…und plötzlich dreht sich die Welt: Was tun bei Schwindel im Alter?

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Vielleicht kennen Sie das Gefühl: Der Boden schwankt, alles dreht sich und es kommt Ihnen vor, als würden Sie in einen Abgrund stürzen. Schwindelgefühle können zwar in jedem Alter auftreten, doch ältere Menschen sind besonders häufig betroffen. Gründe dafür sind meist verschiedene Faktoren, die mit dem Alterungsprozess zusammenhängen. Mediziner sprechen daher vom sogenannten „Altersschwindel“.
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Aber was sind die Ursachen von Schwindel?

  • eine Störung des Gehör- und Gleichgewichtsorgans, des Gehirns oder des Herz-Kreislauf-Systems
  • eine Erkrankung der Nerven und Gefäße
  • die Nebenwirkung von Medikamenten
  • das seelische Empfinden, etwa Ängste und Depressionen
Für die Diagnose ist es umso wichtiger, dass ältere Patienten im Gespräch mit ihrem Arzt genau beschreiben, wie eine Schwindelepisode bei ihnen verläuft.

Warum ist Schwindel häufig ein Thema im Alter?

Laut dem Deutschen Ärzteblatt schränken Schwindelgefühle bei 30 % der über 70-Jährigen die Alltagsaktivitäten ein und führen zum Arztbesuch. Dabei weist der Schwindel bei älteren Menschen meist nicht nur auf ein einziges Krankheitsbild hin, sondern ist vielmehr eine Mischung aus verschiedenen alterstypischen Erkrankungen: Ältere sehen in der Regel schlechter und haben häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Genauso wie Gelenke, Muskeln und Nerven altert auch das Gleichgewichtsorgan. Hinzu kommen Verspannungen und Unsicherheiten, wenn die Trittsicherheit nachlässt.

Stürze als Auswirkung von Schwindel

Schwindel führt neben zunehmender Unsicherheit bei den Bewegungsabläufen leider sehr häufig auch zu Stürzen. Vor allem der anfallartig auftretende Drehschwindel (auch „Attackenschwindel" genannt), der sehr plötzlich einsetzt und mit einem starken Drehgefühl einhergeht, kann neben einer Gangunsicherheit auch einen kompletten Kontrollverlust über koordinierte Bewegungen bewirken und so zu einem unvermeidbaren Sturz führen. Gerade bei älteren Menschen haben Stürze oft gravierende Auswirkungen: Nicht selten sind schwere Brüche und Krankenhauseinweisungen die Folge.

Laut Statistik passieren viele Unfälle zu Hause

Leider bleiben gerade bei alleinlebenden Personen solche Stürze oft über einen längeren Zeitraum unentdeckt. Da die betreffende Person nach einem schweren Sturz oft nicht mehr zum Telefon gelangen kann, um Hilfe zu rufen, kann es manchmal sehr lange dauern, bis eine Versorgung erfolgt. Statistische Erhebungen zeigen, dass viele Unfälle gerade auch in den eigenen Räumlichkeiten passieren: Jedes Jahr verletzen sich bei Stürzen zu Hause mehr als 400.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Ein Drittel der über 65-Jährigen stürzt einmal im Jahr, bei den über 75-Jährigen ist es sogar jeder Zweite. Und 40 Prozent der Einweisungen ins Pflegeheim sind auf einen Sturz zurückzuführen.

Hausnotruf gibt Sicherheit

Dabei gibt es eine Alternative, die ein unabhängiges Leben zu Hause möglich macht: Ein Hausnotrufsystem wie Vitakt Hausnotruf bringt die nötige Sicherheit! Rechtzeitig eingesetzt, kann ein Hausnotruf verhindern, dass Stürze schwerwiegende Folgen haben. Außerdem garantiert es, dass im Notfall unverzüglich Hilfe kommt. Dabei ist uns wichtig, dass Vitakt weit mehr ist als ein Knopf, den Menschen drücken, wenn sie in Not sind. Gerade im Alltag von alleinlebenden Personen gibt es immer einen Zeitpunkt, in dem ein Ratschlag, eine Meinung oder einfach ein freundlicher Zuhörer wichtig sind. Die geschulten Vitakt-Mitarbeiter*innen nehmen sich allen Anliegen und Fragen vertrauensvoll an und leiten sie an Ihre Angehörigen weiter - es kommt also im Unterstützungsbedarf keine fremde Person zur Hilfe, sondern enge Verwandte, Angehörige oder Nachbarn. Darüber hinaus kann ein zuverlässiger Pflegedienst ein wichtiger Kontakt sein. Falls ein Pflegegrad vorliegt, ist es möglich, einen Kostenübernahmeantrag bei der Pflegekasse einzureichen. Genehmigt die zuständige Pflegekasse anschließend diesen Antrag, ist das Vitakt-Hausnotrufsystem sogar kostenfrei.

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Tipps zur Sturzprophylaxe

Auch, wenn der Schwindel viele verschiedene Ursachen haben kann: Verlieren Sie nicht den Mut! Bei der richtigen Diagnose lassen sich alle Komponenten erfolgreich behandeln. Zudem können Sie auch vorbeugend etwas gegen Schwindel tun.

Spezielles Gleichgewichtstraining gegen Schwindel

Auch für den Gleichgewichtssinn gilt: Wer rastet der rostet! Spezielle Übungen fördern die Fähigkeiten zum Funktionsausgleich. Das bedeutet, dass in der Krankengymnastik zunächst Bewegungsunsicherheiten und Haltungsfehler festgestellt werden. Anschließend erlernen Sie Ausgleichsbewegungen, die das Gleichgewichtsempfinden verbessern und verhindern, dass Sie sich eine falsche Haltung angewöhnen.

Mit Muskelkräftigung Gangstörungen und Stürzen vorbeugen

Der Verlust von Muskelmasse ist einer der Hauptrisikofaktoren für Stürze und Gangstörungen im Alter. Wirken Sie dem mit Muskelkrafttraining und ausreichender Proteinzufuhr entgegen! Wenn Sie Ihre Alltagsfunktionen und Ihre Gangsicherheit wiedererlangen möchten, trainieren Sie am besten die Muskelkoordination und -kontrolle. Dazu eignen sich spezielles Gangtraining aber auch Tanzen, Tai-Chi oder Rhythmik-Übungen nach Dalcroze. Es gibt weitere Schwindelarten, bei denen sich die Beschwerden mit anderen Techniken gezielt verbessern lassen, wie etwa der gutartige Lagerungsschwindel, der mit Lagerungsmanövern behandelt wird. Bei einem psychogenen Schwindel hingegen bedarf es seelischer und medikamentöser Unterstützung.
 

So können Sie sich selbst einen Überblick verschaffen...

...indem Sie folgende Fragen beantworten:

Wie lange dauert der Schwindel?
(z.B. Sekunden, Minuten oder sogar Tage oder Wochen)

Wie tritt der Schwindel auf? 
(z. B. drehend oder schwankend, nur beim Gehen bzw. Stehen, diffus)

Wodurch wird der Schwindel ausgelöst? 
(z. B. beim Drehen des Kopfes, beim Aufstehen aus dem Liegen,
in stressigen Situationen, bei der Einnahme von Medikamenten,
beim Tragen einer neuen Brille, beim Trinken von Alkohol, etc.)


Treten begleitende Symptome auf?
(z. B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Gangstörungen, Migräne oder Hörprobleme)

Einfache Übungen gegen Schwindelbeschwerden haben wir hier für Sie:

Übungen im Sitzen:
 
  1. Augenbewegungen: Blicken Sie abwechselnd hoch und runter, nach links und rechts. Achten Sie darauf, nur die Augen und nicht den Kopf zu bewegen. Wiederholen Sie die Übung und werden langsam schneller.
  2. Kopfbewegungen: Legen Sie den Kopf in den Nacken und dann auf die Brust, dann drehen Sie den Kopf nach links und rechts. Wiederholen Sie die Übung und werden langsam schneller.
  3. Körperbewegungen: Beugen Sie sich mit dem gesamten Oberkörper nach vorne, wie um einen Gegenstand vom Boden aufzuheben, legen Sie ihn anschließend wieder ab.
Übungen im Stehen:
 
  1. Stehen Sie aus dem Sitzen auf und setzen Sie sich wieder – wiederholen Sie die Bewegung mit offenen und geschlossenen Augen.
  2. Werfen Sie einen Ball auf Augenhöhe von einer Hand in die andere.
  3. Drehen Sie Kopf, Schultern und Rumpf nach links und dann nach rechts – wiederholen Sie die Bewegung mit offenen und geschlossenen Augen.
Übungen im Gehen:
 
  1. Gehen Sie quer durch den Raum – wiederholen Sie die Übung mit offenen und geschlossenen Augen.
  2. Gehen Sie eine schiefe Ebene hinauf und hinab – wiederholen Sie die Übung mit offenen und geschlossenen Augen.
  3. Üben Sie, auf einem Fuß zu stehen – mit offenen und geschlossenen Augen. Wechseln Sie anschließend den Fuß.
  4. Gehen Sie quer durch den Raum und setzen Sie dabei einen Fuß genau vor den anderen – wiederholen Sie die Übung mit offenen und geschlossenen Augen.
 
Bitte beachten Sie, dass alle Bewegungsübungen den Besuch beim Spezialisten nicht ersetzen. Für eine genaue Diagnose und gezielte Therapie suchen Sie unbedingt einen Arzt auf!
 

Mehr über die Vorteile eines Hausnotrufs erfahren
 


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Kommentare (2)

Dieter

Guten Abend liebe streßgeplagten schwindelnden Leser.

Ich hatte auch den sogenannten "Lagerungsschwindel der hat mit den Gleichgewichtskristalle in den Ohren zu tun.
(llaienhaft ausgedrückt)
Mir wurde von einem HNO Arzt geholfen.

1. Man setzt sich aufrecht auf die Bettkannte. Allerdings mit leichter Kleidung, nicht mit Wintermantel und Stiefel (Spaß)

2. einmal den Oberkörper nach rechts fallen lassen, moment warten, wieder in die Ausgangsstellung  aufrecht sitzend.
3. einmal den Oberkörper nach links, wieder fallen lassen, moment warten  in Aufrechtstellung gehen und das zigmal wiederholen.
Wenn es sehr oft und gewissenhaft ausgeführt wird verschwindet der Lagerungschwindel.
Viel Erfolg

lamplight

Guten Tag,
sehe ich das falsch, oder haben sie bei den Erläuterungen den sogen. Lagerungs-Schwindel gar nicht erwähnt.
Der soll doch auch häufig - gerade im Alter - vorkommen. Und, was kann man dann für Übungen durchführen.
Viele Grüße
Lamplight


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