Initiativen-Engagement-Vereine Nachbarschaftshilfe gut organisiert

karl
karl
Administrator

Nachbarschaftshilfe gut organisiert
geschrieben von karl
So geht es auch.



ursprünglich verlinkt gefunden habe ich diesen Film auf dem Seniorenforum Würzburg.

Ich finde die Idee des Zeitkontos sehr gut. Damit es funktioniert, braucht es jedoch feste Nachbarschaftsstrukturen und zumindest so etwas wie einen Verein als Organisationsform.

Karl
barbarakary
barbarakary
Mitglied

Re: Nachbarschaftshilfe gut organisiert
geschrieben von barbarakary
als Antwort auf karl vom 12.10.2014, 18:42:38
Nett gemacht das Video - nicht so ernst wie das Thema selbst ja ist.

Habe aber auch von Tauschbörsen - Hilfe aller Art auf Zeitkonto - gehört, die es für jedes Alter gibt.

Mit Fantasie, aber auch gewissem Organisationstalent lässt sich da noch viel machen!

LG barbarakary
Re: Nachbarschaftshilfe gut organisiert
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf karl vom 12.10.2014, 18:42:38
eigentlich eine gute idee, aber was machen menschen, die in
einer großen eigenheimsiedlung wohnen?

hier bei uns sind alle bewohner ziemlich gleich alt, die kinder
sind längst flügge und JUNGE nachbarn gibt es nicht.

???

in unserer stadt gibts seit neuester zeit das 'online-einkaufen'
morgens bestellen, irgendwann im laufe des tages kommen die
einkäufe ins haus. natürlich nicht kostenlos, der bringdienst, aber
immerhin was.

es lohnt sich jedoch nicht bei kleinen einkäufen.-

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olga64
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Mitglied

Re: Nachbarschaftshilfe gut organisiert
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 13.10.2014, 08:22:56
Ich halte es für etwas gefährlich, wenn alte Menschen auch noch online einkaufen und somit gar nicht mehr aus dem Haus kommen. Das verstärkt die Isolation und das Einsamkeitsgefühl -- Sie sollten lieber zusammen Fahrdienste in die nächste Stadt organisieren, dort einkaufen und dann auch noch irgendwo "einkehren". Das tut ihn sicher besser als online-Einkauf-auf Rädern, wofür vielen oft das nötige Geld fehlen dürfte- solche Dienste sind ja auch teurer, oder? Olga
Re: Nachbarschaftshilfe gut organisiert
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 13.10.2014, 17:06:16
naja, olga, wenn einer nur ein viertel pfund mortadella kaufen will,
lohnt sich natürlich alles nicht. ist doch logo.

aber großeinkäufe wie mineralwasser, waschpulver oder größere
mengen klopapier und zewatücher sind vielleicht etwas sperrig
zu transportieren für leute, die kein auto haben.

mich tangiert sowas momentan sowieso nicht, ich habe mein auto vor
dem haus und kann jederzeit überall hin, wohin auch immer.

ich wollte nur erzählen, daß es eben große märkte wie
real/edeka anbieten, so einzukaufen.

daß so ein angebot mehrkosten hat, ist doch auch logo.
auch die märkte sind keine heilsarmee

nicht jeder will auch mit nachbarn tratschen, bloß weil er sich
zwangsweise zusammentun muss.
olga64
olga64
Mitglied

Re: Nachbarschaftshilfe gut organisiert
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 13.10.2014, 17:23:11
Bei uns im Haus wohnt auch ein Ehepaar (er ist 84 - sie ist 87 Jahre alt). Die Kinder wohnen um die Welt verstreut und das Gehen macht Probleme. Zum Bäcker gegenüber kann er jeden Morgen gut selbst gehen - auch seine Zeitung bekommt er dort. Wenn aber jemand im Haus zu Aldi oder zum Supermarkt fährt, fragt er oben nach, ob jemand mitkommen möchte. DAs machen die immer sehr, sehr gerne, weil sie dadurch "rauskommen". Und ein Kaffee am See nach dem Einkauf ist immer drin. Wenn dann dort Markt ist, ist die Freude doppelt gross.
Auch monatlich einmal werden sie nach München mitgenommen - wir, die wir dies gut können, wechseln uns ab, auch weil wir sehen, dass die Leute sich darüber freuen.
Er ist übrigens sehr fit am Computer (repariert auch die bei uns im Haus) - also dies wäre für ihn kein Hinderungsgrund, online einzukaufen. Aber einkaufen kann ja auch ein sinnliches Erlebnis sein, wenn man das Angebot sieht und riecht.
Es ist klar, dass die Bier- und Wasserkästen dann nach oben gebracht werden. Andere bestellen die einfach beim Getränkehändler im Abo - die liefern auch vor die Tür. Alles geht, wenn man auch an andere denkt und berücksichtigt, dass man selbst auch mal froh darüber sein wird, Solidarität erleben zu dürfen. Olga

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Re: Nachbarschaftshilfe gut organisiert
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 13.10.2014, 18:12:04
Super! Wenn es so funktioniert, ist es doch gut.

Wenn mich jemand bitten würde, wäre ich auch behilflich.
Aber NOCH sind hier alle gleich .... Fit. 😄
olga64
olga64
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Re: Nachbarschaftshilfe gut organisiert
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 13.10.2014, 18:44:02
Ich machte die Erfahrung - auch bei mir selbst - dass es manchmal sehr schwer fällt, jemanden um einen Gefallen zu bitten. DA ist es dann auch nicht falsch, wenn die anderen etwas anbieten - und sei es nur so eine kleine Gefälligkeit, jemanden zum Einkaufen mitzunehmen. Olga
Re: Nachbarschaftshilfe gut organisiert
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf olga64 vom 14.10.2014, 15:59:43
... Wie gesagt, hier muss niemand irgendwen 'mitnehmen'.

Jeder hat ein eigenes auto zur verfügung, auch die frauen... Was SIE nun wieder verwundern wird.

Ironie an: selbst die 'nur hausfrauen' ....
olga64
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Re: Nachbarschaftshilfe gut organisiert
geschrieben von olga64
als Antwort auf vom 14.10.2014, 16:42:36
Bei uns ist dies umgekehrt: die jungen Frauen in ihrem Erziehungsurlaub fahren die grossen SUV`s - die Männer mit der S-Bahn zu ihrer Arbeit (geht sowieso schneller als mit einem Auto in der Millionenstadt im Stau zu stehen). Es gab ja noch die anderen Zeiten als Frauen mit Kindern - wenn überhaupt - ein winzig kleines Auto hatten und die Männer ihre grossen Kisten unbenützt den ganzen 'Tag am Firmenparkplatz abstellten.
Da gab es dann auch die Frauen, die ohne Auto Kinder und Einkäufe schleppen mussten - zu Fuss oder im Bus und "Vati" erklärte: meine Frau muss nicht arbeiten und auch nicht autofahren -dafür bin ich ja da. Da hat sich vieles geändert.
Ich war jedenfalls immer froh, dass ich in der Lage war und bin, mein eigenes Auto selbst finanzieren zu können - und dies seit meinem 19. Geburtstag. Olga

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