Wo sind die Jahre geblieben,
viel Unfug hast Du getrieben,
ich sehe es noch genau,
Knie und Arme waren oft blau.

Du wolltest stets mit dem Kopf durch die Wand,
und hast Dir dabei oft die Finger verbrannt.
Es gab manch´kleine Wunden,
doch die sind heute verschwunden.

Viel zu große Wunden hat später
das Schicksal Dir beschieden,
sie sind in Deinem Herzen geblieben.

Vier Kinder hast Du geboren,
zwei hast Du wieder verloren,
sie waren noch so klein,
Gott, mußte das denn sein?

Mein Kind, ich hätte Dir gerne
alles Leid erspart,
das Leben ist oft grausam und hart,
die Zeit konnte die Wunden nicht heilen,
Trauer kann man auch nicht teilen.

Ich nehme Dich einfach in den Arm
und halte Dich ganz fest und warm.
Mit meiner Liebe decke ich Dich zu,
vielleicht kommst Du ein wenig zur Ruh.



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Kommentare (4)

ehemaliges Mitglied hast Du beschrieben, dass diese Schmerzen nur mit Liebe ausgehalten werden können. So haben wir es in unserer Familie beim Tod unserer kleinen Enkeltochter erlebt und durchgestanden. Die Schmerzen mildern sich etwas mit den Jahren, aber diese tiefe Trauer und das "Warum" begleiten uns lebenslang.
ehemaliges Mitglied ...Deiner Tochter wird keine Grenzen kennen und Dir, als ihre Mutter, bricht das Herz, weil Du Dein Kind leiden sehen musst.

Dennoch wirst Du ihr auf gewisse Weise Trost geben können, in dem, wie Du es ja schon tust, für sie da bist, sie in Deine Arme nimmst.

Ich wünsche Dir, liebe Carola und Deiner Tochter, viel Kraft!

Medea Meine Mutter wurde über neunzig Jahre alt -
den Tod meines kleinen Bruders hat sie nie verwunden,
er war ein bleibender Schmerz in ihrem Herzen.
Ich fühle mit dir und deiner Tochter Wichtel.
floravonbistram ...ich kenne den Schmerz. Ein Kind (auch ungeborene)sollte nie vor der Mutter gehen müssen, denn man vergisst es niemals Flo

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