Internationale Politik Es ist Krieg in Europa

Edita
Edita
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RE: Es ist Krieg in Europa
geschrieben von Edita
als Antwort auf TNolte vom 21.03.2024, 20:56:41
Ließ sich dieses OT nicht durch persönliche Nachricht richtigstellen?
Was hat das mit dem Forenthema "Es ist Krieg in Europa" zu tun?
Ich schlage @Edita und @Malinka deshalb Löschung ihrer OT Beiträge vor.
 


Tja lieber TNolte, was will ich machen, Malinka hat mich hämisch gefragt ob ich „schon Eier gemalt“ hätte, Zitat Malinka: „ Genau
in den Archiven der Presse findest Du in JEDER Sprachem auch in der deutschen, Berichte zu Prozessen wg Vergewaltigung und sexueller Misshandlung von Untergebenen  - bei der KSK Elitetruppe scheint das nicht selten zu sein., Aber wenn man sich nur einseitig informiert, kommt eben auch nur einseitige Kritik dabei heraus. 
Hast Du auch schon Eier bemalt?„ 

 

Damit fühlte ich mich in dem Thema derbe veralbert und habe dementsprechend geantwortet, ihren dann folgenden Roman hätte sie sich sparen können, interessiert sowieso niemanden! Man kann dieser Dame nicht immer jede Gehässigkeit durchgehen lassen!


Edita
Anna842
Anna842
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RE: Es ist Krieg in Europa
geschrieben von Anna842
als Antwort auf Tina1 vom 21.03.2024, 20:11:48
Danke, Tina, das du es hier beschreiben konntest.
Für mich nichts neues, dennoch wichtig in der Gesamtbeurteilung
des Slogan " Wir sind die Guten ". ( So der Titel eines Sachbuches)

Afghanistan und Libyen, hatte ich hier auch schon mal erwähnt.
Mir wurde beschieden, nicht einen Krieg mit einem anderen zu
vergleichen.


Eine " Blutspur " kann nur einer hinterlassen: Putin, der Schlächter.

Demokratien kennen keine Folter....

Anna
TNolte
TNolte
Mitglied

RE: Es ist Krieg in Europa
geschrieben von TNolte
als Antwort auf Anna842 vom 21.03.2024, 21:28:24
Mir wurde beschieden, nicht einen Krieg mit einem anderen zu
vergleichen.


Eine " Blutspur " kann nur einer hinterlassen: Putin, der Schlächter.

Demokratien kennen keine Folter....

Anna
Kriege miteinander zu vergleichen, ist immer schwierig, weil die Ausgangslagen und Verläufe meistens unterschiedlich sind. - Auch die Art der Aufarbeitung von Kriegen und Kriegsverbrechen ist unterschiedlich intensiv bzw. findet gar nicht statt.

Gefährlich sind Relativierungen ("die anderen haben doch auch ..."), weil das insbesondere die Kriegsopfer vernachlässigt oder sie sogar verhöhnt.

Der Unterschied zwischen autokratischen / diktatorischen Regimen und Demokratien liegt in der Gewaltenteilung und dadurch einer unabhängigen Justiz. Wenn Soldaten oder Befehlshaber aus demokratischen Staaten foltern oder gegen die Menschlichkeit verstoßen, gibt es Staatsanwälte, parlamentarische Untersuchungsausschüsse und unabhängige Gerichte, die einzelne Soldaten oder sogar einzelne Minister oder die Regierung verurteilen können.

In demokratischen Staaten kann zudem gegen Unmenschlichkeiten in Kriegen demonstriert und in der Presse frei und investigativ berichtet werden.

Zu Putin: "Erstmals wird ein Staatschef eines ständigen Mitgliedslandes des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen [durch internationalen Haftbefehl] gesucht. Ein weiterer Haftbefehl richtet sich gegen Marija Lwowa-Belowa, die russische Präsidialkommissarin für Kinderrechte."

Weitere Inhalte und Hintergründe finden sich hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Haftbefehl_gegen_Wladimir_Putin
 

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aixois
aixois
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RE: Es ist Krieg in Europa
geschrieben von aixois
als Antwort auf TNolte vom 21.03.2024, 22:28:36
... und dadurch einer unabhängigen Justiz. Wenn Soldaten oder Befehlshaber aus demokratischen Staaten foltern oder gegen die Menschlichkeit verstoßen, gibt es Staatsanwälte, parlamentarische Untersuchungsausschüsse und unabhängige Gerichte, die einzelne Soldaten oder sogar einzelne Minister oder die Regierung verurteilen können.
Eine sehr gewagte Aussage, die sich in der Realität nur in seltenen Fällen verifizieren lässt.

Ich sag mal sehr vereinfacht so, wo kein Kläger, da kein Richter.
In einer 'Kriegsmatrix' gelten nun mal andere, weniger idealistische Spielregeln, da klafft eine ganz große Lücke zwischen dem Soll und dem Sein, sprich,  Staaten sind nicht davor gefeit, gerade in solchen Situationen, für die die Regeln geschaffen wurden , nicht anderen Prioritäten Aufmerksamkeit zu schenken, als der skrupulösen Beachtung des Kriegsvölkerrechts.
Kaum ein Soldat geht mit dem Gesetzbuch im Tornister an die Front, wo es darum geht, wer zuerst schießt, lebt länger.

Russland,China, USA , Indien u.a. haben aus guten Gründen (nationalem Interesse : Schutz der eigenen Soldaten vor Anklage) sich nicht dem IStGH angeschlossen, auch hat z.B. die (demokratische) Ukraine das römische Statut bis heute, aus mir unbegreiflichen Gründen auch  mehr als 20 Jahre nach Unterzeichnung, nicht ratifziert.

Wie steht da so lapidar in Wikipedia (ad Verbrechen durch GI  in Vietnam): " Die juristische Aufarbeitung der Verbrechen in den free fire zones im Vietnamkrieg ist bis heute nicht erfolgt."

Das betrifft natürlich nicht nur die USA. Auch andere , wie z.B. ....

Auch Kriegsverbrechen in der Grauzone von Aktionen besoldeter 'Spezialeinheiten" (Wagner, Blackwater ...) oder anderer im Auftrag der Geheimdienste verdeckt agierender wenig zimperlicher 'Kämpfer'(vulgo 'Folterknechte') ,  werden nur in Ausnahmefällen von den Scheinwerfern der Justiz erfasst und meist nur  zufällig publik gemacht ... eher schon wird das dann als Verrat von Staatssgeheimnissen strafrechtlich verfolgt. Von den Urteilen mal gar nicht zu reden (Beweismangel, keiner will als Kameradenschwein als Zeuge auftreten, usw. ...)

Krieg ist nun mal Krieg und als solcher viel schmutziger als es die idealtypischen Vorstellungen glauben machen.
Auch das ist ja allen seit langem bekannt, aber wegen seiner inhärenten Enthumanisierung kaum ein 'beliebtes' Thema in den Medien, und ein Tabu-Thema unter den daran Beteiligten, sei es als Täter oder als Zeugen.

 
aixois
aixois
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RE: Es ist Krieg in Europa
geschrieben von aixois

Ich sehe einen neuen Stimmungstsunami auf uns zukommen, nachdem ich soeben kurz den Beitrag von Julian Nida-Rümelin in Der Freitag (12/2024  - exklusiv ?)  überflogen habe.

Titel :

Der Westen und der Ukraine-Krieg: Warum wir einen Waffenstillstand brauchen
Umdenken In gespenstischer Weise wiederholt sich im Ukraine-Krieg die Erfahrung des Ersten Weltkriegs. Wenn wir den Scharfmachern weiter folgen, droht eine Eskalation, die die gesamte Welt gefährdet
 
Sein Fazit: "Wer jetzt noch an einen umfassenden Sieg der Ukraine glaubt, leidet an Realitätsverlust oder ist bereit, einen dritten Weltkrieg zu riskieren."
Nordlicht 55
Nordlicht 55
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RE: Es ist Krieg in Europa
geschrieben von Nordlicht 55
als Antwort auf Alkmar vom 21.03.2024, 13:55:19
Entschuldige, ich achte die Verdienste von Gorbatschow, denn seine Leistungen werden überall geachtet, nur im eignen faschistischen Land nicht!
 
@ Alkmar,

 für diese Aussage ist keine Entschuldigung nötig! Ich habe keine andere Meinung zu Herrn Gorbatschow.
Mit seinen friedlichen Entscheidungen hat er für Deutschland insgesamt, vor allem aber für uns Ex-DDR-Bürger, und letztlich auch für die Beendigung des Kalten Krieges Großes vollbracht!
Dafür werde ich ihm Zeit meines Lebens dankbar sein und seine Verdienste nicht vergessen.

Allerdings wird er eben nicht "überall" so positiv gesehen, wie  bei uns "im Westen".
Als es in den ersten tatsächlichen "Sowjetstaaten" Freiheitsbestrebungen gab, fuhren unter seiner Präsidentschaft Panzer auf. Es gab kleinere und größere Gewalt. 
In Tiflis (Georgien) wurden friedliche Demonstranten mit Giftgas "bearbeitet" und erschlagen.
In Vilnius (Litauen) wurden Menschen erschossen und manche sogar von Panzern überrollt.

Auch wenn ICH persönlich ihm gerne glauben möchte, dass Befehle zu derartiger Gewalt nicht von Gorbatschow persönlich kamen - die Menschen DORT glauben daran nicht.
Litauen wollte noch Jahre später einen internationalen Haftbefehl gegen ihn erwirken.

Bis zu seinem Tod hat Herr Gorbatschow als seinen größten Fehler betrachtet, dass er die Sowjetunion nicht retten konnte.. Er sagte dazu:
 Durch den Zerfall der Sowjetunion hat die Welt eine ihrer wichtigsten Stützen verloren. Und zwar in einem Moment, als wir auf den Weg der Demokratie schwenkten.

Sein zweiter Satz gibt mir durchaus zu denken...

Katja

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Nordlicht 55
Nordlicht 55
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RE: Es ist Krieg in Europa
geschrieben von Nordlicht 55
als Antwort auf Elbling vom 21.03.2024, 15:16:12
Das einzige was ich aus Deinem Beitrag rauslese ist 'der Streit um des Kaisers Bart'. Und der ist einfach Sinnlos.
Ja, wenn in "Kaisers Bart" die Tatsachen zu finden sind, kann das schon sein... 😂
Granka
Granka
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RE: Es ist Krieg in Europa
geschrieben von Granka
als Antwort auf aixois vom 22.03.2024, 00:35:08
"Der Westen und der Ukraine-Krieg: Warum wir einen Waffenstillstand brauchen
Umdenken In gespenstischer Weise wiederholt sich im Ukraine-Krieg die Erfahrung des Ersten Weltkriegs. Wenn wir den Scharfmachern weiter folgen, droht eine Eskalation, die die
gesamte Welt gefährdet"


aixois,
​​​​​​Hat Herr Rümelin auch gesagt, mit wem er den  Waffenstillstand verhandeln wil, denn bekanntlich gehören dazu zwei?Putin lässt überall verlauten, dass er nicht an Verhandlungen  denkt und wenn ich Sabine Fischer richtig verstanden habe, war das von Anfang an der Fall, es gab nie eine Chance dafür. Die Krim ist das beste Beispiel, man hat Putin gewähren lassen und weiter Appeasement Politik betrieben. Was folgte? Ein grausamer Krieg 

Der einzige Scharfmacher ist Putin der droht und droht und deiner Meinung und ein paar anderer, sollte wohl die Ukraine aufgeben und nach und nach alle anderen die in Putins Visier liegen. Polen rüstet gewaltig auf, in der Ostsee zündelt Putin und lässt immer wieder russische U-Boote in fremde Hoheitsgewässer eindringen.
Komischerweise wird nicht nur von dir, der erste WK als Beispiel herangezogen, ein paar andere, ich auch vergleichen Putin mit Hitler, beides Imperialisten und beide Verbrecher und wäre Nazi Deutschland unter Hitler rechtzeitig gestoppt worden, hätten einige Millionen von Menschen nicht sterben müssen. Da hiess es von dir, man könne das,nicht vergleichen. Ich sage doch, kann man.

Granka
Michiko
Michiko
Mitglied

RE: Es ist Krieg in Europa
geschrieben von Michiko
Ja der Philosoph Nida-Rümelin, er lässt eigentlich nur verlauten, was - auch hier im thread - viele richtigerweise sagen. Wer vertritt nicht die Position, dass ein 3. WK eine Katastrophe und zu verhindern wäre?

Aber seine Worte waren auch: "Es sei zwar legitim, die Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gegen Russland auch mit Waffen zu unterstützen. "Aber wir wollen keine Eskalation zu einem Welt- oder Nuklearkrieg."
Jedes weitere Vorgehen Deutschlands müsse deswegen sorgfältig bedacht werden, so Nida-Rümelin.
Und da bin ich sicher, dass BK Olaf Scholz das genau im Blick hat.

In vielen Köpfen der jüngeren Generationen habe sich ein Gefühl des „westlichen Triumphalismus“ breit gemacht, sagt der Philosoph, demzufolge der Westen, wenn er denn wolle, alles könne, etwa in Afghanistan einmarschieren, oder in Libyen die Regierung wechseln. Viele würden glauben, dass der Westen und Europa, das auch mit Putin machen könnten. "Das ist naiv und hochgefährlich", warnt Nida-Rümelin.

Was diese Worte Nida-Rümelins angeht, da bin ich nicht so sicher. Ist es nicht eher Putin, der glaubt, der Ukraine und dem unterstützenden Westen zeigen zu können, dass Russland das Völkerrecht aushebeln und seinen Bruderstaat in Schutt und Asche legen kann?
 
pschroed
pschroed
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RE: Es ist Krieg in Europa
geschrieben von pschroed
als Antwort auf Michiko vom 22.03.2024, 08:31:04


Was diese Worte Nida-Rümelins angeht, da bin ich nicht so sicher. Ist es nicht eher Putin, der glaubt, der Ukraine und dem unterstützenden Westen zeigen zu können, dass Russland das Völkerrecht aushebeln und seinen Bruderstaat in Schutt und Asche legen kann?
 
Genau das ist es, liebe Michiko, Kritk an Putin liest man auch hier im Forum relativ selten, man sucht einen Ausweg für ihn, was in Ordnung ist, aber nicht auf den Rücken der unschuldigen Ukrainer. ich hoffe daß man nicht so schnell das Völkerrecht wegen dem Bösen bricht. Mittlerweile sitzen die Ukrainer wieder in ihren Keller, weil das Böse ihre Infrastruktur wieder zerstört.Phil.

QUELLE ZEIT Bild ZEIT
Luftalarm in fast allen Teilen der Ukraine
Aus der Ukraine werden schwere Raketenangriffe auf Energieinfrastruktur gemeldet. Betroffen ist auch die Stromversorgung eines Atomkraftwerks.

„Die Welt erkennt die Ziele der russischen Terroristen absolut klar: Kraftwerke und Stromleitungen, der Damm eines Wasserkraftwerks, gewöhnliche Wohnhäuser und sogar ein Oberleitungsbus. Russland führt einen Krieg gegen das tägliche Leben der Menschen.“
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
 

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