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det
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geschrieben von det
Eine neue Kartierung von zahllosen Galaxien hat ein neues Muster für die Verteilung des Galaxien im Supercluster Laniakea, unseren heimischen Supercluster, ergeben. Diese Strukturen finden sich auf einer Ebene, die kaum noch vorstellbar ist. Es wird vermutet, daß winzige Schwankungen auf Quantenebene im ganz frühen Universum die Muster im Laufe von Milliarden von Jahren ergeben hat. Ohne diese Schwankungen wäre das Universum heute ein einheitlicher Brei aus Irgendetwas, ohne Strukturen wie Galaxien, Sonnensysteme und Planeten. Es klingt logisch und trotzdem ist jenseits meiner Vorstellungskraft.

det
karl
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geschrieben von karl
als Antwort auf det vom 04.09.2014, 17:17:49
Toll. Danke für den Link, Karl
Drachenmutter
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geschrieben von Drachenmutter
als Antwort auf det vom 04.09.2014, 17:17:49
Hochinteressant und einfach beeindruckend.

woelfin

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diogenes
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Re: Sie befinden sich ->hier
geschrieben von diogenes
det is' n Ding !

Hat nun die Globalisierung auch noch die Astronomen ergriffen ?

Wo doch eben die bisher alles so schön beisammen hatten - gerade mal ca. 15 Milliarden Lichtjahre, dann big bang und Deckel druff, mehr is nit.

Und jetzt dieses Supercluster, Laniakea - unermeßlicher Himmel!

Ich erinnere mich noch an die Kindertage, als wir abends mit dem Blechkännchen mit Holzgriff zur Milchsammelstelle geschickt wurden, um dort die frisch angelieferte Milch abzuholen. Der Dorfpfarrer nutze diese Gelegenheit gerne, um uns bei seinem Spaziergang bei allerlei Unfug zu ertappen und uns aufzuzeigen, in welch üblen Abgründe wir unversehens abgleiten würden, legte er unserem üblen Treiben nicht unermüdlich Zügel an. In seltenen Fällen jedoch konnte es passieren, daß er uns dabei ertappte, eben mal so gar nichts Verwerfliches anzustellen. Um auch dann nicht völlig unnütz zu erscheinen, hob er sogleich an, einige Schönheiten der Schöpfung aufzuzeigen und speziell in klaren Winternächten ein paar Planeten abzufragen, um abschließend mit dem Zeigefinger einen großen Bogen über über den Himmel zu zeichnen und ahnungsvoll zu raunen : 'und das ist die Milchstraße !', die alles verläßlich zu umfassen schien.

So ist es freilich sehr beunruhigend, in dem verlinkten Bericht zu lesen, daß die Milchstraße, gänzlich anders, eben noch im Außenbezirk taumelt, und gleich daneben finstere Abgründe gähnen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit erinnerte uns Carlos hier an die drei großen Kränkungen der Menschheit, droht uns nun bereits die vierte ?

Doch selbst damit nicht genug. Weist uns Det darüber hinaus darauf hin, daß das Ganze um ein Haar in einem einheitlichen Brei aus irgendwas geendet hätte, hätte nicht jemand vergessen, schnell noch den Grieß reinzurühren. Doch so sind schließlich unsere Milchstraßen übrig geblieben.
Wer hat uns das alles eingebrockt, mit dem wir uns jetzt herumschlagen müssen ?
Ja, ja, wieder mal die Quanten ! Diese Luder sollte man sich schleunigst ernsthaft vorknüpfen ! Brachten sie erst kürzlich die Hirnforscher in Aufregung als mögliche Verursacher einer dann nicht mehr auszuschließenden Willensfreiheit, und jetzt auch das noch - ei, ei, eieiei !

Dennoch scheint nicht alles verloren, berichten die Astronomen außerdem vom Großen Attraktor, wo sich das Ganze schließlich wieder zusammen findet. Somit sind alle Ängste abzugleiten unötig, wie auch sämtliche aufwendige Raumfahrt. Genießen wir vorerst den Herbst und warten einfach etwas ab, bis es soweit ist. Dann können wir alles bequem vor Ort bestaunen.

diogenes
det
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geschrieben von det
als Antwort auf diogenes vom 05.09.2014, 10:51:00
Au Weia, das mit den Quanten und der Willensfreiheit sollte schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Erst einmal sind Quanten keine Teilchen, sondern Eigenschaften von Teilchen, zweitens wirken sie leider nur im subatomaren Bereich, eben auf der Ebene der Elementarteilchen. "Leider" habe ich geschrieben, weil manche Quanteneffekte, wie zum Beispiel der Tunneleffekt, im Alltag sehr lustig sein könnte. Ich stelle es mir jedenfalls nett vor, durch die Tresorwand einer Bank zu tunneln und meine Barschaft aufzufrischen.
Tatsächlich ist dieses Universum ein einziges Wunder. Allein sich vorzustellen, welche Mengen an Materie da draußen sind und daß das alles mal in einem einzigen Punkt versammelt gewesen sein soll übersteigt jede Vorstellungskraft. Wenn wir dann noch überlegen, daß wir nur ca. 4,9% der Materie sehen können und der Rest aus Dunkler Materie und Dunkler Energie bestehen, dann wir es noch fantastischer.
Genauso spannend ist die Vorstellung, wieviel Faktoren genau passen müssen, damit überhaupt Materie im Universum entstehen kann, von den Voraussetzungen für Leben ganz abgesehen. In einem Artikel über Kosmologie fand ich eine Auflistung der notwendigen Faktoren. Alle Naturkonstanten müssen genau den jetzigen Wert haben, sonst endet das Universum in leerem Raum voller Strahlung.

Für mich gibt es kaum etwas faszinierenderes, als in den Himmel zu sehen und mir das alles bewußt zu machen.

det
diogenes
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geschrieben von diogenes
als Antwort auf det vom 05.09.2014, 12:55:17
mit den Verlockungen, den Tunneleffekt im Alltag zu nutzen,

dürftest Du, Det, wohl nicht alleine sein.

Ein wohlbekannter Fußballer, der das Auffrischen seine Barschaften in anderer Weise versucht hatte, inzwischen deshalb jedoch sein Trikot wechseln mußte, dürfte in seiner derzeitigen Unterkunft ebenfalls sehnsüchtig davon träumen.

Die Faszination beim sinnierenden Blick in die letztlich nicht faßbare Himmelsweite ist auch mir wohl vertraut.

Die höchst beeindruckenden Vorstellungen über das Universum indes sehe ich als Abbilder oder Modelle einer letztlich nicht unmittelbar erfaßbaren Wirklichkeit, die jedoch vernünftigerweise durchaus angenommen werden darf.

Somit ist meine Bewunderung hierbei untrennbar gepaart mit der für die respektablen Fähigkeiten des menschlichen Geistes, der dazu in der Lage ist, diese hervorzubringen.
Mit Laniakea dürfte dabei nun ein weiterer Meilenstein hinzugefügt sein, sollte es sich im Weiteren bestätigen.

In dem verlinkten Bericht sind hierzu einige Voraussetzungen erwähnt, die satellitengestützten Beobachtungen, die leistungsfähigen Anlagen zur Auswertung dieser riesigen Datenmengen, die Entwicklung der dafür nötigen Rechenmodelle und schließlich der visuellen Darstellung.

Unversehens fiel mir dabei auch Johannes Kepler ein, der vor gut 400 Jahren die umfangreichen Beobachtungsdaten von Tycho Brahe zu den Planetenbewegungen unseres Sonnensystems in das wohlbekannte Ellipsenmodell und die nach ihm benannten Gesetze umarbeitete und das noch im Handbetrieb.

Zu den von mir gar so fahrlässig vorgeführten Quanten noch eine Bemerkung. In vergangenen Monat waren wir im Urlaub, und ich hatte an den eingestreuten Regentagen die willkommene Gelegenheit, ein Gespräch zwischen dem im Mai dieses Jahres verstobenen Physiker Hans-Peter Dürr und dem Religionswissenschaftler Raimon Panikkar nachzulesen.

Dürr zeigt darin die Entwicklung von der klassischen, mechanischen Physik zur modernen des 20. Jhdrts auf und weist ebenfalls darauf hin, daß der Teilchenbegriff in letzterer nicht mehr angemessen sei.

Wörtlich : 'Die Symbolsprache der modernen Physik ist prozeßhaft, dargestellt durch Operatoren, die nicht Teilchen, sondern Elemente von Veränderungen oder Beziehungen darstellen. Anstatt von Atomen oder Teilchen zu sprechen, sollten wir sie besser 'Wirks' oder 'Passierchen' (abgeleitet von 'wirken' und 'passieren') nennen. Diese Elementarprozesse sind im Grunde kreativ.' (H.P. Dürr & R. Panikkar, Liebe - Urquelle des Kosmos, HERDER spektrum Freiburg i.Br. 2008, S. 29 f.).

Wurden nun bei der Diskussion der Willensfreiheit auch die Quanten angeführt, so wäre es selbstverständlich absolut unsinnig, dies im Sinne eines ursächlichen Einflusses dieser auf willentliche Entscheidungen zu verstehen. Würde dies doch genau einer wesentlichen Erkenntnis der modernen Physik entgegenstehen, nach der die dort auftretenden Phänomene eben nicht mehr kausal, sondern durch typische Auftretenswahrscheinlichkeiten bestimmbar sind.

Als Metapher verstanden, daß Willensentscheidungen ebenso Prozesse sind, die typischerweise nicht vollständig kausal bestimmt werden können, halte ich durchaus für vertretbar.

Doch stattgegeben, dies sprengt selbst astronomische Dimensionen

- also ab in die Versenkung !

diogenes

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det
det
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Re: Sie befinden sich ->hier
geschrieben von det
als Antwort auf diogenes vom 05.09.2014, 20:31:57
Ich bitte für meine abwertenden Worte um Verzeihung. Ich hatte den Bezug der Quanten zum freien Willen zu wörtlich verstanden.
Die Aussage von Dürr kann ich verstehen, wenn ich auch kein Physiker und somit auf die populärwissenschaftliche Literatur angewiesen bin. Trotzdem halte ich das Modell von Wellen und Teilchen immer noch für hinreichend genau, um Phänomene, wie zum Beispiel den Welle-Teilchen-Dualismus einem auf diesem Gebot Ahnungslosen zu erklären. Es ist wie das Bohrsche Atommodell mit seinen Elektronenschalen, von dem wir wissen, daß es nicht zutrifft, das aber immer noch benutzt wird, um besagten Ahnungslosen das Grundmodell eines Atoms nahezubringen.

det
nasti
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Re: Sie befinden sich ->hier
geschrieben von nasti
als Antwort auf det vom 07.09.2014, 18:05:39
Tja,

und hier kommt ein Kommentar einer fast unwissenden Userin, /Ich/ welcher mit Faszination und Begeisterung liest alles was mit Universum und damit verbundene Gehemnisse und Mysterien gibt. Schon seit Kindheit.

Zum mein Glück sind die Zeiten angekomen, wo die Menscheit /und nicht nur die Wissenschaftler/ ist neugierig und möchte wissen woher wir kamen und wohin wir gehen.
Das mesnchliche Neugier ist nicht neu, es ist unendlich. Die mit klassische Wissenschaft genannte URZEITEN sind nicht aktuell, die Prähistorische Archeologie und Prä Astrologie zeigen das es Dinge gibt zwischen Erde und Himmel welcher sind nicht erklärbar.
Schon vor 100 Jahren haben Sie sich auch Künstler beschäftigt mit unsichtbaren räumlichen vierten Dimension, zwischen Theosophen und Schrifsteller waren diese "neue" Entdeckungen wie den Röntgenstrahlen und elekktromagnetische Wellen eine Motivation nach suche der Paralellwelten und unsichtbare Realitäten.

Vor kurzem habe ich eine Ausstellung gesehen mit Werke der 3 Kunstmaler---Kandinsky, Malewitsch und Mondrian in Düsseldorf. . Gerade vor 100 jahre --sieht so aus das dieses Entdeckungswellen kommen periodisch jede 100 jahre zurück...
Die Vorstellungen über mehrdimensionalen Welt hatten die 3 Künstler und plus noch der russsiche regiseur Eisenstein sehr stark beschäftigt. Zum beweise seiner Theórien haben natürlich Geld nötig, die Versuch bei 1. Weltkrieg scheiterte.

Ich habe schon sehr lange auch starke Verlangen die Mysterien mit Quantenphysik , Elektronen, Photonen / Sheldrek : Qaunten Engel/ zu malen.
13. September nächste Woche stelle ich mit einem spirituell denkenden Bildhauer aus in Galerie WGP Passau , also keine Weltberühmte Ausstellung, so provinziell eher.

Die gute Polulärwissenschaftler haben mir sehr viel angetan, die Paralellwelten mit fast Sci Fiktion Theorien von Physiker Michio Kaku und Astrophysiker Philippenko und viele andren noch . Ich nehme meine Malerei nicht ernsthaft, ich lache dabei, aber macht mir Spass. Wer hat schon Antimaterie oder schwarze Materie gesehen? Oder Photonen?
Unendlich suche ich danach in Google..und finde ich auch. :) So Spuren...

schorsch
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Re: Sie befinden sich ->hier
geschrieben von schorsch
als Antwort auf nasti vom 07.09.2014, 22:24:54
Der Mensch hat begonnen einer zu werden, als ihn die Neugier dazu trieb. (Ironimus Stichelfeder)

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