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Plaudereien Wie dreist kann man sein

kirk
kirk
Mitglied

Wie dreist kann man sein
geschrieben von kirk
um sowas zu machen?

Da setzt sich eine Frau (52) mit ihrem Notebook in einem Elektrofachmarkt zwischen die Regale und kopiert einfach Musik-CDs. Vielleicht war das aber auch nur "jugendliche Naivität"
Re: Wie dreist kann man sein
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf kirk vom 15.09.2010, 12:19:05
jetzt wird wegen Urheberrechtsverletzung ermittelt?

Das ist ja auch ne interessante Variante!

eko
eko
Mitglied

Re: Wie dreist kann man sein
geschrieben von eko
als Antwort auf vom 15.09.2010, 12:34:14
Das Unrechtsbewusstsein vieler Menschen ist zu einem Nichts degeneriert. Viele Leute meinen, in einer Demokratie dürfe man sich alles erlauben, sie wissen nur von Rechten, von Pflichten und Verantwortrung haben sie nichts gehört bez. ignorieren es einfach.

e k o

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Re: Wie dreist kann man sein
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf eko vom 15.09.2010, 14:00:59


naja, eko, das würde ich jetzt mal nicht mit falschem Demokratieverständnis gleichsetzen

Ein Klauversuch war es, Kategorie Ladendiebstahl der besonderen Art, und das wird nun geahndet.
Es ist vor allem deshalb eine Meldung wert gewesen, weil es eine Variante ist, die anscheinend noch nicht oft aufflog.
Leute, die ganze Waschmaschinen aus dem Mediamarkt raustragen ohne zu bezahlen, gibt es auch.
Da ist der materielle Schaden noch beachtlicher.

Es gibt keine Aussage darüber, ob die Frau evtl. geistig gar nicht in der Lage war, die Zusammenhänge zu durchschauen.
Möglicherweise handelte sie in der Annahme, niemanden zu schädigen?
Nun wird sie entsprechend belehrt werden und die Konsequenzen tragen müssen.

Den Untergang des Abendlandes würde ich von diesem Vorfall nicht ableiten -
da wird in der Wirtschaftskriminalität in ganz anderen Kategorien betrogen.

Sorella
hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Wie dreist kann man sein
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf kirk vom 15.09.2010, 12:19:05
Es ist nicht dreist, ich würde ihr Verhalten als dumm bezeichnen. Sie hat ja die CDs nicht einmal käuflich erworben. Das ist ganz simpel gesagt: Laden-Diebstahl.

Dabei ist es so einfach sich innerhalb weniger Tage tausende Musiktitel ganz legal in guter Qualität auf die Festplatte zu holen. Die größte Mühe macht dann nur noch die Titel nach Interpreten zu sortieren und vorn und hinten mit einer geeigneten Software zu beschneiden. Ich schaffte es innerhalb einer Woche den 4 GByte SanDisk Chip meines MP3-Player fürs Autoradio bis zum letzten Kluster mit MP3s zu füllen.

karl
karl
Administrator

Re: Wie dreist kann man sein
geschrieben von karl
als Antwort auf hinterwaeldler vom 15.09.2010, 15:35:52
Man sollte aber sehr vorsichtig sein. Auf keinen Fall Tauschbörsen benutzen und absolut sicher sein, dass das, was man tut, legal ist. In meinem Umfeld ist die Verwendung einer Tauschbörse zu einem Tausendeurograb geworden. Abmahnungen ohne Ende. Die Abmahnanwälte verwenden inzwischen eine von den Gerichten anerkannte Methode, um die Sünder per IP-Adresse zu identifizieren. So mancher ist hier naiv in die Falle getappt.

Nach dem neulich diskutierten Kochbuchmuster (Marions Kochbuch) kann davon ausgegangen werden, dass zwischen manchen Musik-Anbietern im Netz und Abmahnanwälten lukrative Verbindungen bestehen und die eine Hand der anderen die "Kunden" zuspielt.

Karl

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Re: Wie dreist kann man sein
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf karl vom 15.09.2010, 16:01:38


Das Verschenken von Musik aus dem eigenen Besitz ist erlaubt.

Leute kennen, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben, ist ebenfalls erlaubt.


Ich habe noch nicht 1 kb über Tauschbörsen bezogen und trotzdem mehr Musik auf meinem Rechner, als auf meinen IPodClassic passt.

(Wer Zeit hat, kann auch weltweit Radiosendungen mitschneiden und dann zerlegen)


ehemaligesMitglied23
ehemaligesMitglied23
Mitglied

Re: Wie dreist kann man sein
geschrieben von ehemaligesMitglied23
als Antwort auf vom 16.09.2010, 12:09:55
Ich denke Kirk ging es weniger um die Musikrechte, als um die Dreistigkeit und Abgebrühtheit mit der Diebe heutzutage vorgehen.
Es ist schon etwas Anderes wenn ein Gegnstand in die Tasche gesteckt wird , um heimlich aus dem Laden getragen zu werden, als sich in aller Seelenruhe hinzusetzen und stundenlang CDs zu kopieren.

In Hamburg haben Diebe gestern einen Notfall- Ambulanz- Wagen ausgeräumt. Die Retter waren im Haus , einen Patienten zu versorgen und aus dem Wagen wurde währenddessen das Beatmungsgerät und diverse andere medizinische Geräte sowie das Navi geklaut.

Was geht nur in solchen Menschen vor?
stellamaris
Re: Wie dreist kann man sein
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf ehemaligesMitglied23 vom 16.09.2010, 13:49:09
stellamaris,
der Grad meiner Empörung wächst auch, wenn Sankas ausgeräumt werden.

Wenn jedoch Musik auf besondere Weise illegal kopiert wird,
dann hat das für mich persönlich deswegen einen anderen Stellenwert,
weil nicht direkt Eigentum beschädigt oder geklaut wird,
sondern es mehr eine Form von unbezahlter Nutznießung ist
(ähnlich vielleicht dem Schwarzfahren, oder Handyaufladen am Arbeitsplatz).

Deshalb ja auch der Dreh mit der Urheberrechtsverletzung,
weil es im Rahmen des Eigentumsdelikts wahrscheinlich schwierig
zu fassen ist.

Bitte - damit ich nicht falsch verstanden werde -
ich bin gegen jede Art von persönlicher Bereicherung auf Kosten anderer.
Nur denke ich nicht, dass sich illegales Musikkopieren auf
mangelndes Demokratieverständnis zurückführen lässt.

Sorella.
ehemaligesMitglied23
ehemaligesMitglied23
Mitglied

Re: Wie dreist kann man sein
geschrieben von ehemaligesMitglied23
als Antwort auf vom 16.09.2010, 14:11:14
sorella
für mich gibt es da keinen Unterschied. Ob Diebstahl oder Urheberrechtverletzung, in beiden Fällen wird geklaut.
Durch unberechtigte Nutzung schädigt man den Künstler , der ja von dem Verkauf der Musik, Fotos usw. leben muß.
stellamaris

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