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Musik Große Komponisten

Sirona
Sirona
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RE: Große Komponisten
geschrieben von Sirona

Ich muss gestehen dass mich der Beginn an das Einstimmen der Instrumente vor einer Konzertaufführung erinnert. Es fällt mir ehrlich gesagt sehr schwer in dieser Komposition Harmonien zu entdecken.
 
Das Didgeridoo ist wahrscheinlich nur wenigen Klassikfreunden bekannt.  Der moderne Komponist Peter Sculthorpe wurde 1929 in Tasmanien geboren. Er war der erste in der europäischen Kultur ausgebildete Musiker, der das Didgeridoo spielen erlernte. So übernahm er in seinen Kompositionen zahlreiche Stilelemente der australischen Ureinwohner. Man meint in diesen Klängen die karge australische Landschaft zu erblicken.
 
Erklärung für Didgeridoo
https://www.australien-info.de/didjeridu.html
Sirona
Sirona
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RE: Große Komponisten
geschrieben von Sirona
Claude Debussy - Children’s Corner (Kinderecke)
 

 
Debussy komponierte „Kinderecke“ für seine kleine Tochter Claude-Emma, genannt ChouChou. Diese kleinen Musikstücke sollten beim Zuhörer Erinnerungen aus der Kindheit wachrufen.
Künstler waren auch Menschen wie alle, hatten Ärger zu Hause, komplizierte Liebesverhältnisse und natürlich meistens auch reizende Kinder.  Diese Menschlichkeit sollte man trotz aller Berühmtheit nicht ignorieren, denn dadurch fühlt man sich mit ihnen verbunden.
Zehn Jahre nachdem Debussy Childen’s Corner für sein Töchterchen geschrieben hatte starb er, und ein knappes Jahr später erkrankte ChouChou an der Diphtherie und folgte ihrem Vater in die Ewigkeit.

 
Sirona
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RE: Große Komponisten
geschrieben von Sirona
Felix_Mendelssohn_Bartholdy_-_Wilhelm_Hensel_1847-sw_b-8861d8c52a1831bg696d264c65d3270b.jpg
(Wiki)
 
 
Klavierkonzert Nr. 1 Felix Mendelssohn-Bartholdy
 
Obwohl das Klavier das bevorzugte Instrument von Mendelssohn war, komponierte er lediglich zwei Klavierkonzerte. Dieses 1. Klavierkonzert schrieb er  1831 in Rom und widmete es der 17-jährigen Pianistin Delphine von Schauroth, mit der ihn eine Liebesromanze verband. Diese Komposition sprüht vor Lebensfreude und jugendlichem Übermut. Man meint die helle und warme Sonne Italiens zu spüren. 

Mendelssohn selbst sagte über sein Konzert, „dass es ein schnell „dahingeworfnes Ding sei, das er fast nachlässig zu Papier gebracht habe. Den Leuten scheint es am besten zu gefallen, obgleich mir selbst wenig“. - Nun diese Einschätzung zeugt von einer Bescheidenheit, die den Komponisten auszeichnete. Heute gehört dieses Werk zu einem der beliebtesten Konzerte, insbesondere bei jungen Pianisten/innen.
 
 
Weitere detaillierte Informationen zum Klavierkonzert

 
https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/starke-stuecke-mendelssohn-klavierkonzert-nr-1-100.html
 

 

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SamuelVimes
SamuelVimes
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RE: Große Komponisten
geschrieben von SamuelVimes

Mal ein kleiner Wettstreit.
Wer singt Vinci's "In braccio a mille furie"  besser ?

Der Kontratenor Franco Fagioli oder die Sophranistin
Simone Kermes ?
 


LG
Sam



 
Sirona
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RE: Große Komponisten
geschrieben von Sirona
als Antwort auf SamuelVimes vom 11.06.2020, 14:21:11
Ich kann es nicht erklären, aber Männer mit einer Frauenstimme lösen in mir irgendwie Unbehagen aus. Mir hat die Interpretation mit der Sängerin besser gefallen. Sicher ist es mir bekannt dass im 18. Jahrhundert solche Partien für Kastraten komponiert worden sind, doch in der heutigen Zeit sollten solche Kompositionen besser von Frauen gesungen werden, da die Stimme in den hohen Lagen natürlicher klingt.
Das ist meine eigene Meinung, die natürlich nicht von anderen Musikfreunden geteilt werden muss. 
😋
SamuelVimes
SamuelVimes
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RE: Große Komponisten
geschrieben von SamuelVimes

Dreimal der Türkische Marsch (Mozart)

Einmal die Mozart-Fassung
 


Dann die Transkription von Arcadi Volodos
(schwer zu spielen😁)
 


Und nochmal die Transkription, diesmal gespielt von 
Yuja Wang als "Fingerübung" Backstage vor einem Konzertauftritt.
SO möchte ich das auch spielen können 😂.
 

LG
Sam

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Mitglied_b12f0f2
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RE: Große Komponisten
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf SamuelVimes vom 25.06.2020, 06:42:09
O,phantastisch!

habs ja auch gespielt,sicher "nicht schlecht",
aber niemals so!

Gudrun
Sirona
Sirona
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RE: Große Komponisten
geschrieben von Sirona
Beethoven.jpg(Bildquelle: Pixabay kostenlos)

Violinsonate Nr. 6 Ludwig van Beethoven
 
Dieses Werk erschien 1803 und war dem russ. Zaren Alexander I. gewidmet. Dieser weilte während des Wiener Kongresses in Wien und gab Beethoven dafür 100 Dukaten.
Das war viel Geld wenn man berücksichtigt, dass z.B. heute bei Ebay 1 Dukat für 190 € angeboten wird. Ob damals 1 Dukat ebenso viel wert war, entzieht sich meiner Kenntnis.
 
Die Leipziger sparten nicht mit Kritik und bezeichneten diese Sonate als etwas „Alltägliches“, Beethoven biete im 1. Satz nicht den schönen Fluss von Gedanken, den man so vorzüglich in seinen späteren Arbeiten antrifft, der Finalsatz sei nicht ganz gelungen, einzig das Adagio fand Anerkennung.
 
Daraufhin schrieb Beethoven an seinen Verleger Hoffmeister:
„Die Leipziger Ochsen“, man solle sie nur reden lassen, da sie „gewiss niemand durch ihr Geschwätz unsterblich machen so wie sie auch niemand die Unsterblichkeit nehmen werden.“
 

Hier das Adagio aus dieser Sonate, das die „Leipziger“ für eines Beethoven  würdig erachteten.  Es lohnt sich die ganze Sonate anzuhören, bei YouTube gibt es einige Videos.
 

 
novella
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RE: Große Komponisten
geschrieben von novella
als Antwort auf Sirona vom 13.06.2020, 08:20:38

Es ist nur eine Frage der Gewöhnung und des persönlichen Geschmacks. Wir sind gewöhnt, dass  Arien in Sopran- oder Altlage von Frauen gesungen werden, die tiefer gelegten Stücke von Männern.
Mir gefallen die Countertenöre genauso wie die Sopranistinnen. Allerdings müssen die Arien für Countertenöre aus der Zeit stammen, in der sie speziell für sie geschrieben wurden, also aus dem Barock. Alte Aufführungspraxis eben.
Ein Countertenor wie Jochen Kowalski, der eine Arie aus der "Fledermaus" singt, gefällt mir allerdings nicht.

novella
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RE: Große Komponisten
geschrieben von novella
Franz Schubert
Ungarische Melodie


Damit ein großer Komponist mal wieder nach vorne gestellt wird!
Eine kleine Melodie von Schubert, die durch die scheinbar eintönige Bassbegleitung auf Dauer sehr beruhigend wirkt.
Interessehalber könnte man sich auch das unmittelbar folgende Video mit Dora Deliyska ansehen und beide Versionen miteinander vergleichen, die sich im Tempo und in der Dynamik doch unterscheiden. (Vielleicht könnte man sogar sagen, dass Männer dieses Stück schneller spielen als Frauen?)

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