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Aktuelle Themen Vielleicht informativ?

niederrhein
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Vielleicht informativ?
geschrieben von niederrhein
Vielleicht informativ?





Jeder wird halt dieses Wahlergebnis entsprechend interpretieren und kommentieren, deswegen hier kommentarlos.


Die Bertha
vom Niederrhein
kolli †
kolli †
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Re: Vielleicht informativ?
geschrieben von kolli †
als Antwort auf niederrhein vom 28.09.2009, 00:37:49
Danke:
Interessant wäre da noch zu wissen die farbliche Aufteilung bei den Nichtwählern.

--
kolli
niederrhein
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Re: Vielleicht informativ?
geschrieben von niederrhein
als Antwort auf kolli † vom 28.09.2009, 00:44:27
Das werden sicher die entsprechenden Wahlforscher morgen bzw. in den nächsten Tagen in den Zeitungen (sicher FAZ, SZ, FR etc.) bringen.
Ich werde dies dann ergänzend in einer neuen Grafik berücksichtigen.

Die Bertha
vom Niederhein

P.S. In den Radiokommentaren hieß es, daß viele traditionelle SPD-Wähler nicht gewählt hätten, während die Verluste der CDU bzw. die geringe Prozentzahl auf "Wechselwähler" zurückzuführen ist ... also Wähler, die statt die Unionsparteien dieses Mal FDP gewählt haben.

In einem anderen Kommentar hieß es, daß der FDP-Anteil in etwa dem Anteil an Profiteuren des neoliberalen Kapitalismus entspricht.
Interessant wird es auch zu wissen, an wen die CSU ihre traditionellen Wähler verloren hat.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Nichtwähler; wie sich diese regional verteilen bzw. auf Kosten welcher Parteien sie gehen.

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george
george
Mitglied

Re: Vielleicht informativ?
geschrieben von george
als Antwort auf niederrhein vom 28.09.2009, 00:37:49
Ich habe die Prozentzahlen mal so ueberflogen und dann nachgerechnet : die Summe 100,1% bin ich da richtig ??
Ansonsten ist diese Betrachtung der Wahl selbstverstaendlich die einzig Richtige.
Nur sie entspricht NICHT der Political Correctness von "Lug & Trug"
--
george
niederrhein
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Anmerkung
geschrieben von niederrhein
als Antwort auf george vom 28.09.2009, 04:18:27
Was die Zahlenangaben betrifft ...

Ich habe von Excel die Zahlenangaben (Hochrechnung so gegen 22 Uhr) umrechnen und auf eine Dezimalstelle abrunden lassen. Das dürfte die "ungenauen" Hundert Prozent erklären. aber die 100,1% dürften an der grundsätzlichen Verteilung nichts ändern ...

Danke für den Hinweis!


Die Bertha
vom Niederrhein
silhouette
silhouette
Mitglied

Re: Vielleicht informativ?
geschrieben von silhouette
als Antwort auf niederrhein vom 28.09.2009, 01:22:12


In einem anderen Kommentar hieß es, daß der FDP-Anteil in etwa dem Anteil an Profiteuren des neoliberalen Kapitalismus entspricht.


Das ist ausgemachter Blödsinn, der nur hinter einem ideologischen Brett vorm Kopf entstehen kann. Der vielzitierte "Mittelstand", der jetzt von Westerwelle hofiert wurde, wurde in den letzten 20 Jahren von den "großen Volksparteien" systematisch zu Tode geritten, von der Bürokratie, den Steuer-, Kreditvergabe-und Arbeitsgesetzen erstickt. Das sind die kleinen Industriebetriebe, in denen Innovationen entstehen und produziert werden, genau so wie jeder Bauhandwerksbetrieb mit ein paar Arbeitern. Das war mal ein sehr solider Zweig, ja die Stütze der deutschen Wirtschaftskraft.

Und zum Mittelstand zähle ich auch die Gut bis Besser Verdienenden, die als Angestellte die Leistungsträger der Gesellschaft sind und die in den letzten 20 Jahren nur noch gerupft wurden. Wer von denen die Möglichkeit hatte, ist nach einer Ausbildung, die massiv vom deutschen Staat finanziert wurde, ins Ausland abgewandert, um dort leistungsgerecht bezahlt zu werden und nicht (unter anderem) von 3 Jahren zu 3 Jahren mit einem Zeitvertrag abgespeist zu werden.

Falls jemand die Diskussion umbiegen möchte: von den Bonzen, den Managern und den Bonus-Begünstigten rede ich nicht.



--
silhouette

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astrid
astrid
Mitglied

Re: Vielleicht informativ?
geschrieben von astrid
als Antwort auf niederrhein vom 28.09.2009, 00:37:49
Danke Bertha,
es ist interessant, einmal die Nichtwähler
mit einzubeziehen und auch farblich darzustellen.
So hat man eine bessere Übersicht der Parteien.

Lieben Gruß, Astrid
clara
clara
Mitglied

Re: Vielleicht informativ?
geschrieben von clara
als Antwort auf silhouette vom 28.09.2009, 09:57:11
Der vielzitierte "Mittelstand", der jetzt von Westerwelle hofiert wurde, wurde in den letzten 20 Jahren von den "großen Volksparteien" systematisch zu Tode geritten, von der Bürokratie, den Steuer-, Kreditvergabe-und Arbeitsgesetzen erstickt. Das sind die kleinen Industriebetriebe, in denen Innovationen entstehen und produziert werden, genau so wie jeder Bauhandwerksbetrieb mit ein paar Arbeitern. Das war mal ein sehr solider Zweig, ja die Stütze der deutschen Wirtschaftskraft.

--
silhouette


Danke, silhouette, Du hast mir weiteres Tippen erspart! Aber Deinem Beitrag habe ich nicht so ganz entnehmen können, ob Du nun den Erfolg der FDP tatsächlich diesem Mittelstand (nicht?) zuschreibst. Könntest Du das bitte nochmal klarstellen?
--
clara
niederrhein
niederrhein
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Hier werden Wahlanalysen benötigt?
geschrieben von niederrhein
als Antwort auf silhouette vom 28.09.2009, 09:57:11
Hier werden Wahlanalysen benötigt?

[...] Das ist ausgemachter Blödsinn, der nur hinter einem ideologischen Brett vorm Kopf entstehen kann.


Ich zitierte frei einen Kommentar im Bayerischen Rundfunk; inwieweit dieser Sender und/oder dessen Kommentatoren ideologische Bretter vor dem Kopf haben, weiß ich nicht. (In den Zeiten von F.J. Strauß sprach man etwa in einigen Zeitungen [SZ, ZEIT] von einem CSU-Sender.)

[...] "Mittelstand" [...] wurde in den letzten 20 Jahren von den "großen Volksparteien" systematisch zu Tode geritten [...]


Dieser Mittelstand einschließlich der "Gut bis Besser Verdienenden, die als Angestellte die Leistungsträger der Gesellschaft sind und die in den letzten 20 Jahren nur noch gerupft wurden" haben doch vermutlich (wohlbemerkt eine Vermutung) ohnehin bisher FDP gewählt? Das Kriterium für die Gruppe der sogenannten Leistungsträger ist nur die Höhe des Gehalts/Einkommens?

Nun ja, wie's auch ist ... eine aufmerksame Zeitungslektüre wird allen privaten Kommentatoren (lies: eben auch Wählern und Nichtwählern) in den kommenden Zeit zeigen, wessen Interessen etwa die FDP vertritt. Ein winzig kleines Zeichen dazu waren (!) und sind immerhin bereits die Parteispenden ...

Sich angesichts der Dinge löstlich amüsierend und weiterhin die Zeitläufte beobachten ....

Die Bertha
vom Niederrhein


P.S. Interessant ist es, flankierend zu diesen Geschehnissen das Phänomen der sozialen Schere, die Verteilung von Arm und Reich etc. zu betrachten ... dies natürlich nicht nur in Deutschland, sondern europa- und weltweit ... Hier wird sich sicher - auf Deutschland bezogen - die FDP engagieren, allerdings es fragt sich, in welchem Sinne bzw. mit welchen Folgen.

P.P.S. Vermutlich haben die Mindestverdiener (d.h. die, deren "Einkommen" zum Leben nicht ausreicht) die FDP gewählt - wie lautete eine der Parolen dieser Partei auf den Wahlplakaten: Arbeit muß sich wieder lohnen. (Übrigens: Solche Plakate habe ich u.a. in ostdeutschen Orten mit rund 25% offiziell registrierter Arbeitslosigkeit gefunden. So etwas nennt man gelegentlich Realsatire.)
silhouette
silhouette
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Re: Vielleicht informativ?
geschrieben von silhouette
als Antwort auf clara vom 28.09.2009, 12:07:33
Der Erfolg der FDP besteht meines Erachtens darin, die Fehler, die in den letzten 20 Jahren gegenüber der Mittelschicht gemacht wurden, erkannt und vor allem benannt zu haben. Unter ihren Wählern dürften sich auch viele befunden haben, die mal zu diesem Mittelstand gehörten und deren Leistungs- und Risikobereitschaft sich nicht gelohnt hat, weil sie z.B. in der Insolvenz endete.

Ob sie den Karren noch mal flott kriegt mit dieser CDU, die heute hüh und morgen hott sagt (Motto: allen wohl und keinem weh, Fassenacht beim MCC), wird sich zeigen.

Die SPD hat schon über 30 Jahre lang wohlwollend zugeschaut, wie die Gewerkschaften eine Nivellierung der Löhne und Gehälter nach unten betrieben haben, bis sich Leistung, Initiative und Kreativität und all so Sachen in den höheren Gehaltsgruppen nicht mehr lohnten, und bis sich Arbeitswilligkeit in den unteren Lohngruppen nicht mehr lohnte. Die SPD unter Schröder hat Hartz4 geschehen lassen. Wenn das nicht als "Urteilsgründe" ausreichte!
--
silhouette

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