Forum Finanzen & Wirtschaft Wirtschaftsthemen Grün, im Namen der nationalen Sicherheit

Wirtschaftsthemen Grün, im Namen der nationalen Sicherheit

Karl
Karl
Administrator

Grün, im Namen der nationalen Sicherheit
geschrieben von Karl

Was Habeck als "Osterpaket" vorgestellt hat, wird langfristig eine enorme Dynamik entwickeln. Grüne Firmen (Photovoltaik, Windkraft, Elektroautos) dürften einen Wachstumsboom erwarten.

@Netterberliner,

das dürfte auch für Geldanleger nicht unwichtig sein.

Karl
 

Mitglied_162e28b
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Mitglied

RE: Grün, im Namen der nationalen Sicherheit
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Karl vom 07.04.2022, 12:32:16

Zustimmung.
Bin aber noch sehr skeptisch, dass wichtige Ansätze zur notwendigen Veränderung im täglichen Kleinklein der Politik zerrieben werden.
Wenn nicht, so wäre ich mehr als positiv überrascht!

Karl
Karl
Administrator

RE: Grün, im Namen der nationalen Sicherheit
geschrieben von Karl
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 07.04.2022, 13:47:01

Nun @Enya,

Skepsis ist immer ok, aber diesmal kommt wirklich einiges zusammen:

  1. Notsituation
    a) Kernkraftwerke werden abgeschaltet
    b) Energieimporte aus Russland müssen gestoppt werden
    c) Der Klimawandel drängt, viel Zeit bleibt nicht mehr.
  2. Dezentrale eigenständige Energieversorgung wird ab sofort als nationale Sicherheitsfrage verstanden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien "ist im überragenden nationalen Sicherheitsinteresse Deutschlands", damit wird festgelegt, wie die Behörden bei Genehmigungsstreitigkeiten zu verfahren haben.
  3. Die Energiekosten aus erneuerbaren Quellen sind erstmals wettbewerbsfähig, sie sind billiger als Öl, Gas und Kernenergie. Daran sind nicht nur die höheren Preise am Energiemarkt schuld, sondern auch die technologischen Fortschritte bei Windkraft und Photovoltaik.
In diesem Umfeld werden die Erneuerbaren Energien den Durchbruch schaffen und Deutschland kann hierbei noch eine führende Rolle spielen.

Karl

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werderanerin
werderanerin
Mitglied

RE: Grün, im Namen der nationalen Sicherheit
geschrieben von werderanerin
Erstmal finde ich, dass Herr Habeck und sein Team da schon etwas vorgelegt haben (und das in kürzester Zeit !) was nun als "Osterpacket" für die kommenden Jahre Grundlage allen Handelns sein wird.
Es hat einen enormen Umfang und wird in vielen Bereichen große Veränderungen nach sich ziehen.

Ambitioniert finde ich persönlich, dass vorgesehen ist, dass Deutschland seinen Strom binnen 13 Jahren (!) aus erneuerbaren Energien ziehen möchte. Naja...wenn es nach Habeck geht...

Vieles kann man als Laie garnicht recht abschätzen...  habe heute dazu gerade gelesen, dass u.a. auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Windkrafträder verändert werden. Das Verbot für den Bau von Windrädern in Naturschutzgebieten soll fallen, stattdessen soll jeder Einzelfall geprüft werden.
Also doch eine Art "Hintertür"...schnell kann das dann alles nicht gehen, vermute ich mal...

Soll heißen, dass auch die Abstandsregelungen fallen...vor allem wohl ein Problem in Bayern, wo bereits Verhandlungen stattfinden. Aber auch andere Bundesländer werden da sicherlich noch Redebedarf haben. 

Schaun wir mal...ich finde dieses "Osterpacket" eine gute Grundlage, unser Land in die Zukunft zu führen, Abhängigkeiten zu minimieren und Energiepolitik zum nationalen Interesse zu erheben.

Kristine
barbarakary
barbarakary
Mitglied

RE: Grün, im Namen der nationalen Sicherheit
geschrieben von barbarakary
als Antwort auf Karl vom 07.04.2022, 12:32:16

Seit einiger Zeit lese ich wieder in meinen Büchern von Ervin Laszlo - Club of Rom, Club of Budapest - , der schon vor Jahrzehnten ein Umdenken der Menschheit gefordert hat auf allen Gebieten. Es ist erschreckend, wie wenig seitdem geschehen ist. Man reagiert wohl erst dann etwas stärker, wenn die Katastrophe vor der Tür steht! Dabei ist jeder Einzelne gefragt, seinen Möglichkeiten entsprechend an diesem Umdenken zu arbeiten bzw. sich zu verhalten!

LG barbarakary

Karl
Karl
Administrator

RE: Grün, im Namen der nationalen Sicherheit
geschrieben von Karl
als Antwort auf barbarakary vom 07.04.2022, 16:24:24

Guten Morgen @barbarakary 

Der "Club of Rome" hat schon Ende der 60iger/Anfang der 70iger Jahre gewusst, dass es an der Zeit ist zu handeln. Schade, dass es so lange gebraucht hat, um dieses Denken zum Mainstream werden zu lassen.

Aber Jammern hilft nicht, jetzt muss vorwärts gedacht und alles getan werden, dass die Gesetzesvorlagen auch Gesetze und diese dann umgesetzt werden.

Ich hoffe, dass das alles wegen der FDP sich nicht doch noch in ähnlicher Weise zu einem Rohrkrepierer entwickelt wie die Impfpflicht.

Karl


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ingo
ingo
Mitglied

RE: Grün, im Namen der nationalen Sicherheit
geschrieben von ingo
als Antwort auf Karl vom 07.04.2022, 15:11:51

@karl: Ich gehöre aber zu denen, die meinen, dass die Kohlekraft um ein paar Jahre verlängert werden muss. Ohne sie als Zwischenlösung werden wir wohl nicht zurechtkommen. Das ist übrigens ein weiterer Grund, Putin die Pest an den Hals zu wünschen....

schorsch
schorsch
Mitglied

RE: Grün, im Namen der nationalen Sicherheit
geschrieben von schorsch
als Antwort auf Karl vom 07.04.2022, 12:32:16

Auch die Bauern setzen auf (s) Grün.

Schon immer.

Aber nur, weil sonst ihre Kühe verhungern würden.

aixois
aixois
Mitglied

RE: Grün, im Namen der nationalen Sicherheit
geschrieben von aixois
als Antwort auf barbarakary vom 07.04.2022, 16:24:24
Es ist erschreckend, wie wenig seitdem geschehen ist.
Leider. Aber Ervin László gibt auf diese Frage ja auch die Antwort: vereinfacht sagt er, bevor die Transformation sich einstellen, bevor sich was ändern kann, muss der Mensch selbst sich ändern.

Wie das geschehen kann, hat mir auch László und keines der sehr zahlreichen eminent prominenten celeberen Mitglieder ( ich erinnere mich, dass der damalige ungarische Präsident Arpád Göncz,einer der ersten Unterzeichner des Manifests war, zusammen mit dem Co-Autor Dalai Lama uva) des Club of Budapest zeigen können.

Das Symbolhafte des gewählten Logos des Clubs, die Kettenbrücke, die die Verbindung versinnbildlichen soll (Zusammenscchluss der Stadttteile Buda und Pest) sollte weltweit ein Zeichen setzen für die globale Dimension der Transformationsnotwendigkeit durch - und das war und ist die Kernidee Lászlós (er wird bald 90 !)  - der Schaffung eines 'planetarischen Bewusstseins' aller Menschen.
"Planetarisches Bewusstsein ist das Wissen als sowie das Gefühl der lebenswichtigen gegenseitigen Abhängigkeit und essentiellen Einheit von Menschheit, und die bewusste Annahme der Ethik und des Ethos, die diese beinhaltet" .  (aus dem Manifesto vom Oktober 1996, das ich - angestossen durch Deinen Beitrag,  danke dafür! - mir nochmal angeschaut habe, auch aus nostalgischen Gründen ....).
quelle
Inzwischen ist über 1/4 Jhdt. vergangen, seit den "Grenzen des Wachstums" sogar ein halbes Jahrhundert.
Selbst in seinem eigenen Land sind die meisten Menschen, die politischen Entscheider,  entfernter denn je von den Forderungen und Erwartungen ihres Landsmanns, einem großen Philosophen unserer Zeit und seinem Manifesto.
Meine, eher pessimistische,  Einschätzung ist ja hinlänglich bekannt: es ist dem Menschen leider nicht gegeben, aus sich heraus, freiwillig, aus Einsicht,  so ein Bewusstsein zu entwickeln und sein Verhalten danach auszurichten.
Man schafft es ja nicht einmal,  ein Bewusstssein dafür zu entwickeln, was eine Seuche ist,  und wie man sie am besten durch solidarisches Handeln bekämpfen kann.
 
aixois
aixois
aixois
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RE: Grün, im Namen der nationalen Sicherheit
geschrieben von aixois
als Antwort auf ingo vom 08.04.2022, 10:50:47
Ohne sie als Zwischenlösung werden wir wohl nicht zurechtkommen.
Die Frage ist doch womit 'zurechtkommen'. Die Kohlekraftwerke weiter laufen zu lassen ist die einfachste Lösung als Zwischenlösung. Was aber ist die 'Lösung' und wie lange dauert diese "Zwischenzeit".

Wenn ich höre, dass es nicht mal möglich ist, eine kleine symbolisch -solidarische Aktion wie autofreeie Sonntage oder ein - temporäres ! -  Tempolimit 100 km/h durchzuführen, weil wir nicht genügend Tempolimit-Schilder haben, dann komme ich mir vor wie in einem Panoptikum, einer abgehoben kuriosen Welt ... wo es vielleicht wirklich nur noch mit Kohlekraftwerken weitergehen kann !

Wenigstens sind diesmal die anderen, die Russen, schuld.


aixois

PS: Vielleicht muss ich ja - wenn das Gas ausgeht - meine Heizung umstellen, auf ... Kohle.
Aktuelle Wartezeiten : auf einen fähigen Energieberater (Termine frühestens Ende September), Umstellung der Heizung (falls technisch/finanziell möglich) auf EE: laut Installationsfirma 'mit rund 2 Jahren müssen Sie realistischerweise rechnen, kein Personal, kein Material, keine Geräte, Genehmigungsverfahren etc.).
 

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