Prostatabeschwerden können verschiedene Ursachen haben

Die Prostata ist ein männliches Geschlechtsorgan. Die etwa kastaniengroße Drüse produziert ein Sekret, das den größten Teil der Samenflüssigkeit ausmacht. Probleme mit der Prostata sind keine Seltenheit, gehen aber oft mit einem Verlust an Lebensqualität einher. Glücklicherweise lassen sich viele Prostatabeschwerden erfolgreich behandeln.
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©auremar | Fotolia.com

Wenn die Postata Probleme macht

Die Prostata erfüllt ihre Aufgabe verborgen im Unterleib und erhält in der Regel wenig Aufmerksamkeit. Ihre unmittelbare Nähe zur Harnröhre, die beim Mann gleichzeitig als Samenröhre dient, bedeutet jedoch, dass Prostatabeschwerden schnell unangenehm werden können.

Typische Anzeichen, dass mit der Prostata etwas nicht stimmt, sind:

  • Schmerzen beim Wasserlassen oder Samenerguss
  • Druckschmerz im Unterleib oder Genitalbereich
  • Häufiger Harndrang
  • Erektionsstörungen

Häufig steckt eine sogenannte Prostatitis dahinter, eine Entzündung des Prostatagewebes. Diese kann durch Bakterien oder andere Faktoren ausgelöst werden und lässt sich durch Medikamente und gegebenenfalls eine Umstellung der Lebensgewohnheiten heilen. Im Falle einer bakteriellen Prostatitis verschreibt der Arzt Antibiotika. Häufiger ist allerdings die nicht-bakterielle Prostatitis. Hier muss der Betroffene gemeinsam mit dem Arzt möglichen Ursachen auf den Grund gehen. Nicht selten spielt Stress eine Rolle. Die Behandlung von nicht-bakteriellen Prostatabeschwerden gestaltet sich deshalb meist langwieriger. Gewebeentspannende Medikamente, wie beispielsweise Prosturol® Zäpfchen können in dieser Zeit helfen, die Symptome zu lindern.

Krebsvorsorge: Nicht warten, bis Prostatabeschwerden auftreten

Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen beim Mann. Rechtzeitig diagnostiziert, stehen die Heilungschancen jedoch gut. Das Problem ist, dass bösartige Gewebeveränderungen in der Prostata lange Zeit keine Schmerzen verursachen. Aus diesem Grund sind gezielte Früherkennungsmaßnahmen unerlässlich. Derzeit empfehlen Gesundheitsexperten eine jährliche Vorsorgeuntersuchung ab dem 45. Lebensjahr. Der Arzt tastet dabei die Prostata vom Dickdarm aus ab. Entdeckt er Auffälligkeiten oder offenbaren sich andere Probleme, kann er diese mit einen Ultraschall oder einen PSA-Test näher untersuchen.

Der PSA-Test ist unter Krebsforschern hinsichtlich seiner Aussagekraft umstritten. Hinter PSA verbirgt sich das Prostata-spezifische Antigen, ein Eiweiß, das nur von der Prostata produziert wird. Dieses PSA gelangt regelmäßig in die Blutbahn, wo es in einem Labortest nachgewiesen werden kann. Hintergrund des PSA-Tests ist, dass krankes Prostatagewebe deutlich mehr PSA produziert als gesundes. Das muss nicht immer Krebs bedeuten. Auch andere Prostatabeschwerden, wie beispielsweise Prostatitis, lassen den PSA-Wert nach oben schnellen. Hinzu kommt, dass ein einzelner Test nur wenig aussagekräftig ist, weil die PSA-Produktion von Mann zu Mann variiert. Vor der Durchführung eines PSA-Tests sollten sich Männer daher eingehend über die Vor- und Nachteile beraten lassen.

Prostatabeschwerden durch gesunde Lebensweise vorbeugen

Dass sich die Prostata mit zunehmendem Alter vergrößert, ist normal und hängt mit den hormonellen Veränderungen jenseits der 40 zusammen. Durch eine gesunde Lebensweise lässt sich dieser Prozess jedoch verlangsamen. Typische Probleme, wie eine Verengung der Harnröhre, können so vermieden oder zumindest hinausgezögert werden.

Tipps für eine gesunde Prostata

  • Eine kräftige Durchblutung tut der Prostata gut. Büroarbeit und andere sitzende Tätigkeiten hemmen hingegen den Blutfluss. Regelmäßige sportliche Aktivitäten halten deshalb nicht nur Herz und Kreislauf, sondern auch die Prostata fit. Eine Ausnahme bildet Radfahren, denn hier ist die Prostata einem starken Druck ausgesetzt.
  • Pflanzliche Hormone können die Auswirkungen der hormonellen Veränderungen abbremsen und dadurch das Risiko für Probleme reduzieren. Empfehlenswert ist deshalb eine gesunde Kost mit viel Gemüse und Obst.
  • Antioxidantien helfen, Entzündungen vorzubeugen und zu heilen. Sie kommen vor allem in frischen Früchten vor. Stark verarbeitete Lebensmittel wie Fastfood, raffinierter Zucker, Rauchen und Alkohol hingegen fördern entzündliche Prozesse im Körper.

Gesunde Lebensgewohnheiten liefern selbstverständlich keine Garantie, aber sie reduzieren einige Risikofaktoren für Prostatabeschwerden


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Kommentare (1)

charly46

Hier kann ich jedem nur raten, früh mit den Unetrsuchungen anzufangen. Heute wäre für mich der erste Zeitpunkt ab Anfang 30
Nur leider zahlen dies die Kassen nicht, obwohl die Folgen wesentlich teurer sind.
Habe selber Prostatakrebs-OP hinter mir, auch Bestrahlungen etc. Jetzt muss erneut operiert werden, weil die Bestrahlung ebenfalls nicht ohne Folgen blieb. 
Der Verlust an Lebensqualität ist nicht zu beschreiben, es geht sehr viel verloren.


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