Kredite für Rentner – Wie es doch noch klappt

Bei der Kreditvergabe gehen ältere Kreditnehmer häufig leer aus. Ab einem gewissen Alter wird es immer schwieriger, die Banken von der Kreditwürdigkeit zu überzeugen.
Rentnerkredit_Pixabay_2696219_nattanan23.jpg
©nattanan23 | Pixabay.com

Neben Arbeitslosen und Auszubildenden zählen Rentner zu den Risikogruppen, wenn es um die Vergabe von Krediten geht. Viele Banken lehnen die Kreditanfragen ab. Doch auch der Kreditmarkt unterliegt Veränderungen und mehr und mehr Kredite für Senioren werden befürwortet. Einige Hürden gilt es jedoch auch weiterhin zu umschiffen.

Der Rentner-Kredit auf dem Prüfstand

Möchten sich Rentner persönliche Wünsche erfüllen, auf Seniorenreisen die Welt entdecken, sich einen neuen Wagen gönnen oder in die Sicherheit des eigenen Zuhauses investieren, wird der Wunsch nach einem Privatkredit laut. Wer sich nun beginnt zu informieren, wird häufig feststellen, dass der Begriff "Rentnerkredit" bei vielen Banken nicht einmal auftaucht. Hier gilt es, sich die Konditionen für normale Ratenkredite näher anzuschauen.

Generell spricht einiges für die Kreditwürdigkeit von Senioren. Mit der Rente liegt das wohl sicherste Einkommen zugrunde. Rentner sind nicht von Arbeitslosigkeit betroffen und können damit ihre Raten pünktlich zahlen. Rentner sind eine Personengruppe, welche als verantwortungs- und risikobewusst eingestuft wird. Es werden überschaubare statt horrende Kreditsummen beantragt. Nur die wenigsten Senioren besitzen einen Eintrag bei der Schufa oder anderen Auskunfteien.

Bis zu welchem Alter können Kredite bewilligt werden?

Dies variiert zwischen den einzelnen Anbietern. Häufig liegt das Höchstalter bereits bei 70 Jahren. Andere Institute vergeben Kredite für Rentner auch bis zum 80. Lebensjahr und nicht selten sogar darüber hinaus. Dabei sollten Senioren nicht nur bei der Hausbank vorsprechen, sondern auch Online-Kreditangebote sichten und vergleichen. Ältere Kreditnehmer können sich häufig weniger mit der unpersönlichen Abwicklung eines Online-Kredits anfreunden und ziehen den persönlichen Kontakt zum Mitarbeiter in der Hausbank vor. Dadurch können sich finanzielle Nachteile ergeben, was ein Umdenken nahelegt.

Kreditaufnahme im Doppelpack

Stehen die Prognosen für die Kreditvergabe eher schlecht, sollten Senioren nicht sofort aufgeben. Die Kreditwürdigkeit lässt sich verbessern, wenn ein weiterer Antragsteller einbezogen wird oder man einen Bürgen hinzuzieht. So kann der Kredit gemeinsam mit dem Lebenspartner beantragt werden. Ebenso ist es möglich, eine dritte Person als Bürgen mit ins Boot zu holen. Die Mitantragsteller sollten über ausreichend Bonität verfügen und ein eigenes Einkommen mitbringen. Bürgen kommen ins Spiel, wenn es zu Problemen während der Rückzahlung der Kreditsumme kommt. Der Bürge haftet dann für etwaige Ausfälle.

Diese Sicherheiten werden akzeptiert:
 
  • Hypotheken auf vorhandenes Wohn- oder Geschäftseigentum
  • Fahrzeug, abbezahlt und vollkaskoversichert
  • Aktien und Wertpapiere
  • Sparguthaben
  • Festgeld
Diese Voraussetzungen müssen Rentner bei der Kreditvergabe erfüllen:
 
  • Hauptwohnsitz in Deutschland
  • Bankkonto in Deutschland
  • geregeltes Einkommen (Rente)
  • Zustimmung der Bonitätsabfrage
In den Kreditantrag fließen folgende Angaben des Antragstellers ein:
 
  • Name
  • Adresse
  • Höhe des Einkommens (Rente)
  • eventuelle weitere Kredite und Schulden
  • laufende Ausgaben (Miete, Versicherungen, Unterhalt)
  • Einnahmen aus Miete und Pacht
  • Einnahmen aus Nebentätigkeiten
  • Immobilienbesitz
  • Angaben zum eigenen Fahrzeug
Rentner haben die besten Chancen, einen Kredit zu erhalten, wenn sie diesen möglichst früh beantragen. Die Laufzeiten sollten kurz gehalten werden. Dabei sind die eigenen finanziellen Möglichkeiten im Auge zu behalten, damit eine finanzielle Überforderung vermieden wird. Es gilt, die Finanzierung bewusst zu planen und seine finanziellen Möglichkeiten realistisch zu betrachten.

Anzeige

Kommentare (0)


Anzeige