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Aktuelle Themen Digitale Demenz ...ein kulturelles Phänomen

schorsch
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Mitglied

Re: Fortschritt und Verlust ....
geschrieben von schorsch
als Antwort auf eleonore vom 15.10.2007, 11:00:39
Ich bin überzeugt, dass wir es noch erleben werden, dass die Kriegfürsten eines Volkes per Knopfdruck in sämtlichen feindlichen Ländern sämtliche Elektrizität ausschalten werden. Dann funktioniert nichts mehr dort; keine Maschinen, keine Uhren, keine Computer, keine Autos, keine Eisenbahnen, kein Telefon, kein Handy, keine Wasserpumpe, die das Trinkwasser in die Häuser pumpt.......

...und dann braucht es keinen einzigen Schuss mehr und keine einzige Bombe. Denn diese feindlichen Völker werden hungers sterben und verdursten!
--
schorsch
hafel
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Re: Fortschritt und Verlust ....
geschrieben von hafel
als Antwort auf schorsch vom 15.10.2007, 11:09:30
Diese Vorstellung ist der Horror. Bei mir in der Straße fiel mal die Hauptsicherung im Sicherungskasten AUF DER STRASSE aus, was nur vom Energieunternehmen gelöst werden konnte. Nichts ging mehr und ich musste mir überlegen, wie lange ich noch mit dem Handy telefonieren konnte, denn ein Nachladen war nicht möglich. Da das am Karfreitag passierte, war nicht (auch keine örtliche Polizeistelle) besetzt. Über das Handy hatte ich dann die Polizeizentrale in Hamburg erreichen können, die dann geholfen hat.
Ein Horror, diese Vorstellung!
--
hafel
libelle
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Re: Fortschritt und Verlust ....
geschrieben von libelle
als Antwort auf karl vom 15.10.2007, 11:05:45
@ Karl

und in dem Du Dich mit dem ST beschäftigst, bemühst Du einen Server der wiederum ein Rechenzentrum benötigt, der jede Menge CO2 produziert...

(siehe Dein Thread: Rechenzentren sind enorme Stromschlucker.)

übrigens auch ich halte die Existenz von Navigationssystemen für eine tolle Errungenschaft,
nur tut das auch mein Gedächnis? Und ich bilde mir ein, auch ein Handy zu brauchen, ein Palm, einen PC usw.usf...


Gruß
libelle

@ alle ... Karls o.a. Thread ist sehr lesenswert und sollte uns allen zu denken geben!







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dutchweepee
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Re: Fortschritt und Verlust ....
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf eleonore vom 15.10.2007, 11:00:39
ich habe mich bei der NVA immer aufgeregt, warum wir selbst die anfangsangaben für das abschiessen von mittelstreckenraketen, mit dem rechenschieber ermitteln mussten, wo wir doch nen taschenrechner im gepäck hatten und 50 meter weiter der stabs-wagen mit dem feuerleitrechner stand.

aber das machte im denken der militärs durchaus sinn, denn im ernstfall hätte der gegner eine höhen-kernwaffe gezündet, die durch ihren EMP sämtliche halbleiter technik (vom radio bis zum rechner) zerstört hätte. deshalb wurden wir im umgang mit solchen blackouts ausgebildet - auch wenn das keinen spass machte, weil der rechenschieber bei der scheisskälte festgefrohren war - dagegen gabs aber feuerzeuge.
gutgelaunt
gutgelaunt
Mitglied

Re: Digitale Demenz ...ein kulturelles Phänomen
geschrieben von gutgelaunt
als Antwort auf schorsch vom 15.10.2007, 11:04:13
genau das wird Libelle wohl gemeint haben, wenn sie die "Digitale-Demenz" anspricht, mit zunehmender Technik wird uns vieles bequemer und oft auch besser gemacht....,das verleitet aber auch gewaltig nicht mehr das Langzeitgedächtnis zu trainieren, sondern nur noch Daten, wie zB. aus Google,Wikipedia usw. abrufen, diese lediglich oft nur noch kurzfristig über die Wahrnehmungsfelder "Lesen" und "Schreiben" im Kurzzeitgedächtnis parken....
schorsch, noch ein paar Jahre weiter, dann werden einige in unserer Zukunftswelt schon gar nicht mehr wissen....., wie deine Indianer es früher gemacht haben.....)))

..es sei denn sie füllen ihre "Wissenslücken" mit Google, Wikipedia usw.....)

gutgelaunt
Medea
Medea
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Re: Fortschritt und Verlust ....
geschrieben von Medea
als Antwort auf dutchweepee vom 15.10.2007, 17:40:03
Dann bin ich ja tatsächlich "old fashioned" - mein Wissen rufe ich aus dem Gedächtnis ab, bin ich mal unsicher, frage ich an kompetenter Stelle nach, um dann meistens die Bestätigung zu erhalten, daß ich richtig lag.
Allerdings: Einkaufszettel schreibe ich, aber das scheint ein anderes Kapitel zu sein.



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Medea
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Mitglied

Re: Fortschritt und Verlust ....
geschrieben von Medea
als Antwort auf dutchweepee vom 15.10.2007, 17:40:03
Dann bin ich ja tatsächlich "old fashioned" - mein Wissen rufe ich aus dem Gedächtnis ab, bin ich mal unsicher, frage ich an kompetenter Stelle nach, um dann meistens die Bestätigung zu erhalten, daß ich richtig lag.
Allerdings: Einkaufszettel schreibe ich, aber das scheint ein anderes Kapitel zu sein.


hafel
hafel
Mitglied

Re: Fortschritt und Verlust ....
geschrieben von hafel
als Antwort auf Medea vom 15.10.2007, 18:28:22
@ medea: Einkaufszettel schreibe ich, aber das scheint ein anderes Kapitel zu sein.

Das kann man doch auch nicht pauschal beurteilen. Kommt doch darauf an, ob ich zwei Teile oder eine ganze Liste einkaufe.
--
hafel
Re: Fortschritt und Verlust ....
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf hafel vom 15.10.2007, 18:38:09
handy hab ich nur auf längeren strecken im auto mit. ein navy hab ich auch nicht. telefonnummer sind auch auf meinem festnetztanschluss nicht einprogrammiert. genau aus dem grund: ich will nicht schon jetzt das gefühl haben an der kreuzung zur demenz zu stehen, kommt eh früh genug. bei t-online waren nach einem betriebsabsturz alle email-adressen weg und ich kucke dumm aus der wäsche. nun wird alles wieder aufgeschrieben - rein vorsorglich.
--
plumpudding
schorsch
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Re: Fortschritt und Verlust ....
geschrieben von schorsch
als Antwort auf vom 15.10.2007, 21:05:29
Solche Hilfen können aber auch ein Mittel sein, für Wichtigeres Zeit und Platz im Hirn zu bekommen.
--
schorsch

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