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Wirtschaftsthemen Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen

Felide1
Felide1
Mitglied

Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von Felide1
Mir stösst es sauer auf wenn Menschen die den Dreck der sogenannten "gut gebildeten"Leute wegmachen von oben herab behandelt werden. Was würden die "gut gebildeten" machen wenn es keine Müllabfuhr, Strassenarbeiter, Transporteure etc. geben würde, sie müssten selbst in den Dreck langen auch wenn sie sich zu gut und zu schön dafür vorkommen.
Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt die sich dafür nicht zuschade sind und sie haben sich den selben Respekt verdient wie die sogenannten "gut gebildeten".

Felide
marina
marina
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Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von marina
als Antwort auf bukamary vom 18.02.2013, 21:20:53
Es stimmt ja im Übrigen gar nicht, dass es nur Unausgebildete und Nichtakademiker sind, die da arbeiten. In dem Film wurde ja gezeigt, dass eine Kunstlehrerin aus Spanien, die in ihrem Beruf dort keinen Job mehr bekam, auch eine Möglichkeit sah, da ihr Geld zu verdienen. In diesen Zeiten wird es auch in Deutschland einige Akademiker geben, die zwischendurch in solchen Konzernen als Leiharbeiter beschäftigt werden, denn auch viele Akademiker, besonders Geisteswissenschaftler, finden heute sehr schwer Stellen.

Im Übrigen! Es ist traurig und symptomatisch, dass eine Diskussion, die die Ausbeutung eines Konzerns anprangerte, sich nun so entwickelt hat, dass nicht die Ausbeuter, sondern die Ausgebeuteten am Pranger stehen.

Unser System hat da offensichtlich gute PR-Arbeit geleistet, und unkritische Menschen lassen sich manipulieren. Nicht die Ausbeuter sind schuld an den Verhältnissen, sondern die Ausgebeuteten. Bravo!

@Felide, du hast völlig recht. Eine Olga, die nur bis vor ihre Haustür denkt und alles nach ihrem eigenen Lebenslauf bewertet, meint, jede/r solle studieren. Erst einmal ist nicht jede/r dafür geeignet, und zweitens brauchen wir auch Arbeiter. Oder sollen in Zukunft die arbeitslosen Philosophen den Müll wegmachen?
weserstern
weserstern
Mitglied

Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von weserstern
Es wird nun gehandelt...

Die Arbeitsministerin droht der Leiharbeitsfirma mit Lizenzentzug.
Viele ehemalige Kunden rufen zum Boykott auf.
Der Literaturverlag Ch. Schroer will seine Bücher nicht mehr über Amazon vertreiben lassen.

Das schikanöse Verhalten der Firma wird einen schweren Imageschaden hinterlassen...

Richtig so... meint weserstern... ( bin kein Kunde)

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Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von mart1
als Antwort auf clara vom 18.02.2013, 19:04:20
Ich habe mich mal schlau gemacht, woher das Wort "Bodensatz" denn stammt bzw. wer es verwendet.

Ein Herr Thomas Bäumer, Vize-Präsident des Bundesarbeitergeberverbands der Personaldienstleister sagte vor kurzem:
"Wir rekrutieren am Bodensatz des Arbeitsmarkts".

Dieser Herr ist auch dagegen, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit bezahlt werden solle. Klar, der "Bodensatz" braucht das nicht Darüber hinaus ist er stolz auf seine "Interculturelle Kompetenz".

LG mart
nerida
nerida
Mitglied

Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von nerida
als Antwort auf marina vom 19.02.2013, 09:58:30


Im Übrigen! Es ist traurig und symptomatisch, dass eine Diskussion, die die Ausbeutung eines Konzerns anprangerte, sich nun so entwickelt hat, dass nicht die Ausbeuter, sondern die Ausgebeuteten am Pranger stehen.

Eine Diskussion lebt vom Pro und Contra, sonst wird es fad.
Inzwischen begrüße ich die Beiträge von der Dame Olga, die hier im Forum offensichtlich die Rolle eines "agent provocadeur" übernommen hat.
Ich mag sie nicht missen, denn sie vermittelt dieses angenehme Gefühl auf der Seite der Gerechten zu stehen, wobei man aber schon aufpassen sollte, sonst geht es einem wie den Pharisäaern und die hat bekanntlich Christus aus dem Tempel geworfen.
Ich glaube, ich werde so langsam ein Fan von Dame Olga, sie ist im Diskussionscocktail das Angostura.

Unser System hat da offensichtlich gute PR-Arbeit geleistet, und unkritische Menschen lassen sich manipulieren. Nicht die Ausbeuter sind schuld an den Verhältnissen, sondern die Ausgebeuteten. Bravo!

Im Moment funktioniert das System aber. Denn hier zwang die öffentliche Meinung - gesteuert durch die Medien - ein Multiunternehmen zu reagieren, hat Politiker wahlgerecht zum Aktionismus gezwungen.
Ein Schelm, der hier an Manipulation denkt.

Erst einmal ist nicht jede/r dafür geeignet, und zweitens brauchen wir auch Arbeiter.
das "auch" hätt ich hier weggelassen
Oder sollen in Zukunft die arbeitslosen Philosophen den Müll wegmachen?
warum eigentlich nicht?
marina
marina
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Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von marina
als Antwort auf nerida vom 19.02.2013, 11:35:09

Inzwischen begrüße ich die Beiträge von der Dame Olga, die hier im Forum offensichtlich die Rolle eines "agent provocadeur" übernommen hat.

So etwas nennt man in der Internet-Sprache eigentlich "Troll".

Das war's dazu von mir, auf deine anderen Argumente gehe ich nicht ein, denn ich kann mich damit beim besten Willen weder identifizieren, noch halte ich sie hier für angemessen. Das Einzige, was mich wundert, ist nur noch, dass du das Wort "Gutmensch" vermieden hast, das wird einem sonst nämlich gern um die Ohren gehauen, wenn man sich auf die Seite von Minderheiten stellt und Ausbeuter oder Menschenschinder jeder Art anprangert.

Damit einen schönen Tag noch und Gruß
Marina

P.S. Vielleicht hat Karl doch recht, die Politik aus "Aktuelles" rauszunehmen. Ich überlege nämlich inzwischen auch, mich da wieder rauszuziehen, weil der Ärger bei weitem überwiegt und ich nicht einsehe, warum ich mir das weiter antun soll.

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Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von mart1
als Antwort auf nerida vom 19.02.2013, 11:35:09
Stimmt nerida, mir wird der Hintergrund des Begriffs Sklavenhaltergesellschaft immer klarer.

LG mart
erafina
erafina
Mitglied

Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von erafina
Ich war so lange weg.

Ich komme wieder her - und was ist: alles beim alten.

Gottchen, ist das deprimierend.

Warum nur kommen einem immer mal wieder Beiträge vor, als könne man erahnen, wer sich hinter dem Nick verbirgt.

fragt sich erafina.

Früher hab ich mich immer mal gefragt, welche Schauspieler/innen so dumm sind, sich zum Hassobjekt zu machen, in dem sie Rollen wie die Mutter von der blonden verzogenen Göre in "Meine kleine Farm" (weiß nicht mehr wie die hieß) übernehmen. Diesen "Makel" bekommt die Schauspielerin doch niemals mehr weg. Dass einem Menschen gefallen könnte, so angesehen zu werden, hätte ich nie für möglich gehalten. Aber ich bin ja flexibel. Ich hab hier dazu gelernt.
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von dutchweepee
5 Minuten Klartext zum "Bodensatz":

marina
marina
Mitglied

Re: Amazon - das Ausbeuter-Unternehmen
geschrieben von marina
als Antwort auf erafina vom 19.02.2013, 12:34:37
Ja, Erafina, das ist so ähnlich wie mit den Klassenclowns: Da sie irgend etwas zu kompensieren haben, weil sie an irgend einer Stelle nicht genügend Anerkennung erfahren, tun sie alles, um aufzufallen, und sei es auch negativ. Hauptsache, sie sind im Mittelpunkt.
Und deshalb bin ich auch sehr skeptisch bei den immer wieder vorgetragenen Erfolgserlebnissen der eigenen Person, die angeblich alles in ihrem Leben richtig gemacht hat und deshalb meint, auf die armen Würstchen da unten, die angeblich selber schuld sind an ihrem Unglück, hochnäsig und anmaßend herabblicken zu können. Wenn diese eigenen Erfolge einer „Karrierefrau“ so zutreffen, warum hat man es dann eigentlich nötig, immer wieder den „Bodensatz“ der Gesellschaft mit Dreck zu bewerfen? Wozu dann diese Kompensation?

Leute, glaubt nicht alles, was euch in einem Forum verklickert wird. Ich tue das schon lange nicht mehr.
Wer weiß, wer oder was hinter dieser perfekten Kunstfigur steckt!

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