Handy-Apps für Senioren

Während viele Smartphone-Apps auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet sind, gibt es auch einige Apps, die sich vornehmlich an Senioren richten. Wir haben einige praktische Softwaretypen für die Generation im besten Alter aus beiden Lagern ausgesucht.
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Smartphone-Apps, die beim Fithalten von Körper und Geist helfen

Ein Klassiker auf dem Gebiet der Rätsel ist das Kreuzworträtsel. Viele Kreuzworträtsel-Apps bieten eine schier unerschöpfliche Fülle von Kreuzwortfeldern. Immer, wenn man sich in der Wartezeit etwa beim Arzt beschäftigen oder einfach nur die grauen Zellen ein wenig anstrengen möchte, kann man sich von der App eine Aufgabe geben lassen. Dabei sollte man am besten erst einmal die kostenlosen Versionen ausprobieren, bevor man sich für eine kostenpflichtige App entscheidet. Gerade für Gelegenheitsknobler sind diese häufig völlig ausreichend. Sie können sich für Kreuzworträtsel nicht begeistern? Vielleicht ist eine Schachrätsel- oder sonstige Rätsel-App ja eher etwas für Sie.

Weiterhin praktisch ist eine App, die medizinische Daten wie die gemessenen Blutdruckwerte verwaltet, So kann man schnell Statistiken erstellen und nachschauen, wie sich etwa der Blutdruck in den letzten Wochen entwickelt hat. Der diastolische bzw. systolische Druck wird dann im besten Fall als übersichtliche Grafik angezeigt, die oft eine wesentlich bessere Übersicht bietet als die vielen Zahlen einer typischen Messreihe. Dies ist beispielsweise sinnvoll, wenn der Arzt ein neues Medikament verschrieben hat und der Patient selbst dessen Wirksamkeit überprüfen will. Einige Apps geben auch eine Einschätzung des aus den Werten zu schließenden Gesundheitszustands ab. Diese ersetzt aber natürlich nicht die Expertenmeinung, Diagnose und Beratung des Facharztes. Außerdem sollte man die entsprechenden Apps auch in puncto Datenschutz sorgsam auswählen, da es sich bei medizinischen Daten um sensible Informationen handelt. Hier gehen erfahrungsgemäß nicht alle Anbieter gleichsam sorgfältig mit den erhobenen Daten um. Blind verlassen sollte man sich auf die Apps natürlich nicht - aber sie können eine wertvolle Hilfe zur Beurteilung der eigenen körperlichen Fitness in verschiedenen Bereichen sein. Das letzte Wort hat dabei natürlich immer der behandelnde Arzt.

Besser sehen mit dem Smartphone

Die Lupen-App kann beim Lesen kleiner Schriftarten (wie sie beispielsweise häufig in Verträgen verwendet werden) helfen, wenn die Lesebrille einmal gerade nicht parat ist oder man aus anderen Gründen Probleme mit dem scharfen Sehen kleiner Gegenstände hat. Dabei ist eine solche App natürlich nur eine vorübergehende Hilfe und kein Ersatz für eine Untersuchung beim Augenarzt und eine speziell auf die eigenen Bedürfnisse angepasste Sehhilfe. Aber in vielen Alltagssituationen kann sie trotzdem überaus praktisch sein.

Hierbei stehen sowohl im Apple App Store als auch im Play Store von Google zahlreiche Varianten dieser App zur Auswahl. Hierzu wird normalerweise einfach die App aktiviert. Diese schaltet dann auf das Kamerabild um, das anschließend mit den Fingern vergrößert werden kann. Die notwendigen Berechnungen werden dabei von dem Smartphone in Echtzeit durchgeführt. Eine kreative Idee, die gut umgesetzt in vielen Alltagssituationen weiterhilft. Mit der Lupen-App verwandt ist die Bildschirmlupe. Diese muss allerdings nicht erst installiert werden, sondern lässt sich ganz einfach in den Android-Einstellungen (meist unter dem Punkt "Bedienhilfen") einschalten. Mit dieser können keine Dinge aus dem echten Leben, sondern die Buchstaben und Bilder auf dem Smartphone-Bildschirm bei Bedarf vergrößert werden.

Die Taschenlampen-App bringt Licht ins Dunkel: Sie hilft aktiven Menschen jeden Alters beim Suchen oder bei der Orientierung, wenn die Lichtverhältnisse eher bescheiden sind. Deshalb ist diese App also nicht nur für Senioren, sondern auch für Heimwerker oder Eltern ein heißer Tipp. Die pfiffige Software setzt die Kamerabeleuchtung, die an den meisten Smartphones vorhanden ist, kurzerhand als Taschenlampe ein. Die Bedienung ist dabei sehr einfach: Mit einem Wischen über den Schalter in die eine Richtung wird die Taschenlampe ein- und mit einem Wischen in die andere Richtung wieder ausgeschaltet. Allerdings sollte man diese Funktion unterwegs nicht zulange nutzen, da das helle Licht auf Dauer die Laufzeit des Akkus deutlich reduziert. Wenn man aber gerade zuhause ist und zur Not auch das USB-Ladekabel anschließen kann, muss man sich hierüber keine großen Gedanken machen.

Familie und Freunde mit dem Smartphone im Auge behalten

Videochat-Apps wie Skype, Google Duo oder Google Hangout machen es möglich, auch über tausende Kilometer hinweg von Angesicht zu Angesicht mit einer Person zu reden. Dies ist gerade dann praktisch, wenn man selbst oder die Enkel ins Ausland ausgewandert sind. Auch die Gebühr für den teuren Auslandsanruf kann so meist vermieden werden, denn die meisten Apps nutzen einfach die Internetverbindung und nicht die Telefonverbindung, was insbesondere bei einer Internet-Flatrate zuhause sehr angenehm ist. Will man hingegen einen mobilen Internettarif zur Kommunikation nutzen, sollte man darauf achten, immer genügend Datenvolumen oder einer Handy Internet-Flat für den entspannten Videochat mit Freunden und Familie zur Verfügung zu haben. Dann stellen auch weite Entfernungen kein Hindernis beim Halten oder Pflegen eines wichtigen Kontakts mehr da.

Fazit: Auch die Generation im besten Alter kann von zahlreichen modernen Smartphone-Apps profitieren. Lediglich vor kostenpflichtigen Versionen, die nicht mehr bieten als die kostenfreien Versionen anderer Anbieter und ähnlichen Tricks sollte man sich bei der Auswahl hüten.

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Kommentare (1)

Eveline43

Ich hab mir 2013 mit 70 Jahren ein Smartphone "Samsung Galaxy S4" zugelegt, nachdem ich bei Tochter und Enkeltochter gesehen hatte, was man damit alles machen kann.
Meine Kinder leben aber 100e von Kilometern entfernt von mir. Also schaute ich im Buchhandel
nach einer Anleitung für mein Smarty nach. Und ich hatte es gefunden "Samsung Galaxy S4 -
Die verständliche Anleitung". Der Autor hatte nicht zuviel versprochen. Es war verständlich, allerdings hatte ich einige Nerven gelassen. Nach einem halben Jahr konnte ich damit ziemlich gut umgehen. Leider haben viele Bekannte in meinem Alter kein derartiges Handy und auch keinen PC, so daß mir der Kontakt auf diesem Weg leider fehlt. Aber dazu habe ich ja den
Seniorentreff. Danke.


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