Diese 5 Dinge sind unwahr, obwohl es alle glauben

Rund um Computer, Internet und Smartphone gibt es eine Reihe von Mythen und Missverständnissen. Diese begegnen uns in unserer Arbeit beinahe täglich, immer wieder werden wir danach gefragt oder darauf angesprochen. Daher möchten wir heute fünf der häufigsten Missverständnisse vorstellen und darüber sprechen. Es geht dabei um die Sicherheit der Cloud, um Speicherplatzprobleme bei Handys, um langsame Computer, anonymes Surfen im Internet und um das Löschen von Apps. Es handelt sich dabei also um Dinge, die jedem Leser irgendwann einmal im Alltag begegnen werden.

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©TeroVesalainen | Pixabay.com


Missverständnis Nr. 1:

“Mein Handy ist voll, weil ich zu viele Apps installiert habe”

android-generisch.pngFrüher oder später erhalten die meisten Smartphone-Nutzer die Meldung, dass der Handyspeicher (bald) voll sei. Manchmal geht dies soweit, dass man keine neuen Updates mehr herunterladen kann oder keine Fotos mehr gemacht werden können, weil auf dem Handy einfach kein Platz mehr ist. Häufig denkt man dann, die Ursache für die Speicherplatzprobleme seien zu viele installierte Apps. Es ist zwar möglich, alleine mit Apps das Smartphone so zu füllen, dass es irgendwann komplett voll ist, doch in den allermeisten Fällen liegt es nicht an den Apps, sondern an den Fotos und Videos! Neue Apps installiert man vielleicht alle paar Wochen einmal. Fotos und Videos werden jedoch fast täglich gemacht. Hinzu kommen noch die zahlreichen Fotos und Videos, die wir zum Beispiel über WhatsApp geschickt bekommen. Somit verringert sich der freie Handyspeicher täglich.

Die Lösung: löschen Sie von Zeit zu Zeit unnötige Fotos und vor allem Videos auf Ihrem Handy. Außerdem ist es möglich, Fotos in die Cloud auszulagern und somit große Mengen an Speicherplatz auf dem Handy freizugeben. Die beste Möglichkeit dafür ist die App Google Fotos.


Missverständnis Nr. 2:

“Viele Programme verlangsamen den Computer”

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Folgendes Gerücht hält sich seit Jahrzehnten: Wenn ich viele Programme installiert habe, dann wird mein Computer langsamer. Weil viele Menschen denken, dies sei wahr, löschen (deinstallieren) sie gerne all die Programme, die sie nicht kennen. Das wiederum hat oft zur Folge, dass Programme gelöscht werden, die zwar vom Namen her nicht bekannt sind und daher unwichtig erscheinen, die aber eine sehr wichtige Rolle im System spielen. Die Folge ist dann, dass einige Zeit später der Computer “plötzlich” nicht mehr richtig funktioniert und Fehlermeldungen erscheinen.

Fakt ist aber: viele installierte Programme verlangsamen den Computer nicht. Erst wenn viele Programme gleichzeitig geöffnet werden oder wenn viele Programme im sogenannten Autostart sind (d.h. sie werden direkt mit dem Hochfahren des Computers im Hintergrund gestartet), erst dann wird der Computer langsamer. Löschen Sie aber bitte nicht einfach so Ihnen unbekannte Programme. Diese können wichtig für das Funktionieren des Computers sein!

Missverständnis Nr. 3:

“Mit dem Privaten Inkognito Modus ist man anonym im Internet”

incognito.pngJeder Browser hat einen sogenannten “Privaten Modus”, er wird auch manchmal “Inkognito Modus” genannt. Wenn man diesen aktiviert, ist man “privat” unterwegs. Oftmals wird dieses “privat” aber falsch verstanden. Privat bedeutet nicht, dass man nun im Internet komplett anonym unterwegs sei und man keine Spuren im Internet hinterlassen würde, dass also niemand mehr nachverfolgen könne, auf welchen Seiten man war und was man dort gemacht hat. Das ist nicht der Fall!

“Privat” bezieht sich hierbei nicht auf das Internet, sondern auf den Computer, an dem man gerade sitzt. Wenn der private Modus im Browser aktiviert ist, hinterlässt man keine Spuren auf eben diesem Computer, das bedeutet, es werden zum Beispiel nicht die besuchten Seiten gespeichert. Spuren im Internet hinterlässt man allerdings weiterhin. So weiß unser Internetanbieter zum Beispiel trotzdem, welche Seiten wir besucht haben. Durch den privaten Modus wird verhindert, dass Menschen, die den gleichen Computer nach mir nutzen, Einsicht in die Spuren haben, die ich normalerweise auf dem Computer hinterlassen hätte. Der private Modus des Browsers ist also vielmehr ein Schutz direkt vor Ort, am Computer selbst, gegen andere Personen, die ebenfalls diesen Computer nutzen. Ganz typische Beispiele sind Computer, die von der ganzen Familie genutzt werden, öffentliche Computer in einer Bibliothek, einer Hotel-Lobby oder einem Internetcafé.


Missverständnis Nr. 4:

“Wenn meine Daten in der Cloud sind, kann jeder darauf zugreifen, die Daten sind nicht sicher.”

cloud.pngDie Cloud ist vergleichbar mit einer Festplatte im Internet. Wenn Sie einen Cloud-Dienst nutzen, dann bekommen Sie Ihre eigene Internetfestplatte, auf die auch nur Sie zugreifen können. Abgesichert ist “Ihre Cloud” mit einem Passwort, das Sie sich selbst ausdenken. Es ist Ihr Anmeldepasswort für den Cloud-Anbieter. Verschiedene Anbieter sind zum Beispiel die Dropbox, Google Drive, Microsoft One oder die iCloud von Apple. Bei jedem dieser Dienste haben Sie eigene Anmeldedaten, um auf die Cloud zugreifen zu können. Das Passwort dafür denken Sie sich selbst aus. Und so sicher wie dieses Passwort ist, so sicher ist auch die Cloud. Wenn Sie ein sehr schwaches und einfach zu erratendes Passwort verwenden, dann ist das Risiko recht hoch, dass jemand Ihr Passwort knacken könnte. Wenn Sie aber ein sehr sicheres Passwort verwenden (mindestens 12 Zeichen, bestehend aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, zufällig zusammengesetzt), dann wird niemand anderes jemals auf Ihre Daten zugreifen können.

Übrigens: E-Mails basieren schon seit Jahren auf dem Prinzip der Cloud, denn sie sind auf einem Mailserver gespeichert. Dieser Mailserver ist die oben erwähnte Internetfestplatte. Nur, dass man damals noch nicht das Wort Cloud erfunden hatte.


Missverständnis Nr. 5:

“Wenn ich eine App nicht mehr möchte, dann lösche ich sie und sie ist weg”

WhatsApp Logo_1.pngIn gewisser Hinsicht ist dies richtig, Apps, die Sie nicht mehr benötigen, können Sie löschen. Überlegen Sie aber auf jeden Fall vor dem Löschen, ob für die App eine Registrierung nötig war. Denn sobald man sich irgendwo registriert, wird ein Benutzerkonto angelegt. Und dieses Benutzerkonto wird durch das Löschen der App nicht entfernt. Dadurch entstehen oft große Missverständnisse, ein typisches Beispiel ist WhatsApp. Schon oft erreichten uns Anfragen von Menschen, die WhatsApp löschten, in dem Glauben, sie seien dadurch in WhatsApp nicht mehr auffindbar. Doch das ist nicht der Fall. Löscht man lediglich die App, so ist man trotzdem nach wie vor bei WhatsApp über die Telefonnummer registriert. Das bedeutet, andere Personen können uns nach wie vor in WhatsApp sehen und anschreiben. Und diese Personen wundern sich dann, warum man nie antwortet. Wenn Sie WhatsApp wirklich vollständig verlassen möchten, so müssen Sie vor dem Löschen zunächst Ihr Konto deaktivieren. Dies funktioniert über die Einstellungen. Das gilt für alle Apps, für die eine Anmeldung nötig ist.

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Quelle dieser Information ist unser Partner Levato.de

Der Artikel kann unten kommentiert werden.

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Kommentare (2)

sirod49

Auch von mir ein Dankeschön für diese Hinweise Lächeln

Ich nehme gerne mehr Ratschläge und Hinweise dazu an... und den kostenlosen Lehrgang schaue ich mir dann später mal in Ruhe an.

Viele Grüße von sirod49

 

Eveline43

Vielen Dank. Es ist gut, daß man darauf aufmerksam gemacht wird. Einiges vergißt man im Laufe der Zeit, und es gibt ja immer wieder Neues zu beachten. 
 


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