Demenz oder nur Vergesslich


Ich kann mich noch gut erinnern das Mutti füher zu mir sagte, der Opa
(ihr Vater) ist schon alt und er verkalkt einwenig. Heute ist sie selbst 94 Jahre und lebt bei mir. Wann hast du nochmal Geburstag mein Kind, am 34.März oder? Ich schau sie groß an und sie sagt, wie komm ich denn da drauf, das gibt es doch nicht. Deine Mutter ist dumm!!! Hast du deine Tabletten schon genommen? Nein, zu Hause hab ich immer daran gedacht. Was ich ihr aber nicht abnehme, denn die Tabletten liegen direkt neben ihr. Wo ist mein Stock? Ich lächle sie an und sage: in deiner Hand Mutti! Sie lacht..... Moni, ich bin letzte zeit so vergesslich geworden, aber mit 94 Jahren darf ich das sein, oder werde ich Demenz? Darauf sage ich: in deinem Alter darf man ruhig was vergessen und so lange du mich nicht vergißt, ist es ok. Auch ich habe schon meine Brille gesucht und hatte sie auf dem Kopf. Das sie meine Kaffeemaschine nicht bedienen kann, weil sie ihr zu groß ist, nehme ich ihr ab, werde eine kleinere besorgen.
Sie liest noch jede Woche zwei Frauenzeitschriften, macht Kreuzworträtsel und diskutiert mit mir über die Königshäuser. Wenn es nicht regnet macht sie jeden Mittag einen Spaziergang.
Aber nachdenklich macht es mich schon, nur vergesslich oder Demenz! Wie merkt man es, wo beginnt der Übergang?

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Kommentare (9)

nasti
nasti
Mitglied

Gerade jetzt habe ich ein Telefon erhalten vom meinem älteren Sohn, er hatte Alpträume über meine Mutter, welcher sein Leben wegen Demenz in einem eleganten Altersheim beendet hatte, Sie kriegte leider das nicht mit.
Und ich erklärte und schrieb emails, damit sich mein Sohn beruhigen könnte.
Wir könnten gar nichts tun. Sie war nicht in Deutschland versichert, und ich besorgte für Sie das beste und neuste und schönste Heim in Bratislava, wo Sie alleine ein Zimmer hatte, und alle Pipapo dabei.
Es war möglich nur so, das ich das ganze finanziell
Als In Deutschland lebende und arbeitende Frau ermöglicht hatte für Sie.
Ich kenne hier in Deutschland einige, die Demenz Kranke waren mit Familien angehörige betreut beschimpft und degemütigt, weil bei der Finanzierung war das Haus oder das Vermögen in Gefahr, was scheint das wichtigste Komponente als die Mutter in ein guten heim bringen , wo Sie professionell betreut sein könnte. So was gibt auch.

Nasti
monja
monja
Mitglied

ich höre ihr gerne zu, wenn sie mir von Früher erzählt und oft sagt Mutti zu mir, ach, das hab ich dir sicher schon erzählt! Aber sie kann es mir ruhig nochmal erzählen, was sie als junges Mädchen erlebt hat..schließlich kenne ich mama 59 Jahre und ich war ihr noch nie so nah wie jetzt.
floravonbistram
floravonbistram
Mitglied

ist manchmal auch eine gnade...
wie gefüllt sind die schubladen des gehirns mit erinnerungen an 94 lahre erlernen, erleben...wenn man dann mal eine nicht so schnell aufbekommt, was solls.
bei der krankhaften demenz vor allem ist das kurzzeitgedächtnis, ferner das denkvermögen, die sprache und die motorik immer mehr gestört. diese menschen wissen nicht mal, dass sie etwas vergessen haben.
also denke ich, sollte man einen alten verwandten unterstützen und ihm erinnerungshilfe sein...viel kraft für ein immer frohes miteinander.
outofspain
outofspain
Mitglied

von einer Frau mit 94 Jahren? Sie hat doch offensichtlich Lebensfreude. Schön ist es die Mutter bei sich zu haben. Auch werden einmal in diese Situation kommen und Hilfe beanspruchen. Vergesslichkeit ist doch völlig normal in diesem Alter. Man sollte allerdings kein schlechtes Gewissen haben, wenn die Eltern irgendwann einmal eine Gefahr für sich und andere sind,sie in die Hände erfahrener Pflegedienste zu geben. Oft schon haben Demenz/Alzheimer kranke Menschen ein Haus angezündet oder sind einfach orientierungslos auf der Strasse gelaufen. So erging es unserer Tante. Sie befand sich plötzlich auf einem fremden Bahnhof und wusste nicht wer sie war oder woher sie kommt.
Oftmals übersteigen auch die Sorgen und Ängste unsere eigene Kraft. Unser Nachbar pflegte seine Frau 20 Jahre lang, bis er nicht mehr die Kraft dazu hatte und sie in einem Pflegeheim betreuen ließ, indem er sie täglich besuchte und sich mit ihr beschäftigte, so gut es ging.

LG Monique
hl
hl
Mitglied

hl
und manche Demenzsymptome beruhen nur auf Flüssigkeitsmangel und/oder Minderdurchblutung des Gehirns.

Eine 94-Jährige darf schon ein wenig vergesslich sein, wenn die sonstige Orientierung stimmt.
nasti
nasti
Mitglied

Kannst du Recht haben Mulde!

Die Psychologin in Heim hatte mir damals gesagt, diejenige mit einem plus Relligionswahn und Demenz haben das besonders schwer, meine Mutter war mit 25 Jahre Gehirnwäsche von zeugen Jehovas fertig.
Wir haben Sie jedes Mal am Festtage rausgeholt, und hatten wir 4 Leute abwechselnd bei Ihr die Aufsicht, Sie unternahm ständig Lebensbedrohliche Aktionen so am Tag wie in die Nacht, Sie war in diesem Zustand sehr unglücklich.
Die zweite welche ich in letzte Zeiten kennen gelernt habe, war vor 5 Jahren noch eine mit 4 Sprache perfekt sprechende sehr intelligente Frau, mit 80 noch eine Auto fahrende und wissenssüchtige ältere elegante Dame. Jetzt hockt Sie schon in einem Demenzheim, sie kann nicht sprechen und denken, nur lullt Sie, also auch total fertig, aber ganz glücklich in diesem Zustand, Sie denkt das Sie lebt in einem Hotel.

Nasti



mulde1
mulde1
Mitglied

Nasti !
Du irrst -------------------------- man kann mit solch kranken durchaus leben!
Meine Ehefrau hab ich insgesamt 8 jahre betreut sie hatte Alzheimer von einer Unterbringung
in einem Heim war bei uns nie die Rede!
Was man aber unterscheiden soll und Muss die Erkrankung verläuft von Mensch zu Mensch
sehr unterschiedlich es kommt darauf an welche Gehirnzellen und wie sie betroffen sind!

Die meisten -- so meine eigene Erfahrung sind ruhig sie wollen auch in keiner Weise besonders
gestresst werden schon die Körperpflege ist für solche kranke eine Stresssituation
oder Konzentration beim Füttern die Erinnerung den Mund zum Essen aufzumachen wird für
Pfleger wie kranke zur einer unendlichen Geduldphase !
Doch haben auf die nun neue Art die letzten Jahre zusammen gelebt
Mulde
nasti
nasti
Mitglied

In meiner Heimat ist offiziell nur „Verkalkung“ verwendet, Sie verwenden die Diagnose Alzheimer nicht.
Deine Mutter ist nur vergesslich, hätte Sie ein Alzheimer dann könntest du mit Ihr NICHT zusammen leben, es ist unmöglich an so ein Mensch aufpassen, Sie brauchen 24 Stunden Aufsicht, sonnst brennt die Bude /Dein Haus/ ab, oder verwechselt das Fenster mit die Türen, die Nacht mit Tag, also ist das unmöglich. Ich weiß wovon ich rede, meine Mutter war als „verkalkte 3 Grades“ diagnostiziert, und leider müsste Sie nach ein Heim.
Bis heute habe ich deswegen gewisses wissen, obwohl ich könnte gar nichts für sie tun.

Nasti
immergruen
immergruen
Mitglied

es ist der Beginn der Altersdemenz. Mit 94 Jahren nicht erstaunlich. Früher waren die Menschen verkalkt, heute hat es einfach einen anderen Namen und je älter die Menschen werden, so behauptet die Wissenschaft, um so sicherer werden sie von Altersdemenz betroffen sein. LEIDER!

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