Religionen-Weltanschauungen Trauerfeiern

Re: Trauerfeiern
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf felix vom 10.09.2007, 17:09:08
Für Menschen, die an ein Jenseits glauben, bedeuten diese Zitate keine Beleidigung sondern die Hoffnung, dass es den verstorbenen Lieben drüben besser geht.
Wenn es sich um dich persönlich handelt, brauchst du ja nur zu sagen, dass du die Kirche fast ein Leben lang bekämpft hast, dann wird dich bzw. deinen Leichnam sicher kein Priester mit seiner Gegenwart belästigen und kann dann auch die von dir als beleidigend empfundenen Bibelzitate nicht vorbringen. Und das Problem ist gelöst, ohne dass es großer Anstrengung bedarf. Warum bist du denn immer auch bei einfachen Dingen so erregt?
Dass der Priester das sagt, was er und viele seiner aktiven Pfarrkinder glauben, ist doch selbstverständlich in einem freien Land.

--
eirene
arno
arno
Mitglied

Re: Trauerfeiern
geschrieben von arno
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 10.09.2007, 19:24:48
Hallo,

mir hat mal ein ev. Pfarrer gesagt, daß
am Grab sehr viel gelogen wird.
Wie er das gemeint hat, habe ich aber
vergessen!

Viele Grüße
--
arno
Re: Trauerfeiern
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf arno vom 10.09.2007, 20:31:29
Hallo Arno,
aber auch die Anwesenden,also Verwandte lügen viel.
Nicht alle,aber um an's Erbe zu gelangen,was tun Sie
alles,diese Scheinheiligen.
Habe es oft bei Nachbarn erlebt,schlimm.
Auch manche Grabreden,lassen zu wünschen übrig.

Sicher meinte es der Pfarrer auch so (Verwandtschaft)
oder meinst Du nicht?

Lieben Gruß,Astrid

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emmelie
emmelie
Mitglied

Re: Trauerfeiern
geschrieben von emmelie
als Antwort auf arno vom 10.09.2007, 20:31:29
Guten Abend

Ich habe sehr lange gezögert zu diesem Thema zu schreiben. Ich weiß nicht, ob jemand, der hier geschrieben hat, jemals das Liebste verloren hat, was er gehabt hat, ich glaube nein,den sonst könnte man über das Thema Trauerfeiern nicht so daher plaudern.O verzeiht, ich habe mich geirrt,ich habe noch einmal alle Postings gelesen.. allerdings weiß ich auch von Bestattungen, wo die Stadt denjenigen beerdigen lässt, weil er keine ausreichenden Mittel für eine Beisetzung hatte. Dann wird nur die Urne beigesetzt, ohne Namen und anonym und ohne eine Zeit, wann das geschieht, es kann also niemend Abschied nehmen von dem Verstorbenen. Da erübrigt sich die Frage nach der Art der Trauerfeier von selber.
eirenes Posting gefällt mir und die einiger anderer User auch, ich kann mir noch nicht alle Namen merken.
Nur dazu, die Bibelsprüche sehe ich auch als Trost, ich muss sie nicht suchen, viele habe ich im Kopf gespeichert, nicht wörtlich, sinngemäß, sie geben dem Hinterbliebenden Trost, der alleine zurück bleibt und oft in eine große Trauer fällt, aus die er oft lange nicht, oder gar nicht heraus kommt..
Das sollte man beachten, finde ich, wenn man auf solch ein Thema antwortet..
Für diesen einen Mann hat die Gemeinde gesammelt, dass wenigstens sein Name auf einem Stein steht, unter 60 Namen, die in einer Sammelgrabstelle beigesetzt werden wollen, damit nachher keiner verpflichtet ist, die Grabpflege zu übernehmen, das macht dann die Stadtgärtnerei..
Lieben Gruß
--
emmelie
Re: Trauerfeiern
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf arno vom 10.09.2007, 20:31:29
Das weiß ich ja auch, aber ich halte es für falsch.
Wenn schon jemand glaubt, auf die negativen Seiten eines Verstorbenen bei der Beerdigung eingehen zu müssen, sollte sich das nur jemand erlauben, der die Schwächen des Verblichenen als menschliche Schwächen und nicht als Taten der Bosheit schildern kann.
Dann könnte sich jeder aus der Trauergemeinde selbst in der Schilderung des Toten erkennen und das Ansehen der Person erfährt keinen Minderung.

Besser ist es meiner Meinung nach, die Fehler nicht zu erwähnen und seine guten Seiten zu schildern, die zweifellos auch fast jeder hat.

Bei uns ist es so, dass der Priester von den Verwandten Fakten aus dem Leben des Verstorbenen einholt, wenn er ihn aus irgend einem Grund selbst nicht wirklich kennt. Da läge es dann an den Familienmitgliedern, die guten Seiten des Totes zu betonen und auf Ausrutscher zu "vergessen."

--
eirene
Re: Trauerfeiern
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf emmelie vom 10.09.2007, 21:13:49
Dazu kann ich Dir auch was erzählen emmelie,

Mein Schwiegervater war kath. Glaubens,doch kein
Kirchgänger.
Sie wollten Ihn nicht mal beerdigen,so toll ist
die Kirche.
Wer hat es dann letztendlich gemacht,ein evangelischer
Pfarrer,dem war es egal,welchen Glauben der Tote hatte.

Erzähl mir nichts von der kath.Kirche und wie gut Sie doch ist.

Nur soviel dazu,Astrid

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Re: Trauerfeiern
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 10.09.2007, 21:43:13
Warum will man für jemanden, der mit seiner Lebensführung beweist, dass er von der Kirche nichts wissen will, ein kirchliches Begräbnis?
Ich finde es nicht für richtig, in der Kirche nur eine Einrichtung für feierliche Hochzeiten oder Taufen und eine Bestattungsanstalt zu sehen.
Wer so denkt, hat genug Möglichkeiten, das Begräbnis durch andere feierlich vollziehen zu lassen.
Ich kenne deinen Schwiegervater nicht, aber Gründe muss es gegeben haben, denn der Priester hat genaue Vorschriften, wann er nicht als amtierender Priester an der Beerdigung teilnehmen darf. Hat er vielleicht den Priester unverrichteter Dinge weggeschickt, als er die Krankensalbung durchführen wollte? Oder hat er immer ausgesagt, dass er auch angesichts des Todes auf einen Priester verzichtet?
Wenn dem so wäre, wäre es hartherzig gegenüber dem Verblichenen, trotz seiner Abneigung gegen die Kirche einen Priester beizuziehen.
Auch die Kirche beherzigt den letzten Willen eines Menschen.

P. s.: Wenn die Familie akzeptiert, dass der Priester nicht gegen seine Amtsvorschriften verstoßen darf und sich damit zufrieden gibt, dass er als Privatperson an der Beerdigung teilnimmt und betet, dann ist ihm das nicht verwehrt.

--
eirene
multifit
multifit
Mitglied

Re: Trauerfeiern
geschrieben von multifit
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 10.09.2007, 21:43:13
Der katholische Pfarrer hätte - rein kirchenrechtlich gesehen- die Trauerfeier für den Schwiegervater machen MÜSSEN , selbst wenn er nicht ein EINZIGES mal nicht in der Kirche war !

Wer weiß, aus welchen Gründen auch immer der Pfarrer diese Feier nicht durchgeführt hat. Zur Ehrenrettung von Emmelie muß ich sagen, daß bei uns hier auch katholische Pfarrer bei evangelischen Trauerfeiern "einspringen". (u.a. auch weil die Ehefrau oder irgendein Angehöriger den Wunsch hatte, oder der evangelische Pfarrer keine Zeit hatte,oder aus anderen Gründen ) Manchmal springt im äußersten Notfalle auch mal ein (e) frei Redner/rin ein, die kosten allerdings richtig Geld...


Bei uns arbeiten die Pfarrer beider Konfessionen sehr gut miteinander , sie veranstalten sogar gemeinsam Gottesdienste und sie duzen sich teilweise sogar. Ich finde dieses gut, denn schließlich sind sie ja alle Christen !
--
multifit
Re: Trauerfeiern
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf multifit vom 10.09.2007, 22:53:41
Hallo multifit, seit wann zwingt das Kirchenrecht einen Priester, gegen den Willen eines Verstorbenen ein christliches Begräbnis abzuwickeln?
Auf den Zeitpunkt dieser Änderung wäre ich neugierig.
Ich weiß, dass man heute im Vergleich zu früher Vieles anders macht, vor allem in jenen Fällen, bei denen es möglich erscheint, dass jemand seine Entscheidung nicht wirklich frei getroffen hat.
Aber dass die Willensäußerung eines Sterbenden übergangen werden MUSS, ist mir neu.
Über nähere Information wäre ich dankbar.

Kann es sein, dass das eher die Auswirkung lokal gelebter Ökumene und nicht einer Kirchenrechtsänderung ist?
Ist gibt ja auch Interkommunion, obwohl sie noch immer verboten ist.

--
eirene
multifit
multifit
Mitglied

Re: Trauerfeiern
geschrieben von multifit
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 10.09.2007, 23:10:35
Guten Abend Eirene,

in diesem Bericht (von Astrid) ist es mir entgangen, daß eine WILLENSÄUSSERUNG vorlag, oder habe mich mich etwa "verlesen" ?

Dies war hier doch nicht der Fall !
--
multifit

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