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Aktuelle Themen Die Vermenschlichung der Tierwelt

Medea
Medea
Mitglied

Re: Die Vermenschlichung der Tierwelt
geschrieben von Medea
Der Vermenschlichung der Tiere
stelle ich die Verrohung der Menschen
gegenüber.

Was Menschen den Tieren antun,
macht kein Tier mit einem Menschen.

Wie oft wünsche ich mir, dem
verrohten Menschen könnte mit
gleicher Münze heimgezahlt werden,
er die Schmerzen spüren müßte, die
er der unschuldigen Kreatur zufügt.



Medea.

Mitglied_1a4a99f
Mitglied_1a4a99f
Mitglied

Re: Die Vermenschlichung der Tierwelt
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Medea vom 07.06.2011, 21:57:35
Dem kann ich nur zu stimmen.
Sehr gut formuliert.
Rince2011
Rince2011
Mitglied

Re: Die Vermenschlichung der Tierwelt
geschrieben von Rince2011
Gerade vor 2 Wochen bei uns passiert:
Ein rücksichtsloser "Mensch" mit Auto überfährt einen Hund und verletzt ihn schwer (ein Auge weg, Kiefer zertrümmert etc.).
Der "Mensch" steigt aus dem Auto, kuckt den Hund an und sagt zu dessen "Mensch": "Sie der blutet aber ganz schön, da sollten sie mit zum Tierarzt gehen!".
Sprachs, stieg in sein Auto und fuhr davon.
Eine Woche darauf treff ich den "Mensch" mit seinem Hund. Der Kiefer mit Draht zurechtgeflickt, das Auge war nicht mehr zu retten mit einer grossen Plastikkrause um den Hals. Der Hund nähert sich mir, schnuppert an meiner Hand und schleckt sie Schwanzwedelnd ab.
Wer wurde da vermenschlicht, welcher Mensch vertiert?
Wenn Menschen ein wenig mehr auf Tiere schauen würden, könnten sie viel lernen!

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lalelu
lalelu
Mitglied

Re: Die Vermenschlichung der Tierwelt
geschrieben von lalelu
@medea , FrauOberschlau, rince 2011,

wie Recht ihr habt!! Man schämt sich, der Gattung Mensch anzugehören, wenn man solche gefühllosen Zeitgenossen erlebt!

Ganz und gar widerwärtig ist vorsätzliche Misshandlung von schwächeren Menschen oder Tierquälerei! Es gibt kein Tier, welches ein anderes oder einen Menschen aufs Grausamste quält, nur aus dem Grund, als um aus der Qual der geschundenen Kreatur (Mensch oder Tier) eine perverse Befriedigung zu ziehen.

Menschen, die so veranlagt sind, gibt es leider. Auch wenn es nicht edel ist: diesen wünsche ich die Pest an den Hals!

Lalelu
pippa
pippa
Mitglied

Re: Die Vermenschlichung der Tierwelt
geschrieben von pippa
als Antwort auf lalelu vom 08.06.2011, 10:33:04
Vielleicht sollte zunächst mal geklärt werden, was unter dem Begriff "Vermenschlichen der Tiere" überhaupt gemeint ist. Versteht nicht jeder was anderes darunter?

Warum sollte z. B. ein Tier vermenschlicht werden, nur weil ich mit ihm spreche?
Schadet es dem Buchfinken, der vor meinen Füßen rum hüpft, wenn ich ihm sage: "Du bist aber ein prächtiges Kerlchen?" Wird etwa ein Pferd vermenschlicht, nur weil ich ihm sage, es sei wunderschön?

So lange ich weder Mensch noch Tier schade, kann ich mich doch wohl hoffentlich so verhalten wie ich es will. Wen, Bitte schön, geht das was an?

Wer, wie z. B. Bongoline, hilflose Tiere aufpäppelt, zeigt doch nur, dass er seinen ganz normalen Beschützerinstinkt noch nicht verloren hat, und jeder, der darüber verständnislos den Kopf schüttelt, sollte wissen, dass ihm ein überlebenswichtiger Instinkt fehlt.

Wenn Rince2011 fragt, welcher Mensch vertiert, dann möchte ich zu gern wissen, was er damit meint, denn es gibt viel zu viele Menschen, die besser zu ertragen wären, wenn sie sich wie Tiere verhalten würden. Wären sie dann nicht viel ungefährlicher und vor allem viel umweltverträglicher?
Felide1
Felide1
Mitglied

Re: Die Vermenschlichung der Tierwelt
geschrieben von Felide1
als Antwort auf Rince2011 vom 08.06.2011, 09:22:05




Kein Tier ist so rücksichtslos wie es "Menschen" sein können.

Felide

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Rince2011
Rince2011
Mitglied

Re: Die Vermenschlichung der Tierwelt
geschrieben von Rince2011
als Antwort auf pippa vom 08.06.2011, 11:26:31
@pippa
Ich wollte damit nur den von Menschen gern benutzten Ausdruck "..wie die Tiere.." blossstellen.
Kein Tier benimmt sich so, wie es von Menschen unterstellt wird. Menschen hingegen benehmen sich oft in einer Weise "menschlich", dass es einem angst und bange werden kann.
Da lass ich mich ungern "der Vermenschlichung von Tieren" zeihen, denn damit trifft man es nun wirklich nicht.
sittingbull
sittingbull
Mitglied

Re: Die Vermenschlichung der Tierwelt
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf Karl vom 06.06.2011, 17:45:45
Den Tieren wurde historisch großes Unrecht getan (und wird aktuell noch immer), dabei sind sie nicht nur unsere Kumpanen, sondern unsere Verwandten.
geschrieben von karl



nichts liegt mir ferner als das in abrede zu stellen...lieber karl.
selbstverständlich bin ich gegen tierversuche und tendenziell vegetarier.
auch stört mich , dass in der deutschen juristerei tiere als "belebte objekte" definiert sind.
"stammhirn - ähnlichkeiten" , lassen aber nicht zwingend auf vergleichbare gefühlswelten schliessen.
so habe ich das zumindest während meines studiums in der "neuroanatomie" gelernt.
nichts desto trotz , trage ich jede spinne in den garten oder lasse sie in meinem haus gewähren...
solange sie die gewünschte räumliche distanz zu akzeptieren bereit ist.


sitting bull
Mitglied_1a4a99f
Mitglied_1a4a99f
Mitglied

Re: Die Vermenschlichung der Tierwelt
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Felide1 vom 08.06.2011, 12:28:12
Ich gehe sogar noch weiter... man sollte mit den Menschen genau DAS machen, was sie mit Tieren machen. Vielleicht haben sie dann ein Empfinden, was sie den Tieren antun.
Gerade gestern gab es einen Gemeinsam-Preis unserer hiesigen Zeitung. Und wie sollte es anders sein... er ging an eine Frau, die sich um geschundene und gequälte Tiere kümmert, die Niemand mehr haben will. Die Frau hat einen Gnadenhof errichtet, natürlich ehrenamtlich, auf eigene Kosten.
Der Preis war mit 3000 € dotiert. Da finde ich den Preis für mehr als angemessen, der zweite Preis ging auch an Tierschützer. Der dritte dann an eine Organisation, die sich für Kinder einsetzt, damit sie sportlich aktiv sein können.
Schön, dass es so etwas heute noch gibt, sich auf eigen Kosten so eine Last auf zu binden und Tieren zu helfen.
Ist zwar nicht ganz das Thema "Vermenschlichung", hängt aber mit Tieren zusammen.
miriam
miriam
Mitglied

Re: Die Vermenschlichung der Tierwelt
geschrieben von miriam
als Antwort auf pippa vom 08.06.2011, 11:26:31
Vielleicht sollte zunächst mal geklärt werden, was unter dem Begriff "Vermenschlichen der Tiere" überhaupt gemeint ist. Versteht nicht jeder was anderes darunter?


Um eine Antwort zu diesem nicht immer leichten Problem zu finden, möchte ich mich erst einmal auf Herwig Grimm, Diplomlandwirt und Philosoph beziehen. Dieser meint, dass um Tieren gerecht zu werden, man sie auch als solche - also als Tiere - zu betrachten und als solche zu achten hat.

Seinen Gedanken etwas weiter führend, denke ich, dass die Vermenschlichung auch eine Art von Stufung bedeutet.
Mit anderen Worten ausgedrückt: um ein Lebewesen richtig zu lieben und zu achten, muss es menschlich sein.

Warum das denn? Im Grunde genommen gibt es immer wieder grausame Beispiele, die uns beweisen, wie unmenschlich Menschen sein können.

Für mich bedeutet das aber keineswegs, dass man ein Tier vermenschlicht, wenn es mit auf dem Sofa schlafen darf.

Eine kleine Vermenschlichung die ich mal betrieben habe: meine Katze hatte zwei Junge geworfen. Als diese ca 4-5 Wochen alt waren, kam mir die blendende Idee, sie in Puppenkleidung anzuziehen – und sie so im Puppenwagen spazieren zu führen.
Merkwürdig ist schon, dass die kleinen Kätzchen sich nicht dagegen wehrten.

Plötzlich betrat ein alter Bekannter meines Vaters den Garten in dem ich herumstolzierte, guckte in den Puppenwagen – und brach in ein solches Gelächter aus, dass ich diese Aktion niemals mehr wiederholt habe.

Zu meiner Verteidigung möchte ich doch erwähnen, dass ich damals 4 Jahre alt war.

Miriam

Ich habe den Eindruck, dass wir uns sehr nah befinden an die Frage: was beinhaltet eigentlich der Begriff "menschlich" bzw. "unmenschlich"?
Sind die in unserem Verständnis vielleicht falsch besetzt?

Zitat Frau Oberschlau - ich hatte deinen Text nicht gesehen:


"Ich gehe sogar noch weiter... man sollte mit den Menschen genau DAS machen, was sie mit Tieren machen. Vielleicht haben sie dann ein Empfinden, was sie den Tieren antun."

Ich denke nicht, dass das sinnvoll wäre. So entstehen meistens die endlosen Ketten von Ungerechtigkeiten und Aggressionen.

Miriam

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