Internationale Politik Eltern für die Zukunft

Eltern für die Zukunft
geschrieben von ehemaliges Mitglied

Die jeden Freitag in verschiedenen Ländern stattfindenden Proteste von Schüler*innen gegen die Verfehlung der Klimaziele erfahren seit einiger Zeit zunehmend Unterstützung durch deren Eltern, die sich nun international unter der Überschrift Parents for Future vernetzen.

Die Medien berichten ja darüber, ein paar Beispiele:

https://www.dw.com/de/parents-for-future-eltern-unterst%C3%BCtzen-klimastreik/a-47826728

https://www1.wdr.de/nachrichten/parents-for-future-102.html

https://parentsforfuture.de/

Nun wurde für kommenden Freitag, den 15. März, deutschlandweit und international in zahlreichen Städten der "Globale Klimastreik" angekündigt. Das finde ich richtig spannend. Obwohl ich an sich kein Fan von Massenveranstaltungen bin, werde ich doch mal ins nahe gelegene Schweinfurt fahren und mir das aus der Nähe ansehen.

https://fridaysforfuture.de/march15th/

Mich interessiert vor allem, wie viele Leute sich an einem ganz normalen Freitag zur Mittagsstunde mobilisieren lassen, und wie das atmosphärisch abläuft. Kinder, Eltern, Großeltern ... - ob es da tatsächlich generationenübergreifend ein gemeinsames Engagement gibt, dürfte auch für Senioren von Bedeutung sein. Die Jungen setzen sich verständlicherweise leidenschaftlich für ihre Zukunft (wenn es denn eine gibt) ein. Für uns Ältere ist die persönliche Zukunft "überschaubar", aber wir verfügen über eine Menge Erfahrung, und es ist den meisten von uns wohl nicht egal, wie es weitergeht. Ob das wirklich ausreicht, um eine übergreifende Bewegung in Gang zu bringen, deren Kraft auch politisch wirksam wird? Das wäre ja fast ein Wunder ...

RE: Eltern für die Zukunft
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 10.03.2019, 10:04:45

In meiner Brust schlagen da zwei Herzen:

  1. Ja, man muß demonstrieren damit "gewisse Leute" daran erinnert werden das es mehr gibt als Moneten und nochmals Moneten...
  2. Nein, weil auch diese Demonstrationen wieder durch millitante Kräft instrumentalisiert werden und das eigentliche Ziel untergeht.
Zu 1. - Demonstration ist "außerparlamentarische Oposition" und damit nur eine Meinungsäußerung. Genauso gut wäre es möglich sich politisch einzubringen und da nachhaltig was zu verändern.

zu 2. - Hamburg und der G20-Gipfel hat es gezeigt das die sehr berechtigte Meinung Tausender über die Globalisierung instrumentalisiert wurden. Horden von "autonomen jeden Staat Zerstörer" haben die eigentliche Demo untergehen lassen. Geblieben ist nur die zerstörte Stadt, die Meinung...?
schorsch
schorsch
Mitglied

RE: Eltern für die Zukunft
geschrieben von schorsch

Grübel: Was bleibt nach einer grossartigen Umwelt-Demo?

Demo für die Umwelt.jpg
Oder vielleicht doch nicht so?


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RE: Eltern für die Zukunft
geschrieben von ehemaliges Mitglied
Nick42
Nick42
Mitglied

RE: Eltern für die Zukunft
geschrieben von Nick42
als Antwort auf schorsch vom 10.03.2019, 11:00:04
Grübel: Was bleibt nach einer grossartigen Umwelt-Demo?

Demo für die Umwelt.jpg
Oder vielleicht doch nicht so?
Hilfreich ist auch, dass jeder erst gar keinen Müll und Schmutz produziert. Wer ist dabei und macht mit?
RE: Eltern für die Zukunft
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Nick42 vom 10.03.2019, 11:24:45

Und die Steine und Flaschenreste nicht vergessen....


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Nick42
Nick42
Mitglied

RE: Eltern für die Zukunft
geschrieben von Nick42
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 10.03.2019, 11:26:10
Und die Steine und Flaschenreste nicht vergessen....
Soweit ich das mitbekomme, machen das mit den Steinen 16 jährige Mädchen mit langen Zöpfen weniger.

Das war eine Spezialität von Joschka Fischer in seiner wilden Fase. Und der hat es noch zum Außenminister und zum Berater großer Konzerne gegracht,
RE: Eltern für die Zukunft
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Nick42 vom 10.03.2019, 11:35:02

In Hamburg waren es erwachsene und auch jugendliche. Wenn die Erwachsenen das "dürfen, dürfen wir es auch".

Nick42
Nick42
Mitglied

RE: Eltern für die Zukunft
geschrieben von Nick42
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 10.03.2019, 11:40:16
In Hamburg waren es erwachsene und auch jugendliche. Wenn die Erwachsenen das "dürfen, dürfen wir es auch".
Was haben die Demonstranten denn angestellt in der Weltstadt Hamburg?

Ich wohne im Alter wieder auf dem flachen Land wo ich mal aufgewachsen bin. Bei uns ist die Welt noch in Ordnung.   Demos gibt es nur in der Zeitung.
RE: Eltern für die Zukunft
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Nick42 vom 10.03.2019, 15:16:01

... ähm ... wollen wir vielleicht beim Thema bleiben?

Ich habe nicht von Hamburg im Juni 2018 gesprochen, sondern von z.B. Schweinfurt, Würzburg, Frankfurt, Leipzig, Dortmund etc. am 15. März 2019.

Nicht von der Vergangenheit, sondern von der Zukunft.
Nicht von einem Weltwirtschaftsgipfel, sondern vom Klimaschutz.
Nicht von gewaltbereiten Autonomen, sondern von Schüler*innen und deren Eltern und Großeltern.
Nicht von zurückgelassenem Müll, sondern von gesellschaftlich-politischer Meinungsbildung.

Nur mal so zur Erinnerung.
Danke fürs Lesen und Kommentieren - zum Thema ... Lächeln

*

PS: Ich wohne auch auf dem flachen Land und fühle mich da sehr wohl.
Aber der Weg in die nächste Stadt ist nicht weit.


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