Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?

Internationale Politik Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?

Bruny
Bruny
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Re: Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf JuergenS vom 10.07.2017, 18:22:20
Ich mache mir in der Tat wenig Hoffnung, dass diese Täter gefunden werden. Es handelt sich hier doch ganz offensichtlich um organisierte Kriminelle. Und die müssen ja im Auftrag von jemand gekommen sein. Vielleicht wird uns ja wieder ein Bauernopfer präsentiert.
Ich bin gespannt wie sich Frau Merkel für die Geschädigten einsetzen wird.
Wenn ich mir die politischen gegenseitigen Schuldzuweisungen anhöre, dann hört sich das für mich nur noch hilflos an.
Und ich habe wenig Hoffnung, dass sich für die armen Länder etwas ändert. Ich habe auch keine Hoffnung dass sich in Sachen Klimawandel kurzfristig ändert und ich habe erst recht keinevHoffnung dass Mr. Trump zu seinen Zusagen steht.
Aber ich habe die berechtigte Befürchtung, dass wir ALLE noch mehr überwacht werden. Jeder der Telefoniert, E-mails schreibt, im Netz unterwegs ist, Auto fährt usw.
Bruny
olga64
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Re: Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Bruny vom 10.07.2017, 18:07:17
xxxx Wenn ich höre, dass gegen die vermummten Täter ermittelt werden soll, dann frage ich mich, wie denn hinter die Vermummung geschaut werden soll? Der Innenminister, Thomas de Maizière und andere, auch Herr Schulz verlangt mehr Überwachung, die Einführung einer europäischen Terroristendatei. So langsam bekommen es alle hin, dass der gemeine Bürger keinerlei Rechte mehr hat. Darauf wurde und wird ganz gezielt hingearbeitet. Wehe jemand ist zur falschen Zeit am falschen Ort.
Und kein Wort davon, dass sich die deutschen Politiker nicht die geringsten Gedanken darüber machen, ob der Ort der von ihnen gewählt wurde passend für einen Gipfel ist.
Jetzt müssen sogar die Opfer darum bangen, ob sie entschädigt werden. Ein verbales Versprechen ist nichts wert, Hauptsache vor der Kamera wurden Zugeständnisse gemacht.
Bruny
[/quote]

Auf einiges könnten Sie eigentlich selbst kommen: es wurden ca 100 Leute festgenommen, darunter auch Vermummte. Spätestens in der U-Haft legen die die Vermummung ab und schwupps kann man recherchieren, wer sie sind. Wenn sie sich nämlich nicht ausweisen (können) bleiben sie solange im Knast, bis sie es tun.
Ich weiss zwar nicht, wen sie unter dem "gemeinen" Bürger verstehen; sollte es der Krawall-Tourist sein, war er sicher zur richtigen Zeit am falschen Ort. Der soll die Bandagen eines Staates schon kräftig spüren, wenn auch nicht so brutal, wie dies Herr Putin oder Herr Erdogan machen würden.
Welche Opfer müssen bangen? Hier wird zuerst mal geklärt, ob jemand, dessen Auto abgefackelt wurde, einen Versicherungsanspruch hat. BEi Beschädigungen an Häusern wird genau so verfahren. Besteht dieser nicht, können die Schäden an den Senat von Hamburg beziffert werden.
Aber Bruny`s schwarze Märchenstunde soll uns ja wenige Stunden nach den Vorfällen schon mal wieder in düsteren Farben aufzeigen, wie unfähig Deutschland generell ist, um auch nur irgendwas richtig zu machen.
Komisch nur, dass wir als erfolgreiches Land doch immer wieder so begehrt bei anderen sind, die zu uns kommen wollen usw.
ABer Bruny vergleicht uns sicherlich mit dem so erfolgreichen Spanien, wo alles so viel besser ist. Oder ist es doch nur das Wetter dort?
Auch haben sich sicher "die Politiker" vor dem Gipfel GEdanken gemacht, wie dies sicherheitstechnisch zu bewerkstelligen ist. Zum einen beruhigte Herr Scholz, der SPD-Bürgermeister unermüdlich im Vorfeld und zum anderen kann im Leben einfach nicht alles vorhergesehen werden. Das, Bruny, sollte doch auch eine ältere Dame wie Sie aus ihrer Lebenserfahrung wissen, oder?
Freue mich über ihre sachliche REplik, wenn Sie diese für richtig erachten sollten. Olga
Bruny
Bruny
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Re: Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf olga64 vom 10.07.2017, 18:42:27
Sorry, Thema verfehlt

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digi
digi
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Re: Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?
geschrieben von digi
als Antwort auf Bruny vom 10.07.2017, 18:50:40
Ich weiss auch nicht mehr, warum ich mich hier vor Jahrzehnt mal angemeldet hatte. Um bespimpft zu werden garantiert nicht.

Zu den ChaotenTagen HH.
Jetzt werden -wie in DE üblich- wieder irgendwelche Schuldigen ausgesucht, um sich selber zu rechtfertigen.
Das ändert aber gar nichts an dem Problem der Chaoten.
Das geht weit am Thema vorbei.

Welche Chance hat denn ein Langzeitarbeitsloser mit evtl drei Teilzeitjobs aus dem ehem Osten im Callcenter? Der hat nichts mehr zu verlieren, der steht doch sowieso mit dem Rücken an der Wand.

Und dann sehen er und die Jungs aus dem Ausland in ähnlicher Lage, wie in edlem Zwirn zu Musik gespeist wird. Das ist eine direkte Einladung zum 'Meckern'. Einen Sinn hinter dem (unsinigen) Happening sieht er nicht mehr; das kann er nicht mehr sehen.

Solange das Problem nicht gelöst wird, wird der Staat immer wieder in ähnliche Situationen kommen. Ob uns das gefällt oder nicht; es ist so. Wir kennen es alle.

Wie sagte unsere Mutter:
Mit Gewalt lässt sich keine Zicke bocken - aber zeige ihr einen Apfel, und sie folgt freudig überall hin.

Man suche also nach den Ursachen und schaffe positive Abhilfe - und schon ist das Problem gelöst, ganz ohne Polizei.

Jetzt nach 'Schuldigen' zu suchen macht überhaupt keinen Sinn. Und wenn jetzt ein paar Chaoten auch eine Weile eingesperrt werden, dann werden die zu Märtyrern, und es wachsen dreie nach - mit noch größerem Hass und noch größerer Zerstörungswut auf alles. Es ist so - und es gefällt uns nicht, aber immer und immer wieder wird nach Schuldigen gesucht (die es nie geben wird) -als typisch Deutsche Krankheit bekannt-, anstelle den Grund für den Krampf zu suchen.
Der Bogen wurde diesmal (und in Sizilien) wirklich reichlich überspannt.

Alles schon mal dagewesen, vorgeführt worden. Was herauskam, ist auch bekannt. Das kann doch nicht alles schon vergessen sein.
karl
karl
Administrator

Re: Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?
geschrieben von karl
als Antwort auf digi vom 11.07.2017, 00:10:06
@ digi,

ich stimme Dir zu, wenn Du einforderst, dass die Ursachen für die Gewalt bekämpft werden müssen. Dies ist mindestens so wichtig, wie die Bekämpfung der Gewalttäter. Dies gilt für Links- wie für Rechtsextremismus ebenso wie für Islamismus.

Ich bin jedoch auch dafür, die Gewalttäter nicht ungestraft davonkommen zu lassen und hoffe sehr, dass mit Hilfe der Tausenden von eingesandten Handyfilmen viele identifiziert werden können, auch von den Plünderern.

Inhaltlich interessierte Demonstranten müssen Gewalttäter ausgrenzen und sich deutlich distanzieren. Jede Toleranz und jedes "Verständnis" für Gewalt ist fehl am Platz.

Karl
adam
adam
Mitglied

Re: Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?
geschrieben von adam
als Antwort auf digi vom 11.07.2017, 00:10:06
Wenn Demokratie eines Tages scheitern sollte, dann auch an der Dummheit derer, denen sie zugute kommen soll. Das ist das Erste, das mir einfiel bei dem Blödsinn, denn du über Mutter, Zicke, Apfel und die deutsche Krankheit geschrieben hast.

Was hast du gelernt im Leben? Daß man bei Frust über die eigene Unfähigkeit und über ein verkorkstes Leben Mordanschlage auf Polizisten verüben und Autos anzünden darf?

Sowas zu schreiben grenzt an Mittäterschaft und mir wird klar, daß wir an der Demokratie Abstriche machen müssen, um gegen Verbreiter von nahezu krimineller Dummheit vorgehen zu können. Aber weil Gleich und Gleich sich ja gesellt, wird auch deinen Unfug jemand "spannend" finden. Ich meinerseits finde, daß es Gefängnis auf Probe für die Verweigerung von Lebenslehre geben sollte. Von Weisheit spreche ich schon gar nicht mehr.

--

adam

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Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?
geschrieben von Tina1
als Antwort auf karl vom 11.07.2017, 09:15:27
@ digi,

ich stimme Dir zu, wenn Du einforderst, dass die Ursachen für die Gewalt bekämpft werden müssen. Dies ist mindestens so wichtig, wie die Bekämpfung der Gewalttäter. Dies gilt für Links- wie für Rechtsextremismus ebenso wie für Islamismus.

Ich bin jedoch auch dafür, die Gewalttäter nicht ungestraft davonkommen zu lassen und hoffe sehr, dass mit Hilfe der Tausenden von eingesandten Handyfilmen viele identifiziert werden können, auch von den Plünderern.

Inhaltlich interessierte Demonstranten müssen Gewalttäter ausgrenzen und sich deutlich distanzieren. Jede Toleranz und jedes "Verständnis" für Gewalt ist fehl am Platz.

Karl
geschrieben von karl


Karl, du hast es auf den Punkt gebracht u.ich stimme dir voll zu.
Tina
Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?
geschrieben von Tina1
als Antwort auf digi vom 11.07.2017, 00:10:06

Welche Chance hat denn ein Langzeitarbeitsloser mit evtl drei Teilzeitjobs aus dem ehem Osten im Callcenter? Der hat nichts mehr zu verlieren, der steht doch sowieso mit dem Rücken an der Wand.

Und dann sehen er und die Jungs aus dem Ausland in ähnlicher Lage, wie in edlem Zwirn zu Musik gespeist wird. Das ist eine direkte Einladung zum 'Meckern'.


Über eine Situation "meckern" wie du es beschreibst, ist was ganz anderes wie Gewalt anzuwenden. Und das ist schon der Unterscheid zwischen den friedlichen Demonstranten u. dem schwarzen Block u ihre Anhänger.

Ich kann deine Denkweise in keinster Weise nachvollziehen, weil du was zusammen bringst, was nicht zusammen gehört. Du bringst die sozialen Probleme, die ich auch kritisiere, mit den linken Gewalttätern zusammen, was einfach falsch ist. Das hätte ich von niemanden erwartet, der hier für die Menschen sprechen will, denen es schlecht geht.

Mit deinem Kommentar willst du, so lese ich es heraus, die Gewalttäter verteidigen, indem du sie in eine Ecke stellst, wo sie nicht hingehören! In eine Ecke wo Menschen gegen soziale Ungerechtigkeit u. falscher Innen- u. Außenpolitik friedlich auf die Straße gehen, gegangen sind, wie man es in Hamburg gesehen hat. Aber dort gehört der schwarze Block nicht hin.

Die Arbeitslosen, die Hartz4 Empfänger, die Menschen, die prekäre Jobs ausüben müssen, die 2 Jobs ausüben müssen, um zu überleben, die Armen die immer mehr werden, sind mit recht auf die Straße gegangen. Und sollen es auch weiter tun. Für die Menschen, die abgehängt sind, denen es schlecht geht, was nun bis zur Mittelschicht greift, muss die Politik endlich was tun. Man muss wieder Politik machen, wo jeder mit ins Boot genommen wird.

Aber diese Menschen sind unter denen gewesen die friedlich demonstriert haben. Sie waren nicht auf der Seite der Gewalttäter, des schwarzen Blocks zu sehen, so wie du es hinstellen willst. Dort sah man vorwiegend sehr junge Männer, teils noch jugendliche. Junge Menschen, die von ihren Führern scharf gemacht wurden u. werden. Die Verantwortlichen des schwarzen Blocks, der schwarz angezogenen autonomen, gewaltbereiten linken, machen den jungen Männern u. teilweise noch Jugendlichen, das Leben kaputt. Man heizt sie an Gewalt auszuüben. Man pflanzt ihnen ein Feindbild ein, sie bekommen eine "Gehirnwäsche", damit sie dann zu Straftaten bereit sind. Die Folge ist dann, dass sie schon in ihrem jungen Leben ins Gefängnis wandern können u. ihr Lebensweg vorprogrammiert ist.

Diese linken Gewalttäter haben nichts mit links zu tun, sie haben nichts mit den friedlichen Demonstranten zu tun. Sie haben null Interesse an sozialer Gerechtigkeit. Ihr einziges Ziel ist, den Staat abzuschaffen um an die Macht zu kommen. Es geht also nur um Eigeninteressen.

Und wenn sie dann an der Macht wären, sind es genau die Leute, die dann Gewalt gegen Demokratie und anders Denkende ausführen würden. Es würde genauso laufen wie es mit dem DDR Regime gelaufen ist. Sie vertreten genau die Ideologie, wie es die Stasi, die führenden Machthaber hatten. Sie wünschen sich ein solches Regime zurück.

Und solchen Leuten muss das Handwerk gelegt werden, damit sie nicht noch mehr junge Menschen zur Gewalt rekrutieren können! Ich weiß von was ich rede.

Mir ist es unverständlich, dass du diese Gewalttäter in ein positives Licht rücken willst. Dass du versuchst, diese Gewalttäter mit den friedlichen Demonstranten, darunter auch linke, in einen Topf werfen willst.
Meine Meinung, die niemand teilen muss.
Tina
Bruny
Bruny
Mitglied

Re: Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?
geschrieben von Bruny
als Antwort auf digi vom 11.07.2017, 00:10:06
Ja, die Ursachen zu erforschen, warum und weshalb solche Gewaltorgien überhaupt entstehen können, müßte die Toppriorität sein. Aber nein, in der Union plädiert man für konkrete Maßnahmen. "Angesichts der Gewaltexzesse und der Dimension der hemmungslosen, entfesselten Aggression gegen Polizeibeamte sowie der Zerstörungswut seitens linksextremer Demonstranten und Autonomer halte ich eine gewaltsame Räumung der Roten Flora jetzt für zwingend geboten", sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer, der Bild".
Für mich hat Terror immer einen Hintergrund, egal von wem er ausgeübt wird, und wenn es Politiker nicht endlich schaffen, dass alle Bürger ernst genommen werden, dann müssen wir in Zukunft mit dem Terror leben. Wir sind ja bereits auf dem besten Weg dazu.
Und, um Olgas Post nochmal aufzugreifen, die paar Hanseln derer sie habhaft wurden, haben mit den organisierten schwarz vermummten Tätern wenig zu tun. Das sind dann diejenigen, die wenig später wieder auf freien Fuß gesetzt werden müssen, weil sie eben nicht an der großen Gewaltorgie beteiligt waren.
Wenn die Organisatoren nicht geschnappt werden, nicht hart bestraft werden können und sich an der politischen arroganten Einstellung gegenüber den Bürgern nichts ändert, dann bin ich einmal mehr froh darüber in einem kleinen verschlafenen Dorf zu wohnen.
Bruny
Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Was bleibt vom "Wutgipfel" G20 in Hamburg?
geschrieben von Tina1
als Antwort auf digi vom 11.07.2017, 00:10:06


"Randalierer verwüsteten die Hamburger Schanze am Freitag stundenlang. Die Polizei schritt nicht ein. Ein drohender Hinterhalt, so die Begründung. Ein Video zeigt, wie Randalierer die Sicherheitskräfte in eine Falle lockten."

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