Der Lügenbaron
…. In drei Orten an der Weser habe ich gewohnt: Höxter, Bad Oeynhausen, Minden. Nicht weit davon, auch an der Weser, in Bodenwerder, lebte einst der Lügenbaron von Münchhausen, ein ebenso vielgereister wie origineller Adliger aus einem weitverzweigten Geschlecht. In seinen Reiseerinnerungen log er, dass sich die Balken bogen – nicht um zu betrügen, sondern um das Volk zu Hause zu unterhalten.
…. Nur auf eine seiner Künste möchte ich hier hinweisen, weil sie mir seit je besonders imponiert hat: Er schaffte es, sich am eigenen Schopf aus einem Sumpf zu ziehen (was bei mir schon deshalb schwierig wäre, weil ich gern Glatze trage).
…. Aber du, liebe Leser und verehrte Leserin, hast vielleicht auch du so eine Fähigkeit. Oder was stellst du an, wenn du in der Patsche sitzt? Nichts? Wie wild herumstrampeln? Einen systematischen Plan entwickeln? Mit Hilfe deines Handys Hilfe anfordern?
.... Bild: Wikipedia

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Kommentare (7)

Globetrotter

Ich halte es so ähnlich wie Syrdal es beschrieben hat und versuche gar nicht erst in eine aussichtslose Situation zu kommen.
Falls doch, halte ich wildes Herumstrampeln für wenig effektiv sondern glaube es würde ein noch schnelleres Ermüden herbeiführen. Dann muss schon ein systematischer Plan herbei.
Ganz sicher würde ich in der heutigen Zeit mein Handy zu Hilfe nehmen.

Syrdal


Hallo silesio, das ist eine sehr interessante Frage.. Was sollte man tun, wenn man plötzlich in der Patsche sitzt?
Also am besten ist es ja wohl, sein Leben und all sein Tun so einzurichten, erst gar nicht in eine bedrohliche Patsche zu geraten. Ist es aber aus welchem Grund auch immer dennoch geschehen, gibt es m.E. nur die Möglichkeit, auf einen rettenden Zufall oder auf ein Wunder zu hoffen oder – und das präferiere ich – der Intuition zu folgen, denn das Unterbewusstsein „weiß“ am besten, was im Moment der größten Not zu tun ist.

Bei meiner nächsten Patsche werde ich die ganze Sache peinlich genau eruieren und – sofern ich lebenserhaltenden Erfolg habe – es hier zur beispielgebenden Nachahmung berichten.

In guter Hoffnung auf ein erfolgversprechendes „Patschen-Entrinnungs-Konzept“ grüßt
Syrdal
 

silesio

Lieber @Syrdal,
Intuition, kein übler Vorschlag. Aber wenn es ganz dicke kommt, setzt womöglich jegliches Denk - und Hörvermögen aus.
Aber, was meinst du: Vielleicht kann man Intuition schon vor bei kleineren Vorfällen üben 

Manfred36

Ich würde sagen "Wie wild herumstrampeln"! 😫

Roxanna

@Manfred36  

Da denke ich an die Geschichte mit den beiden Fröschen, die in ein Milchgefäß fallen, aus dem sie nicht mehr herauskommen. Beide strampeln, doch der eine gibt bald auf und geht unter. Der andere strampelt weiter, die Milch wird zu Butter und er kann sich retten.

Roxanna

Widderfrau

@Roxanna  

W u n d e r b a r   !!

silesio

Lieber @Manfred36 ,
das kann ich dir nun wirklich nicht abnehmen, wo du doch der Systematiker in Person bist 

 


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