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Schwarzes Brett Studentin sucht Teilnehmer für kurze Online Studie

ehemaligesMitglied451
ehemaligesMitglied451
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Re: Eine persönliche Anmerkung für Sabrina
geschrieben von ehemaligesMitglied451
als Antwort auf loreley vom 28.01.2009, 14:43:36
es ist nun eben so, dass sich bei vielen ein versuchkaninchen-feeling einstellt, wenn hier eine Umfrage die nächst jagd. Auch inhaltlich sind diese online befragungen teilweise absolut dämlich und leicht als marketing ausfragerei durchschaubar, so dass man das gefühl nicht los wird, die befrager halten spez. senioren für das Heer der Unbedarften, die sich auf jeder Kaffeefahrt eine Heizdecke andrehen lassen.

Und wer läßt sich denn gern so unverholen für dumm verkaufen?? Das hat nix mit "Schäuble" zu tun sonder mit verar.......

Und deshalb mein volle Zustimmung an @Wölfin : Diese Umfragerei nervt einfach.

Im übrigen ist das Ergebnis einer echt anonymen Umfrage doch viel zu unsicher. Was soll daran eigentlich "wissenschaftlich" sein? Die Volkszählung ist keienswegs Anonym, man weiss genau WER befragt wird.
Die Gegenwehr bei solchen zwangsumfragen ist einfach: wer prüft denn die Richtigkeit der Antwort, soweit diese über name, adresse und geburtsdaten hinausgehen??

donaldd
cecile
cecile
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Re: Eine persönliche Anmerkung für Sabrina
geschrieben von cecile
als Antwort auf ehemaligesMitglied451 vom 28.01.2009, 14:59:18
Wann kommt er, der Tag an dem auch die letzte Universität, das letzte Meinungsforschungsinstitut, feststellen wird: online-Befragungen können nicht zuverlässig sein.

Nicht wegen der Fragestellung - egal wie präzise oder vage, wie klug oder naiv sie gehalten ist - nein, einfach wegen der Unzuverlässigkeit von uns, den Usern, die wir auf diese Umfragen Antworten geben - und das sind immer nur die Antworten, die wir auch geben wollen

Allerdings ist das (und es geschieht - coucou, Longtime! - beileibe nicht nur aus Ignoranz und geistigem Nicht-Verstehenkönnen!) nicht immer die reinste Wahrheit!

Warum macht man sich, wenn ich mir das Beispiel Senioren-Befragung ansehe, nicht die Mühe, mit den Menschen persönlich Kontakt aufzunehmen: in den Seniorentreffs und Senioren-Internetclubs könnte man die geeigneten Kandidaten ja nun wirklich "rudelweise" antreffen

Ich glaube, das wäre vielleicht ein konstruktiver Vorschlag an die jugendlichen Fragesteller gewesen, anstatt diese weinerlich-verständnisvollen Allround-Entschuldigungen "wegen unbotmässiger Antworten" anzubringen, gipfelnd in der niederrheinischen Feststellung : "Sie wissen - nicht alle Alten sind bescheuert".

Wie wahr.....

--
cecile
loreley
loreley
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Re: Eine persönliche Anmerkung für Sabrina
geschrieben von loreley
als Antwort auf ehemaligesMitglied451 vom 28.01.2009, 14:59:18
Noch einmal und letztmalig zu dieser Umfrage:
Du magst mich naiv nennen (bin ich aber nicht, sondern genau das Gegenteil), aber diese Umfrage die war doch so harmlos wie sonst noch was.
Kannst du denn nicht verstehen, dass StudentInnen für ihr Studium derartige Hilfe benötigen?
Liest du denn nicht auch im Wirtschaftsteil deiner Zeitung ab und zu mal eine Statistik, dass (z. B.) soundsoviel Prozent der Bevölkerung diese oder jene Milch bevorzugen? Die dann, die Statistik, auf solchen Umfragen beruht.
Ich fühlte mich jedenfalls bei der Beantwortung nicht für dumm verkauft, sondern hatte eher das Gefühl, jemand geholfen zu haben.
Und was die bevorstehende Volkszäählung angeht: Na, dann warte mal ab, was da für Fragen kommen. Mir haben sie 1987 (?) jedenfalls zuerst eine Geldstrafe und dann Beugehaft angedroht, weil ich mich nicht aushorchen lassen wollte und die Beantwortung der Fragen ablehnte.
--
loreley


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Re: Eine persönliche Anmerkung für Sabrina
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf loreley vom 28.01.2009, 15:32:53
oh loreley, das interessiert mich nun wirklich. warst du in beugehaft ?


--
plumpudding
ehemaligesMitglied451
ehemaligesMitglied451
Mitglied

Re: Eine persönliche Anmerkung für Sabrina
geschrieben von ehemaligesMitglied451
als Antwort auf loreley vom 28.01.2009, 15:32:53
Volkszählung: Ich musste die zweimal ausfüllen,weil der erste Bogen verschlampt wurde
Was glaubste wohl, was ich da mit allen Antworten gemacht hab, deren Wahrheitsgehalt nicht nachprüfbar war.
Die ablehnende Haltung, ob im Einzelfall berechtigt oder nicht, zu solchen internet-Umfragen produziert das Medium selbst. internet eben

donaldd
baerliner
baerliner
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Manipulation von Internetumfragen/-experimenten
geschrieben von baerliner
als Antwort auf ehemaligesMitglied451 vom 28.01.2009, 16:20:27
@Sabrina

Wenn ich wollte, hätte ich heute ein 2. Mal an dem Experiment teilnehmen können Wie soll auch verhindert werden, dass jemand zum Spaß solche Umfragen verfälscht?

Meine erste Teilnahme wird ja hoffentlich aussortiert werden, weil....

Wenn ich mich richtig erinnere, dann war eine Antwortmöglichkeit zur Frage, wie oft man im Internet sei: nie. Na, die habe ich doch gleich angekreuzt

Aber vielleicht ist das ja gerade das Experiment, wie ein Teilnehmer sich verhält, wenn ihm eine schwachsinnige Frage vorgelegt wird

--
baerliner

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Re: Eine persönliche Anmerkung für Sabrina
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf cecile vom 28.01.2009, 15:30:56
Eigentlich wollte ich gerade ins Bett, aber auf das Thema "wie zuverlässig sind anonyme Online-Befragungen" will ich unbedingt noch eingehen. Denn dazu gab es schon Unmengen von Untersuchungen.

- Gosling, Vazire, Srivastava und John haben 2004 gezeigt, dass ihre ~350.000 online Befragten heterogener und genauso repräsentativ in Geschlecht, Alter, sozioökonomischem Status, Nationalität und geographischer Herkunft waren wie sonst üblicherweise per Telefonbuch zufällig Ausgewählte.
- Birnbaum (2004) hat gezeigt, dass Mehrfachteilnahmen relativ selten vorkommen. Sie lassen sich durch IP-Abfragen und Cookies einigermaßen verhindern, viel besser aber noch durch verschiedene (teils automatische) Kontrollmechanismen wie "Hat derjenige auf einer Seite oder mehreren Seiten unrealistish kurz gebraucht?; Wurden auf offensichtlich ähnliche oder gleiche Fragen auch ähnliche Antworten gegeben?; Wurde immer in dieselbe Richtung geantwortet? Und noch vieles mehr.)
- Dass die Teilnehmer ähnlich (un)konzentriert wie bei Offline-Befragungen sind, zeigten z.B. Döring, 2003 und Reips, 2000 und 2002 und Gosling et al., 2004.
- Einen guten Überblick über die vorhandenen Probleme bei Onlinebefragungen zur Stichprobe gibt Bosnjak (2002). Insgesamt kristallisieren sich aber vor allem sehr deutliche Vorteile heraus (und die Nachteile sind überschaubar, wenn man sich im Vorhinein um sie kümmert):

* Es ist viel leichter, große und repräsentative Teilnehmergruppen schnell zu bekommen.
* Die Antworten sind dank der Anonymität deutlich ehrlicher.
* Befragungen können viel komplexer sein als Papier-Bleistift-Fragebögen. (Z.B.: Hat der Teilnehmer bei Frage 1 die Antwort A gegeben, kriegt er Frage 2 zu Gesicht, bei allen anderen Antworten aber nicht.)


Literaturangaben:
Birnbaum, M. H. (2004). Human research and data collection via the internet. Annual Review of Psychology, 55, 803–832.
Bošnjak, M. (2002). (Non)Response beiWeb-Befragungen. Aachen: Shaker.
Döring, N. (2003). Methoden der Online-Forschung. In Döring (Hrsg.), Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internets für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen. (S. 201 - 244). Göttingen: Hogrefe.
Gosling, S. D., Vazire, S., Srivastava, S. & John, O. P. (2004). Should we trust web-based studies? A comparative analysis of six preconceptions about internet questionnaires. American Psychologist, 59(2), 93–104.
Reips, U. D. (2000). Das psychologische Experimentieren im Internet. In B. Batinic (Hrsg.), Internet für Psychologen (2. überarb. und erw. Aufl., S. 319–344). Göttingen: Hogrefe.
Reips, U. D. (2002). Standards for internet-based experimenting. Experimental Psychology, 49(4), 243–256.
ehemaligesMitglied451
ehemaligesMitglied451
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Re: Manipulation von Internetumfragen/-experimenten
geschrieben von ehemaligesMitglied451
als Antwort auf baerliner vom 28.01.2009, 17:06:08

noch besser wäre die Frage:

"Haben sie einen computer"


donaldd
ehemaligesMitglied451
ehemaligesMitglied451
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Re: Eine persönliche Anmerkung für Sabrina
geschrieben von ehemaligesMitglied451
als Antwort auf vom 28.01.2009, 16:18:14
schmunzel, loreley in Beugehaft
da hat sie sicher das Lied:

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn. ......

angestimmt.

Ein Text der wunderbar zum Thema passt


ddonaldd
assiproll
assiproll
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Re: Studentin sucht Teilnehmer für Experiment
geschrieben von assiproll
als Antwort auf sabrina vom 27.01.2009, 16:21:31
Besteht das Experiment darin um zu testen wann man spätestens genervt abbricht?
--
Assi

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