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Netzwelt Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird

yuna
yuna
Mitglied

Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird
geschrieben von yuna
Nachfolgend eine Sendung der ARD darüber, wie die Stärke des Internets zu unserer Schwäche werden kann, wenn wir unsere Privatsphäre nicht schützen oder vernachlässigen und darauf vertrauen, dass unsere Daten z.B. in der Cloud genauso gut aufgehoben wären, wie in unseren Köpfen, auf dem Papier oder Rechnern/Festplatten ohne Netzzugang.

Es ist ja immer noch mal was anderes, ob man sich die Finger wund schreibt, was alles passiert und möglich ist - oder man in Bildern sieht, dass das tatsächlich so geschieht und wie einfach das eigentlich alles ist.

Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird

Falls das Video hier schon mal irgendwo verlinkt wurde, möchte ich mich für das erneute Einstellen entschuldigen. Ich habe diverse Bereiche vorher danach durchsucht, aber nichts finden können.
barbarakary
barbarakary
Mitglied

Re: Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird
geschrieben von barbarakary
als Antwort auf yuna vom 16.07.2014, 12:34:34
Einer Cloud würde ich meine Daten sowieso nie anvertrauen! Bin eben noch ganz altmodisch und mache auch kein Online-Banking, obwohl es mir einige Wege ersparen würde. Aber allein schon der Stress eines evtl. 'spinnenden' PC's hält mich davon ab - bin nicht gerne abhängig von der Technik!

Allerdings wissen wir nicht, womit wir uns in den nächsten Jahren doch noch abfinden müssen in dieser Hinsicht!

LG barbarakary
Drachenmutter
Drachenmutter
Mitglied

Re: Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird
geschrieben von Drachenmutter
als Antwort auf yuna vom 16.07.2014, 12:34:34
Danke für die hochinteressante Doku.

Es ist zum Speien. Mir fehlen erst einmal weitere Worte dazu.

LG,
woelfin

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det
det
Mitglied

Re: Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird
geschrieben von det
Wenn man die Risiken eines Zugangs zum Internet geballt darstellt, dann sieht das natürlich ungeheuer bedrohlich aus. Allerdings gehen auch täglich Millionen von Usern ins Internet, ohne daß ihren Daten etwas passiert. Ich finde es lustig, daß sich täglich Leute ins Auto setzen, obwohl das Risiko, bei einem Unfall schwer verletzt zu werden, allgemein bekannt ist. Aber bei den Risiken einer anderen Technologie, die sie noch nicht täglich benutzen, da hebt ein großes "Alarm" Geschrei an. Wenn sich die Sorge wegen einer nicht durchschaubaren Technik mit Halbwissen verbindet, wie zum Beispiel im Fall der Zwei-Faktor-Authentifizierung, dann wird viel unsinnige Panik verbreitet.
Das Speichern der Daten in der Cloud, was immer der Einzelne darunter verstehen mag, ist ein weiterer Fall. Wer sich nicht damit beschäftigt, was das genau bedeutet und wie man sich dabei absichert, der hat natürlich ein unangenehmes Gefühl dabei, seine Daten "da irgendwo" abzulegen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich gründlich über Risiken und Gegenmaßnahmen zu informieren. Dann verschwindet auch die unbestimmte Angst und wird durch eine sachliche Risikoabschätzung ersetzt. Ob so ein Fernsehbericht zu einer sachlichen Information beiträgt, daß bezweifele ich. Ich jedenfalls habe nach den ersten drei Minuten zum ersten Mal 'ne Krise bekommen, weil ständig von "der Cloud" die Refe war, ohne daß der Versuch gemacht wird, zu erklären, was das bedeutet. Unseriöse Panikmache nennt man so etwas.

det
EhemaligesMitglied44
EhemaligesMitglied44
Mitglied

Re: Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird
geschrieben von EhemaligesMitglied44
als Antwort auf det vom 19.07.2014, 11:03:10
Hallo det,
eben wollte ich ähnliches schreiben, danke, du bist mir zuvor gekommen.
Meine Device im Net: so wenig wie möglich im Netz über sich preisgeben, keine realen Namen und Bilder,möglichst halbwegs geschützt ins Netz gehen z.B.mit Tor, dann ist das alles halb so wild.
Gruß
Holger
yuna
yuna
Mitglied

Re: Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird
geschrieben von yuna
als Antwort auf det vom 19.07.2014, 11:03:10
Hmm, Halbwissen ja?
Woher weißt du, wie viel ich weiß?
Finde ich leicht überheblich so von oben herab zu schreiben.

Der Punkt ist, dass viele Menschen eben tatsächlich nicht wissen, wie die Technik funktioniert und deshalb natürlich auch nicht ihre Schwachstellen kennen.
Dass solche Reportagen immer etwas reißerisch aufgemacht sind, ist klar (das brauchen viele aber auch, damit ihnen klar wird, wie ernst es ist im Internet mit Nichtwissen unterwegs zu sein). Aber, was dargestellt wird ist auch tatsächlich so möglich. Und darauf kommt es an - dass einem das bewusst wird. Was man dann hinterher mit seinen Daten macht, bleibt jedem selbst überlassen und braucht dann auch nicht durch andere bewertet werden.

Ein existentes Problem runterzuspielen, weil man selbst die Mechanismen kennt or whatever, ist ebenso fahrlässig wie falsche Informationen zu verbreiten um Panik zu provozieren. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass jeder weiß, wie die Dinge funktionieren.
Denn natürlich kann Technik auch nahezu gefahrenlos verwendet werden, aber eben nur, wenn man weiß, wie man sich schützen kann und vor allem wovor man sich schützen sollte und dass es auch reale Gefahren sind und keine theoretischen Szenarien.

Somit ist es bedrohlich - solange man sich nicht zu wehren/schützen weiss.

Und ja, es gehen täglich Millionen User ins Internet, ohne dass mit ihren Daten etwas passiert - nur leider gehen auch täglich Millionen Usern ins Internet die haben Pech und deren Accounts sind gehackt, oder die haben eine nicht nachvollziehbare Abbuchung von 500 Euro oder was weiß ich auf ihrem Konto oder die erhalten unrechtmäßige Abmahnungen, die werden belästigt von Leuten die sie gestalkt haben und binnen weniger Tage einfach alles von ihnen an Informationen zusammengetragen haben, um bei denen vor der Haustür aufzukreuzen oder sie geraten unschuldig ins Fahndungsraster von Behörden, oder oder oder.

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Elko
Elko
Mitglied

Re: Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird
geschrieben von Elko
als Antwort auf yuna vom 19.07.2014, 16:29:52
Nach meinem Verständnis sollten solche Beiträge der sogenannten Öffentlich-Rechtlichen Sender dem Zuschauer sachlich die Problematik verdeutlichen.

Daran gemessen war dieser Beitrag in der Tat ein Machwerk von Halbwissenden für Halbwissende. Sorry Yuna, ich kann nicht anders!

Da wird nun ein "Profiler" auf einen Journalisten angesetzt! Ja, einen Journalisten, welcher qua Berufes ohnehin sein Profil und noch mehr von sich gleichmäßig im Internet verbreitet und nach Bekanntheit giert. Da fasst man sich an den Kopf!

Da wird nun, wie in einem mäßigen Krimi der Goldenen–Fünfziger, ein Fingerabdruck vom Glas abgenommen. Mit diesem Fingerprint wird nun das Phone entsperrt. Wer das glaubt wird selig!

Das ist ein Paradebeispiel für Unsinn! Denn die Qualität der hier eingesetzten Sensorik bietet überhaupt keinen hinreichenden Schutz, die lässt sich sehr leicht überwinden! Wie, das bleibt mein Geheimnis! Aber das hätten doch die guten Journalisten recherchieren können. Wie war das mit dem Halbwissen?

Ich schreibe jetzt mal nicht weiter, denn ich habe etwas gefunden. Ganz in meinem Sinne…


Hier noch kurz und knapp nützliche Hinweise:

http://www.ifun.de/wenn-das-netz-zum-gegner-wird-schlechter-ard-beitrag-zu-cloud-risiken-62601/

Peter
det
det
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Re: Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird
geschrieben von det
als Antwort auf yuna vom 19.07.2014, 16:29:52
Hmm, Halbwissen ja? .
geschrieben von yuna
Jau, Halbwissen, vielleicht auch Polemik wider besseres Wissen. Nach deinem Kommentar zur Zwei-Wege-Authentifizierung und anderen Dingen kann ich nichts anderes vermuten. Das mag dir überheblich vorkommen, ich sehe es aber so.

det
yuna
yuna
Mitglied

Re: Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird
geschrieben von yuna
als Antwort auf Elko vom 19.07.2014, 18:00:07
Da wird nun ein "Profiler" auf einen Journalisten angesetzt! Ja, einen Journalisten, welcher qua Berufes ohnehin sein Profil und noch mehr von sich gleichmäßig im Internet verbreitet und nach Bekanntheit giert. Da fasst man sich an den Kopf!
geschrieben von Elko

Er ist aber mit diesem Verhalten nicht alleine, ganz im Gegenteil. Darum geht es ja. Andere Menschen entblößen sich nach Aufmerksamkeit gierend noch viel schlimmer im Netz - ganz ohne Journalist sein zu müssen. Ganz Facebook ist voll von diesen Leuten - um mal ein Beispiel zu nennen.


Da wird nun, wie in einem mäßigen Krimi der Goldenen–Fünfziger, ein Fingerabdruck vom Glas abgenommen. Mit diesem Fingerprint wird nun das Phone entsperrt. Wer das glaubt wird selig!
geschrieben von Elko

Wer das nicht glaubt, weiß es nicht besser. Dass das funktioniert hat beispielsweise schon der CCC oder auch einzelne Mitglieder des CCC mehrfach nachgewiesen. Seit Jahren immer mal wieder.

Das ist ein Paradebeispiel für Unsinn! Denn die Qualität der hier eingesetzten Sensorik bietet überhaupt keinen hinreichenden Schutz, die lässt sich sehr leicht überwinden! Wie, das bleibt mein Geheimnis! Aber das hätten doch die guten Journalisten recherchieren können. Wie war das mit dem Halbwissen?
geschrieben von Elko

Viele Wege führen nach Rom.

Zitat aus deinem Link

[...]Konkret geht es in der knapp 30-minütigen Produktion um die nicht zu verleugnenden Risiken der Cloud-Nutzung. Auf die mit der Onlinespeicherung persönlicher Daten verbundene Gefahr kann man auch sicher nicht oft genug hinweisen.[...]
geschrieben von ifun.de


Um nichts anderes ging es mir. Sicher, wie die Seite richtig bemängelt, hätten auch Hinweise gebracht werden können, wie man solche Übergriffe nun verhindern kann. Aber ich schrieb ja eingangs auch nur, dass es sich um einen Film handelt, wo gezeigt wird, was passieren kann. Nicht mehr, nicht weniger.
Und eben das wird gezeigt. Nicht mehr, nicht weniger.

Weiter schadet es niemandem selbst zu googeln und sich zu informieren, wie man sich im Netz besser absichert und welche Daten man von sich preisgeben kann und welche man besser für sich behält.
Das hier ist ja keine Diskussion über die Qualität mit welcher die ÖR ihrem Bildungsauftrag nachkommen. Dass die nicht sonderlich hoch ist, ist ja nun wirklich seit Jahren nix neues.

@det: Ja, clever Kerlsche, hast mich total durchschaut.
det
det
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Re: Zugriff! Wenn das Netz zum Gegner wird
geschrieben von det
als Antwort auf barbarakary vom 18.07.2014, 17:37:30
Da ist mir noch etwas zu einem älteren Beitrag eingefallen:
Einer Cloud würde ich meine Daten sowieso nie anvertrauen!
Hhmmm, tatsächlich? Du hast doch einem E-Mail-Account, oder? Was meinst Du denn, was so ein Account anderes ist, als ein Dienst, der deine E-Mails "in der Cloud" speichert, bis Du sie abholst. Nur durch diese Art der Speicherung ist es nämlich möglich, daß Du von überall, zu Hause, im Internet-Café, oder bei der Arbeit auf deine E-Mails zugreifen kannst. Dein Provider speichert deine Daten (E-Mails sind auch vertrauliche Daten) irgendwo auf Servern und Du hast keine Kontrolle über den Speicherort und darüber was damit passiert. Du must halt Vertrauen haben und hast es auch, sonst wärest Du nicht hier im Forum.

Bei E-Mails macht sich niemand Gedanken darüber, aber wenn reißerisch aufgemachte Artikel, Fernsehsendungen oder Beiträge auftauchen, dann will niemand mit dem scheinbar Bedrohlichen zu tun haben. Das Problem dabei ist nur, daß niemand mal darüber spricht, was "die Cloud" eigentlich bedeutet. Es ist ja soviel einfacher, mit nebulösen Begriffen um sich zu werfen und Angstgefühle zu erzeugen.

Es gibt viele verschiedene Dienste, die in "der Cloud" arbeiten, wobei Cloud erst einmal nichts anderes bedeutet, als daß ein Dienst angeboten wird, der von überall über das Internet erreichbar ist. Betrachten wir mal einen Dienst zur Datenspeicherung in der Cloud, nämlich Dropbox. Dropbox ist schön bequem und ermöglicht es sogar, anderen begrenzten Zugriff auf die dort gespeicherten Daten zu geben. Nun ist Dropbox in der Vergangenheit schon durch Sicherheitslücken aufgefallen und die üblichen Verdächtigen Würden sofort losschreien, daß man seine Daten damit der NSA ausliefert. Es gibt aber eine Software zur Verschlüsselung der Daten, die sich völlig transparent, d. h., ohne daß man sie bemerkt, in den Zugriff zur Dropbox einklinkt: Boxcryptor. Die damit verschlüsselten Daten kann man zwar nicht mehr Dritten zugänglich machen, aber man hat von überall einen sehr gut abgesicherten Zugriff auf seine Daten.
Wuala macht im Prinzip das Gleiche, ist aber viel bequemer in Windows einzubinden.

Ich hoffe, es ist damit deutlich geworden, daß "die Cloud" ein Begriff ist, der zur Zeit sehr schön zur Angstmacherei verwendet wird, weil die meisten nicht wissen, was das überhaupt bedeutet. Ich bin aber sicher, daß viele Menschen Dienst in der Cloud benutzen, ohne daß es ihnen bewußt ist und ohne daß es ihnen Angst machen würde.

Wer mit solchen Begriffen wie "die Cloud" in reißerischen Artikeln um sich wirft ohne zu erklären, was sie eigentlich bedeuten, der will meiner Meinung nach Angst verbreiten aber bestimmt nicht informieren.

det

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