Aktuelle Themen Versorgungs-"Liebe"

melanie
melanie
Mitglied

Versorgungs-"Liebe"
geschrieben von melanie

Ein Thema, das mir schon seit eh und je unter den Nägeln brennt. Frauen (ich weiß nicht, ob es das auch in umgekehrter Konstellation gibt, wohl eher seltener), die unter dem Aspekt "Versorgung" in einer Beziehung bleiben, die längst keine mehr ist.

In früheren Zeiten, da die Frau nicht über eine Ausbildung verfügte und der gesellschaftliche Status der Frau ein ganz anderer war, blieb den Frauen wohl nichts anderes übrig, wobei die sogenannte "romatische Liebe" in diesen Zeiten doch die Ausnahme darstellte. Aber in den letzten Jahrzehnten, nach dem Zweiten Weltkrieg, wäre das eigentlich nicht mehr notwenig.

Leider musste ich das selbst hautnah miterleben, wie es ist, wenn eine Beziehung nur vom Widerwillen der Frau gegenüber dem Mann geprägt ist, und wie diese negativen Gefühle auch die mittelbare soziale Umgebung vergiften.

Ich selbst war mit einem mehr als gut situierten Mann verheiratet, von dem ich mich mit 29 Jahren getrennt hatte. Ich erinnere noch gut, dass einige meiner damaligen Freundinnen mir rieten, angesichts meines sozialen und wirtschaftlichen Status bei meinem Manne zu bleiben und mir einfach einen Liebhaber zuzulegen. Auch kannte ich in meinem Leben einige Frauen, für die der Versorgungsgedanke bei der Partnerwahl oberste Priorität darstellte.

Vielleicht steht dahinter ja auch die Angst davor, die Verantwortung für das eigene Leben selbst übernehmen zu müssen, oder aber auch die Angst vor dem Alleinsein und der damit einhergehende Werteverlust der alternden Frau in dieser Gesellschaft (aber das wäre schon wieder ein Thema für einen neuen Thread).

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melanie
marianne
marianne
Mitglied

Re: Versorgungs- Beziehung
geschrieben von marianne
als Antwort auf melanie vom 01.09.2009, 06:57:29
Das war Pillis Thema auch oft und oft...
sie drückte es eben viel ordinärer aus.

Marianne
Re: Versorgungs-
geschrieben von lara
als Antwort auf melanie vom 01.09.2009, 06:57:29
Guten Morgen Melanie du schreibst,
Zitat:
Vielleicht steht dahinter ja auch die Angst davor, die Verantwortung für das eigene Leben selbst übernehmen zu müssen, oder aber auch die Angst vor dem Alleinsein und der damit einhergehende Werteverlust der alternden Frau in dieser Gesellschaft (aber das wäre schon wieder ein Thema für einen neuen Thread).

einige dieser Punkte treffen auch auf mein Leben zu, es erfordert Mut sich im Alter zu trennen. Frauen die einen Beruf haben der sie ernährt und die genug Selbstwert haben, trennen sich leichter. Mir würden noch viele Punkte dazu einfallen, bin aber jetzt in Zeitnot.
--
lara

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rolf †
rolf †
Mitglied

Re: Versorgungs- Beziehung
geschrieben von rolf †
als Antwort auf marianne vom 01.09.2009, 07:24:52
Sie drückte es nicht ordinärer aus,
sie nannte das Kind beim Namen.
--
rolf
uki
uki
Mitglied

Re: Versorgungs- Beziehung
geschrieben von uki
als Antwort auf rolf † vom 01.09.2009, 09:08:43
Hier wird vom Werteverlust der alternden Frau geredet. Wie ist denn das gemeint?

Rolf, was Pilli meinte, waren ganz allgemein Hausfrauen ohne berufliches Einkommen. Sie verglich sie mit Prostituierten.
Nennst du das die Dinge beim Namen nennen?

Wie ich es hier verstehe, geht es um Frauen die sich nicht vom Partner trennen, obwohl die Liebe auf der Strecke blieb. Die nur bleiben weil sie versorgt sein möchten.

--
uki
gesine
gesine
Mitglied

Re: Versorgungs-
geschrieben von gesine
als Antwort auf melanie vom 01.09.2009, 06:57:29
Früher war es ja so, dass nach der Hochzeit die Aufgaben in der Ehe klar verteilt waren, der Mann bringt das Geld nach Hause, die Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder. Ich denke dass diese Regeln schon von deren Eltern vorgelebt wurden.
Die Frauen hatten keine Berufsausbildung und waren abhängig vom Ehepartner, bekamen bei Problemen gesagt, durchhalten, was willst du tun, ohne den Ehemann bist du aufgeschmissen und kannst dich nicht selbst versorgen.
Heute gehen Frauen trotz Kindern arbeiten, verdienen Geld und bringen sich auch finanziell in die Ehe ein, sodass sie im Falle einer scheiternden Ehe nicht mittellos sind oder nicht wissen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen.

Sicher gibt es viele Ehen, die seit Jahren nicht funktionieren,für die Partner aber auf keinen Fall eine Scheidung in Frage kommt, weil sie das gemeinsame gebaute Haus nicht verlieren wollen, der Kinder oder der Nachbarn zu liebe die heile Welt vorspielen. gerade wenn man in ländlicher Gegend wohnt, möchte man sich nicht bereden lassen, Gründe gibts genug.
Ich für mich kann nur sagen, dass ich das auf keinen Fall möchte, eine Ehe führen die nur auf dem Papier existiert, eventuell mit dem Wissen, dass mein Partner womöglich eine Geliebte hat.
Jeder hat das Recht glücklich zu sein und Jeder, egal wie schwer der Neuanfang ist, kann auch einen Neuanfang schaffen, sicher ist das mit zunehmendem Alter schwieriger, aber möglich !
ich könnte noch soooo viel schreiben, aber isch hab fertsch
gesine

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myrja
myrja
Mitglied

Re: Versorgungs- Beziehung
geschrieben von myrja
als Antwort auf uki vom 01.09.2009, 09:58:01
Hier wird vom Werteverlust der alternden Frau geredet. Wie ist denn das gemeint?

Rolf, was Pilli meinte, waren ganz allgemein Hausfrauen ohne berufliches Einkommen. Sie verglich sie mit Prostituierten.
Nennst du das die Dinge beim Namen nennen?

Wie ich es hier verstehe, geht es um Frauen die sich nicht vom Partner trennen, obwohl die Liebe auf der Strecke blieb. Die nur bleiben weil sie versorgt sein möchten.

--
uki
geschrieben von uki



Aber Uki,

auch wenn ich mir jetzt vielleicht Feinde mache frage ich, ist es dann nicht auch so, dass Frauen, die aus Versorgungsgründen bei ihren Männern bleiben, sich prostituieren für ihren Lebensunterhalt? Oder glaubst Du, dass so benutzte Männer auf Sex mit der Ehefrau verzichten? Wie würdest Du denn das Ganze nennen?
--
myrja
uki
uki
Mitglied

Re: Versorgungs- Beziehung
geschrieben von uki
als Antwort auf myrja vom 01.09.2009, 10:39:47
Hallo Myrja, ich mache einen Unterschied zwischen normalen "Hausfrauen" bei denen die Ehe stimmt und solchen, die eben nur aus Versorgungsgründen bleiben.
Vielleicht hatte ich vorher nicht ganz klar die Sätze formuliert?
--
uki
daddy60
daddy60
Mitglied

Re: Versorgungs-
geschrieben von daddy60
als Antwort auf melanie vom 01.09.2009, 06:57:29

Ein Thema, das mir schon seit eh und je unter den Nägeln brennt. Frauen (ich weiß nicht, ob es das auch in umgekehrter Konstellation gibt, wohl eher seltener), die unter dem Aspekt "Versorgung" in einer Beziehung bleiben, die längst keine mehr ist.
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melanie


Fangen wir mal bei Punkt 1 an, ....eine Beziehung die längst keine mehr ist.
Mir ist das zu nebulös definiert, es ist trotzdem eine Beziehung, in ihr fehlt vielleicht dies und das.
Es gibt tausende Formen von Beziehungen. Du hast welche zu deinen Mitmenschen, Pflanzen, Tiere, Gegenstände usw.
Oder reduzierst du Beziehungen ausschließlich auf Sex und/oder Versorgung?

Kann es sein dass nicht die Beziehung als solche das Problem darstellt, sondern z.B. Anspruchs-denken.
Ansprüche an die Beziehung stellen und zeitweise ein entsprechendes Fazit ziehen, ob die Beziehung noch das ist was sie sein soll?

Angenommen das wäre so, hätte dann jede Beziehung eine langfristige Chance, jede an der Bez. beteiligte Person die gleichen Ansprüche?
Welche Ansprüche stellen denn Frauen, welche Männer?
Konkreter gefragt, ist die Anspruchslatte bei beiden gleich lang?
--
daddy60
myrja
myrja
Mitglied

Re: Versorgungs- Beziehung
geschrieben von myrja
als Antwort auf uki vom 01.09.2009, 10:58:27
Hallo Myrja, ich mache einen Unterschied zwischen normalen "Hausfrauen" bei denen die Ehe stimmt und solchen, die eben nur aus Versorgungsgründen bleiben.
Vielleicht hatte ich vorher nicht ganz klar die Sätze formuliert?
--
uki
geschrieben von uki


Sorry Uki,

das ist nicht böse gemeint, aber ich glaube ich verstehe Dich immer noch nicht. Wie nennst Du diesen Unterschied?
--
myrja

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