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Schwarzes Brett Humor ist hier gefragt...oder?

Humor ist hier gefragt...oder?
geschrieben von umanitad
Unsere Schweizer Post,ist hart an der Neustrukturierung, sowie rigoros mit dem Abbau von Poststellen beschäftigt.Aber das ist ein Kapitel für sich.

Neuester Streich gefällig?

Bekomme ich doch ein überdimensionales Couvert mit dem Logo der Post. Ein Reklame, dachte ich und wollte es weglegen,aber die Neugier war grösser.
Aufgefordert wurde ich hier klipp und klar,die Briefkasten nun den neuen Mass-Anforderungen anzupassen,dies mit einer Fristangabe.-
Die können mich mal, dachte ich... und teilte es auch so mit.
Eine freundliche Antwort kriegte ich umgehend, mit dem Vorschlag einer Ressurcen-Findung vor Ort. Wunderbar, wie nett! Da habe ich natürlich freudig zugesagt.
Wow,diese,eher unscheinbare " Mediatorin",hat meine Anforderungen in keinster Weise erfüllt. Sie war derart dominant,kompromisslos und taktlos,sodass ich diese Unterhaltung abrupt unterbrochen habe!
Absolut die falsche Person für diese vermittelnde Aufgabe, mit Null Sensibilität!Wie sagt man so schön...Gib Menschen "Macht"....!

Das 2. Mahnschreiben folgte natürlich zugleich, mit der Androhung, die Postzustellung einzustellen. In Etwa.." Bist Du nicht willig..."

Nun,so klein gebe ich nicht bei.Haben wir nun schon eine Diktatur?

Recherchen im Dorf..der nahen Umgebung und in der Stadt,zeigen mir, das meine Kasten sich noch sehr im Konform Bereich befinden.
Abweichung von den geforderten Masse:0,5 cm

Ein Brief bekommt nun das eidg. Amt, welches angeblich sich solcher Probleme annimmt sowie neutral behandelt! Dabei sind... Fotos und sämtlich erfolgte Korespondenz. Mal sehen... ob es wirklich neutral und sachlich ablaufen wird.
Würde es mir nicht Albträume bescheren, infolge Ueberforderung,Platzmangel...müsste man es als Humoreske publizieren.Mache ich eigentlich schon
SamuelVimes
SamuelVimes
Mitglied

Re: Humor ist hier gefragt...oder?
geschrieben von SamuelVimes
als Antwort auf umanitad vom 27.04.2017, 13:32:03
Ja - die Schweizer.

Das 'kleine Einmaleins' für den Schweiz-Besucher

Allgemeines
1) Die Schweizer bringen unter ein 'Sennechäppli', was normale Menschen nicht einmal unter einen Sombrero brächten.
2) Das wesentliche Merkmal des Kantons Aargau ist es, dass er zwischen Zürich, Basel und Bern liegt.
3) Wenn die Welt untergeht heißt das noch lange nicht, dass das die Schweiz auch betrifft.
4) ''Unser Notenpapier hat einen unnachahmlichen Klang.'' Urs W. Bircher, stellvertretender Direktor der Schweizerischen Nationalbank
5) Der Steuersatz liegt in der Schweiz zwischen 2.87 und 16.64 % des Jahreseinkommens, abhängig von der Gemeinde resp. des Kantons, in dem man wohnt; Für den Schweizer läge der akzeptable Steuersatz jedoch nahe null Prozent.
6) Ironie wird im Zweifelsfalle eher nicht verstanden.

Sprache
1) Der 'Deutschschweizer Dialekt' als Ganzes ist mit dem Hochdeutschen etwa so eng verwandt wie ostfriesisches Platt mit der niederbayerischen Mundart.
2) Die Pflicht, sich im Auto anzuschnallen, heißt Gurtenobligatorium.
3) Die Ständerlampe ist eine Stehlampe und keine Genitalbeleuchtung.
4) Wenn Sie die Schweiz besuchen: Bitte sagen Sie zum 'Gipfeli' (Hörnchen, Croissant) nicht 'Kipfelchen'. Ein Franken ist kein Fränkli, ein Hund kein Hundeli (wenn schon, dann Hündli), und ein Tram (Straßenbahn) kein Trämli (außer in Basel, dort ist es ein 'Drämmli'). Sie erheitern damit nämlich keinen Schweizer, sondern machen sich selber nur lächerlich.
5) Lassen Sie bleiben, was Sie zu beherrschen glauben, in Schweizer Ohren aber im allgemeinen übel klingt: Grützi, grüüzi oder grüzzi! Bleiben Sie bei 'Guten Tag', bis Ihnen jemand für Ihr Grüäzi die Prüfung abgenommen hat. Oder wenden Sie den Verschlucktrick an und sagen Sie ~-zi. Das machen auch viele Schweizer so.
6) Ein Harass ist kein Schäferhund, sondern eine Getränkekiste. Wenn von einem Mödeli Anke die Rede ist, so ist kein Mädchen namens Anke gemeint, sondern ein Stück Butter. Und wer Sie fragt, ob Sie ein Zältli möchten, der will Ihnen keine kleine Campingausrüstung aufschwätzen, sondern ein Bonbon anbieten. Chriesi sind keine Krisen, sonder Kirschen (wobei ein Herzchriesi im Slang für einen Herzinfarkt gebraucht wird).

Bluffen
Bestellen Sie in einer Kneipe (Schpunte, Beiz, Chnelle) ein Tschumpeli Dohl. Das Risiko dürfte sich lohnen, wenn alles glatt läuft, bekommen Sie ein Gläschen Rotwein (Dôle). 'Italoschweizer'

La grande nation, die Schweizer & das Essen
1) Café, Restaurant, Coiffeur (ja nicht Friseur!), Trottoir, Billet, Jupe statt Rock, pressant (statt in Eile), Apéro, Dessert, Sauce, Glacé, Radio statt Rundfunk. Gewöhnen Sie sich an das leise Lächeln des Schweizers, wenn Sie sich mit Städtenamen wie Vevey abmühen (Es sei hier verraten: Wöwä).
2) Wenn Sie in der Schweiz ein Müsli bestellen, grinsen Ihre Gastgeber in sich hinein, denn Sie scheinen eine kleine Maus verspeisen zu wollen. Die in der Schweiz von Dr. Bircher entwickelte Frucht-Joghurt-Flockenmischung ist hierzulande nämlich ein Müesli.
3) Spargeln ist in der Schweiz kein Verb (ich habe gespargelt), sondern schlicht die Mehrzahl von Spargel, wie sie in Deutschland nicht existiert.

Heiterkeit
Zu Heiterkeit geben dem Deutschen immer wieder hochdeutsche schweizerische Formulierungen wie ‚Fehlbare Automobilisten werden gebüßt’ Anlass, oder schriftliche Warnungen in Trams, dass Fahrgäste ohne Billet 80 Franken für die Umtriebe zahlen müssen. Für deutsche Augen liest sich das – zugegeben – belustigend. Aber wenn Sie als Schweizer den hundertsten Deutschen erlebt hätten, der das alles zum Schiessen komisch findet, könnten auch Sie sich vielleicht nicht des Eindrucks erwehren, dass die komische Provinzialität mehr auf Seiten des deutschen Gegenübers als auf der eigenen ist.

Telefonieren
Die putzigste Eigenart des Schweizers beim Telefonieren: Wie kurz auch immer Ihr Schweizer Telefonpartner das Gespräch unterbrechen muss, er wird es mit diesen Worten wiederaufnehmen: 'Sind Sie noch da?' Antworten Sie mit einem schlichten 'Ja', und wundern Sie sich nicht. Es ist nun einmal eine Redensart am Telefon, und die ironische Antwort: 'Nein', Sie hätten sich gerade eben in Luft aufgelöst, würde Ihren Gesprächspartner nur unnötig befremden. Wenn ein Engländer Sie mit 'How do you do?' begrüßt, erklären Sie ihm ja auch nicht, wie Sie es am liebsten treiben.
2) Eine Besonderheit in punkto Telefon ist die, dass der Schweizer die Wählscheibe sprachlich als eine Art Nummernschloss behandelt: Die Dame von der Auskunft wird Ihnen nämlich mitteilen, welche Nummer Sie einstellen müssen.

Einkaufen
Für die Papiertüte im Supermarkt müssen Sie bis 50 Rappen bezahlen. Das ist kein hinterfotziger
Angriff auf Ihren Geldbeutel, sondern eine erzieherische Maßnahme, um die Wegwerfgesellschaft zu bekämpfen. Wenn Sie also einen Schweizer mit einer leeren Papiertüte antreffen, ist er vermutlich auf dem Weg zum Einkauf.

Pünktlichkeit
Über die Pünktlichkeit der Schweizer wird zu Unrecht gelästert. Sie gehen damit viel lockerer um, als Sie glauben. Wenn man Sie um 19.30 Uhr bestellt hat, können Sie durchaus eine Minute zu früh bis zwei Minuten zu spät kommen. Das wird immer noch als passabel pünktlich empfunden.

Schweiz intim
Die Waschküchenbenutzung in Mietwohnungen von Mehrfamilienhäusern: Verstöße gegen die Waschküchenordnung werden in der Regel nicht im persönlichen Gespräch, sondern durch das Aufhängen großformatiger Botschaften mit vielen Ausrufungszeichen an Türen, Waschmaschinen und Wasserhähnen geahndet. Schon ein einziger nach Ablauf der eigenen Waschküchenbenutzungsfrist liegengebliebener Socken hat in der Regel nicht nur eine Zurechtweisung zur Folge, sondern auch die verbitterte Erklärung, dass darum die Waschküche unbenutzbar gewesen sei.

LG
Sam
britti
britti
Mitglied

Re: Humor ist hier gefragt...oder?
geschrieben von britti
als Antwort auf SamuelVimes vom 27.04.2017, 13:48:57
Sehr witziger Beitrag, Sam!
Demnach bin ich schon 1/2 Schweizerin
Wenn die Nachbarin sagt, sie ginge go posten, heisst das nicht, dass sie zur Post geht, sondern Einkaufen.
Wenn ein verstörtes Kind auf Mutters Arme flüchtet, tut es ein "Nümmenobenabbewellerlimache" ....
Dienstag heisst Zieschtig und Donnerstag Dunschtig
Und Radio Beromünster sagte früher beim Abschalten um Mitternacht "uf Wiederhöre und schluifit alle rächt wohl mitenand".

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Re: Humor ist hier gefragt...oder?
geschrieben von umanitad
als Antwort auf britti vom 27.04.2017, 14:19:11
Sam..Du bist ein absoluter Pfiffikus...
Ich gehöre leider zur Minderheit der 4. beinahe vergessenen Sprachregion und wohne als ewiger Fremdling im Herzen der Schweiz

Was Du mit viel Fleiss zusammengetragen hast... kann ich nur sagen...so ist es und nicht anders.Basta!
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Humor ist hier gefragt...oder?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf umanitad vom 27.04.2017, 13:32:03
Da hast du ja aber Glück gehabt. Vor Jahrzehnten schrieb mir unser hiesiger Posthalter, der Schlitz meines Briefkastens (er befand sich neben der Haustür) sei zu klein; ich müsse ihn erweitern. Nun ist noch anzubringen, dass ich ein Châlet besitze. Der Schlitz führte durch die Aussenwand (Holz) ins Innere des Hauses. Ich konnte also die Post ohne die Haustür zu öffnen drinnen aus dem Kästchen nehmen.

Ich erweiterte in Stunden langer Arbeit, grösser als mir vorgeschrieben worden war, den Schlitz. Als ich damit fertig war, schickte mir der Posthalter ein weiteres Schreiben: "Ihr Briefkasten ist zu weit weg von der Strasse. Der Weg des Zustellbeamten darf nicht länger als ----- Meter von der Strasse entfernt sein".

Ich kaufte einen Norm-gerechten Briefkasten und hängte ihn an die Garagentüre. Ein weiterer Brief kam vom Posthalter: "Sie müssen den Briefkasten direkt an die Strasse stellen....".

Der betreffende Posthalter hatte übrigens an oder bei seinem Haus überhaupt keinen Briefkasten. Als ich ihn direkt darauf ansprach, sagte er raunzend: "Ich bin der Posthalter und brauche überhaupt keinen Briefkasten, denn ich nehme meine Post am Abend mit heim!"

Heute haben wir keinen Posthalter mehr -, aber auch keine Dorf-Post!
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Humor ist hier gefragt...oder?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf schorsch vom 27.04.2017, 15:53:05
Noch eine Kuriosität der Schweizer Post:

Früher sandte man, wenn man sicher sein wollte, dass ein Brief vom Adressaten sicher empfangen wurde, den Brief per "Einschreiben". Ich habe vor ein paar Tagen einem Freund in einem Briefumschlag einen Gutschein zu 100 Franken und 4 DVDs gesandt; per Einschreiben.

Früher klingelte der Pöstler an der Haustür und der Empfänger quittierte mit seiner Unterschrift, dass er den Brief erhalten habe.

Heute geht das anders: Der Pöstler scannt den Brief - und steckt ihn in den Briefkasten des Empfängers. Er könnte ihn also auch in einen anderen Briefkasten stecken; Hauptsache, er hat ihn gescannt. Und für das bezahlte ich 6.30 Franken!

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luchs35
luchs35
Mitglied

Re: Humor ist hier gefragt...oder?
geschrieben von luchs35
als Antwort auf SamuelVimes vom 27.04.2017, 13:48:57
Danke, Sam! Endlich habe ich es schwarz auf weiß, dass ich sprachlich voll integriert bin. Ich wusste tatsächlich schon gar nicht mehr, wie das alles auf deutsch heißt!
Aber Schorsch wird prompt widersprechen, er hatte mal die Freude, mein Schwiizerdütsch zu hören. Das hat er mir nie verziehen!

LG Luchs35
pippa
pippa
Mitglied

Re: Humor ist hier gefragt...oder?
geschrieben von pippa
als Antwort auf luchs35 vom 27.04.2017, 17:00:27
Ach, klingt das alles toll in norddeutschen Ohren. Ich bin aus dem Lachen überhaupt nicht mehr herausgekommen.

Da Lachen doch so gesund ist, würde ich zu gern in der Schweiz leben. Wenn ich allerdings an die Lebenshaltungskosten denke, vergeht mir das Lachen wieder.

Na gut, bleibe ich eben im Harz.
Pippa
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Humor ist hier gefragt...oder?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf luchs35 vom 27.04.2017, 17:00:27
.......
Aber Schorsch wird prompt widersprechen, er hatte mal die Freude, mein Schwiizerdütsch zu hören. Das hat er mir nie verziehen!

LG Luchs35


Um nun nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, es sei da zu unlauteren Deutsch/Schweizer Verbrüder- und Schwesterungen gekommen: es war (leider) nur am Telefon!

Und zu verzeihen gab es auch nichts. Denn der Schorsch ist bekannt für seine grenzenlose Toleranz!
Re: Humor ist hier gefragt...oder?
geschrieben von umanitad
als Antwort auf schorsch vom 28.04.2017, 08:43:19

( anklicken des "corpus delicti",sieht dann anders aus)

Nein, nein... kein "freu Dich"....diese Story geht vermutlich.. nie endend weiter.-

Das E-Mail von heute der Rechtsanwältin,des besagten Amtes, klärt mich nun minutiös,seitenlang auf,wie das Procedere konkret abzulaufen hat.-

Also, diese Eingabe darf man erst machen, wenn die Post tatsächlich keine Post mehr zustellt. Wunderbar!

Natürlich ist diese Dienstleitung kostenpflichtig und mit einigen unnötigen Beweisunterlagen gefragt.

Momentanes Fazit...Es wird den "Normalos" so erschwert,dass Sie eine Klage kaum in Betracht ziehen und sich dem Diktat fügen.
Ich aber sicherlich nicht!
So warte ich nun den besagten Zeitpunkt ab und werde es meiner Rechtschutzversicherung übergeben,dort kostet es mich nichts,da nur die Jahresprämie anfällt.

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