur weltfremde Träumer.

Vielleicht wurde es Zeit für so einen Knall, damit auch die Träumer auf dem Boden der Tatsachen ankommen.

Deutschlandfunk: Buddhistische Populisten

Holger
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RE: Buddhistische Populisten
geschrieben von Holger
als Antwort auf mausschubser vom 27.07.2017, 09:26:49

Der Herr Nydal ist m.M. so eine Art Sektenguru, der seine "Schäfchen" um sich versammelt, seine Sekte möglichst vergrößern möchte  und wem das gefällt, warum nicht.
Das die Kinder aller Religiösen von ihren Predigern und Eltern unbedingt die eigene "Gemeinde"  vergrößern und stärken sollen ist doch überall so.
Sonst müßten wir Hindus, Christen, Juden und Moslems auch als rechtsradikal bezeichnen.
Wenns allerdings neben Links und grün nur noch rechtsradikal gibt, dann haben wir in Deutschland und der Welt überwiegend Rechtsradikale.
So weit würde nicht mal Gysi denken.
 

RE: Buddhistische Populisten
geschrieben von mausschubser
als Antwort auf Holger vom 27.07.2017, 11:26:05

Es ist hilfreich, die Scheuklappen abzunehmen, nicht nur in links/grün Kriterien zu denken und vor allem ist es hilfreich, die Äußerungen von Ole Nydal über mehrere Jahre zu verfolgen. Er ist schon vor vielen Jahren durch rassistische Bemerkungen aufgefallen, nicht erst jetzt. Er ist schon vor vielen Jahren damit aufgefallen, sich an Anhängerinnen heranzumachen. Also, erst gründlich informieren, dann kommentieren.


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Holger
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RE: Buddhistische Populisten
geschrieben von Holger
als Antwort auf mausschubser vom 27.07.2017, 12:46:18

Wir haben in Deutschland etwa 12.000 Rechtsextreme (Zeit Online), etwa 9000 Linksextremisten, Zahl steigend (Zeit Online), etwa 10000 Salafisten (Focus) und eine unbekannte, steigende Zahl IS Kämpfer.
Da ist die Beschäftigung mit ein paar buddistischen Ablegern reine Zeitverschwendung und ein unsinniger Nebenkriegsschauplatz.

qilin
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RE: Buddhistische Populisten
geschrieben von qilin
als Antwort auf mausschubser vom 27.07.2017, 09:26:49

Das Feature des Deutschlandfunk ist eine gute Ergänzung zum gestrigen Artikel. Hinter vorgehaltener Hand wurde schon seit vielen Jahren über das fragwürdige Gebaren und Gedankengut von Ole Nydal gesprochen. Nur sprach es niemand laut aus, weil ... ja, warum eigentlich? ...

Vielleicht wurde es Zeit für so einen Knall, damit auch die Träumer auf dem Boden der Tatsachen ankommen.

Deutschlandfunk: Buddhistische Populisten
Der Knall ist vielleicht doch etwas weniger laut, wenn man die Szene schon seit vielen Jahren kennt. Ich habe Ole zum erstenmal vor 25 oder 30 Jahren erlebt, war einigermaßen entsetzt darüber, was den Zuhörern dort aufgetischt wurde, und habe auch in einer buddhistischen Zeitschrift entsprechend berichtet. Kurze Zeit später hat sich die österreichische Kagyü-Linie gespalten in Ole-Anhänger und -Gegner, es gab auch Streitigkeiten vor Gericht. Die Leitung der ÖBR hat mehrfach vor seinen 'Ausritten' gewarnt, hatte aber natürlich keine Handhabe, seine Veranstaltungen zu verbieten. Auch in Massenmedien wurde immer wieder kritisch über ihn berichtet - von 'hinter vorgehaltener Hand' kann man also kaum reden - seine Anhängerschaft ist trotzdem gewachsen...

RE: Buddhistische Populisten
geschrieben von mausschubser
als Antwort auf Holger vom 27.07.2017, 14:07:28

Wir haben in Deutschland etwa 12.000 Rechtsextreme (Zeit Online), etwa 9000 Linksextremisten, Zahl steigend (Zeit Online), etwa 10000 Salafisten (Focus) und eine unbekannte, steigende Zahl IS Kämpfer.
Da ist die Beschäftigung mit ein paar buddistischen Ablegern reine Zeitverschwendung und ein unsinniger Nebenkriegsschauplatz.
Dann erspare dir und dem Leser doch deine verharmlosenden Kommentare. Mißbrauch als unsinnigen Nebenkriegsschauplatz zu bezeichnen ist eine Verhöhnung der Opfer. Damit stellst du dich auf eine Stufe mit den Funktionären der kath. Kirche, die das Gleiche versuchen.


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RE: Buddhistische Populisten
geschrieben von mausschubser
als Antwort auf qilin vom 27.07.2017, 14:22:54

Der Knall ist keineswegs leise, das ist er nur für die relativ wenigen Leute, die die Szene kennen. Warum wohl kommen die rassistischen Äußerungen Ole Nydahls erst jetzt richtig ans Tageslicht? Einfach weil sie in der buddh. Szene totgeschwiegen wurden. Es nützt also niemandem zu sagen, daß man schon vor x Jahren entsetzt war. Da muß zwangsläufig die Frage folgen, warum so lange geschwiegen wurde.
 

qilin
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RE: Buddhistische Populisten
geschrieben von qilin
als Antwort auf mausschubser vom 27.07.2017, 18:35:03

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil... Ich antworte, wenn mein Provider wieder da ist - am Tablet ist's mir zu langwierig.

qilin
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RE: Buddhistische Populisten
geschrieben von qilin
als Antwort auf mausschubser vom 27.07.2017, 18:35:03

qilin
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RE: Buddhistische Populisten
geschrieben von qilin
als Antwort auf mausschubser vom 27.07.2017, 18:35:03

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Wie erwähnt sind kritische Artikel schon vor einem Vierteljahrhundert in (nicht nur buddhistischen) Zeitschriften erschienen (z.B. hier: http://www.religionenlu.ch/pdf/2005-11-04.pdf), die Spaltung der Kagyüs war gerichtsanhängig, die Warnungen der ÖBR kann man immer noch in 'Ursache und Wirkung' nachlesen, einen offenen Brief des damaligen Vorstands an Ole habe ich noch gespeichert, im TV liefen kritische Sendungen schon vor Jahren, eine [Jahre alte] Zusammenfassung kritischer Stimmen findet man z.B. auf http://info-buddhismus.de/lama_ole_nydahl.html... - von 'in der buddhistischen Szene totgeschwiegen' also keine Rede. Wenn Du erst jetzt im Deutschlandfunk davon gehört hast (der zeitgleich ein Interview mit Ole als 'Vertreter des Buddhismus' sendet), dann zeigt das nur eines - dass Du Dich bisher für die Sache nicht interessiert hast...


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