Forum Allgemeine Themen Veranstaltungen/Termine 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße

Veranstaltungen/Termine 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße

JuergenS
JuergenS
Mitglied

Re: 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße
geschrieben von JuergenS
obwohl, schorsch, wenn wir reisen, wollen wir niemanden aus unserer Heimat treffen dort, das ist auch fakt.
Edita
Edita
Mitglied

Re: 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße
geschrieben von Edita
als Antwort auf schorsch vom 27.09.2014, 12:18:33
Du hast noch einen Aspekt vergessen: Wir reisen zwar gerne in fremden Ländern mit möglichst exotischen Kulturen herum. Zuhause aber möchten wir "unter uns" sein.


........und dort, in den fremden Ländern, auf Schnitzel und Eisbein mit einem kühlen Blonden, nicht verzichten!

Edita
Re: 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße
geschrieben von meli
als Antwort auf schorsch vom 27.09.2014, 12:18:33
Zuhause aber möchten wir "unter uns" sein.


Nun Schorsch, wenn das eine Aussage über Dich oder Dein Land ist, dann ist das so.

Für mich und meine Familie trifft das in keiner Weise zu.

Meine Schwiegermutter war Italienerin, meine Kinder leben also noch mit einem Migrantenhintergrund.
Sie waren von jeher für andere Nationen aufgeschlossen und geben dies auch an die Enkel weiter, ohne die Augen vor Schwierigkeiten zu verschließen.

Ich habe schallend gelacht, als ich das mit dem Migrantenhintergrund über meine Tochter erfuhr, die dies beim Ausfüllen ihrer Studienunterlagen für ihre Stiftung erfuhr.

Ich habe meine Schwiegermutter sehr geschätzt, ihren Sohn später dann weniger...

Meli

Anzeige

Re: 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf meli vom 27.09.2014, 10:27:33
.
meli, sehr schön, was du schreibst.
glaube aber bitte nicht, dass du die einzige bist, die sich so (vorbildlich) wie du benimmt.

dass du deinen beruf ohne unterscheidung der person, nationalität usw. usw. ausgeführt hast, ist eine selbstverständlichkeit.

auch ich verstehe jeden, der hierher kommt, um sich eine zukunft aufzubauen.
trotzdem werde ich mir immer erlauben, mich zu äussern,
wenn ich bedenken habe, z.b. bzgl. der aufnahmefähigkeit unseres landes.

edita, ich finde die riesigen vereinigten staaten sind als einwanderungsland nicht mit dem kleinen deutschland zu vergleichen. strikte einwanderungsregelungen gelten dort.

susserdem:
nachdem man die ureinwohner, die indianer, massakriert hatte,
fing das "freigeräumte" land quasi bei null an und war von beginn an multi-kulti, allerdings mit ähnlichen religionen.
heute haben aber auch die usa grosse schwierigkeiten.

shenaya:
berührungsängste kenne ich -wie eigentlich alle "eingeborenen"- GAR NICHT.
ich persönlich war für berührungsängste von klein an auch viel zu interessiert und neugierig.

das ist ein argument das schon lange nicht mehr zieht.
und nur dazu dient, diskussionsgegner "klein und ungebildet-er" (oder gott-weiss-was sonst noch) erscheinen zu lassen.

täglicher umgang mit menschen aller nationalitäten ist seit jahrzehnten in deutschland gang und gäbe.

lg m./.
.
Re: 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße
geschrieben von meli
als Antwort auf vom 27.09.2014, 12:36:23
Liebe Margarit,

jetzt bin ich ein wenig baff.
Warum sollte ich glauben, dass ich die Einzige wäre,
die sich so verhält?
Das wäre doch recht vermessen und ich möchte nicht,
weil ich hier von meinen Erfahrungen in Laufe meines
Lebens spreche, in diese Schublade zu kommen.

Und glaube auch bitte nicht, dass es - weil es der
Krankenpflegeberuf ist - nicht auch durchaus KollegInnen
gibt, für die das keine Selbstverständlichkeit ist.
Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille.

Wir sind in diesem Beruf zwar anderen Bedingungen
ausgesetzt, aber jeder hat seine eigene Biographie und
sein eigenes Erleben, das jeden prägt.

Es sollte eine Selbstverständlichkeit der Menschlichkeit
sein, eine Mitmenschlichkeit in sich zu haben, doch ist
es das leider nicht immer.

Hier ist ein Bericht über ein Hotel in Bautzen.

Asylbewerber in einem Hotel in Bautzen

Der Hotelbesitzer erfuhr sogar Morddrohungen!!!

Ich verlinke hier noch aus der Mediathek eine Sendung mit Maybritt Illner, in der es um die Flucht von Millionen geht - und hier kommt der Hotelbewohner persönlich zu Wort.
Da wird auch ausdrücklich auf die Hilfsbereitschaft der Bautzener hingewiesen.
Aber es gibt auch die andere Seite.

Maybritt Illner - Millionen auf der Flucht

Meli
Re: 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf meli vom 27.09.2014, 13:11:42
.
meli, falls ich dich falsch verstanden habe, entschuldige ich mich.

ich glaube bei may-britt-illner war auch dieser hotelbesitzer.
vor einigen tagen (oder wochen?) las ich allerdings,
dass dieses hotel schwach ausgelastet und in schwierigkeiten war.
(frag mich bitte nicht nach der quelle, tv oder presse, ich weiss es nicht mehr.)

egal, auch ein 4-sterne-hotel in nöten ist eine gute unterbringungsmöglichkeit. beiden seiten ist damit geholfen.

von der illner-sendung war ICH peinlich berührt (ich schrieb das hier schon irgendwo).
für mich ungewöhnlich, empfand ich als besonders unangenehm den CDU-ler.

es ging mal wieder alle (einschliesslich illner) gegen einen:
der auf mich vernünftig wirkende adf-politiker kam kaum zu wort.
wie er frage auch ich mich, warum die geltenden asyl-vorschriften keine anwendung finden, sobald in den heimatländern frieden ist?

*** *** ***
hier eine doku, die ich (vorgestern?) im ndr sah.
WOHIN MIT DEN FLÜCHTLINGEN

es ist schwierig, unterkünfte für flüchtlinge zu finden, stimmt.
gefunden werden müssen sie, das ist auch klar.

wobei ich bei dieser dame und dem herrn kritisieren muss, dass diese ihre ansprüche an die lage der grundstücke viel zu hoch schrauben.
aldi, lidl, kindergärten und schulen "um die ecke" ... also zentrale lage wurde gewünscht ???

wenn ich dann an dörfer auf den höhenzügen entlang des rheins denke,
und die alten, die notwendigerweise dort zurückgelassenen wurden, dort "rumkrauchen" sehe... komme ich bei solchen ansprüchen schon in's grübeln.
wen interessiert's,
wie diese alten menschen zu den für sie notwendigen einrichtungen kommen?

m./.
.

Anzeige

Re: 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße
geschrieben von meli
als Antwort auf vom 27.09.2014, 14:08:47
Hallo Margarit,

die Sendung kam letzten Donnerstag, 25.9. umd 22.15 Uhr.

Sie ist also noch nicht alt.

Die Zimmer im 4 Sterne Hotel sind entsprechend angepasst, das geht aus dem Artikel, den ich mit einsetzte deutlich hervor.
Es gibt keine Minibar - kein TV etc. Jeglicher Luxus wurde entfernt.
Sie haben ein Dach über dem Kopf und sanitäre Einrichtungen, darum geht es zuerst einmal.

Ich finde die Idee jedenfalls besser, als Zeltstädte zu errichten, wie es jetzt von irgendeiner Seite gefordert wurde.
Aber auch da gibt es unterschiedliche Meinungen.
Soll jeder seine Meinung ordentlich vertreten.

Was den adf Mann anging, sind wir auch sehr unterschiedlich gelagert.
Er brachte m.M.n. überwiegend Allgemeinplätze, fiel den Mitdiskutanten auffallend häufig ins Wort und redete sie einfach nieder.
Für mich kein guter Stil - abgesehen davon glaube ich ihm seine Aussagen in Bezug auf die Zielrichtung nicht.

"Ja, aber" heißt nein!

Ich bin sicherlich keine Freundin der CDU bzw. aller CDUler, aber ein Diskutant, der seinen Stoff kennt, die Zahlen korrekt benennt, ist mir doch deutlich lieber.

So und für den Rest des Tages klinke ich mich hier jetzt aus.
Es gibt auch noch ein Leben außerhalb des ST.

Schönes Wochenende!

Meli
Edita
Edita
Mitglied

Re: 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße
geschrieben von Edita
als Antwort auf meli vom 27.09.2014, 13:11:42
@ margarit
Mein Einwand bezieht sich auf die Verwirklchung oder besser gesagt das Möglichsein von Multi-Kulti, und nicht auf die Einwnderung in Nordamerika!
meli
Die Katze beißt sich insofern nicht in den Schwanz, weil die von uns gewählten Politiker zwar in den vorhergegangenen Wahlreden sich so menschenfreundlich und menschenrechtseinfordernd wie möglich geben, aber wenn sie es dann " geschafft " haben, den Geldhahn zudrehen und
" das Boot voll werden lassen "!
Sie schüren die Angst unter uns daß das Geld " für " uns nicht mehr reicht, sie suggerieren daß Asylbewerber uns was wegnehmen, sie kasernieren jahrelang Asylbewerber in heruntergekommenen Wohnblöcken, ziehen Stacheldrähte und " bauen " so die " Betonmauern " in vielen Köpfen erst auf!
Und wenn Gemeinden und Kommunen das Geld fehlt, dann muß halt in Gottes Namen der Bund einspringen, soll er doch einen Teil der zusätzlichen Millionen der säumigen Steuerflüchtlinge dafür hernehmen, alleine mit Hoeneß seiner Nachzahlung kann man schon seehr viel Gutes tun, lach, und jetzt wieder ernst, es wird sagenhaft viel Geld beim Bund verplempert, die sollen sich mal ernsthaft fragen, ob sie noch alle Latten an ihrem " Asylzaun " haben!
Und was ich so erlebt habe, ich habe jahrzehntelang mit multi-kulti gearbeitet, gelebt und gefeiert, die Deutschen, jedenfalls nicht die Mehrheit, sind von Hause aus nicht gegen multi-kulti, sie werden peu a peu politisch so manipuliert, in dem man Asylbewerber mit Stacheldraht umgibt, sie die Sprache nicht lernen läßt, sie nicht arbeiten läßt, das fördert nur eins, nämlich Kriminalität!
Für mich ist das ein Problem, das politisch hausgemacht ist!

Edita

Europas Flüchtlingspolitik : Tödlicher Zynismus
Re: 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf meli vom 27.09.2014, 14:21:05
.
natürlich wurde das hotel den bedürfnissen von flüchlingen gemäss umgebaut.
wobei die kosten dafür vermutlich NICHT beim hotelier hängen blieben bzw. eine gute (momentan fast zinslose) investion sind.

meli, wen interessiert unter den gegebenen umständen schon die von dir erwähnte mini-bar&co? die flüchtlinge sicher nicht.

wie ich las/hörte, war das hotel schwach ausgelastet
und nicht haltbar.
ein hotel in nöten ist nach umbau gut geeignet zur unterbringung von flüchtlingen,

beide seiten haben also nutzen,
die flüchtlinge und der hotelier.

den herrn als reinen wohltäter darzustellen, empfinde ich als peinlich.

m./.
.
Re: 28.09.2014: Multi-Kulti-Fest in Neustadt an der Weinstraße
geschrieben von meli
als Antwort auf Edita vom 27.09.2014, 14:30:15
Jetzt will ich doch noch direkt auf Dich antworten,
Edita.

Wir sind nicht so weit voneinander entfernt, wie es
vielleicht den Anschein hat.

Was Du schreibst, gilt insbesondere für BW, bei
denen die Auffangstelle (allein schon der Begriff)
in Karlsruhe auseinanderplatzt und keine Menschen
mehr aufnehmen kann.
Momentan wird geprüft, ob eine Aufnahme in stillgelegte
Krankenhäusern möglich ist.
Du wirst sicher auch in den regionalen Nachrichten davon
gehört haben.
Das wäre jedenfalls eine sinnvolle Verwendung der
leerstehenden Bauten und sicherlich im Hinblick auf
den kommenden Winter besser für die Menschen, als in
Zeltstädten, wie es auch schon gefordert wurde, unter-
gebracht zu sein.

Doch - Edita, Hand aufs Herz !
Wer hat von uns denn dem Abgeordneten der Partei,
die er gewählt hat oder dessen Parteibuch er besitzt,
Feuer unter den Hintern gemacht?
Ich gestehe, ich nicht.

Wir leben in einer Zeit, die sich wohl als Zeit einer
erneuten Völkerwanderung ausweist.
Und hinzu kommt die große epidemische Kathastrophe, die
sich durchaus in eine Pandemie entwickeln kann, ohne
Ängste schüren zu wollen.

In diesen Zeit zeigt sich, wie viel jeder Einzelne bereit
ist, sich Fremdem stellen zu wollen oder zu können.

Ein Abschotten durch die Grenzen, wie es der afd-Mann gern
hätte, kann nicht die Antwort auf diese gesellschaftlich
umwälzenden Ereignisse sein.

Was die Finanzen des Bundes angeht, war auch in der
Sendung zu hören, dass die Situation von den Politikern
völlig fehl eingeschätzt wurde, weil niemand mit diesen Flüchtlingsströmen gerechnet hatte.

Für mich ist das eine Schutzbehauptung derjenigen Politiker,
die mit diesen Aufgaben befasst waren.

Der Bundesrechnungshof wird auch für dieses Jahr wieder mit
dem Finger auf die Fehlkalkulationen und -ausgaben des Bundes
hinweisen.
Ich bin mir dessen bewußt, dass das unsere Steuergelder sind.

Doch leider gibt es - meines Wissens nach - kein Gremium, das
die entsprechenden Politiker diesbezüglich in die Verantwortung
nehmen kann.
Einige Lippenbekanntnisse reichen.

Doch ging es mir auch darum aufzuzeigen, dass man sehr wohl
etwas zur Verbesserung tun kann, indem ein wenig Freundlichkeit
und Hilfe dort, wo sie möglich ist, geleistet wird.

Und da denke ich, dass der Besuch eines solchen Festes, das 21 x
friedlich verlaufen ist, eine Möglichkeit darstellt, Kontakte zu
knüpfen.
Was ich versuche kennenzulernen, verliert seine Fremdheit.

Die Probleme werden wir nicht lösen, aber überdenken können
wir sie - wie man an diesem Thread sieht.

Schönes Wochenende und Gruß an Mausi

Meli

Anzeige