Forum Blog-Kommentare Abschied- in stiller Trauer

Blog-Kommentare Abschied- in stiller Trauer

Syrdal
Syrdal
Mitglied

-.-.-.-
geschrieben von Syrdal
Ehrliche Trauer kennt keine Zeit, aber - so habe ich es in langen Jahren schmerzvoll erfahren - aus der bis in die Tiefe der Seele eingebetteten Dankbarkeit für die Jahre des gemeinsamen Erlebens kann die Kraft für ein freudvolles Weitergehen auf dem Lebensweg erwachsen.
Dies sei hier mein empathisch begleitender Gruß...
Syrdal

Dnanidref
Dnanidref
Mitglied

Liebe Tina,
geschrieben von Dnanidref
viele Menschen vor Euch mussten diesen hoffnungslos, endgültigen Weg hilflos gehen - und viele Menschen nach Euch werden ähnlichen Schicksalsschlägen hilflos ertragen müssen.

Die Hilflosigkeit und Trauer, läßt einen am Leben schier verzweifeln und manche quälenden Fragen werden offen bleiben, nicht wissend, wie wir selber mal diesen letzten Weg gehen.

Doch die Verpflichtungen, auch anderen lieben, nahestehenden Menschen wie Eltern, Kindern und Enkeln gegenüber, läßt uns mit der Zeit aus diesem tiefen Loch der trauernden Verzweiflung zu neu schöpfendem Lebenswillen zurückkehren, auch wenn alles anders sein wird. Und schon bald wird man für sich erkennen, dass das eigene Leben durchaus nicht sinnlos geworden ist.

Doch die Trauer um den geliebten Menschen, aber auch die schönen gemeinsamen Erinnnerungen, darf jedes für immer behalten und in sich tragen.

Das baldige Erwachen zu solcher Erkenntnis, wünsche ich anteilnehmend
Ferdinand
BerndStephanny
BerndStephanny
Mitglied

Spuren im Sand
geschrieben von BerndStephanny
Sicher hilft dieser Text im Angesicht der Trauer nicht. Mich hat er jedoch sehr getröstet:

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen."

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Tina1
Tina1
Mitglied

Danke BerndStephanny
geschrieben von Tina1

Ich kenne diesen Text schon sehr lange, lange bevor ich mein Schicksal erleben musste. Dieser Text hat mich damals sehr berührt und er hat mir Hoffnung für mein weiteres Leben gegeben.
Heute hat der Text auf mich eine ganz andere Wirkung,
weil ich mich fragen muss, wo bin ich "getragen" worden?
Wo war die Hilfe in den angstvollen, unerträglichen seelischen Schmerzen in den Monaten der Krankheit? Wo war dass "Tragen", die Hilfe nach dem Tot? Wo war dass Wunder, auf dass wir alle gehofft hatten, mit tausend Gebeten?
Liebe Grüße
Tina
Tina1
Tina1
Mitglied

Lieber Ferdinand
geschrieben von Tina1
Danke für deine tröstenden Worte. Genauso hätte ich es auch jemanden geschrieben, der in Trauer lebt. Aber da ich nun die trauernde bin, merke ich, dass all diese Worte nicht wirklich trösten können. Der Lebenswille besteht nur aus der Verpflichtung, weiter für die Kinder, Enkel da sein zu müssen, denn sie brauchen mich jetzt mehr denn je. Dem kann ich zustimmen. Deshalb fällt man auch nicht in ein Loch.

Aber mein eigenes Leben ist sinnlos geworden, weil es nicht
mehr mein Leben ist was ich von Jugend an gelebt habe u. leben wollte. Und daran wird sich auch nichts ändern, denn allein leben ist einfach schwer u. sinnlos. So empfinde ich es.
Die Erinnerungen sind im Moment nur schmerzlich, kaum auszuhalten, denn sie rufen nur Sehnsucht hervor. Trotzdem noch einmal, Danke für deinen tröstenden Kommentar.
Liebe Grüße
Tina
Nordwaechter
Nordwaechter
Mitglied

Traurige Zina
geschrieben von Nordwaechter
Kann Deine Worte verstehen - fühle auch so. Niemand und Nichts kann helfen Deinen und meinen Schmerz zu löschen - es ist einfach nur furchtbar. Ich versuche mit dem Alltag. einigerrmassen klar zu kommen aber die Gedanken sind permanent bei dem Erlebten der letzten Monate und keine Ablenkung der Welt aendert daran etwas. Wünsche Dir, mir und allen die auch mit so einer traurigen Situation klarkommen müssen, dass wenigstens zu dem seelischen Totalschaden nicht noch ein körperlicher dazukommt
LG Heinz

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