Wenn der Winter kommt: Immunsystem stärken bei hohen Temperaturen!

Draußen wird es allmählich kälter, die Temperaturen nähern sich mehr und mehr dem Gefrierpunkt und zu Hause wird die Heizung aufgedreht. Doch nicht nur zulasten des persönlichen Wohlempfindens geht der Temperatursturz, auch für den Körper bedeuten Kühle und Kälte, Regen und Schnee jede Menge Arbeit, um den Organismus zu schützen. Wer in Zukunft nicht frieren, dafür aber etwas für seine Abwehrkräfte tun möchte, sollte sich überlegen, die Sauna zu besuchen.
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©KSchott | Pixabay.com

Die Sauna – gesundheitsfördernd oder doch gefährlich?

Man hört und liest es immer wieder: Die Sauna sei gut für den Körper, stärke die Abwehrkräfte und garantiere heitere Stimmung und ein sonniges Gemüt – auch oder vielleicht gerade besonders, wenn es draußen stürmt und gefriert. Doch stimmt das auch?

Zumindest in Finnland dürfte man dieser These zustimmen. Im skandinavischen Teil Europas sind Minusgrade keine Seltenheit. Wohl auch dies dürfte ein Grund sein, warum im Land mit 5,5 Mio. Einwohnern über 2 Mio. Saunen zu finden sind. In Deutschland existieren circa 1,7 Mio. Saunen, allerdings bei 80 Mio. Einwohnern. Und von denen gehen die meisten nur selten in die Sauna.
 
Studien zeigen allerdings, dass die positiven Effekte auf die Gesundheit vor allem dann genossen werden können, wenn der Saunabesuch keine Seltenheit ist, sondern regelmäßig vorgenommen wird. Eine Studie aus dem Jahr 2015 beispielsweise kommt zu der Erkenntnis: Wer zwischen zwei- und siebenmal pro Woche die Sauna besucht, senke das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.
 
Fakt ist, es gibt viele Untersuchungen, die sich mit Zusammenhängen zwischen Saunabesuchen und deren vermeintlichen Auswirkungen auf die Gesundheit beschäftigen. Tatsache ist aber auch, dass die meisten Studien ausschließlich an finnischen Personen vorgenommen wurden. Dies muss die Aussagekraft der Studienergebnisse nicht schmälern, könnte aber bedeuten, dass man seine Erwartungen hinsichtlich der heilenden Kräfte von hochtemperierten Heißluftbädern etwas zurückschrauben sollte.

Schwitzen, aber mit Vorsicht!

Auf der anderen Seite existieren praktisch keine Studien, die belegen, dass der regelmäßige Besuch einer Sauna schädlich sein könnte, übrigens auch nicht für Menschen im gehobenen Alter – ganz im Gegenteil. Die zahlreichen Untersuchungen lassen – wenn auch mit angesprochener Vorsicht – darauf schließen, dass die Gesundheit gleich in vielfacher Hinsicht von regelmäßigen Saunagängen profitieren könnte:
 
  • Das Herz-Kreislauf-System werde gestärkt
  • Das Risiko, Atemwegserkrankungen bzw. Erkältungen zu erleiden, soll gesenkt werden
  • Die Ruhe helfe dabei, Stress abzubauen
Angesichts dieser möglichen Vorteile ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Menschen in Deutschland allmählich für die Möglichkeit interessieren, sich gesund zu schwitzen. Da die deutsche Infrastruktur im Bereich Therapie und Wellness aber natürlich nicht mit dem öffentlichen Sauna-Angebot in Finnland vergleichbar ist, sind Saunen hierzulande öfter einmal in privaten Häusern vorzufinden.
 
Der Sauna-Selbstbau ist tatsächlich gar nicht so schwierig, wie manch einer denken mag, und könnte auch für den ein oder anderen Handwerker nach seiner aktiven Arbeitszeit noch ein interessantes Projekt für die Freizeit sein, zumal es mittlerweile viele einfache DIY-Anleitungen gibt, wie auf sauna-portal.com.
 
Doch ob nun privat zu Hause oder im öffentlichen Schwimmbad, wer die Sauna besucht, sollte gerade als Anfänger einige Grundregeln beachten – auch, damit der Saunabesuch am Ende nicht doch negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Denn das Bad in heißer Luft ist für den Körper auch eine Belastung: Der Stoffwechsel wird angekurbelt, die Gefäße weiten sich, der Körper verliert sehr viel Wasser. Daher gilt:
 
  • Vor dem Saunabesuch am besten den Hausarzt aufsuchen und nachfragen, ob die heißen Temperaturen für einen gefährlich sein könnten, beispielsweise bei Bluthochdruck.
  • Niemals krank in die Sauna gehen. 
  • Vor dem Saunagang keinen Alkohol trinken. Dieser erweitert die Blutgefäße noch weiter und könnte dazu führen, dass man in Ohnmacht fällt. Im schlimmsten Fall ist sogar der Tod denkbar.
  • Ausreichend Wasser trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Wer diese Grundsätze beachtet, sollte sicher sein können, dass der erste Besuch in der Sauna erfolgreich verläuft. Vielleicht wird die Gesundheit nicht unmittelbar profitieren, für das persönliche Wohlempfinden gibt es aber wohl kaum etwas Besseres.

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