Ein halber Mond ist
genug für diese Nacht.

Aber leben wollen wir ganz,
und manchmal gar nicht.

Mit halber Kraft.
Nichts Halbes -
nichts Ganzes.

Aber lieben wollen wir ganz
und manchmal gar nicht.

Ein Teil Begehren,
ein Teil Geborgenheit,
vergänglich Beides.

Aber ganz Mensch sein
wollen wir.

Mit Halbherzigkeit,
mit Halbwahrheiten.

Im Halbschlaf
das Geheimnis der
Ganzheit suchen.

12.06.2008/IBü








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Kommentare (5)

kns ... bis hin zur Fülle der runden Scheibe mit dem blassen Licht, um danach klein und kleiner zu werden, bis hin zu einem Haarpinselstrich. Ein gar merkwürdiges Geschen. Immer wieder. Zwölf Mal im Jahr. Wie oft in dieser Zeit schlägt die Turmuhr zwölf? Nachts und mittags auch. Eigentlich keine Rechenaufgabe sondern ebenfalls ein Geschehen. Es geschieht ohne unser Zutun. "Es wächst viel Brot in der Winternacht." Gewiß.
Koloman sagt dankeschön für den Hinweis auf die Mondnacht.
floravonbistram zwei Hälften zusammen zu fügen oder ein Ganzes zu halbieren. Du schilderst sehr schön, wie oft wir selber innerlich zerissen oder im Zweifel sind
im Suchen finden
harfe als Metapher eines halb gelebten Lebens – wie schön hast du das ins Bild gesetzt. Wir kennen sie alle: Die halben Wahrheiten , die Halbherzigkeit und das halbe Menschsein, die uns unzufrieden in uns zurück lassen, wenn wir nicht nach dem Ganzen streben, das wir in der Liebe finden können. Diese zu träumen wäre zu wenig fürs Erfülltsein im Glück mit uns und unserer Welt.
immergruen nur viel zu gern mit Halbheiten zufrieden, denn auch wir sind selten ganz bei uns.

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