Urlaub für Senioren: Mit E-Bike und Fahrradträger verreisen

Für Senioren ist das E-Bike eine gute Gelegenheit, um sich an der frischen Luft fit zu halten und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die mit dem Alter zunehmenden Alterserscheinungen machen das Radeln zwar nicht einfacher, aber Elektrofahrräder haben einen kleinen Hilfsmotor, welcher müde Beine effektiv entlasten kann. Einmal daran gewöhnt, möchte man sein geliebtes Elektrorad nicht mehr hergeben – auch nicht im Urlaub. Dabei ist das E-Bike dafür prädestiniert, fremde Orte im Urlaub zu erkunden. Aber wie transportiere ich das E-Bike mit meinem Fahrzeug? Wir zeigen Ihnen, welchen Fahrradträger Sie verwenden sollten!
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©silviarita | Pixabay.com

E-Bike, Pedelec und S-Pedelec – wo ist der Unterschied?

E-Bikes werden immer beliebter – die Absatzzahlen steigen kontinuierlich an. Allerdings ist ein E-Bike nicht gleich ein E-Bike.

Den Großteil aller produzierten E-Bikes bilden Pedelecs. Pedelec steht für „Pedal Electric Cycle" und beschreibt zugleich die Art des Antriebs. Nur bei einem Pedaltritt kann der Radfahrer von der maximal 250 Watt starken Motorleistung profitieren. Ein Pedelec unterstützt bis 25 km/h und ist nicht zulassungspflichtig. Zudem ist gemäß der europäischen Richtlinie 2002/24/EG für das Fahren mit einem Pedelec weder ein Führerschein, noch ein Versicherungskennzeichen, noch ein Helm vorgeschrieben.

Das S-Pedelec (schnelles Pedelec, Schweizer Pedelec) ist juristisch und technisch gesehen ein Kleinkraftrad. Der Motor unterstützt hier bis zu 45 km/h und die maximal zulässige Motorleistung beträgt 500 Watt. Es ist gesetzlich geregelt, dass S-Pedelec Fahrer eine Betriebserlaubnis, ein Versicherungskennzeichen sowie eine Zulassung vom Kraftfahrtbundesamt beantragen müssen. Außerdem ist ein Führerschein, der mindestens zum Fahren eines Mofas berechtigt, verpflichtend.

Der Motor eines E-Bikes unterstützt unabhängig vom Pedaltritt – eine Fortbewegung allein durch die Motorleistung ist möglich, deswegen fallen E-Bikes in die Kategorie „Mofa". Damit das E-Bike noch als Kleinkraftrad bezeichnet werden kann, ist eine Begrenzung der Motorleistung auf 500 Watt und eine maximale Beschleunigung von 20 km/h vorgesehen. Trotzdem sind auch beim E-Bike eine Betriebserlaubnis, ein Versicherungskennzeichen und ein Mofa-Führerschein notwendig. Die Helmpflicht gilt weder für S-Pedelecs noch für E-Bikes.

Mit Fahrzeug, Fahrradträger und E-Bike in den Urlaub: Problem Gewicht

Wie das E-Bike selbst, so wird auch der Transport eines E-Bikes mittels Fahrradträger immer beliebter. Doch bei der Mitnahme von Elektrofahrrädern auf einer Anhängerkupplung gilt es einiges zu beachten.

Das Hauptproblem beim Transportieren von E-Bikes liegt im Gewicht des Elektromotors und des Akkus. Im Vergleich zu einem Fahrrad ohne Motor und Akku (ca. 10 Kilogramm) ist das Elektrorad mit 12 bis 24 Kilogramm, je nach Antrieb, schon wesentlich schwerer.

Bedingt empfehlenswert: Dachfahrradträger und Heckfahrradträger

Der Transport auf dem Fahrzeugdach ist für Senioren eher nicht zu empfehlen, da die E-Räder relativ schwer sind und aufs Autodach hochgehievt werden müssen. Zwar kann ein elektrischer Dachlift etwas Arbeiten abnehmen, dennoch müssen die schweren Räder zumindest auf Brusthöhe angehoben werden. Die maximale Beladung liegt bei den meisten Dachfahrradträgern mit Dachlift bei 30 Kilogramm. Je nach Gewicht des jeweiligen E-Bike Modells kann ein Transport von 2 Rädern nicht immer gewährleistet werden. Der Heckfahrradträger ist für Senioren eher nicht empfehlenswert, da auch hier die schweren E-Räder relativ hoch gestemmt werden müssen.

Empfehlenswert: Fahrradträger für die Anhängerkupplung

Fahrräder können auch auf der Anhängerkupplung transportiert werden. Der Kupplungsträger hat den Vorteil, dass die Fahrräder bequem in Kniehöhe aufgeladen werden können. Zusätzlich kann man sich auch eine Auffahrrampe zulegen, die das Aufladen auf den Anhängerkupplungsträger noch komfortabler gestaltet.

Der Platz ist begrenzt. Im Prinzip unterliegt das Beladungsgewicht von einem E-Bike Fahrradträger folgenden zwei Faktoren:
 
  • Das zulässige Gesamtgewicht des Fahrradträgers sowie die Größe seiner Halterungen und Standschienen
  • Die zulässige Stützlast der Anhängerkupplung
Je nach maximalem Kugeldruck (Stützlast) der jeweiligen Anhängerkupplung, hat der Fahrradträger für die Anhängerkupplung in der Regel Platz für zwei E-Bikes. Während die maximale Stützlast bei einem kleinen VW Lupo bei 50 kg liegt, liegt sie bei einem großen BMW X5 bei 100 kg. Theoretisch kann man also auch mehr als zwei Elektrofahrräder auf einem Kupplungsträger transportieren, die maximale Ladekapazität sowie die baulichen Gegebenheiten vom Kupplungsträger limitieren jedoch das Gesamtgewicht.

Die Anschaffungskosten sind bei einem Kupplungsträger zwar etwas höher als bei den anderen Optionen, dennoch lohnt es sich, zumal der Fahrradträger für die Anhängerkupplung eine Einmalinvestition ist. Je häufiger der AHK-Träger in Benutzung ist, desto mehr rentiert er sich.

Tipp: Gewicht vom E-Bike reduzieren – Akkus ausbauen und im Fahrzeug mitführen

Um Gewicht einzusparen und um das maximale Zuladegewicht vom jeweiligen Trägertyp nicht zu überschreiten, empfiehlt sich der Ausbau des E-Bike Akkus. Dieser kann dann im Fahrzeuginneren mitgeführt werden und beim Erreichen des Zielortes wieder eingebaut werden. Durch den Ausbau des Akkus können etwa 4 bis 15 Kilogramm eingespart werden.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene E-Bike Akku Typen: der Gepäckträger-Akku und der Rahmen-Akku. Der Ein- und Ausbau ist bei beiden Variante einfach und mit wenigen Handgriffen erledigt. Der Gepäckträger-Akku wird zuerst mit dem Schlüssel aufgeschlossen und dann aus der Schiene gezogen. Vergessen Sie nicht den Gepäckträger-Akku nach dem Einbau wieder mit dem Schlüssel abzuschließen, da der Akku sonst während der Fahrt rausfallen oder gestohlen werden kann. Der Rahmen-Akku kann nach dem Aufschließen ebenfalls komfortabel ausgeklinkt und abgezogen werden.  

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Kommentare (1)

Der Goldig

Ich habe kein E-Bike sondern ein Pedelec. Solange meine Frau noch gelebt hat, habe ich beide Pedelec auf der Anhangerkupplung transportiert. Hierbei aber die Fahrradkoerbe und Batterien abgebaut und im Innenraum transportiert, und.das über hunderte Kilometer ohne Probleme. Die Anhängekupplung bietet sich für uns ältere Menschen an, da wir doch die schweren Fahrräder nicht mehr so hochheben kokönn.


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