Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?

Internationale Politik Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?

loretta †
loretta †
Mitglied

Re: Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?
geschrieben von loretta †
als Antwort auf hugo vom 20.01.2013, 12:24:28
Und dass früher Menschen in der Bundesrepublik Deutschland in ihrer Reisefreiheit eingeschränkt respektive es ihnen total verboten war zu reisen, halte ich für eine aus der Luft gegriffene Behauptung von hugo.
geschrieben von hugo


hm loretta, warum nur posaunst Du ungeprüft solch dummes Zeug.

Jeder Trottel in der DDR wusste, das hohe westdeutsche Beamte, Leute aus dem Innenministerium, Offiziere des BGS, BND Mitarbeiter die früher in de SS tätig waren und viele viele andere Geheimnisträger, "Spezialisten" usw, nicht ohne weiteres in oder durch die DDR reisen durften.



Contenance, bester hugo, Contenance

Gedurft hätten diese hohen Tiere schon, aber man wollte vermeiden, dass sie von "DDR-Organen" gekapert und ausgequetscht werden ...................... denn an alle anderen Orte auf der Welt durften Sie ja reisen oder willst du das auch bestreiten.

Gleiches gilt auch für deinen Cousin, dutch. Das war nur Schutz für die Leute selbst.

Aber bitte macht euch doch weiter was vor .... und das nach so langer Zeit, grins. Ich bin dann mal raus aus der Nummer. Das ist mir hier ein zu großer Selbstbetrug.

Gehabt euch wohl
loretta
sammy
sammy
Mitglied

Re: Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?
geschrieben von sammy
als Antwort auf hugo vom 20.01.2013, 12:24:28
Jeder Trottel in der DDR wusste, das hohe westdeutsche Beamte, Leute aus dem Innenministerium, Offiziere des BGS, BND Mitarbeiter die früher in de SS tätig waren und viele viele andere Geheimnisträger, "Spezialisten" usw, nicht ohne weiteres in oder durch die DDR reisen durften.
geschrieben von hugo


Jeder Trottel in der BRD wusste, dass diese Massnahme eine "Schutzmassnahme" bei Geheimnisträgern und Beamten war und wohl nicht mit einer sonstigen Reiseeinschränkung bzw. Reiseverbot anderer Länder verglichen werden kann.
Wie sagte loretta schon so passend, es grenzt schon an "Selbstbetrug" bei solchen Äußerungen.....

sammy
karl
karl
Administrator

Re: Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?
geschrieben von karl
als Antwort auf hafel vom 20.01.2013, 11:41:59
sysiphus:

Karl meint ganz sicher den Satz im negativen Sinn. Er war wohl ein wichtiger Politiker nach dem II Weltkrieg ......aber im negativem Sinne.

Hafel


Lieber Hafel,

ich habe das so gemeint, wie es da steht, ohne Wertung. Fidel Castro hat auch seine negativen Seiten, aber ...

ich kann mich nur über einige DiskutantInnen, die hier ihr Unwissen ungeniert, aber nicht ohne Vorwurf an Besserinformierte zur Schau stellen, nur wundern.

Fidel Castro war für die meisten Kubaner ein Segen und er wird auch dementsprechend auf der Insel noch immer verehrt. Ohne dies hätte er die vielen, vielen Ermordungsversuche auch niemals überstehen können. Er hat nie ein anderes Land überfallen und Sysiphus, der die Nazis ja mit jedem und allem vergleicht und deren Gräuelregime damit ständig relativiert, liegt schon wieder voll daneben. Die USA haben Kuba mit Guantanamo zu einem unmenschlichen Gefängnis ausgebaut, nicht Fidel.

Karl

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Re: Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf karl vom 20.01.2013, 14:06:46
...und Du wirst schon wieder persönlich...
"Sysiphus, der die Nazis ja mit jedem und allem vergleicht und deren Gräuelregime damit ständig relativiert, liegt schon wieder voll daneben"

lese eben unten :
"Greife niemanden persönlich an, bleibe sachlich. Ignoriere persönliche Anmache."

sollten sich doch alle zu herzen nehmen,oder...
karl
karl
Administrator

Re: Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?
geschrieben von karl
als Antwort auf vom 20.01.2013, 14:16:36
@ inga,

ich habe eine Feststellung getroffen. Ich bin wohl schon etwas länger dabei als Du und Sysiphus schafft es tatsächlich fast in jedem Thread einen Bezug zur Nazizeit herzustellen. Das darf durchaus schon einmal festgehalten werden und ist kein Angriff auf die Person von sysiphus, sondern auf seine Argumentationsweise. Du darfs ja auch schreiben (selbst wenn es so m. E. nicht richtig ist), ich würde schon wieder persönlich werden.

Karl
ehemaligesMitglied67
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Re: Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?
geschrieben von ehemaligesMitglied67
als Antwort auf karl vom 20.01.2013, 14:06:46
"auch negative Seite", ach wie niedlich....

hier der jüngst Kurzbericht von Amnesty:

Länderkurzbericht Kuba Januar 2013
In Kuba werden die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit sowie Bewegungsfreiheit massiv verletzt. Politisch Andersdenkende, unabhängige Journalisten und Menschenrechtsverteidiger sowie ihre Familienangehörigen sehen sich anhaltenden Repressionen ausgesetzt.

Das US-Embargo gegen Kuba wirkt sich negativ auf die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte der kubanischen Bevölkerung aus.

Nachdem Fidel Castro im Sommer 2006 zuerst vorübergehend und im Februar 2008 endgültig die Regierungsverantwortung an seinen jüngeren Bruder Raúl Castro abgegeben hat, gab es zunächst vorsichtige Anzeichen für eine mögliche Verbesserung der Menschenrechtslage: Im Februar 2008 unterzeichnete Kuba den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte sowie den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Raúl Castro leitete Schritte zur Abschaffung der Todesstrafe ein und Amnesty International ist nicht bekannt, dass momentan in Kuba Gefangene zum Tode verurteilt sind. Im März 2011 kamen die letzten gewaltlosen politischen Gefangenen frei, die Opfer der Verhaftungswelle gegen Regimekritiker im März 2003 waren.

Trotzdem ist noch keine grundsätzliche Verbesserung der Menschenrechtslage in Kuba zu verzeichnen, da Regierungskritiker nach wie vor bedroht, misshandelt und inhaftiert werden. In Kuba sind grundlegende gesetzliche Reformen notwendig, die die bürgerlichen und politischen Rechte sowie die Unabhängigkeit der Justiz garantieren. Die Internationalen Pakte müssen ratifiziert und die Todesstrafe endgültig abgeschafft werden. UN-Menschenrechtsorganen sowie unabhängigen Menschenrechtsorganisationen muss nach 25 Jahren wieder Zutritt zum Land gewährt werden. Der letzte Besuch einer Delegation von Amnesty International fand 1988 statt. Seitdem erhielten offizielle Vertreter der Menschenrechtsorganisation keine Einreisegenehmigung mehr.

geschrieben von amnesty kurzbericht

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karl
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Re: Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?
geschrieben von karl
als Antwort auf ehemaligesMitglied67 vom 20.01.2013, 14:53:36
Das "niedlich" hättest Du Dir sparen können. Dass Kuba keine Insel der Glückseligen ist, weiß ich. In Deinem Zitat ist aber auch zu lesen, wo zumindest ein Teil der Verantwortung dafür zu suchen ist.

Das US-Embargo gegen Kuba wirkt sich negativ auf die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte der kubanischen Bevölkerung aus.
geschrieben von Amnesty International


Es ist sehr billig, Fidel Castro zu verteufeln und nicht die Gesamtsituation zu sehen, mit der er während und nach der Revolution konfrontiert war.

Karl
loretta †
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Mitglied

Re: Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?
geschrieben von loretta †
als Antwort auf karl vom 20.01.2013, 15:00:04

Anfang 1959 stürzten die kubanischen Revolutionäre unter der Führung von Fidel und Raúl Castro, Camilo Cienfuegos und dem Argentinier Ernesto Guevara, genannt Che, den kubanischen Diktator Fulgencio Batista und errichteten ab 1961 (Deklaration von Havanna) einen sozialistischen Staat. Die damit verbundenen Enteignungen von US-Firmen und US-Bürgern führten zu einem dauerhaften Embargo der USA und weiterer westlicher Staaten gegen Kuba. Kuba suchte und fand Unterstützung bei den sozialistischen Staaten Osteuropas, insbesondere der damaligen Sowjetunion.

Heute:

Unabhängige Journalisten und Menschenrechtsaktivisten werden regelmäßig belästigt, eingeschüchtert und vorübergehend festgenommen.[64] Es wird von Misshandlungen durch Fußtritte und Schläge berichtet. Die Haftbedingungen sind hart und führen zum Teil zu körperlichen Problemen bei den Häftlingen. Oppositionelle werden darüber hinaus regelmäßig sogenannten Actos de Repudio ausgesetzt. Dabei zieht ein organisierter Mob vor dem Haus des Oppositionellen auf und beschimpft ihn und seine Familie stundenlang und lautstark als „Würmer“ (spanisch: gusanos) und Verräter. Teilweise geht dies bis zur straffreien Zerstörung von Eigentum der Betroffenen.
geschrieben von wiki


Wen wundert es, dass man nur Gutes über Kuba liest.

Es sind eben die üblichen und bekannten Methoden von totalitären Staaten, die einigen hier bestens bekannt sein dürften, aber geleugnet werden.

loretta


fett von mir markiert
Re: Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf justus39 † vom 20.01.2013, 09:40:42

Aber nur die wirklich Reichen des Landes können sich das Reisen leisten.
Das verarmte und ausgebautete Volk kann es nicht. LG MargArit

Ich glaube auch nicht, dass die ausgebeuteten armen Kubaner vor der Revolution Geld hatten um weite Reisen zu unternehmen.
Wie sich die Kubaner fühlen sollte man am besten die Kubaner selber fragen.
geschrieben von margarit

Stimmt, Justus, Du hast wohl bemerkt, dass die zwei Sätze nicht zu mir passen
(aber dennoch stimmen). Ich habe sie im ST entliehen, sorry, konnte nicht widerstehen. .

Vor der Revolution war in vielen Ländern der Welt
den Mittel- und Unterschichten Reisen nicht möglich,
nicht in Kuba, nicht in Europa. Auch nicht in der alten BRD.
Aber man hätte reisen können, wenn ... das ist ein gewaltiger Unterschied.

Der weltweit von jungen Leuten (damals auch von mir) bewunderte Fidel dagegen,
baute eine imaginäre Mauer um seine Insel, das Reiseverbot.
Im Gegensatz zu Karl meine ich, dass Fidel die Ent-Völkerung seiner Insel fürchtete,
die USA dagegen fürchteten dass Alle bei ihnen landen würden.
Dieses Verbot wurde nun aufgehoben.
Wahrscheinlich will Fidel sein Bild in der Geschichte mit dem Verbot nicht beflecken.

Fidel, hatte sicherlich anfangs idealistische Vorstellungen.
Er jagte damals die Reichen aus dem Land, die Armen waren unter sich.
Der Kommunismus konnte seine Segnungen ausbreiten.
Natur-gemäss bildete sich eine Schicht neuer Reicher.
Schade. Kommunismus ist halt nur schön auf dem Papier.
In der Praxis scheitert diese religionsähnliche Theorie,
natur-gemäss an dem Phänomen "Mensch".

Die Zahl von 653 Mordanschlägen (Eingangs-Link) bezweifle ich.
Viele sind sicher nur Propaganda, um den Maximo Lider als unverwundbar
und in einem ganz besonders heiligen Licht darzustellen.
Thema beiseite, ein einziger Mordanschlag genügt bei Pech ja schon ...

Das US-Embargo gegen Kuba hat sich negativ ausgewirkt, klar.
Ein Embargo wird nicht grundlos ausgesprochen.
Im Gegenzug hatte Kuba enorme Unterstützung von seiten kommunistischer Staaten,
insbesondere der UdSSR, auch militärisch.
(Nebenbei: Ich erinnere mich gut an die Zeit, als die ganze Welt Gänsehaut bekam
und den 3.Weltkrieg befürchtete.)

Ich bin gespannt, wie sich Kuba entwickelt nach Fidel Castros Tod,
mit Raul wurde es ja schon ein klein wenig besser.

Irgendwann wird die Geschichte entscheiden, ob Fidel Staatsmann oder Schurke war.
Das Wort "Schurke" gefällt mir schon jetzt nicht, vielleicht "Machtbesessener" ???

Für mich ist er ein anfangs idealistischer Staatsmann,
der irgendwann vor den Scherben seiner Visionen (oder besser Illusionen?) stand,
die Marionettenfäden aber nicht aus der Hand lassen konnte
und ein Märchen weiterspielte.

MargArit
nerida
nerida
Mitglied

Re: Fidel Castro - Staatsmann oder Schurke?
geschrieben von nerida
als Antwort auf vom 20.01.2013, 18:11:13

Aber man hätte reisen können, wenn ... das ist ein gewaltiger Unterschied.

geschrieben von margarit

man hat reisen können, ja...
aber was noch viel wichtiger war und ist
"man konnte gefahrlos und gern wieder nach Hause kommen"

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