Innenpolitik Ja, Herr Wulff

karl
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Administrator

Re: Ja, Herr Wulff
geschrieben von karl
als Antwort auf JuergenS vom 20.10.2010, 13:50:09
Ich seh das auch so ähnlich wie hafel, mal den Seitenhieb auf die Grünen abgesehen.
Noch wirkungsvoller allerdings wäre es gewesen, er hätte eine bessere Rhetorik. Seine Rede wirkte wie eine abgelesene Pflichtübung ohne besondere Betonung und Stimmhebung, ohne Pausen. Er wirkte verklemmt.
Ich denke, dass die Türkei noch lange nicht so weit ist, ein ähnliches Demokratie-Verständnis zu pflegen wie De.

Widersprüchlich war auch ein wenig, dass er sich nicht besorgt darüber zeigte, dass vor allem der Teil der MIgranten wieder in die Türkei zurückgeht, die man zur Intelligenz, zu den Topleuten rechnen muß, die vor allem die Zeit in Deutschland zu einer exzellenten Ausbildung nutzten.

Ein wenig widersprüchlich ist es auch, dass Merkel nur für eine privilegierte Partnerschaft zwischen EU und der Türkei eintritt. Wulff jedoch der Türkei ganz tolle Ausprägungen und Erfolge auf vielen Gebieten bescheinigte.

Hallo heigl,

ich sehe die Rede von Wulff so wie Du und Hafel positiv. Damit wir besser wissen, über was wir reden, habe ich sie mir einmal im Wortlaut vorgenommen.

Wulffs Rede im türkischen Parlament im Wortlaut.

Ich finde, es ist besonders deshalb interessant, die Rede im Wortlaut zu lesen, weil Hafel behauptet hat, ähnliche Äußerungen wären hier sanktioniert worden. Nichts dergleichen ist richtig, denn ich kann der Rede von Wullf in allen Teilen voll zustimmen und halte eine solche Behauptung für ein starkes Stück. Aber beschäftigen wir uns mit den Aussagen von Wulff:
Es ist mir eine große Ehre, als erster deutscher Bundespräsident vor der Großen Nationalversammlung der Türkei zu sprechen. Ihre Einladung zeigt, wie intensiv und eng unsere beiden Völker verbunden sind.

... Unsere Beziehungen reichen weit in die Geschichte zurück und haben die Entwicklung unserer Nationen immer wieder bereichert.
geschrieben von Wulff
Nicht jeder Schreiber hier, hätte dies wohl über seine Lippen gebracht.
Nirgendwo in Europa leben heute mehr Mitbürgerinnen und Mitbürger mit türkischen Wurzeln als in Deutschland. Mein Land ist seit langem wichtigster Wirtschaftspartner der Türkei, an erster Stelle beim Export, an zweiter Stelle beim Import. Viele deutsche Unternehmen haben sich in der Türkei niedergelassen und tragen hier zur wirtschaftlichen Dynamik bei.
geschrieben von Wulff
Ich möchte ergänzen, viele türkische Unternehmen sind in Deutschland aktiv und tragen hier zu unserer wirtschaftlichen Dynamik bei. Viele in der Türkei ansässige Studenten besuchen deutsche Universitäten für Praktika und Promotionen. Leider besteht die Tendenz, dass sie nicht in Deutschland bleiben und wieder in die Türkei zurückkehren. Das gilt sogar für in Deutschland geborene Türken mit Hochschulabschluss. Sie kehren Deutschland den Rücken, weil sie sich in der Türkei mehr Chancen erhoffen.
Dieser Überblick zeigt, dass Deutsche und Türken in beiden Ländern Gäste und Gastgeber und immer öfter auch Freunde und Nachbarn geworden sind. Miteinander leben und voneinander lernen gehören zu dieser engen Beziehung. Ganz besonders freue ich mich deshalb darauf, im Rahmen meines Besuchs den Grundstein für die Deutsch-Türkische Universität in Istanbul zu legen.
geschrieben von Wulff
Ich kann mich noch an das Theater hier im ST erinnern, das es gab als Erdogan in Köln solche Universitäten in Deutschland forderte.
Mit Respekt und Sympathie betrachtet Deutschland die Schritte, die die Türkei unternimmt, um die Beziehungen zu ihren Nachbarn positiv zu gestalten. Für die Annäherung zwischen Ihrem Land und Armenien haben Sie unsere volle Unterstützung. Die Normalisierung der Beziehungen wäre ein Schritt in eine gemeinsame Zukunft - mit einer offenen Grenze, die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Austausch ermöglicht, bei dem auch umstrittene Themen nicht mehr ausgeblendet werden. Dies wäre auch ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Region. Ich möchte Sie bitten und ermutigen, auf diesem Weg voranzuschreiten.
geschrieben von Wulff
Das war gewiss eine sehr wichtige Passage. Die Aussöhnung der Türkei mit Armenien wird nur gelingen, wenn die Türkei sich ihrer eigenen Geschichte kritisch stellt.
Aus Deutschlands Geschichte ergibt sich eine besondere Verantwortung für Israel. Das Existenzrecht und die Sicherheit des Staates Israel sind für uns nicht verhandelbar. Wir sind davon überzeugt, dass die Sicherheit Israels langfristig nur durch die Schaffung eines demokratischen und lebensfähigen palästinensischen Staates gewährleistet werden kann - eines Staates, der Seite an Seite in Frieden mit Israel existiert.
geschrieben von wulff
Diese Position unterstütze ich voll, besonders weil Wulff ausdrücklich darauf verweist, dass ein palästinensischer Staat auch ein lebensfähiges Gebilde sein muss, m. E. setzt dies ein zusammenhängendes, nicht in viele Inseln zerschnittenes Territorium voraus.
Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger türkischer Herkunft stellen die größte Gruppe der Einwanderer in Deutschland. Sie sind in beiden Kulturen zu Hause. Sie sind in unserem Land herzlich willkommen und sie gehören zu unserem Land.
geschrieben von Wulff
Ich stimme zu.
Einwanderer haben Deutschland vielfältiger, offener und der Welt zugewandter gemacht.
geschrieben von Wulff
So sehe ich das auch.
Niemand muss und soll seine kulturelle Identität aufgeben oder seine Herkunft verleugnen. Es geht darum, die Regeln und Gesetze des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft zu achten und zu schützen. Dazu gehören unsere Verfassung und die in ihr festgeschriebenen Werte: zu allererst die Menschenwürde, aber auch die freie Meinungsäußerung, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und der religiös und weltanschaulich neutrale Staat.
geschrieben von Wulff
Richtig! Das habe ich hier auch schon öfters geschrieben.
Es geht auch darum, die deutsche Sprache zu lernen, Recht und Gesetz einzuhalten und sich mit den Lebensweisen der Menschen vertraut zu machen. Wer in Deutschland leben will, muss sich an diese geltenden Regeln halten und unsere Art zu leben akzeptieren.
geschrieben von Wulff
Dass es hierzu keine Alternative gibt, ist immer wieder, auch hier im ST, von vielen, auch von mir, geschrieben worden.
In Deutschland ausgebildete islamische Religionslehrer und Deutsch sprechende Imame tragen zu einer erfolgreichen Integration bei.
geschrieben von Wulff
Dies habe ich immer wieder gefordert und entsprechende Bestrebungen gegen Andersdenkende verteidigt.
Die Türkei kann zeigen, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.
geschrieben von Wulff
Dies wäre in der Tat sehr wünschenswert. Die Brückenfunktion der Türkei von Europa in die islamische Welt ist seit Langem eines meiner Argumente dafür, wie wertvoll ihr Beitritt in die EU für uns sein könnte.
Deutschland hat ein besonderes Interesse an einer Anbindung der Türkei an die Europäische Union. Wir hoffen, dass Sie den Weg nach Europa fortsetzen, der durch Ihren großen Staatsmann Mustafa Kemal Atatürk geöffnet wurde. Wir halten an der Entscheidung fest, die Beitrittsverhandlungen in einer fairen und ergebnisoffenen Weise zu führen. Gleichzeitig erwarten wir, dass die Türkei ihre eingegangenen Verpflichtungen erfüllt.
geschrieben von Wulff
Zustimmung.
Muslime können in Deutschland ihren Glauben in würdigem Rahmen praktizieren. Die zunehmende Zahl der Moscheen zeugt hiervon.

Gleichzeitig erwarten wir, dass Christen in islamischen Ländern das gleiche Recht haben, ihren Glauben öffentlich zu leben, theologischen Nachwuchs auszubilden und Kirchen zu bauen. In allen Ländern müssen Menschen die gleichen Rechte und Chancen genießen, unabhängig von ihrer Religion. Hier in der Türkei hat auch das Christentum eine lange Tradition. Das Christentum gehört zweifelsfrei zur Türkei.
geschrieben von Wulff
Bravo! Nach seinen Äußerungen, dass der Islam zu Deutschland gehöre, hatte ich erwartet, dass dies die Basis bilden könnte für spiegelbildliche Äußerungen in der Türkei.
Die Religionsfreiheit ist Teil unseres Verständnisses von Europa als Wertegemeinschaft.
geschrieben von Wulff
Richtig. Ich würde aber noch addieren, dass sowohl in Deutschland wie in der Türkei daran gearbeitet werden muss, dass zur Religionsfreiheit eben auch die Möglichkeit der Freiheit von Religion gehört.
Deutschland und die Türkei haben zusammen viel erreicht. Es ist mein persönliches Anliegen, der deutsch-türkischen Partnerschaft und Freundschaft mehr und mehr Gewicht zu verleihen. Treten wir gemeinsam ein für eine wirtschaftlich starke, innovative, menschliche und dem Frieden verpflichtete Welt im 21. Jahrhundert.
geschrieben von Wulff
Ich werde ihm da nicht widersprechen!

Karl
maggy
maggy
Mitglied

Re: Ja, Herr Wulff
geschrieben von maggy
als Antwort auf karl vom 20.10.2010, 22:49:08
Ich habe Wulff´s Rede sorgsam verfolgt und
finde sie bemerkenswert.

Besonders hervorheben möchte ich folgendes (wurde von Karl bereits erwähnt)


Zitat von Wulff
Muslime können in Deutschland ihren Glauben in würdigem Rahmen praktizieren. Die zunehmende Zahl der Moscheen zeugt hiervon.
Gleichzeitig erwarten wir, dass Christen in islamischen Ländern das gleiche Recht haben, ihren Glauben öffentlich zu leben, theologischen Nachwuchs auszubilden und Kirchen zu bauen. In allen Ländern müssen Menschen die gleichen Rechte und Chancen genießen, unabhängig von ihrer Religion. Hier in der Türkei hat auch das Christentum eine lange Tradition. Das Christentum gehört zweifelsfrei zur Türkei.

maggy

adam
adam
Mitglied

Re: Ja, Herr Wulff
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 20.10.2010, 22:49:08
Ich kann mich noch an das Theater hier im ST erinnern, das es gab als Erdogan in Köln solche Universitäten in Deutschland forderte.
geschrieben von karl


@karl,

ich will ja nicht schon wieder meckern, aber Erdogan forderte türkische Gymnasien in der Bundesrepublik mit Lehrern aus der Türkei. Das ist ein Riesenunterschied zu türkisch-deutschen oder deutsch-türkischen Universitäten.

Was die Rede Wulffs anbelangt, finde ich sie auch ok. Es wird sich zeigen, welche Auswirkungen sie auf den Alltag hat, sowohl in der Politik als auch bei Aldi und in den Etagenwohnungen.

--

adam

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karl
karl
Administrator

Re: Ja, Herr Wulff
geschrieben von karl
als Antwort auf adam vom 20.10.2010, 23:21:11
Danke für die Richtigstellung Adam, ja, es waren Gymnasien und keine Universitäten.
"In der Türkei haben wir deutsche Gymnasien. Warum sollte es keine türkischen Gymnasien in Deutschland geben?", sagte Erdogan der "Zeit".
geschrieben von Spiegel-Online


Beste Grüße, Karl
hafel
hafel
Mitglied

Re: Ja, Herr Wulff
geschrieben von hafel
als Antwort auf karl vom 20.10.2010, 22:49:08
Nun Karl, zunächst freue ich mich, dass wir ja nun mit Adam und Maggy fünf sind, die die Rede von Wulff gut fanden. Das ist ja schon einmal eine Gemeinsamkeit. Ich hatte dieses ja bereits bei der Eröffnung dieses Threads klar zum Ausdruck gebracht.

Karl, Du kannst ganz sicher davon ausgehen, dass ich sehr sorgsam die Rede von Wulff gelesen habe und ich kann da Deinen persönlichen Randbemerkungen auch zustimmen.

Nun schreibst Du aber auf meine Bemerkung : "dass hier für Wolffs Worte ST-User "korrigiert" wurden", dass dieses ein starkes Stück sei. Gut, Karl, dann packen wir mal das starke Stück an, vielleicht können wir es weich klopfen?

Nicht für umsonst, hatte ich in meinem Beitrag Teile der Originalrede von Wulff aufgeführt. Unter dem Abschnitt: "Türken sind die größte Gruppe der Einwanderung in Deutschland" beschreibt Wulff im letzten Absatz die Negativmerkmale (die es nun einmal auch gibt). Kriminalität, Machogehabe und und (ich erspare mir hier den ganzen Absatz zu wiederholen).

Auch der ST diskutiert hin und wieder über derartige Negativmerkmale, die in Großstädten anders als in kleinen Bergdörfern sind. Berlin und Hamburg sind da eine dunkle Spitze. Gut, dass Wulff derartiges sogar in Ankara bestätigt hat.

Wenn Du Karl hier einen User sperrst, nur weil er schrieb, er wäre von randalierenden Jugendlichen mit dem Satz angesprochen worden: "was guckst du", dann frage nicht nur ich mich, auf wie viele Jahre Du Wulff gesperrt hättest. Du hast seinerzeit Deine Sperrung mit der dubiosen Begründung verteidigt: "das ist rassistisch und fremdenfeindlich". Hahaha, das waren Deutsche, Du hattest in dem Bericht nur nicht richtig zugehört. Wegen Fremdenfeindlichkeit konnte der User, namens "Nordstern" jedenfalls nicht gesperrt werden. Hier wurde einfach über freche deutsche Lümmels berichtet. Dafür sperrst Du?

Mich empört noch heute diese Ungerechtigkeit, da ich Nordstern zu meinen Freunden zähle. Und er gehörte nicht zu meinen Freunden, wenn er rechtslastig oder Fremdenfeindlich wäre. Solche Freundschaften pflege ich nicht.

Ich würde mir sehr wünschen, Karl, dass Du von der Gelassenheit und der Toleranz unseres Bundespräsidenten etwas lernst. Wir alle sind ja noch am lernen und sollten auch ein Leben lang lernen. Nicht jede Meinung und Äußerung, die nicht die Deine ist, ist deshalb nicht "braun", rassistisch oder rechtsextrem. Man kann andere Meinungen auch mit besseren Argumenten widersprechen, ohne sie gleich Mundtod zu machen.

Noch eine angenehme Restwoche

Hafel
hugo
hugo
Mitglied

Re: Ja, Herr Wulff
geschrieben von hugo
als Antwort auf hafel vom 21.10.2010, 00:17:35
hallo hafel,,musste Deine mitternächtliche Webchefschelte so umfangreich ausfallen und dazu noch hier unter Innenpolitik?

gibt doch sicher andere, bessere Kommunikationsmöglichkeiten, so man auf entschaukeln aus ist.

zu den oft genannten Deutschen Forderungen/Wünschen an die Türken vonwegen hier weniger religiös aktiv in der Öffentlichkeit aufzutreten und dafür zumindest in der Türkei mehr Christenduldsamkeit zuzulassen,,,,da kommt bei mir immer wieder der Eindruck zustande, das den religiösen Themen viel zu viel Platz eingeräumt wird,,,egal wo man auch hinhört,,,

die vielen anderen Themen (auch dieder Ungläubigen,die es ja auch geben soll *g*)also z.B Wirtschaft, Politik, EU-Handel, Sicherheitsstrategien, Kultur, Tourismus usw werden oft ausgeblendet bzw im Verhältnis zu den kritisch beäugten s.o hintenan gestellt.

damit kommt mir der Medientrend "nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht" doch sehr zum Tragen, was in diesem Falle wohl eher Kontraproduktiv ist.

hugo

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karl
karl
Administrator

Re: Ja, Herr Wulff
geschrieben von karl
als Antwort auf hafel vom 21.10.2010, 00:17:35
Guten Morgen Hafel,

erstens solltest Du wissen, dass die Sperre des angesprochen Herrn schon sehr lange aufgehoben ist, was ihm auch mitgeteilt wurde. Der von Dir genannte Anlass für die befristete Sperrung hatte nur das Fass zum überlaufen gebracht und ist überdies aus dem Zusammenhang gerissen. Wie mir berichtet wurde, fühlt sich der Gesperrte anderswo inzwischen sehr wohl, weil er sich dort ausleben und alle Hemmungen fallen lassen darf.
Dir hätte es gut angestanden, Dich bei mir nach meinem Beitrag für Deinen unhaltbaren Anwurf zu entschuldigen. Zu behaupten Wulffs Rede hätte keinen Platz im ST ist falsch. Wer von den Herren und Damen, die sich hier am Islambashing schon beteiligt haben, hätte diese sehr gute Rede zustandegebracht? Gerade weil man Wulff seine prinzipiell positive Haltung abnimmt, kann er auch die notwendigen Kritikpunkte ansprechen.

Karl
hafel
hafel
Mitglied

Re: Ja, Herr Wulff
geschrieben von hafel
als Antwort auf hugo vom 21.10.2010, 07:05:53
@ Hugo:

Moin Hugo,

ich gebe Dir darin Recht, dass (nicht nur hier) den religiösen Empfindbarkeiten viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt werden…. Womit ich keine spezielle Religion meine.

Ich lasse mich da eher von humanistischen Gedanken leiten: Der Mensch ist von Natur aus gut und muss sich selber finden und entfalten. Der Mensch wird in seinem Verhalten von hierarchisch strukturierten Bedürfnissen geleitet.

Richtig, die interne ST -Angelegenheit gehört hier nicht in diesen Thread. Versuchen wir die gute Rede von Wulff weiter zu analysieren.

Hafel


hafel
hafel
Mitglied

Re: Ja, Herr Wulff
geschrieben von hafel
als Antwort auf karl vom 21.10.2010, 08:32:50
Moin moin Karl.

Es gibt nun einmal Dinge im Leben, wo jeder seine eigene Sichtweise hat. Du hast die Deine und ich habe die meine. Wir sollten dabei nicht den Anspruch auf die absolute Wahrheit erheben.

Ich hatte diesen Thread eröffnet, weil ich von Wulff , nach seiner ersten Rede zum Einheitstag, eine gute Fortsetzung geahnt hatte. Ich halte nach wie vor, diese Rede für sehr gut und wichtig.

Es ist leider so, und es ist ja auch nicht das erste Mal, das ein Thema durch ein Unterthema in eine andere Richtung verläuft. Deshalb, Karl, schlage ich Dir vor, falls Du daran interessiert bist, dass wir unsere unterschiedlichen Beurteilungen in der Behandlung von Users in PN, eigenen Mails oder per Telefon ausräumen. Sofern Du daran interessiert bist, kannst Du mir über meine PN-Box eine Nachricht hinterlassen.

Hier sollte über die Rede unseres Bundespräsidenten und die Auswirkungen diskutiert werden.

Hafel
Re: Ja, Herr Wulff
geschrieben von mart1
als Antwort auf karl vom 21.10.2010, 08:32:50
Die Rede IST gut!

Eine Randbemerkung zu deiner Anmerkung "Wer von den Herren und Damen, die sich hier am Islambashing schon beteiligt haben, hätte diese sehr gute Rede zustandegebracht?"

Da ich mich hier angesprochen fühle, zwei Anmerkungen:

1. Obwohl wünschenswert, wird hier kaum jemand so lange und mit entsprechender Unterstützung an einem Posting arbeiten, das dieser Rede eines Bundespräsidenten in allen ihren ausgewogenen Aspekten gleichkäme.

2. Was mich betrifft, war vor Jahren unverständlich, wie die Ansprache eines offensichtlich problematisches Verhaltens negiert wurde und ich sofort ins rassistische Eck gestellt wurde. Inzwischen bin ich über die derzeitige Entwicklung geschockt, die aber aus meiner Sicht durch das UnterdenTeppichkehren von tatsächlich vorhandenen Problemen in dieser Weise erst ermöglicht wurde.

Spätere Ergänzung.

3. Zu dieser Zeit war ich allerdings nicht über die doch großen Unterschiede bzg.Islam zwischen unseren Ländern informiert. Leider werden nun Argumente, die möglicherweise in Deutschland stimmen, von der rechtsradikalen und sogar von der konservativen Partei in Österreich entsprechend der schwachen demokratischen und humanistischen Kultur 1:1 übernommen und sogar übertrumpft.

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