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Aktuelle Themen Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?

miriam
miriam
Mitglied

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von miriam
als Antwort auf karl vom 20.08.2009, 10:26:37
Karl, als ich deinen Satz las:

Zitat:


"als sich die Leichenberge im größten Freiluftgefängnis dieser Welt stapelten..."

Zitat Ende.

...dachte ich erst, dass du plötzlich von den KZs sprichst. Letztendlich sind es nur etwas mehr als 60 Jahre, dass die letzten KZs befreit wurden - das ist ja geschichtlich gesehen, eine winzig kleine Zeitspanne. Auch diese waren sehr große Freiluftgefängnisse und über die Leichenberge die sich dort stappelten wissen wir doch alle bescheid.

Und doch haben die Geschehnisse im Nahen Osten sehr viel damit zutun.

Was Israels Politik betrifft - die letzten die damit glücklich leben, sind die Israelis selber. Die Alternative dazu, wäre aber sich von den Raketen der Hamas und den Atentätern die ins Landinnere dringen, in die Luft jagen zu lassen.

Wie fühlt sich das so aus der Ferne an? Leben eingekreist von arabischen Staaten, deren Organisationen zum Teil die totale Vernichtung von Israel anstreben?

Oder denkt tatsächlich jemand, dass die Überlebenden des Zweiten Weltkrieges und dessen Gräueltaten nicht eher froh wären in Frieden das Land aufzubauen?

Es stellt sich auch die Frage, ob Israel dort in einer gewissen Weise nicht auch den Kopf für uns Westeuropäer, hinhält.
Wird da nicht eher auch unser Frieden verteidigt - sehr viel mehr als am Hindukusch?

--
miriam
ehemaligesMitglied65
ehemaligesMitglied65
Mitglied

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von ehemaligesMitglied65
als Antwort auf karl vom 20.08.2009, 10:26:37
Hallo adam,


die von Dir zitierten Aussagen sind intellektuell unhaltbar und falsch. Sie wurden auch entsprechend kritisiert. Du schreibst, solche Aussagen hätten im ST nichts verloren. Du weißt aber auch, dass diese Aussagen in die Zeit eines gemeinen Krieges fielen, als sich die Leichenberge im größten Freiluftgefängnis dieser Welt stapelten. Sie sind nur vor diesem Hintergrund zu verstehen und selbst abdu hat sie wieder relativiert. Soll ich den spontanen und völlig verzweifelten Schrei eines Empörten und Betroffenen löschen und stattdessen nur die Rechtfertiger der Diskriminierung und Unterdrückung und der Sippenhaft von Millionen Menschen zu Wort kommen lassen? Letztere, die teilweise wesentlich besseres Deutsch schreiben und sich distinguiert ausdrücken können, lasse ich ja auch stehen.
--
karl
geschrieben von karl


--
Empört kann man gelten lassen. Aber "betroffen"?
Inwiefern bitteschön genau?

Was abdu betrifft, möchte ich darauf hinweisen, dass mir persönlich seine -in meinen Augen- seltsam anmutenden Aussagen keinen Anlass boten, ihn abzulehnen. Allerdings wohl die Art und Weise.

Seit ich hier mitlese, habe ich weniger adam und andere als aggressive und jegliches Maß verlierende Diskutanten erlebt. Abdu wohl!

Schon allein die einhämmernde Schreibweise mit den diversen Fortsetzungen waren schwer erträglich, und dann erst der Inhalt....

Ich war zunächst auch ehrlich an abdus Meinung interessiert. Und habe versucht, ihm Fragen zu stellen.
Wurde allerdings erst völlig ignoriert und später schlicht beleidigt.
Damit war abdu als Gesprächspartner für mich gestorben.
Spätestens als er einem Beitrag von mir mit guten Wünschen für seine im Abitur stehende Tochter mit einer wiederum beleidigenden Antwort in der Sache erwiderte.


Und ich wüßte keine Entschuldigung für seine äußerst unhöfliche Art, gelinde ausgedrückt.

Auch nicht die Tatsache, dass er Ausländer ist, macht sein Verhalten entschuldbar. Was wäre das für eine seltsame Welt, wo man sich bei anderen Menschen hemmungslos ausleben könnte?
Ich sehe das für mich anders.

Und hugo, eines würde mich interessieren: Warum nur bist du so sehr bestrebt, einen Menschen wie abdu zu schützen, hegen und pflegen?

Übrigens, zur Erinnerung: Ich gehörte nicht zu denen, die in der Broschürenaffaire an der Hetzjagd teilgenommen haben. Im Gegenteil habe ich einiges, was teilweise mit einem ganzen Thread gelöscht wurde, dagegen geschrieben.

Ich kann also meine kolonialistischen und rassistischen Instinkte durchaus zügeln



meritaton
karl
karl
Administrator

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von karl
als Antwort auf miriam vom 20.08.2009, 11:42:02
@ Miriam,



du zitierst nur einen Halbsatz, schon der ganze Satz stellt den Zeitbezug her. Deshalb muss ich deine Äußerung wiederum als ein Ablenkungsmanöver begreifen. Zwei andere Dinge stören mich ungemein an Deinem Beitrag. Nein, neues Unrecht kann und darf nicht mit altem Unrecht gerechtfertigt werden. Nein, unsere Freiheit wird nicht dadurch verteidigt, dass man die Palästinenser im Gazastreifen einsperrt. Das ist faschistisches Verhalten eines demokratischen Staates und das macht mich doppelt betroffen.
--
karl

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hugo
hugo
Mitglied

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von hugo
als Antwort auf ehemaligesMitglied65 vom 20.08.2009, 12:14:20
Und hugo, eines würde mich interessieren: Warum nur bist du so sehr bestrebt, einen Menschen wie abdu zu schützen, hegen und pflegen?
geschrieben von meritaton


weil er von Anfang an mit sehr interessanten Beiträge glänzte, auf Nachfrage jede Menge Detailinformationen lieferte, ab und zu völlig neue Sichtweisen von sich gab und zumeist auch noch gleich die Begründung dazu lieferte, gespickt mit Spezialwissen aus seiner Region und in historischem Zusammenhang bis hin zu dazu passenden Koranstellen usw,,

ich hab den Beweis das er Niemals unsachlich, unfair oder gar beleidigend auf meine Beiträge, Anfragen, mein verwundertes Nachhaken usw reagierte,,,

ok, ich hab es allerdings auch unterlassen, ihn mit entsprechenden bösartigen Bemerkungen zu bombardieren und zu ätzen,,

und,,für mich war er nicht schon (wie bei Dir) nach dem ersten Mißverständnis gestorben,
sicher war dies und eine gewisse Meinungsübereinstimmung bezüglich einiger außenpolitischen Positionen hilfreich, diesen störfeuerfreien Meinungsaustausch zu befördern
und das trotz einiger extrem unterschiedlicher Grundsatzansichten.
--
hugo
astrid
astrid
Mitglied

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von astrid
als Antwort auf ehemaligesMitglied65 vom 20.08.2009, 12:14:20
Auch nicht die Tatsache, dass er Ausländer ist, macht sein Verhalten entschuldbar. Was wäre das für eine seltsame Welt, wo man sich bei anderen Menschen hemmungslos ausleben könnte?
Ich sehe das für mich anders.
geschrieben von Meritaton


Muß Dir da vollkommen zustimmen.
Denn wenn alle Menschen so reagieren, wie Er,
dann gibt es nie Frieden. Denn Er behandelt
uns von oben herab, als wenn wir das Letzte
wären. Das hat mir immer mißfallen an Ihm.
Denn studiert hat Er doch bei uns, also von
unseren Steuergeldern. Und im Nachhinein werden
die Menschen dann noch schlecht gemacht, bekommt
man den Eindruck, wenn man seine Beiträge liest.

In einem Beitrag schrieb er doch mal, ich weiß nicht mehr wo es stand, Er sei was Besseres.
Der zukünftige Herrscher oder wie war das noch???
Auf jeden Fall habe ich das nicht vergessen.
Psychoanalyse, aber bitte auch bei Ihm.

Dachte mir erst, ich empfinde allein so, dem ist
aber wohl nicht so.
Ich hatte mich übrigens an sogenannter "Hetzjagd"
nicht beteiligt, sondern empfand es für Flora von
Bistram als eine Auszeichnung, die nicht Jedem zu
Teil wird.


Lieben Gruß, Astrid
Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf karl vom 20.08.2009, 12:37:52
Hallo Karl,
Es paßt nicht in diesen gerade diskutierten Teil.
Als der Krieg gerade vorbei war, konnte ich ein Interview lesen,
wo ein betroffener Vater im Ghaza-Gebiet befragt wurde.
Die Familie war noch irgendwo anders untergebracht.
Er war im zerstörten Haus oder Wohnung, das weiß ich nicht mehr so genau.
Wenn ich mich nicht irre, stand es online im Spiegel.
Aber auch das kann ich nicht beschwören.
Die Schilderung von diesem Menschen kann ich nachempfinden.
Ist Dir darüber etwas bekannt ?
--
nordstern

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lissi
lissi
Mitglied

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von lissi
als Antwort auf vom 20.08.2009, 12:42:39
Ich bin mir schon sicher, dass es generell für jeden Menschen gilt:
das was ich einen anderen vorwerfe- genau das dränge ich in mir selber zurück. Verdränge also
--
lissi
Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von marina
als Antwort auf vom 20.08.2009, 12:42:39
Ich war zwar nicht angesprochen, Nordstern, aber ausführliche Informationen mit Hintergrundberichten über den Gaza-Krieg, der natürlich kein Verteidigungskrieg war (das dürfte auch Miriam wissen), findet man im Link unten.
--
Gruß marina
Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf lissi vom 20.08.2009, 13:02:16
Irgendwie verstehe ich Dich nicht.
Ich verdränge nichts.
Ich fand den Bericht authentischer als alles, was ich sonst so zu lesen bekam.
Leider weiß ich nicht mehr, wo ich ihn jetzt suchen müßte.
Habe allerdings auch nicht die Zeit dazu.
Für mich galt sowieso, verlassen kann ich mich auf keinen Bericht.
Ich kann nur selber abschätzen, was für mich glaubwürdig und nachvollziehbar ist.
Oder weiß Du, wo garantiert nicht manipuliert wird ?
--
nordstern
sammy
sammy
Mitglied

Re: Braucht Europas Seele eine Psychoanalyse?
geschrieben von sammy
als Antwort auf hugo vom 20.08.2009, 12:38:02
ich hab den Beweis das er Niemals unsachlich, unfair oder gar beleidigend auf meine Beiträge, Anfragen, mein verwundertes Nachhaken usw reagierte,,,
geschrieben von hugo

..ist das verwunderlich wenn man selber "schlimme Entgleisungen" egalisiert mit "Pauschalhinweisen"..."zuerst wurde abdu persönlich angegangen und er hat sich halt gewehrt."
Nein, solche m.E. einseitige Betrachtungsweise wird zwangsläufig immer wieder in eine Sackgasse von "Beschimpfungen und Betragsschließungen" führen.

sammy

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