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Aktuelle Themen Zur Schweizer Volksabstimmung

carlos1
carlos1
Mitglied

Re: Zur Schweizer Volksabstimmung
geschrieben von carlos1
als Antwort auf dutchweepee vom 02.12.2009, 16:43:33

„In den dreißig Jahren unter den Borgias hat es nur Krieg gegeben, Terror, Mord und Blut, aber dafür gab es Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Renaissance. In der Schweiz herrschte brüderliche Liebe, fünfhundert Jahre Demokratie und Frieden. Und was haben wir davon? Die Kuckucksuhr!“. dutchwepee


Die Kuckucksuhr stammt m. E. aus dem Schwazwald. Dafür hat die hervorragende Schweizer Uhrenindustrie die Rolex und andere Produkte. Die Borgias in der Schweiz? Also das muss doch wohl auch ein Irrtum sein. Michelangelo und Leonardo lebten im Italien der Renaissance.

Irgendetwas habe ich in diesem Zusammenhang nicht verstanden.

c.

hafel
hafel
Mitglied

Re: Zur Schweizer Volksabstimmung
geschrieben von hafel
als Antwort auf pippa vom 02.12.2009, 17:40:49
Das Votum war hier allerdings noch deutlicher als bei der Minarett-Frage: 68 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich für den weiteren Export von Waffen und ihren Handel über die Schweiz aus.

Wir sollten da allerdings sehr leise sein, denn wir stehen an vierter Stelle in der Welt.
--
hafel
hugo
hugo
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Re: Zur Schweizer Volksabstimmung
geschrieben von hugo
als Antwort auf hafel vom 01.12.2009, 12:03:45
hm,,nun überlege ich gerade ob ich nicht noch zwei oder drei Threads zu obigem Thema eröffnen sollte, damit die hafels endlich mal wieder ein passendes Thema zu beackern haben,,*g*

so richtig gut gefällt mir das Ergebnis in der Schweiz nicht,,das ändert jedoch nichts daran, das ich mich darüber etwas ärgere das WIR nicht sowas Schönes wie derartige Volksabstimmungen erleben dürfen *g*

ps: nur die Monatgsdemos waren noch eine Stufe besser,,,das waren noch Zeiten hervorragender Demokratienähe,,*g*


--
hugo

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karl
karl
Administrator

Re: Vielen Dank für den Hinweis ...
geschrieben von karl
als Antwort auf niederrhein vom 02.12.2009, 12:29:22
Webmaster kann - so meine Empfehlung! - dieses Beitragskette löschen ...
keineswegs, ich finde die Links sehr interessant und informativ und bin auch über die Entlastung des anderen Threads froh.
--
karl
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Zur Schweizer Volksabstimmung
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf carlos1 vom 02.12.2009, 18:39:09
@carlos1

Dieses Zitat habe ich aus dem Film "Der dritte Mann" übernommen. Selbstverständlich werden die 30 Jahre Schreckensherrschaft der Borgias in Italien (die uns immerhin die Renaissance brachten) mit den 500 Jahren Friedefreudeeierkuchen in der Schweiz verglichen.

Der Vergleich hinkt natürlich, aber er verdeutlicht, wie egal mir die Schweiz ist.
niederrhein
niederrhein
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Kleine Antwort für Herrn Carlos ...
geschrieben von niederrhein
als Antwort auf carlos1 vom 02.12.2009, 18:25:44
Einen schönen guten Abend!

Davon abgesehen, daß mein Beitrag eine "kleine Antwort für Herrn "dutchweepee" gewesen ist und sich nicht inhaltlich auf die allgemeine Debatte bezog (mein Ausgangsbeitrag bezog sich eben nicht auf die allgemeine Debatte, wie ich explizit zum Ausdruck brachte!), darf ich noch einmal mich selbst zitieren:

Im übrigen: Natürlich halte ich - man gestatte mir diese persönliche Meinung - eine differenzierte Debatte über diesen Komplex (Es sind viele Themenbereiche! Um eine reine architektonische Frage handelt es sich sicher nicht!) für richtig und wichtig.
Und es sind hier, in den ganzen Beiträgen, durchaus eine Reihe - so meine erneute Bewertung - bemerkenswerter Informationen und Argumente enthalten, aber diese muß man erst aus dem Müll und Mist der Mehrheitsbeiträge (für Kenner: dreimalige Alliteration!) herauskopieren und "studieren".
Das wäre durchaus der Ansatzpunkt einer seriösen Diskussion ...aber hier? Nach den Erfahrungen und angesichts dessen, was immer wieder abläuft? Aber ... Honi soit qui mal y pense![/indent]

Farbige Markierung, Unterstreichung von mir.

Dazu jetzt:

Zur Problematik - worin diese auch im einzelnen bestehen mag - habe ich nichts geäußert, was ich ja auch im Hinblick auf meinen Ausgangsbeitrag explizit hervorgehoben hatte.
Insofern haben Deine Ausführungen zum Sachverhalt (Minarett, Volksabstimmung) nichts zumindest mit meinem Ausgangsbeitrag bzw. mit meinem weiteren Beitrag zu tun. Das ist natürlich keinerlei Bewertung dieser durchaus sehr lesenswerter Überlegungen, nur eine Fest- und Richtigstellung.

Es handelt sich hier um die Meinung einer Vielzahl von Foristen, die du so abqualifizierst. Auch der Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wird vorgeworfen eine schlechte Entscheidung getroffen zu haben.
geschrieben von Carlos


Dann wiederum der Hinweis auf meinen Text:
- Ich habe hervorgehoben, daß es eine Reihe bemerkenswerter Informationen und Argumente gibt. (Das ist doch gestattet?) Dies wohlbemerkt unabhängig von einer inhaltlichen Position, deswegen empfand ich Deine apologetische inhaltliche Darstellung (eben pro dem Ergebnis der Schweizer Volksabstimmung) ohne jede weitere Abgrenzung in Bezug auf meinen Beitrag doch erstaunlich.


- Im Hinblick auf das quantitative und qualitative Verhältnis von sachlichen Beiträgen und Informationen zum "Müll und Mist" möge nun jeder kritische Leser nach dem kritischen Studium und Vergleich dieser rund 140 Seiten selbst entscheiden, welche Informationen eben gut bzw. brauchbar sind oder eben nicht.

Im Hinblick auf jenen Teil der nicht brauchbaren Beiträge (selbst ein intellektuell unbedarfter und unkritischer Mensch wird feststellen, daß vieles eben nichts zur Sache beiträgt) habe ich mir erlaubt, eben auch einmal ein Urteil zu äußern und eine Meinung zu haben ... wobei das Meinung-Absondern ohne Kenntnis etc. hier ja wohl die Regel ist; oder sollte ich mich da irren? (Zumindest fordern immer wieder einige hochintellektuelle Menschen meine Meinung ...; weiß der Kuckuck warum? Deren Reaktionen auf meine Beiträge nach scheinen diese Beiträge ja gar nicht zu lesen geschweige denn zu verstehen?)


Ich möchte aber hervorheben und mich damit auch entschuldigen, daß ich leider die Spielregeln der üblichen direkten Beleidungen, Herabsetzungen, persönlichen Angriffen etc. (siehe den eigentlichen Minarett-Diskussionsplatz) noch nicht beherrsche, deswegen diese allgemeine Tautologie "Müll und Mist". (Das nächste Mal kritisiere ich direkter und schärfer, falls das gewünscht wird.)
Aber ich nehme den "Müll & Mist" gerne wieder zurück ..., von mir stammt ja das Geschriebene nicht. Jeder präsentiert sich halt hier, wie er will und kann.

Im übrigen habe ich keine Person abqualifiziert, beleidigt, angegriffen (im Gegensatz zur sonst hier üblichen Praxis), sondern mich allgemein über Inhalte kritisch geäußert. Falls sich aber für diesen "Müll & Mist" zuständig fühlt ... bitte.


Das Internet und das Forum voll von Mist und Müll!! Ist das allgemein der Fall oder nur in dieser Frage, wo es um Parteilichkeit geht?

Noch einmal ... ich bezog mich auf das Verhältnis der brauchbaren bzw. weniger brauchbaren Beiträge auf dem anderen Diskussionsschauplatz, nicht auf das Internet im allgemeinen, das ich ja als solches gar nicht annähernd kennen und beurteilen kann.


Soweit für's erste. Obwohl das hier (siehe Ausgangsbeitrag) nicht das Thema ist - zur Sache selbst (eben in ihrer Komplexität) nehme ich hier keine Stellung (warum auch - es ist nicht das/mein Thema hier) - , dennoch [i]eine
Anmerkung:
Irgendwo ist hier der Begriff der Projektion genannt worden oder man könnte auch von einer Rückbezüglichkeit sprechen ... d.h. manche Beiträge verraten mehr über die Befindlichkeit (neutral genug?) der schreibenden Person als daß sie etwas zur Sache selbst sagen ...


Im diesem Sinne - und darauf lege ich Wert! - mit Hochachtung und einem freundlichen Gruß

Die Bertha
vom Niederrhein


P.S. Natürlich studiere ich Deinen Beitrag detailliert, denn Deine Beiträge sind immer lesenswert - auch wenn diese (bzw. die darin geäußerte Stellungnahme) konträr gegebenenfalls gegenüber der eigenen Position ist.

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hugo
hugo
Mitglied

Re: Zur Schweizer Volksabstimmung
geschrieben von hugo
als Antwort auf dutchweepee vom 02.12.2009, 19:26:26

hallo dutch, danke für die sSalve,,heute noch nicht so gelacht,,
"Der Vergleich hinkt natürlich, aber er verdeutlicht, wie egal mir die Schweiz ist."

ok mein Gaul hinkt auch,,aber das entschuldigt das mir die Purple Turtles entfleuchten,,*g*


--
hugo
karl
karl
Administrator

Re: Zur Schweizer Volksabstimmung
geschrieben von karl
als Antwort auf dutchweepee vom 02.12.2009, 19:26:26
Entschuldige dutchweepee,


mir ist die Schweiz nicht egal! Ich liebe die Schweiz und kenne liebenswerte Schweizer. Deshalb muss ich aber das Ergebnis der Abstimmung nicht gut finden. Nicht genügend, aber immerhin weit über 40% der abstimmenden Schweizer waren meiner Meinung, s. schorsch und felix!

@ carlos1,


die Erkenntnis ist bitter, verfestigt sich bei mir aber immer mehr: Es gibt einfach Dinge, die nicht zur Abstimmung gestellt werden dürfen. Dazu gehören z. B. die Menschenrechte, meiner Meinung nach gehört die Religionsfreiheit dazu und zu dieser gehört auch, dass ich mir mein Gotteshaus gestalten darf, wie es mir gefällt (es sei denn es gilt für alle gleichermaßen eine Bauordnung). Gesetze dürfen nicht zur Ungleichheit der Menschen beitragen. Gesetze müssen auch die Rechte von Minderheiten schützen.

Ich finde Basisdemokratie gut, aber es müsste ein Konsens hergestellt werden, dass solche Abstimmungen auch demokratische Ergebnisse haben müssen, d. h. es müsste strukturell verboten werden (wegen mir auch per Urabstimmung), dass Abstimmungen zur Diskriminierung von Minderheiten zulässig sind.
--
karl
heijes
heijes
Mitglied

Re: Kleine Antwort für Herrn dutchweepee
geschrieben von heijes
als Antwort auf carlos1 vom 02.12.2009, 18:25:44
Sachlichkeit ist notwendig, wenn es um die Minarette geht. Die Religionsfreiheit ist ja gar nicht bedroht.

Religionsfreiheit ist ein Grundrecht, aber dies Grundrecht wird nicht schrankenlos gewährt. Ein Moscheeneubau hat sich in unsere Rechts- und Gesellschaftsordnung einzufügen, die geltenden Bauvorschriften sind einzuhalten. Eben deshalb gibt es kein übergeordnetes Menschenrecht auf Minarettbau oder Kirchturmsbau. Es gibt einen Anspruch auf Religionsausübung in einem baulich würdigen Rahmen. Dies erfordert aber keine Bauten, die als Machtanspruch oder politische Demonstration gewertet werden könnten, durchgesetzt mit saudischem Ölgeld. Giordano Bruno sprach von den „vielen Abstufungen zwischen Hinterhof- und Großmoschee“ ohne ‚Abschreckungseffekt.

Ein wichtiger Gesichtspunkt ist die Akzeptanz bei der Bevölkerung und der Respekt vor ihrer kulturellen Tradition. Darin drückt sich die Toleranz zwischen den einzelnen Bevölkerungsteilen und unterschiedlichen Bekenntnissen aus. Bedenken in der Bevölkerung sollten nicht gleich als „islamfeindlich“ abgetan, sondern sollten als Denkanstoß gesehen werden. Forderung nach Öffnung, nach Kommunikation in deutscher Sprache, nach Achtung des Baurechts, nach in Dtld ausgebildeten Imamen oder nach Transparenz bei Finanzierung und Willensbildung sind keine Schikanen, sondern berechtigte Forderungen einer Gesellschaft, die ein hohes Maß an Religionsfreiheit gewährt. So allein kann Verständnis wachsen und Feindbilder gar nicht erst entstehen.
geschrieben von Carlos


Danke Carlos für deinen sachlichen gesamten Beitrag hier und auch im anderen Thread, ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Ich habe in den 14 Jahren in der Schweiz, die Schweizer nicht als Ausländerfeindlich kennengelernt, allerdings überrascht mich das Abstimmungsergebnis auch nicht, denn die Schweizer sind ein stolzes Volk und mögen ihr Land so wie es ist und ein großer Teil ist tradionell und mag keine Veränderungen. Überrascht hat mich die für die Schweiz hohe Wahlbeteiligung.
PS für alle anderen: Mich stören Minarette in keiner Weise.
--
heijes
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Kleine Antwort für Herrn dutchweepee
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf heijes vom 02.12.2009, 20:45:49
@heijes

Ich habe sieben Jahre in Den Haag gewohnt und dort sind die Minarette in der Tat höher als die popligen, Calvinistischen Kirchtürme der Holländer - wen juckts? (außer die paar Nazis um Geerd Wilders). Im Gegenteil - das sieht richtig schick aus.

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