Heute ist ein schöner Tag


Heute ist ein schöner Tag

Heute ist ein schöner Tag!

Die Sonne hat mich heute ein wenig wacher gemacht, als ich es in den vergangenen Wochen war. Sie lockte mich tatsächlich spätvormittags auf die Terrasse, um ein wenig ihre Strahlen zu genießen! Dafür habe ich glatt die heutige Einkaufsfahrt unterlassen. Um nicht hungrig zu bleiben, hab ich ja genügend im Kühlschrank. Solche Einkaufsfahrten mache ich oft nur, um „heraus zu kommen“!

Ob es nur die Sonne ist, die mich heute etwas „lebendiger“ gemacht hat? Oder haben die Vitamin-Infusionen der vergangenen Tage mitgeholfen? Immerhin bekomme ich die zurzeit verabreicht, weil meine Blutwerte „im Keller“ sind. Es ist mal wieder das alte Lied: zu wenig Eisen im Blut, womit der Sauerstoff gespeichert wird – und dann funktioniert man nur noch halb …! Das kenne ich seit meiner Teenagerzeit.

Nach dem Sonnenbad und einer guten Tasse Kaffee las ich im Internet an mich gerichtet die Nachricht einer Freundin, die mich doch dazu brachte, mich an mein vereinsamtes Klavier zu setzen und ein Weihnachtslied zu spielen (die Noten lagen grad oben drauf). Es klappte mit ein paar Fehlern glatt noch! Da werde ich doch ein paar Übungsstunden mal dazwischen einbauen. Die Nachbarn hören das nur, wenn ich das Fenster offen hab und meine Lieben sind arbeiten bzw. in der Schule.

Die Ausrede, die ich in den letzten Monaten, Jahren immer parat hatte, nur um mich vor dieser Aktivität zu drücken, war die Polyneuropathie in Händen und Füßen. Doch der heutige Versuch hat mir klar gemacht, dass mein innerer „Schweinehund“ mich viel zu lange an der Nase herumgeführt hat!!

Natürlich spüre ich das Kribbeln der Nerven in meinen Fingern. Aber es verhindert nicht, Klavier zu spielen! Und obendrein könnte es ja sein, dass die Benutzung meiner Finger der Polyneueropythie etwas entgegensetzt?! Ich hoffe, mein innerer Schw........ siegt nicht so bald wieder! Und mit etwas Übung gelingen diverse Musikstücke bald auch wieder besser als heute bei dem ersten Versuch.
 

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Kommentare (4)

Lisa Kestler

Guten Tag
Ich habe es im Nachhinein sehr bedauert, dass ich bis auf ein paar klägliche Versuche in der Schulzeit (mit Blockflöte und Gitarre), kein Instrument erlernt habe.
Ich wünsche ihnen sehr, dass sie noch lange Freude am Klavierspielen haben, auch wenn es gesundheitlich schwieriger geworden ist.
Liebe Grüße Lisa

nnamttor44

Irgendwie konnte ich das alte Foto, wo ich am Klavier sitze, nicht finden. Da hab ich einfach das Weihnachtsfoto geniommen, wo das Klavier mit drauf ist. Es war immer meine Aufgabe, zu Heiligabend die Weihnachtslieder zu spielen. Die Familie sang dann dazu vorm Weihnachtsbaum. Kam mir gut zupass, denn Gedichte auswendig lernen war nie mein Ding, allerdings musste ich dann so viel geübt haben, dass mein Spiel fehlerfrei war - mein Vater begleitete es stets auf seiner Geige - und wehe, ich spielte einen Fehler! Ich weiß heute noch sehr gut, wie sich der Schmerz eines Schlages mit dem Geigenstock auf meinem Handrücken anfühlt!

Allerdings war diese Strafe dann vorbei, als wir durch seine zweite Heirat einen mit mir gleichaltrigen Jungen in die Familie bekamen. Den durfte er nicht anfassen und damit war auch dieses (kleinliche?) Strafen mit dem Geigenstock für mich vorbei.

Alte Erinnerungen, die mal wieder auftauchten ...
 

Syrdal


Musik – vor allem die selbst auf einem Instrument erzeugte – ist sehr oft ein ausgezeichneter Helfer zur Besserung langjähriger Leiden. Dabei wirken mehrere Faktoren zusammen: Bewegung der Muskeln und Gelenke, Stimulierung des (geistigen) Empfindens und nachhaltige Freude im Herzen. Das gibt es mit keiner „Pille“...

...meint
Syrdal

nnamttor44

@Syrdal  
 So ähnlich hab ich die Antworten gestern von der Ärztin im Kopf - und ich weiß ja, wie wahr sie sind!


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