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Schwarzes Brett Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin

Monja_moin
Monja_moin
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Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin
geschrieben von Monja_moin
Senior/innen kämpfen dafür damit sie nicht aus ihren Wohnungen vertrieben werden.



Zitat:
"Das Haus am Hansa-Ufer 5 war früher ein kommunales Seniorenwohnhau. Solange es dem Land Berlin gehörte, durften hier ausschließlich Rentner mit kleinem Altersgeld einziehen.
Dann verkaufte der Senat das Haus an die Immobilienfirma AKELIUS GmbH – ohne irgendwelche Schutzklauseln für die betagten MieterInnen, die darin leben!

Der private Investor plant nun Luxusmodernisierungen, Aufstockung um eine ganze Etage, Penthäuser auf dem Dach, usw…

Die SeniorInnen befürchten, dass sie – wie viele andere MieterInnen in ganz Deutschland - bei alledem auf der Strecke bleiben (sollen). Darum kämpfen sie dafür, dass die Berliner Politik endlich Verantwortung übernimmt und den Fehler vom Verkauf des Hauses wieder gutmacht. Die SeniorInnen fordern: Kauft das Haus zurück und macht es wieder zu einem kommunalen Seniorenwohnhaus![i][/i]"

Diese Senioren/innen bewundere ich, daß und wie sie geschlossen miteinander für ihr Anliegen kämpfen und sich nicht vertreiben lassen.

Monja.
val
val
Mitglied

Re: Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin
geschrieben von val
als Antwort auf Monja_moin vom 11.11.2015, 15:36:20
Da hoffe ich, dass sie Erfolg haben! Val
Monja_moin
Monja_moin
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Re: Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin
geschrieben von Monja_moin
Diese Senior/innen sind auch unzufriedene Bürger.

Sie benennen allerdings weshalb sie unzufrieden sind, tun sich zusammen und verkünden es gemeinsam.
Sie laufen nicht irgendwelchen "Hohlköppen" hinterher und bedienen sich deren Parolen!

Monja.

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Edita
Edita
Mitglied

Re: Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin
geschrieben von Edita
als Antwort auf Monja_moin vom 11.11.2015, 16:32:55
So sieht's aus Monja, wenn man aber solch eine Veranstaltung auf die Beine stellen kann, das beweist daß sie selber auch was in der Birne haben, die würden Hohlköppen wohl nie hinterherlaufen!

Edita
Gillian
Gillian
Mitglied

Re: Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin
geschrieben von Gillian
als Antwort auf Edita vom 11.11.2015, 16:44:28
Das ist wohl wahr, Edita, - ich fürchte aber, dass sich die Stadtverwaltung und auch der neue Besitzer davon nicht beeindrucken lassen.
So eine attraktive Immobilie ist doch viel zu schade für die noch vergnügt singenden, aber leider wenig betuchten alten Bewohner .
Es würde mich zwar freuen, aber auch sehr wundern, wenn sie mit ihrem Flashmob tatsächlich Erfolg hätten ...
Gi.
Bruny
Bruny
Mitglied

Re: Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Gillian vom 12.11.2015, 14:51:10
Ich würde zwar den Damen Erfolg gönnen, bin aber zu sehr Realist. Die Immobile ist rechtmäßig gekauft und eine Rückabwicklung ist wohl mehr als fragwürdig.
Bruny

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olga64
olga64
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Re: Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin
geschrieben von olga64
als Antwort auf Monja_moin vom 11.11.2015, 15:36:20
Die SeniorInnen befürchten, dass sie – wie viele andere MieterInnen in ganz Deutschland - bei alledem auf der Strecke bleiben (sollen). Darum kämpfen sie dafür, dass die Berliner Politik endlich Verantwortung übernimmt und den Fehler vom Verkauf des Hauses wieder gutmacht. Die SeniorInnen fordern: Kauft das Haus zurück und macht es wieder zu einem kommunalen Seniorenwohnhaus![i][/i]"

Diese Senioren/innen bewundere ich, daß und wie sie geschlossen miteinander für ihr Anliegen kämpfen und sich nicht vertreiben lassen.

Monja.
[/quote]

Ich bewundere dies auch, wenn Leute sich wehren. Aber es erscheint mir ein wenig zu naiv und zu blauäugig, diese Wehr nach vollendetem Vertragsende zu starten und dies in einem stark verschuldeten Berlin.
WArum haben die SEniorInnen nicht früher mit ihrer Revolte begonnen, wo sicher mit Medienpräsenz noch einiges zu retten gewesen wäre? Warum versuchen die Leute nicht, sich mit dem neuen Eigentümer irgendwie zu arrangieren - dieser Investor hat sicherlich noch andere Immobilien und könnte sich, um nicht eine weitere Rufschädigung zu riskieren, hier kooperativ zeigen?
Haben diese SeniorInnen keine qualifizierten Berater an ihrer Seite, die wirklich helfen könnten? So, wie es jetzt ist (und ja öfters passiert) wird auch diese Story bald wieder aus der Aufmerksamkeit verschwinden und Nachahmer werden nichts daraus lernen, bzw. auch wieder Schiffbruch erleiden. Olga
Monja_moin
Monja_moin
Mitglied

Re: Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin
geschrieben von Monja_moin
als Antwort auf olga64 vom 12.11.2015, 17:47:30


Ich bewundere dies auch, wenn Leute sich wehren. Aber es erscheint mir ein wenig zu naiv und zu blauäugig, diese Wehr nach vollendetem Vertragsende zu starten und dies in einem stark verschuldeten Berlin.
WArum haben die SEniorInnen nicht früher mit ihrer Revolte begonnen, wo sicher mit Medienpräsenz noch einiges zu retten gewesen wäre? Warum versuchen die Leute nicht, sich mit dem neuen Eigentümer irgendwie zu arrangieren - dieser Investor hat sicherlich noch andere Immobilien und könnte sich, um nicht eine weitere Rufschädigung zu riskieren, hier kooperativ zeigen?
Haben diese SeniorInnen keine qualifizierten Berater an ihrer Seite, die wirklich helfen könnten? So, wie es jetzt ist (und ja öfters passiert) wird auch diese Story bald wieder aus der Aufmerksamkeit verschwinden und Nachahmer werden nichts daraus lernen, bzw. auch wieder Schiffbruch erleiden. Olga


Siehe hier:
Senioren in Moabit wollen Luxussanierung verhindern und bekommen Zuspruch im Netz. Unterstützt werden sie sogar vom Bundesjustizminister.

Diese Senior/innen wehren sich bereits länger.

Zitat aus dem Link:
" 2007 hatte das Bezirksamt Mitte das Haus an den Investor Akelius verkauft. Das schwedische Immobilienunternehmen besitzt nach eigenen Angaben 21.000 Wohnungen in Deutschland, die Hälfte davon in Berlin. Mit dem Verkauf würde sich für die Senioren aber nichts ändern, versicherte das Bezirksamt Mitte damals in einem Schreiben an die Bewohner: "Wir können Ihnen versichern, dass der Bestandsschutz Ihrer Mietverträge gesetzlich geregelt ist, es besteht an dieser Stelle kein Anlass zu Sorge." Tatsächlich aber gab es in den Verträgen mit dem Investor keine Schutzklauseln für die Altmieter.

...........
......
Mit der Sanierung war eine Mieterhöhung von 40 Prozent angekündigt, im Schnitt 200 Euro mehr pro Mieter."

Monja.
rehse
rehse
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Re: Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin
geschrieben von rehse
als Antwort auf Monja_moin vom 12.11.2015, 19:23:39
Wir leben in einem Rechtsstaat. Alles wird gut. Ironie aus. Und wer 2007 in Berlin regiert hat, lässt sich ja auch ohne Internetz-Recherche feststellen.
olga64
olga64
Mitglied

Re: Flash-Mob am Hansa-Ufer 5 in Berlin
geschrieben von olga64
als Antwort auf Monja_moin vom 12.11.2015, 19:23:39
Wir kennen die Mietverträge nicht und wissen auch nicht, wie niedrig die Mieten vorher waren. 40% Mieterhöhung innerhalb von 8 Jahren nach Sanierung entsprechen ca 5% jährlich - da steigen die Mieten leider in anderen Metropolen derzeit viel höher. Soviel ich weiss, dürfen die Mieten maximal 6% jährlich steigen - das läge also noch im Rahmen.
Auch der Bundesjustizminister wird hier nicht viel machen können - er kann ja niemanden in Berlin empfehlen, solche Verträge rückgängig zu machen.
Leider ist es auch nicht zielführend, wenn dann bei nochmaligen Gesprächen mit dem Investor - wie anscheinend geschehen - das Ganze doch wieder ein wenig in Hysterie ausartete. Schade, die Leute hätten mehr verdient - sind aber vermutlich ein wenig zu spät dran mit ihrer Rebellion. Olga

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