Wie man lernen kann, mit Inkontinenz zu leben

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Inkontinenz gilt als Tabuthema, doch einige Menschen trauen sich trotzdem, über ihren Alltag mit dem Symptom zu sprechen. Damit beweisen sie Mut und machen ein Thema salonfähig, welches schon längst enttabuisiert sein müsste.
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©pressfoto | Freepik

Bärbel R. ist 86 Jahre alt und liebt nichts mehr als ihre Puppensammlung: „Manche davon sind noch aus meiner Kindheit", erzählt sie stolz und verweist auch auf den geflochtenen Kinderwagen mit Porzellangriff, in dem die Puppen sitzen. „Das ist der Kinderwagen, in dem meine Mutter mich selbst durchs Dorf geschoben hat."

Bärbel R. hat ihre Lebensfreude nie verloren. Warum auch? „Die späten Lebensjahre sind doch zum Genießen da." Vermutlich ist es auch diese Lebenseinstellung, die ihr dabei half, sich von ihrem Schlaganfall vor 15 Jahren erstaunlich schnell zu erholen. Dieser Vorfall hat für Bärbel trotzdem einiges verändert. Beispielsweise leidet sie seither an Inkontinenz: „Das war mir oft sehr peinlich. Ich hatte Angst, dass meine Ehe darunter leidet und dass ich stinke." Zur physischen kommt nun einmal auch eine psychische Belastung für inkontinente Menschen hinzu.

In der Gesellschaft wird wenig über das Thema gesprochen. Häufig sprechen die Betroffenen aus Scham nicht einmal mit ihrem Arzt über die Inkontinenz. Dies führt dazu, dass die Betroffenen nicht selten das Gefühl haben, ein Einzelfall zu sein. Dabei leiden allein in Deutschland etwa 10 Millionen Menschen an Inkontinenz. Weltweit sind es 200 Millionen. Zu den Betroffenen zählen wegen ihres Körperbaus überwiegend Frauen.  Bei Frauen ab 80 Jahren ist sogar davon auszugehen, dass circa 40 Prozent Probleme mit Inkontinenz haben. In der Altersgruppe zwischen 20 und 30 Jahren sind etwa zehn Prozent inkontinent und bei den 40- bis 50-jährigen Frauen sind es 25 Prozent.
 

Inkontinenzprodukte

Wie definiert sich Inkontinenz?

Inkontinenz beschreibt die Unfähigkeit, Urin oder Stuhl kontrolliert zurückzuhalten. Es wird zwischen Harn- und Stuhlinkontinenz unterschieden, wobei letztere Form weniger verbreitet ist. Bei der Inkontinenz handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom. Beispielsweise können Harnsteine bei einem Patienten Inkontinenz auslösen. Auch eine vergrößerte Prostata, Tumore, Nervenverletzungen oder -reizungen und neurologische Erkrankungen wie Alzheimer und Multiple Sklerose gelten als mögliche Ursachen. Egal welche Ursache zutrifft, Inkontinenz bedeutet eine deutliche Veränderung im Alltag der Betroffenen. Es ist nicht immer leicht, sich an den Umgang mit dem Symptom zu gewöhnen. Das weiß auch Bärbel R.: „Es gibt Dinge, die muss man lernen, zu akzeptieren. Ich musste nicht nur lernen, zu akzeptieren, dass ich inkontinent bin, sondern mittlerweile generell pflegebedürftig."

Wenn Inkontinenz in Kombination mit einem Pflegebedürfnis auftritt

Laut Gesetzgeber liegt eine Pflegebedürftigkeit vor, wenn eine Person seit mindestens sechs Monaten nicht in der Lage ist, alltäglichen Verpflichtungen, Aktivitäten und Aufgaben nachzugehen. Somit benötigt sie langfristig Hilfe, um diese Defizite auszugleichen. Helfende Maßnahmen können hauswirtschaftlicher oder pflegender Art sein. Sie können genauso durch Angehörige, wie durch Fachkräfte erbracht werden. Ob ein ambulanter Pflegedienst oder eine stationäre Einrichtung, spielt dabei keine Rolle. „Der Stempel ‚pflegebedürftig' klang anfangs nicht besonders attraktiv in meinen Ohren", so Bärbel R. über das Gutachten und die Einordnung in den Pflegegrad 2. „Dennoch wurde es mir somit ermöglicht, meinen Anspruch auf verschiedene Leistungen geltend zu machen. Die Hilfsmittel erhalten nicht nur meine Hygiene, sondern ermöglichen mit einen würdigeren Alltag."

Jedem Menschen mit Pflegegrad steht monatlich der Erhalt von zuzahlungsfreien Pflegehilfsmitteln im Wert von 40 Euro zu!

Die PflegeBox ist Deutschlands führender Komplettservice für die häusliche Versorgung mit Pflegehilfsmitteln. Pflegebedürftige erhalten jeden Monat Pflegehilfsmittel in einer praktischen, blauen Box nach Hause geliefert – ganz ohne Zuzahlung. Was viele nämlich nicht wissen: Dank § 40 SGB XI steht es jedem Menschen mit Pflegegrad zu, monatlich Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro zu erhalten. In der Box befinden sich Produkte wie Einmalhandschuhe, Flächen- und Händedesinfektion, Bettschutzeinlagen, Schutzschürzen und Mundschutz. Die Mitarbeiter des Unternehmens kümmern sich um alle Notwendigkeiten: Von der Beantragung, über die Lieferung bis hin zur Direktabrechnung bei der Pflegekasse. Sie schicken lediglich den unterschriebenen Antrag mit ihren gewünschten Produkten zu.

Auch bei einer Inkontinenz erhalten Betroffene ihre Produkte durch die PflegeBox. Egal ob Sie Selbstzahler wie Bärbel R. sind oder Ihre Inkontinenz durch einen Arzt attestiert wurde und Sie über ein Rezept verfügen – die PflegeBox hilft Ihnen, die passenden Produkte für Ihre Bedürfnisse zu finden. Einfach das Originalrezept einschicken und binnen weniger Tage die gewünschten Produkte erhalten.

„Dass ich kein Gefühl mehr im Beckenboden habe, kann ich nicht ändern. Aber ich kann beeinflussen, wie ich mich als Mensch fühle", betont Bärbel R. selbstbewusst und ist dabei berechtigterweise stolz über ihren Umgang mit der ehemaligen Herausforderung.

 

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